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Erdbeben-, Tsunami- und AKW- Katastrophe in Japan

aber echt.
die nachbeben sind ja eigentlich

normal aber so lange und so heftige?

das land und vor allem die menschen

kommen ja gar nicht mehr zur ruhe,

von der zeitbombe fukushima mal abgesehn..


Man hatte direkt nach dem Beben gesagt, dass man fast ein Jahr noch mit Nachbeben rechnet... Und da Nachbeben immer im Verhältnis zum echten Beben stehen sind sie diesmal auch richtig gepfeffert...

Hoffe dass da nicht nochmal richtig was passiert... die Wolkenkratzer sind zwar für solche Beben ausgelegt... aber auch in dieser Häufigkeit?
 
Ich hab' sie auch gesehen und kann sie nur JEDEM empfehlen.



Ein sehr guter Bericht - wirklich erschreckend, aber unglaublich informativ!



So viel auch zu Pressefreiheit
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Die anschließende Reportage über die Beziehung Frankreich-Deutschland war auch sehr interessant.
 
Gerade in einer weiteren Doku im Zweiten:



- in den nächsten 4 Jahren wird zu 75% wieder so ein Erdbeben auftreten, mit Stärken von 4000 Gal. Die Atomkraftwerke sind für Stärken bis 600 Gal ausgelegt, also circa 1/8tel!

- in Fukushima werden Schläuche mit radioaktivem Wasser von GRAS zerstört (hat der Tepco Sprecher erläutert)

- in Fukushima gibt es noch Reaktoren, die unbeschädigt sind, sollte es wieder zu einem Erdbeben kommen, dann fällt deren Stromversorgung aus und es gibt noch 3 weitere GAUs

- den Japanern gehen langsam die Ingenieure und ausgebildeten Arbeiter aus, die noch nicht verstrahlt (also bis zu einem gewissen Grenzwert im zerstörten Kraftwerk gearbeitet haben)

- in Fukushima lagern noch 1300 benutzte Brennstäbe und eine Anzahl von unbenutzten, neuen ... die können jeden Tag überhitzen, wenn die Kühlung ausfällt

- Wissenschaftler weltweit wissen nicht, welche Auswirkungen das seit Mitte letzten Jahres stattfindende Einleiten atomar-verseuchten Kühlwassers in den Ozean haben wird

- der Leiter des Einsatzzentrums Fukushima hat 15 Sekunden kein Wort auf folgende Frage geantwortet: "Glauben sie, dass Tepco in der Lage ist sicher Atomkraftwerke zu betreiben" ... seine Antwort - nach 15 Sekunden!!! - "Die Frage ist schwierig zu beantworten".



KRASS! Das ist ein hochtechnologisiertes Land ...



Hier die Doku: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1576888/ZDFzoom-Die-Fukushima-Luegehttp://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1576888/ZDFzoom-Die-Fukushima-Luege

Nichts für schwache Nerven.
 
- der Leiter des Einsatzzentrums Fukushima hat 15 Sekunden kein Wort auf folgende Frage geantwortet: "Glauben sie, dass Tepco in der Lage ist sicher Atomkraftwerke zu betreiben" ... seine Antwort - nach 15 Sekunden!!! - "Die Frage ist schwierig zu beantworten".


Gefühlt war das noch viel länger. Und seine Antwort war sinngemäß, dass er die Frage nicht beantworten könne.
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Das "Atomdorf" in Japan ist das Äquivalent zur Atomlobby hier. Und was das Verharmlosen von Störfällen und das Verschweigen

von Zwischenfällen angeht, stehen die sich in nichts nach. Ich halte von Merkel nicht besonders viel, aber dass sie - gegen

vermutlich immense Widerstände seitens der Atomlobby - den sofortigen Ausstieg durchgesetzt hat, rechne ich ihr hoch an.

Die Frau ist Physikerin, man kann davon ausgehen, dass sie weiß was Sache ist.
 
- den Japanern gehen langsam die Ingenieure und ausgebildeten Arbeiter aus, die noch nicht verstrahlt (also bis zu einem gewissen Grenzwert im zerstörten Kraftwerk gearbeitet haben)


Ist aber auch natürlich. Man spricht von einem Zeitraum von 40 Jahren. Nach einem Jahr sind jetzt schon fast alle Arbeiter am Grenzwert. Wie viele Arbeiter wird man dort noch brauchen? Das ist eine völlig unrealistische Zahl, wäre hier nicht anders.
 
Vor allem: Auf die Frage mit den Rohren und dem Gras, wie das sein kann:



"Wir haben da zum ersten mal Rohre über eine Wiese verlegt, vielleicht fehlen uns da noch die nötigen Kenntnisse." HALLO????????



Da fällt man echt vom Glauben ab. Grauenhaft!
 
Ist aber auch natürlich. Man spricht von einem Zeitraum von 40 Jahren. Nach einem Jahr sind jetzt schon fast alle Arbeiter am Grenzwert. Wie viele Arbeiter wird man dort noch brauchen? Das ist eine völlig unrealistische Zahl, wäre hier nicht anders.


Ich wollt bei dem Punkt auch absolut nicht anklagen.




Vor allem: Auf die Frage mit den Rohren und dem Gras, wie das sein kann:


"Wir haben da zum ersten mal Rohre über eine Wiese verlegt, vielleicht fehlen uns da noch die nötigen Kenntnisse." HALLO????????



Da fällt man echt vom Glauben ab. Grauenhaft!


Ja, krass oder? Die Stimme des ZDF-Reporters hat auch derbe gezittert als er nachgefragt hat. Ich glaub der hat sich da auch nur noch gedacht: Raus aus diesem Land, dass Ding kann jede Sekunde hochgehen.





Ich bin niemand, der sich noch schnell überraschen lässt ... aber das: unglaublich, schier unglaublich.
 
Die Frage die sich mir stellt - wie könnte eine internationale Hilfe denn aussehen.



Wenn TEPCO Hilfe von außen einfordern würde, würden die Manager wahrscheinlich ihr Gesicht (sprich ihre Ehre) verlieren. Ich weiß nicht wie viele Traditionalisten da mit im Spiel sind, und was das dann für Folgen hätte.



Im mOment sagt ja noch kein Verantwortlicher aus Politik oder Atomwirtschaft, dass die Japaner das Problem nicht selbst in den Griff bekommen - auch wenn ich daran nach den aktuellen Berichten meine größten Zweifel habe.
 
Hab gestern abend Fußball geschaut und dann kurz nach Beginn der Reportage zum ZDF geschaltet, war dann aber auf eine beängstigende Weise so fesselnd, dass ich es bis zum Ende gesehen habe. Natürlich vor allem deshalb beängstigend, weil ersichtlich wird, wie wenig ein eigentlich hochtechnisiertes Land wie Japan mit dieser Katastrophenlage umzugehen vermag.

Ich würde jedoch absolut keine Vergleiche zwischen der deutschen und der japanischen Atomenergie ziehen wollen, weil ich einfach davon ausgehe, dass wir es hier mit zwei grundsätzlich verschiedenen Ausgangslagen zu tun haben.



@schnokes

Das würde vermutlich zu einer Selbstmord-Reihe in Japan führen. Denen hängt die persönliche Ehre sehr sehr hoch. Aber letztlich muss man einfach sagen, dass das Gemeinwohl immer über den Interessen eines Einzelnen stehen muss.
 
Meine Hauptfrage nach dem Bericht gestern ist, was passiert wenn's den Reaktor 4 mit den 1300 Brennstäben wirklich noch zerlegt und warum lässt man die Dinger dort und packt die nicht in irgendwelche Behälter und bringt die in irgendein Salzbergwerk? Selbst wenn beim Abtransport Strahlen entweichen und selbst wenn die Dinger weiter unter dem Berg strahlen, so müsste es doch immer noch sicherer sein, als die Mistdinger in einer Ruine in nem Becken zu lagern und auf das nächste Beben zu warten. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wär der Gau im März dagegen ein laues Lüftchen.



Hat da einer Ahnung?
 
Meine Hauptfrage nach dem Bericht gestern ist, was passiert wenn's den Reaktor 4 mit den 1300 Brennstäben wirklich noch zerlegt und warum lässt man die Dinger dort und packt die nicht in irgendwelche Behälter und bringt die in irgendein Salzbergwerk? Selbst wenn beim Abtransport Strahlen entweichen und selbst wenn die Dinger weiter unter dem Berg strahlen, so müsste es doch immer noch sicherer sein, als die Mistdinger in einer Ruine in nem Becken zu lagern und auf das nächste Beben zu warten. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wär der Gau im März dagegen ein laues Lüftchen.


Hat da einer Ahnung?


Naja - Ich nehme mal an, dass der Abtransport und die Versiegelung der Ruine analog zu Tchernobyl die Arbeiter einer so hohen Strahlenbelastung aussetzen würde, dass da in kürzester Zeit alle draufgehen. Deswegen wird da momentan ein bißchen geflickschustert und an den Trümmern herumgenestelt, um die Öffentlichkeit zu beruhigen. Wenn dann die tägliche Strahlengrenzwerte für die Arbeiter erreicht sind, verlassen sie Sperrzone wieder. Spätestens seit dem Bericht sollte auch für den Laien feststehen, das Tepco keinerlei Ahnung oder ein wie auch immer geartetes Konzept für eine dauerhafte Lösung hat.



Und wenn man sich das mal überlegt: Vor wenigen Wochen gabs ja in der Region ein Beben mit 6,5. Wenn die Seismischen Vorhersagen stimmen und da in absehbarer Zeit wieder ein Beben mit 8 oder 9 ins Haus steht und der Fukushima-Trümmerhaufen endgültig kollabiert, dann kann man Japan als Land getrost vergessen. "Kernschmelze unter freiem Himmel" meinte ja gestern der Bericht. Dann werden Tokyo und die meisten Städte in Mitteljapan unbewohnbar und fast das ganze Land wird komplett verstrahlt. Dann gibt es eine Industrienation auf der Erde weniger. Da hätten vermutlich sogar die Chinesen mehr Mitleid als Schadenfreude. Da will man gar nicht dran denken...
 
Meine Hauptfrage nach dem Bericht gestern ist, was passiert wenn's den Reaktor 4 mit den 1300 Brennstäben wirklich noch zerlegt und warum lässt man die Dinger dort und packt die nicht in irgendwelche Behälter und bringt die in irgendein Salzbergwerk? Selbst wenn beim Abtransport Strahlen entweichen und selbst wenn die Dinger weiter unter dem Berg strahlen, so müsste es doch immer noch sicherer sein, als die Mistdinger in einer Ruine in nem Becken zu lagern und auf das nächste Beben zu warten. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wär der Gau im März dagegen ein laues Lüftchen.


Hat da einer Ahnung?


Nun ja... da wären wohl zum ersten die technischne Probleme.

Ich schätze mal, dass die Teile nicht umsonst in einem Abklingbecken liegen und erst abtransportiert werden können, wenn sie ausgeklungen sind. Ansonsten müssten man sie während des Transports wo auch immer hin kühlen. Als nächstes wäre da die Zugänglichkeit. Die komplette Infrastruktur im Reaktor ist zerstört. die Maschinen zum bergen der Teile funktionieren nicht mehr. Kräne sind zerstört und das Bergen würde wohl Wochen Monate daueren, Zeit in der Menschen das quasi von Hand machen müssten und eine unglaubliche Strahlendosis abbekommen würden. Für die neue Infrastruktur müsste man wohl erstmal die Reste des Dachs abreißen, dann alle Trümmer da rausholen, das obere Abklingbecken mit den neuen Brennstäben leermachen, diese irgendwo lagern. Danach könnte man beginnen die Decke rauszureißen, die Trümmer zu bergen und mit dem Abtransport der alten Brennstäbe beginnen.

Ausserdem besteht eben jederzeit die Gefahr einer Kernschmelze unterwegs, wenn die Kühlung nicht aussreichend ist.

Ist jetzt zwar reine Theorie aus Halbwissen was ich angesammelt hab... aber ich befürchte, dass es in der REalität noch wesentlich komplizierter wäre...
 
Und wenn man sich das mal überlegt: Vor wenigen Wochen gabs ja in der Region ein Beben mit 6,5. Wenn die Seismischen Vorhersagen stimmen und da in absehbarer Zeit wieder ein Beben mit 8 oder 9 ins Haus steht und der Fukushima-Trümmerhaufen endgültig kollabiert, dann kann man Japan als Land getrost vergessen. "Kernschmelze unter freiem Himmel" meinte ja gestern der Bericht. Dann werden Tokyo und die meisten Städte in Mitteljapan unbewohnbar und fast das ganze Land wird komplett verstrahlt. Dann gibt es eine Industrienation auf der Erde weniger. Da hätten vermutlich sogar die Chinesen mehr Mitleid als Schadenfreude. Da will man gar nicht dran denken...


Eben. Deshalb wär meiner Meinung nach ALLES besser als die Dinger dort zu lassen. Die Risiken un Kosten es so zu lassen sind wesentlich höher als von mir aus 1000 Ingenieure Tag und Nacht an einer Möglichkeit zum gekühlten Abtransport werkeln zu lassen. Wenn das wirklich das Risiko ist, dann dürfte es an Geld nicht mangeln. Die Himmelfahrtsmission angesprochen, wenn Du das kommunizierst was auf dem Spiel steht - die Existenz und das Leben von über 100 Mio Japaner - wirst Du genug Freiwillige in diesem Land finden, die sich opfern. So grausam das auch ist. Leute ziehen für wesentlich weniger in Kriege, da dürfte das wahrscheinlich das geringste Problem sein. Schon gar nicht darf der "Gesichtsverlust" eine Rolle spielen. Da würd ich an Stelle der USA un China aber mal gewaltig mit der Keule drohen. Denn wenn das Ding unter freien Himmel hochgeht, dann wird's dort (US-West u. China-Ost) aber auch so richtig ungemütlich.
 
...
@schnokes

Das würde vermutlich zu einer Selbstmord-Reihe in Japan führen. Denen hängt die persönliche Ehre sehr sehr hoch. Aber letztlich muss man einfach sagen, dass das Gemeinwohl immer über den Interessen eines Einzelnen stehen muss.


Das ist von mir unbestritten.



Aber Führungslos in eine Katastrophe gehen ...? Davor hätte ich wirklich Bammel. Die Frage stellt sich für mich - wie kann man die versagenden Verantwortlichen unterstützen, oder ablösen.

Es wurden jetztz schon von zu vielen Experten (Erdbebenforscher, etc.) Fakten auf den Tisch gelegt, um alles einfach so weiter laufen zu lassen.

Die "Nicht-Aussage" zur Frage der Selbsteinschätzung von TEPCO über die Beherrschung des Systems auch bei Krisen und Umweltkatastrophen war für mich da nur noch der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen gebracht hat.

Aus meiner Sicht hat TEPCO - und auch viele politisch Verantwortlichen keinen "Plan B" mehr in der Hinterhand. Und das ist bei dem Gefahrenpotezial nicht hinnehmbar. Hier spielt man nicht nur mit dem Leben und der Umwelt Japans!
 
Tja... im Prinzip hätte man Tepco nach der Katastrophe schlicht verstaatlichen müssen... So werden Steuergelder reingepumpt und die Strukturen sind immernoch profitorientiert und dazu gehört wohl auch die Probleme mit so geringen Mitteln wie möglich bekämpfen zu wollen.

Schläuche die von Gras zerschnitten werden... das ist das Beste bespiel... Hier geht es um hochradioaktives Wasser was dort durchfließt... da sollten die Schläuche doppelt und dreifach geschützt sein... egal was es kostet....
 
Ich weiß nicht ob und in wie weit das mit der Verstaatlichung tatsächlich umgesetzt wurde. Es war ja so, dass die Regierung sogar angeboten hatte, das Kraftwerk Fukushima aus dem Tepco-Konzern auszulösen, so dass letztlich der Staat für die Butze verantwortlich gewesen wäre. Kann zwar eigentlich auch nicht sein, dass der Staat dann im Katastrophenfall die Suppe auslöffeln muss aber letztlich hat er keine andere Chance, weil er den Energieversorger braucht um die Versorgung seiner Bürger aufrecht zu halten und andererseits muss er sich ja aber auch um diese Havarie kümmern, weil er andernfalls seine Bevölkerung diesem Horror aussetzen müsste. Keine schöne Entscheidung.



Ich geh einfach mal davon aus, dass uns diese Sache noch ein paar Jahre beschäftigt, wenn auch hier nur am Rande. Ich sehe aber auch in Fukushima keinen Grund, als "Anwohner" von Biblis in eine Schockstarre zu verfallen, weil ich der Meinung bin, dass man die Situation Deutschland - Japan schon unterscheiden muss. Das gilt aber ausdrücklich nur für die Entstehung der Katastrophe, nicht für die Beseitigung. Da kann man nicht mehr so einfach auf Tschernobyl verweisen und die Katastrophe einzig mit Missständen in der politischen Führung und der mangelnden Organisation begründen. Ich weiß nicht in wie weit man hier auf diesen Notfall vorbereitet ist und wie man sich in einem solchen Fall verhalten hätte und wie gut man diese Havarie bei uns gemeistert hätte.



Die Atomkraft wird für Japan zum Fluch, wo sie vorher doch für Jahrzehnte ein Segen war, weil man ohne die Atomenergie sicherlich niemals diese Vorreiterrolle in der Wirtschaft hätte einnehmen können.
 
Ich halte von Merkel nicht besonders viel, aber dass sie - gegen
vermutlich immense Widerstände seitens der Atomlobby - den sofortigen Ausstieg durchgesetzt hat, rechne ich ihr hoch an.

Die Frau ist Physikerin, man kann davon ausgehen, dass sie weiß was Sache ist.
Also bitte, erstmal hat sie gegen immense Widerstände des Volkes den AUSSTIEG VOM AUSSTIEG durchgedrückt. Damals war sie übrigens auch schon Physikerin. Fukushima hat doch an der Ausgangslage absolut nichts geändert, die Risiken waren und sind bekannt, gerade ihr. Und die Kehrtwende hat Merkel nur vollzogen um ihr Fähnchen wieder nach dem Wind auszurichten, weil es sonst hier Proteste gegeben hätte wie seit '89 nicht mehr was ihre ohnehin völlig instabile Regierung hätte kollabieren lassen. Merkel denkt nur nach einer Maxime und das ist die Absicherung ihrer Macht. Das hat sie mittlerweile perfektioniert (Kohl hat sie gut angelernt) und sie schafft es, dass keiner der unzähligen Skandale und Missstände ihrer Regierungen irgendwie an ihr hängenbleiben ("Teflon Merkel", wie die amerikanischen Geheimdienste sie bezeichnen).
 
Die Atomkraft wird für Japan zum Fluch, wo sie vorher doch für Jahrzehnte ein Segen war, weil man ohne die Atomenergie sicherlich niemals diese Vorreiterrolle in der Wirtschaft hätte einnehmen können.


Für Deutschland ist sie das dank umfangreicher Auslandsaufträge selbst jetzt noch... Deutsche Unternehmen sind auf der ganzen Welt am Uranabbau, AKW-Neubau, -Betreibung, -Wartung, -Finanzierung, der Abfall-"Entsorgung" und Produktion neuer Brennelemente beteiligt. Diese Beteiligungen umfassen zig Mrd-schwere Aufträge und Aktienpakete. Das betrifft nicht nur die Privatwirtschaft. Die deutsche Regierung hängt dabei seit Merkels schwarz-gelber Koalition wieder mit drin. Deutsche Banken sind (oder waren zumindest) übrigens auch an Tepco beteiligt.
 
Also bitte, erstmal hat sie gegen immense Widerstände des Volkes den AUSSTIEG VOM AUSSTIEG durchgedrückt. Damals war sie übrigens auch schon Physikerin. Fukushima hat doch an der Ausgangslage absolut nichts geändert, die Risiken waren und sind bekannt, gerade ihr. Und die Kehrtwende hat Merkel nur vollzogen um ihr Fähnchen wieder nach dem Wind auszurichten, weil es sonst hier Proteste gegeben hätte wie seit '89 nicht mehr was ihre ohnehin völlig instabile Regierung hätte kollabieren lassen. Merkel denkt nur nach einer Maxime und das ist die Absicherung ihrer Macht. Das hat sie mittlerweile perfektioniert (Kohl hat sie gut angelernt) und sie schafft es, dass keiner der unzähligen Skandale und Missstände ihrer Regierungen irgendwie an ihr hängenbleiben ("Teflon Merkel", wie die amerikanischen Geheimdienste sie bezeichnen).


Sehe ich genauso!



Aber vor wenigen Tagen habe ich von Wolfgang Clement gerade wieder gehört, dass bei uns ja doch alles gaaaanz anders ist.

Also unsere AKW's sind sozusagen supersicher, alles save.

Tsunami wird's bei uns nicht geben. Gut, kann ich für viele unserer Wunderkraftwerke nachvollziehen.



Aber irgendwie bleibt dann doch ein mulmiges Gefühl zurück:



Erstens kenne ich diese ganzen Sprüche noch von Tschernobyl 86 und

zweitens: Was, wenn bei uns - auch ohne Tsunami - mehrere Störungen gleichzeitig eintreten?
 
Sehe ich genauso!


Aber vor wenigen Tagen habe ich von Wolfgang Clement gerade wieder gehört, dass bei uns ja doch alles gaaaanz anders ist.

Also unsere AKW's sind sozusagen supersicher, alles save.

...
genau ... bei uns haben alle alles im griff ... deshalb sind auch in hessen bei der akw-sanierung duebel zulaessig, die in baden-wuerttemberg verboten sind ... jepp, asse ist sicher ... gorleben ist sicher ... es gibt keine flugzeugabstuerze ueber deutschland ... es gibt 100prozentige sicherheit ... und bevor ichs vergesse: technikglaeubigkeit ist kein verbrechen
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genau ... bei uns haben alle alles im griff ... deshalb sind auch in hessen bei der akw-sanierung duebel zulaessig, die in baden-wuerttemberg verboten sind ... jepp, asse ist sicher ... gorleben ist sicher ... es gibt keine flugzeugabstuerze ueber deutschland ... es gibt 100prozentige sicherheit ... und bevor ichs vergesse: technikglaeubigkeit ist kein verbrechen
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Die 100 prozentige Sicherheit wird es nicht geben aber wäre der Mensch nie ein Risiko eingegangen, würde es heute keine saftigen Rindersteaks geben, weil sich nie jemand getraut hätte, ein Feuerchen zu machen.
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Ich sehe das Problem der Kernenergie in Deutschland nicht so sehr im Betrieb, wobei mir klar ist, dass das Risiko durchaus besteht. Ich sehe das Risiko vielmehr in der Endlagerung der Brennelemente und da dieses Problem nach wie vor nicht geklärt ist, muss man so schnell als möglich und vertretbar von der Kernenergie weg - nicht nur in Deutschland.
 
Die 100 prozentige Sicherheit wird es nicht geben aber wäre der Mensch nie ein Risiko eingegangen, würde es heute keine saftigen Rindersteaks geben, weil sich nie jemand getraut hätte, ein Feuerchen zu machen.
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Ich sehe das Problem der Kernenergie in Deutschland nicht so sehr im Betrieb, wobei mir klar ist, dass das Risiko durchaus besteht. Ich sehe das Risiko vielmehr in der Endlagerung der Brennelemente und da dieses Problem nach wie vor nicht geklärt ist, muss man so schnell als möglich und vertretbar von der Kernenergie weg - nicht nur in Deutschland.


Junge, Junge, Junge.

Für alles, selbst für Kriege und militärische Einsätze ohne Atomwaffen, kannst du Erklärungen abgeben. Es können Schiffe in den Kampf geschickt werden, es können Risiken eingegangen werden (von 10 kommt 1 nicht zurück). Wenn aber etwas als Folge nicht (mehr) beherrschbar ist und du dafür keine 100%ige Sicherheit geben kannst, gibt es keine Alternativen und keine Argumente!



Wir werden die Folgen evtl. gar nicht mehr selbst erleben. Es wird behauptet, dass in 250.000 Jahren (siehe erste Doku) die Folgen noch sichtbar sind.



Gerade nach diesen neuerlichen Berichten kann ich nicht verstehen, wie man dieses "Es gibt keine 100%ige Sicherheit" oder "Risiko" wirklich noch in den Mund nehmen kann. Ja, das Rest-Risiko ist echt überschaubar... Man kann ja noch nicht mal die Folgen auf das kontaminierte Wasser im Ozean abschätzen...
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Ich meine grad, es ist Frühjahr 2011 ... dabei wusste man schon zu diesem Zeitpunkt (intern sowieso!), dass das Zeug unbeherrschbar ist und weg MUSS!
 
Die 100 prozentige Sicherheit wird es nicht geben aber wäre der Mensch nie ein Risiko eingegangen, würde es heute keine saftigen Rindersteaks geben, weil sich nie jemand getraut hätte, ein Feuerchen zu machen.
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Selbstverständlich birgt jede Technik Risiken - unbestreitbar.

Aber bei der Kernenergie ist das Risiko, also im Grunde die Folgen eines Unfalls, nicht tragbar.

Selbst bei recht geringer Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts ist dies meines Erachtens für keinen Menschen tragbar, weil es weit über den vorstellbaren Bereich - schon allein von der zeitlichen Komponente der Schäden - hinaus geht. Denn in diesem Fall ist noch "Verantwortung" gefragt, wenn von den Kraftwerkserbauern schon lange kein Krümel mehr zu finden ist. Dieses Problem besteht ja jetzt schon durch den radioaktiven Abfall, von dem ohnehin keiner weiß, wo er eingelagert werden soll.



Auch die Verharmlosung des Risikos geht mir gegen den Strich.

Sicher gibt es bei einem AKW am Rhein keine unmittelbare Bedrohung durch einen Tsunami.

Aber die Bedrohung durch Hochwasser, Erdbeben, Brände, Flugzeugabstürze ist real.

In Japan war es ja wohl so, dass 2 außergewöhnliche Ereignisse aufeinander trafen und die Katastrophe ausgelöst haben (Tsunami, Erdbeben).

Warum soll es dies bei uns nicht geben?
 
Wenn die Eifel in die Luft fliegt (wird wohl irgendwann passieren, man kann nur nicht sagen, wann), dann können uns hier in der Gegend auch sämtliche Kernspaltungen dieser Erde egal sein.
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Atomkraft hat auf jeden Fall Energie extrem billig gemacht, weil die ganzen Risiken und tatsächlichen Schäden (alleine ohne Störfälle: beim Abbau von Uran, Transporte, Endlagerung, etc.) nicht eingepreist sind, bzw. die Allgemeinheit diese übernimmt.



Für die wirtschaftliche Entwicklung der Menschheit eine feine Sache, alle anderen Aspekte werden Historiker beurteilen - und ich schätze sehr, dass unsere Zeit nicht so glorreich ist, wie wir sie selber empfinden...
 
@reddy

Ich sehe diese Gefährdungslage einfach nicht. Ja wir haben hier in der Region ab und an Erdbeben, Hochwasserereignisse - keine Frage. Aber diese sind doch in den letzten wahrscheinlich über 100 Jahren nie in der Form aufgetreten, dass eine reale Bedrohung daraus hätte erwachsen können. Gerade die Hochwasserereignisse werden ja - vor allem zum Schutz der Bevölkerung - sehr ernst genommen. Wenn man sieht was das Land in den Schutz durch Polder, Deichanlagen etc. investiert hat, das ist - im Vergleich zum Jahr 1990 - eine wahnsinnige Weiterentwicklung und Verbesserung.



Die Gefahr eines Flugzeugabsturzes ist da, keine Frage. Aber ich geh trotzdem munter durch die Welt, weil ich diese Gefahr für mich persönlich als sehr gering einstufe. In der Hoffnung, dass nicht irgendein geisteskranker Gotteskrieger diese Hoffnung zerstört.
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Welche Gefahren sollten denn bei uns kommen? Erdbeben und Tsunami? Flugzeugabsturz und Hochwasser? Soll nicht abwertend klingen, bitte nicht missverstehen aber ich sehe den Untergang der Zivilisation einfach nicht, vielleicht weil ich es auch einfach nicht sehen will.



Im Grunde sind wir doch aber einer Meinung. Ihr wollte keine Kernenergie wegen der Risiken im Betrieb und bei der Entsorgung, ich will keine Kernergie weil ich die Frage der Entsorgung nicht gelöst sehe. Eine Meinung, nur zwei unterschiedliche Wege zu dieser Meinung zu kommen.

Im übrigen bin ich aber dankbar, dass wir diese Energiequelle haben/hatten, weil sie dazu beigetragen hat, dass wir heute wirtschaftlich gut dastehen können. Ich wage zu bezweifeln, dass in den 1970er Jahren andere Energiequellen den Durst nach Energie hätten adäquat bedienen können.
 
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