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Ein Hanseat am Betzenberg

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suYin

Guest
Ich kopiere mal von Rossi aus dem Forum von www.fck.de

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Hallo zusammen,

anbei ein recht guter Artikel aus der Zeitschrift "Horizont Sportbusiness


4/2006", einem sehr angesehenen Magazin im Sport-Business-Bereich. Da diese


Zeitschrift nicht überall im Handel erhältlich ist, hier mal der Artikel.


Gruß,


Rossi






Ein Hanseat am Betzenberg




Wie das Kaiserslauterner Vorstandsmitglied Arndt Jaworski dem Pfälzer


Traditionsclub beim Gang in die Moderne helfen will.




? „Alla hopp, gehen mer los!“ Wenn Arndt Jaworski bei seinen seltenen


Besuchen in der Hamburger Heimat ehemalige Weggefährten mit dieser


pfälzischen Floskel zum Aufbruch animieren will, „erkennen die mich nicht


wieder“. Für den Hanseaten ist das ein positives Zeichen: „Es zeigt, wie


gut ich mich eingewöhnt habe.“ Seit 2004 lebt und arbeitet er im Südwesten


der Republik, im „Herz der Pfalz“, wie der neue Claim den 1. FC


Kaiserslautern treffend beschreibt.


Zunächst leitete der 36-Jährige die Vermarktungsmannschaft von Sportfive,


seit Anfang August ist er eines von zwei Vorstandsmitgliedern des


Traditionsclubs. Der Arbeitgeber habe die Anpassung des urbanen Nordlichts


in der provinziellen Region erleichtert: „Es öffnet so manche Tür, wenn man


beim FCK engagiert ist.“


Natürlich war auch der Zeitpunkt seines Einstiegs förderlich. Nach dem


zweiten Abstieg des lange etablierten Bundesligaclubs, den Querelen im


Management, dem finanziellen Tohuwabohu, die Lautern beinahe die Existenz


gekostet hätten, sehnt man sich in der Pfalz nach ordnenden Kräften. Der


Schweizer René Jäggi war einer, der aus dem Gewirr von Rettungsaktionen,


Schuldzuweisungen und Intrigen herausragte. Doch der hat den Club nach vier


Jahren wieder verlassen. Nun darf Jaworski an der Seite des erfahrenen


Finanzfachmanns Erwin Göbel auf der Kommandobrücke Kurs auf die Bundesliga


nehmen. „Wirtschaftlich geht es uns einigermaßen“, sagt er. „Der Club ist


saniert, das Stadion an die Stadt verkauft.“ Zwar müsse der FCK für die


Lizenzierung durch die DFL Auflagen erfüllen, er sei aber liquide.


Beinahe zwangsweise hat man sich auch in der Pfalz auf ein Prinzip besonnen,


das fast alle in Not geratenen Fußballclubs predigen: die Nachwuchsarbeit.


Schon in der Rückrunde der letzten Saison, als sich der FCK gegen den


Abstieg stemmte, spielten sich Talente wie Daniel Halfar, Fabian Schönheim


und Axel Bellinghausen in den Blickpunkt. „Sie alle stammen aus dem Fröhner


Hof, unserer Ausbildungsstätte“, sagt Jaworski und die Freude darüber ist


ihm anzusehen.


Die Jungen bringen frischen Wind aufs Feld, Punkte aufs Konto und taugen als


Identifikationsfiguren. Jaworski, der im Vorstand unter anderem für


Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, weiß, was dies wert ist.


In den wenigen Jahren in Kaiserslautern hat er hautnah erlebt, wie eng das


kollektive Gemüt der Region mit den Leistungen des Clubs vom Betzenberg


zusammenhängt. „Verliert der FCK, geht´s den Leuten schlecht. Und beim


Bäcker kann man sich nicht verstecken.“




Will der Ex-Sportfive-Mann auch nicht. Er lebt mitten in Kaiserslautern,


fährt kaum in die Heimat. „Man muss sich einlassen, sonst funktioniert das


nicht.“ Etwa die Kreation eines Claims. „Das Herz der Pfalz“ hat Jaworski


mit Paul Groß von der Düsseldorfer Agentur Vasata Schröder entwickelt –


nicht ohne mit Fanbeiräten und –betreuern gesprochen zu haben.


„Das Motiv dafür war, dass wir nicht mehr nur singuläre Aktionen á la ,Wir


packen den Aufstieg`wollten. Wir brauchten ein Kommunikationsdach, unter dem


wir eine Reihe von Maßnahmen starten können.“ Die Umsetzung soll


bodenständig sein, nicht hochtrabend. „Wenn wir die Region mit City-Lights


tapezieren würden, wäre die Gefahr groß, dass die Leute sagen: „Ham kein


Geld für einen Mittelstürmer, machen aber so einen Marketing-Schnickschnack.




Statt dessen kooperiert der FCK mit der Edeka-Dachgesellschaft Wasgau, die


Fanpakete anbietet, und der Barbarossa-Bäckerei- einer regional bekannten


Kette, die fortan FCK-Brot backt und Mitglieder wirbt. „Wir wollen den Fan


treffen, wo er sich im Alltag aufhält.“


Von einem Marketingmann wird erwartet, dass er Ideen hat. Im Falle Jaworskis


ist der Vorteil, dass er sie von höchster Clubebene aus imitieren kann. Sein


Werdegang lässt Kompetenz erahnen: Nach Abi, Ausbildung zum


Industriekaufmann und Studium des Wirtschaftsrechts folgen ein Stipendium in


Texas (Marketing and Sales) und ein Praxissemester in Birmingham. Jaworski


verfasst seine Diplom-Arbeit bei Tchibo. Thema: „Markteintrittsstrategien


für den rumänischen Röstkaffeemarkt.“ Anschließend Wechsel zu Sportfive, wo


er als Director of Sales Hauptsponsorenpakete verkauft.


Nähe zum Sport muss Jaworski nicht herbeireden. „Ich bin fußballverrückt.“


Der Mann mit dem steten Lächeln auf den Lippen spielte für Altona 93, kam


bis zur Verbandsliga („Mittelfeld zentral“). Heute tritt er beim


wöchentlichen Kick mit der Geschäftsstelle gegen den Ball, schaut sich neben


den Spielen des FCK Partien in der Region an uns sitzt abends gern vor


Premiere.


Champions League, Meisterschaft, zuletzt vor 5 Jahren das


Uefa-Cup-Halbfinale gegen Alavés – als das hatten sie in der Pfalz. Jaworski


weiß: „Wir gehören in die erste Liga.“ Aber er weiß auch, dass die


Rahmenbedingungen am Betze nicht Spitze sind – erst recht nicht in der 2.


Liga. „Es ist schwierig, an neue Erlösungsquellen zu gelangen. Unsere


Hospitality-Möglichkeiten sind eingeschränkt.“ Mit 12 Unternehmenslogen und


1000 Business-Seats ist man im Oberhaus nicht in der vorderen


Tabellenhälfte.


Die Strategie wird sein, das mittelständisch geprägte Umfeld weiter zu


beackern, vorhandene Strukturen auszubauen – wie den zur WM entstandenen


Glasturm, der mehr Hospitality möglich machen soll.


Jaworski scheint vortrefflich für die Umsetzung der Vorhaben geeignet. Er


wirkt offen, verströmt geradezu eine körperliche Bereitschaft, die Dinge


anzupacken. Seine Erdung hindert ihn nicht, für eine Kommunikationskultur


einzutreten. „Ich habe eingeführt, dass alle Abteilungen regelmäßig an einen


Tisch kommen. Bei Fanbetreuung, Ticketing, Marketing und Merchandising gibt


es häufig Überschneidungen. Jeder sollte wissen, was beim anderen passiert.“


Bei Themen wie Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung („Das kann später


kommen“) und Vermarktung der Filetstücke will er Fingerspitzengefühl zeigen.


Er weiß, dass es einer Satzungsänderung bedürfte, sollte Fritz Walter einem


Unternehmensnamen weichen. „Vielleicht wird es bald so sein, dass wir die


Einzigen sind, die den Stadionnamen nicht verkauft haben“, sagt Jaworski,


„aber ich könnte mir eine Alternative vorstellen: Wir vermarkten das Areal.


Das wäre Naming-Right light. Das Entscheidende ist, dass es passt.”


Denn am Ende soll der Club so schnell wie möglich dahin zurück, wo ihn die


Fans im Gedächtnis gespeichert haben: ins Oberhaus. Jaworskis Erinnerungen


an den Verein reichen bis in die Jugendzeit: „Samstag Nachmittag,


Radiokonferenz. Alle Begegnungen waren schon vorbei, nur in Lautern wurde


noch gespielt. Dann: 94. Minute, Elfmeter, Tor, Sieg.“


Der Mythos FCK, er scheint auch in der 2. Liga zu leben. Gegen die TuS


Koblenz lag man kürzlich 0:2 zurück, am Ende stand ein 4:3. Lautern ist auf


dem Weg.O.Zils








Jaworski und der FCK


Arndt Jaworski ist seit dem 1. August dieses Jahres eines von zwei


Vorstandsmitgliedern beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern – sein Vertrag


gilt zunächst bis ins Jahr 2009. Zuvor hatte der 36-jährige zwei Jahre lang


das Team von Vermarkter Sportfive am Betzenberg geleitet. Die Verwaltung des


FCK umfasst knapp 30 Personen. Der Club, für den das Ziel Wiederaufstieg


Priorität hat, kalkuliert mit einem Umsatz von 27 Millionen Euro, inklusive


Lizenzspieleretat. Hauptsponsor ist die DVAG. Die Hospitality-Möglichkeiten


haben sich im Fritz-Walter-Stadion durch die WM-Umbaumaßnahmen leicht


verbessert. Neben den 12 Unternehmenslogen und 1000 Business Seats verfügt


der FCK nun auch über einen Hospitality-Turm zwischen Haupt- und


Hintertortribüne, in dem auf 4 Ebenen jeweils 80 Personen Platz finden. Der


Traditionsclub plant mit einem Zuschauerschnitt von 25000 und peilt die


Marke von 15000 Dauerkarten-Besitzern an. Das Einzugsgebiet bei Heimspielen


liegt bei rund 80 Kilometern.
 
Das Einzugsgebiet bei Heimspielen liegt bei rund 80 Kilometern.


würd ich sogar noch größer einschätzen!!!
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ansonsten ein guter und interessanter bericht!
 
Schon in der Rückrunde der letzten Saison, als sich der FCK gegen den

Abstieg stemmte, spielten sich Talente wie Daniel Halfar, Fabian Schönheim

und Axel Bellinghausen in den Blickpunkt. „Sie alle stammen aus dem Fröhner

Hof, unserer Ausbildungsstätte“, sagt Jaworski und die Freude darüber ist

ihm anzusehen.


Na wenn er sich da mal nicht täuscht!



Edit: Da war einer schneller als ich!
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Er weiß, dass es einer Satzungsänderung bedürfte, sollte Fritz Walter einem
Unternehmensnamen weichen. „Vielleicht wird es bald so sein, dass wir die


Einzigen sind, die den Stadionnamen nicht verkauft haben“, sagt Jaworski,


„aber ich könnte mir eine Alternative vorstellen: Wir vermarkten das Areal.


Das wäre Naming-Right light.
Sorry, kann mir jemand erklären was das bedeuten könnte? Kann mir das nicht so recht vorstellen.
 
Oder die Südtribühne heißt nicht mehr Südtribühne sondern DVAG tribühne, die West endgültig Karlsberg Westtribühne. Fritz Walter Stadion würde beibehalten werden. Auch ne Möglichkeit gegen die ich nichts hätte. Karlsberg ist für mich der einzige Namensgeber den ich für die West akzeptieren würde!
 
oder ne firma namens teufel
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gibt eine, die stellt lautsprecher her und die andere die ich kenne ist ne kaffeemarke aus österreich.
 
oder ne firma namens teufel
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gibt eine, die stellt lautsprecher her und die andere die ich kenne ist ne kaffeemarke aus österreich.


Genau an die teufel Boxen habe ich auch gerade gedacht. Wäre ne gute Alternative, mal abwarten ob sich da in den nächsten jahren was tut.
 
... oder unser liebgewonnenes Fitnessstudio "Nautilus" sponsort jetzt die Osttribüne - Die "Nautilus Osttribüne"
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Spass beseite: Der Name "Fritz Walter Stadion auf dem Betzenberg" sollte auf KEINEN FALL in Zusammenhang mit irgendwelchen "Marketing-Parks" wie z.b. DVAG-Park verunstaltet werden - BASTA
 
Könnte ja auch das "Fritz Walter Stadion auf dem Betzenberg zum DVAG Sportpark" heißen.



Aber seien wir mal ehrlich! Es sagt doch eh keiner Fritz Walter Stadion, alles sagen Betzenberg oder kurz Betze! Eigentlich wäre es doch pippegal ob das jetzt Karlsberger Arena heißen würde, wir würden weiterhin Betze sagen
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Liegt aber wohl daran....das Fritz Walter heilig ist!!!!
 
Stellt Euch mal den alten Fritz vor. Ich verwette alles was ich hab, dass wenn es wirklich drauf ankommen würde, er sagen würde: "Der Name esch doch scheiß egal, wenns de Verein des Geld braucht, dann verkaafens halt."



Der Fritz war immer eher praktisch veranlagt. Dem gings um der Verein, alles andre is doch sekundär. Kenn Mensch sacht "Veltins Arena auf Schalke" sondern nur "auf Schalke". Fertig. Betze bleibt Betze!!! Egals obs der DVAG Betze is oder nid...
 
Mir gefällt am besten das Thema seiner Diplomarbeit: „Markteintrittsstrategien für den rumänischen Röstkaffeemarkt.“

Das klingt wie ne Jurapromotion über die Stellung des Giebels im Baurecht. Aber wenn er uns einen kaffeetrinkenden rumänischen Stürmer besorgt, der trifft und nicht die Bohne kostet, solls mir Recht sein.
 
Klar.



WIR sagen immer dass wir auf den Betze gehen.



Aber bei jeder Sportuebertrageung, ob Radio oder Fernsehen, bei jedem Zeitungsbericht faellt immer wieder der Name Dritz-walter-Stadion!



Sollte es irgendwann mal soweit kommen, dass man eine Satungsaenderung macht und das Stadion dann Karlsberg Kampfbahn o.ae. heisst, dann haben die Medien die Anweisung, es auch so zu benennen.



Und das will ich einfach nicht. Der groesste Sohn der Stadt, einer der besten, vielleicht der wichtigste Fussballer, den Deutschland je hervorgebracht hat, dem der FCK so viel zu verdanken hat, dessen Name soll auf ewig mit diesem Stadion verbunden sein.
 
Auch wenn der gute Fritz das gewollt hätte weil er ja so praktisch veranlagt war, wäre es ein Unding eine Ehrung des Menschen zurück zu nehmen, denn genau das wäre es dann. Es wurde Entschieden das Fritz Walter mit diesem seinen Stadion geehrt wird und sowas schafft man nicht einfach 20 Jahre später wegen des schnöden Mammons ab!!!! Sowas gibt es nicht und darf es nicht geben.



Fertig! Da gibts nichts zu deuteln, von mir aus können die jede Tribühne umbenennen und das ganze Areal da oben DVAG Sportpark nennen, aber der Betze ist und bleib das Fritz Walter Stadion... sonst gehts hier aber los, egal wieviel Kohle wir bekommen würden!!!!!
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oder ne firma namens teufel
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gibt eine, die stellt lautsprecher her und die andere die ich kenne ist ne kaffeemarke aus österreich.






DAS waere wohl das einzige, worauf ich mich einlassen wuerde.



Das Fritz Walter Stadion auf dem Betzenberg im Teufel Sportpark.



Ich bezweifel jedoch, dass die Firma erstens jemals so vermoegend sein wird um jaerhlich eine 7stellige Summe fuer diese Art von Marketing raushauen wird und zweitens ob sie sich darin auch gut vermarktet sieht, sprich ihren grossen Nutzen erkennt...









Vielleicht sollten wir es ja mal mit diesem Unternehmen versuchen:



http://www.teufel-international.com/http://www.teufel-international.com/
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