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Einigung im Fall "Dackel gegen Adler"

redskin

Well-Known Member
Ist zwar eher " 'n more" als "fun", aber ich setze es trotzdem mal hier rein:







Einigung im Fall "Dackel gegen Adler"



Im Gerichtsstreit um einen erschlagenen Zuchtadler und einen verletzten Dackel haben sich die Konfliktparteien auf einen Vergleich geeinigt. Der Jäger, der mit dem aus einer Greifwarte entflogenen Adler um das Leben seines Hundes gekämpft und den Vogel dabei getötet hatte, muss Schadenersatz in Höhe von 15.000 Euro zahlen.



Das teilte das Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) mit. Nach dem Vergleichsvorschlag des Gerichts muss die klagende Vogelwarte ihrerseits dem Jäger 512 Euro für die Behandlungskosten des verletzten Dackels zahlen.



Der 70-jährige Rentner hatte im Oktober 2005 während eines Spazierganges in Siegelsbach (Kreis Heilbronn) den Steinadler der Greifwarte in Haßmersheim (Neckar-Odenwald-Kreis) mit einem Spazierstock erschlagen, nachdem der Vogel seinen Dackel angegriffen hatte.



Die Greifvogelwarte hatte im Ausgangsverfahren für den Verlust des Adlers einschließlich der Tierarztkosten 31.000 Euro gefordert, der Jäger für die Wunden am Dackel seinerseits 1.500 Euro. Das Landgericht Heilbronn hatte im vergangenen Oktober entschieden, die Greifwarte habe fahrlässig gehandelt, weil das frei fliegende Tier keinen Peilsender besessen habe. Demnach sollte der Greifswarte nur 6.600 Euro zugebilligt werden.

Peilsender nicht gesetzlich vorgeschrieben



Die Richter am Oberlandesgericht Stuttgart stellten jedoch fest, es gebe keine gesetzliche Vorschrift für Peilsender. Vielmehr müsse dem Spaziergänger vorgeworfen werden, sich dem Adler mit seinem Hund wider besseren Wissens genähert zu haben. Als Jäger habe er wissen müssen, dass ein lahmender Dackel in das Beuteschema eines Steinadlers passt und mit einem Angriff zu rechnen ist.



Die Greifwarte betreibt ein privates Forschungszentrum für Greifvögel. Nach einer Flugvorführung am 3. Oktober 2005 war der Steinadler nicht zu der Warte zurückgekehrt. Drei Tage später hatte er in Siegelsbach (Kreis Heilbronn) den Hund des Jägers angegriffen.





Quelle: www.swr.de
 
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