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Es gibt doch noch echte Helden...

Ramser Wildsau

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Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,638879,00.htmlhttp://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,638879,00.html


Wie ein Doktorand das Alkoholverbot kippte



Von Birger Menke



Freiburger Nachtschwärmer können sich wieder zuprosten. Die Stadt hatte Trinken auf öffentlichen Plätzen untersagt. Doch Jura-Doktorand John Philipp Thurn, 27, klagte dagegen. Mit Erfolg: Das Alkoholverbot sei zu pauschal und unzulässig, urteilten Mannheimer Richter.



Erleichtert sei er, sagte am Mittwochnachmittag John Philipp Thurn, 27 Jahre alt und Promotionsstudent in Jura. Rund ein Jahr musste er auf das Urteil warten - ein Jahr, in dem in Freiburgs Innenstadt nach Ansicht der einen endlich mehr Ruhe einkehrte, nach Ansicht der anderen eine neue Prohibition zur Spaßbremse wurde. Und am Ende hat der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim entschieden: Die Alkoholverbote in der Freiburger Innenstadt sind rechtswidrig und nichtig. Doktorand Thurn konnte sie kippen.



Schon länger ist die Innenstadt Freiburgs an Wochenenden eine Art Hochsicherheitszone. An den Abenden postieren sich meist zwei Polizeiwagen hinter dem Martinstor mit bestem Blick ins sogenannte Bermudadreieck: drei Straßen in der Altstadt, in deren Kneipen es das Freiburger Partyvolk gern und ausdauernd krachen lässt. Für den Geschmack der Stadtoberen taten sie das allerdings deutlich zu laut, immer wieder gab es Pöbeleien, Prügeleien, Ärger mit betrunkenen Jugendlichen.



Die Polizeipräsenz trug nicht zu einer friedlicheren Stimmung bei, vielleicht bewirkte sie auch das Gegenteil. Der Gemeinderat jedenfalls dachte sich etwas Neues aus: ein Alkoholverbot. Beim Test ab Ende 2007 war zunächst für sechs Monate Alkoholtrinken in einem großen Bereich der Altstadt freitags und samstags zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens untersagt. Das Verbot galt nur für Freiflächen, nicht etwa für die Kneipen selbst. Von Komatrinkern geplagte deutsche Großstädte guckten ganz genau hin.



"Der Zweck heiligt nicht die Mittel"



Zudem verbot eine zweite Verordnung in der gesamten Stadt den dauerhaften Aufenthalt "außerhalb von Freischankflächen oder Einrichtungen wie Grillstellen", wenn er ausschließlich oder überwiegend dem "Zwecke des Alkoholgenusses" diene und die Auswirkungen geeignet seien, "Dritte erheblich zu belästigen". Kürzer: Kein Rudelsaufen (anderswo in Europa auch als Botellon bekannt) in Freiburg. Vor allem "Randgruppen" wollte die Stadt so von öffentlichen Plätzen verscheuchen.





Doktorand Thurn: Erfolg vor Gericht

Und siehe da: Die Zahl der Gewalttaten sank laut Polizeistatistik von 82 auf 69 Fälle. Der Gemeinderat beschloss, das Verbot bis Ende 2010 zu verlängern, andere deutsche Städte zogen nach. Für Kläger Thurn ist das unverständlich: "Die Polizei hat einfach ihre Einsätze gezählt, es wurde nicht differenziert, was für Einsätze, es wurde nicht geprüft, ob dafür andernorts die Gewaltdelikte gestiegen waren." Außerdem seien solche kleinen Schwankungen nicht wirklich erheblich. "Alles andere ist populistisches Sicherheitsdenken", sagte Thurn SPIEGEL ONLINE.



Doch Thurn hält ohnehin nichts von Zahlenspielereien. "Egal wie sehr das sinkt oder steigt, der Zweck heiligt nicht die Mittel."



Mehr Freiheit für Freiheit



Im August 2008 reichte er Klage beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim ein - als Vertreter des Arbeitskreises kritischer Juristinnen und Juristen (AKJ), eines Zusammenschlusses von Jurastudenten, die sich politisch engagieren. Dass die Wahl auf ihn als Kläger fiel, erklärt Thurn so: "Wir mussten jemanden nehmen, der selbst auch mal ein Bier auf der Straße trinkt", denn sonst fehle es an der rechtlich notwendigen eigenen Betroffenheit.



Für Thurn und seine Mitstreiter war von Beginn an klar: "Das Alkoholverbot ist eine pauschale Freiheitsbeschränkung, die nicht haltbar ist." Das Verbot setze zu früh an, es verbiete ein Verhalten, dass nicht per se zur Gefahr werde.





Während sein Normenkontrollantrag beim VGH in der Warteschleife lag, wurde das Alkoholverbot mehr und mehr zum Stadtgespräch - mit verhärteten Fronten. Die Begründungen der Stadt hält Thurn für zuweilen verräterisch: "Es ging dann um das Freiburger Image, um Sorgen des Fremdenverkehrsamtes. Das sind alles Ziele, die man verfolgen kann - aber nicht mit falschen Verboten." Zudem seien immer nur mitgebrachte Getränke verboten worden, "die Interessen der Gastronomie wurden berücksichtigt - eine auffällige Inkonsequenz".



"Für einen See wird auch kein Badeverbot erlassen"



Die VGH-Richter gaben Thurn recht: Eine selbst geringfügige Freiheitseinschränkung durch eine Verordnung sei nur erlaubt, "wenn typischerweise von jedem Normadressaten auch eine Gefahr ausgeht". Kurz: Jeder, der Alkohol trinkt, müsste gewaltbereit sein. Da das erfahrungsgemäß nicht der Fall ist, erklärten die Richter das Alkoholverbot für unzulässig. Wenn vorbeugend Alkoholmissbrauch in städtischen Brennpunkten entgegengewirkt werden solle, sei das Sache des Gesetzgebers.



Baden-Württembergs Innenministerium winkte jedoch schon ab: Eine Sprecherin erklärte, derzeit seien keine entsprechenden Gesetzesänderungen geplant, und verwies auf ein bereits verabschiedetes nächtliches Alkoholverkaufsverbot.



"Der Senat ist nicht für Komasaufen", versicherte Richter Karl-Heinz Weingärtner - und sprach dem Doktoranden Thurn fast nach dem Mund: Am Ziel sei überhaupt nichts auszusetzen, nur der Weg sei falsch. Und wer es nicht begreifen wollte, bekam von Weingärtner noch ein anschauliches Beispiel mit auf den Weg: "Für einen See wird auch kein Badeverbot erlassen, weil Nichtschwimmer darin ertrunken sind." Anders verhalte es sich bei einer gefährlichen Strömung im See, "weil diese jeden treffen kann".



Einfallsreichtum gegen nächtliche Ruhestörer



Für eine gefährliche Strömung halten die Richter es auch nicht, wenn Freiburger Menschen zum Trinken zusammenkommen: Auch der "Randgruppentrinkparagraf" wurde kassiert. So wurde die zweite Verordnung getauft, nachdem die Stadt vor Gericht erklärt hatte, mit dem Verbot wolle sie auch gegen "soziale Randgruppen" vorgehen, um bestimmte öffentliche Plätze aufzuwerten.



Diese Regelung, so der VGH, sei zu vage und für die Menschen nicht nachvollziehbar, wann Trinken verboten und wann noch erlaubt sei. Ob der Alkoholkonsum geeignet sei, Dritte zu belästigen, könnten erst Polizeibeamte an Ort und Stelle beurteilen. Dafür braucht man aber keinen Randgruppentrinkparagraf.



In Freiburg darf also wieder getrunken werden - und deutsche Stadtobere müssen umdenken: "Rückschlag im Kampf gegen Alkohol und Gewaltexzesse", titeln schon Nachrichtenagenturen. Düsseldorfs Polizeipräsident Herbert Schenkelberg bedauerte das Urteil. E hätte gern auch in seiner Stadt ein Alkoholverbot, es sei eine geeignete Möglichkeit, "die Arbeit der Polizei erheblich zu unterstützen und die Gefahrensituation weiter zu minimieren".





Thurn sagt, er sei zwar sicher gewesen, recht zu bekommen, aber die drohenden Gerichtskosten hätten ihn schon ein wenig besorgt. Nun will er mit seinen Mitstreiterin vom AKJ ein wenig feiern, sie wollen sich treffen auf ein Bier, "irgendwo draußen auf einem Platz in Freiburg".



Sollten sie sich auf den Augustinerplatz setzen, kaum 300 Meter entfernt vom Bermudadreieck, würde er gleich auf den neuesten Freiburger Einfall gegen nächtliche Ruhestörung stoßen: Eine Stele aus Glas leuchtet dort ab 23 Uhr und zeigt den Sommernachtsfreunden, dass es Zeit ist zu gehen. Säule der Toleranz nennen sie die einen - Säule der Intoleranz die anderen.


Mich regen diese "Lippenbekenntnisse" an Alkoholverboten auf und ich hoffe die werden alle bald wieder abgeschafft. Nach der Arbeit in der U-Bahn ein Bier halte ich für keinen Grund von einem Möchtegern-Sheriff eine Verwarnung zu bekommen. Die Verkehrsbetriebe haben dort allerdings Hausrecht und werden sicher den Teufel tun, dass wieder rückgängig zu machen. Bin gespannt ob bald jemand diese Freiheit auch wieder für die Kaufinger Str. (FuZo in der "Welthauptstadt des Bieres") einklagt.

Den Zusammenhang mit Gewalt werte ich, solange potentielle Täter sich unbehelligt in Kneipen stumpf saufen dürfen, für vorgeschoben, um andere Ziele zu verfolgen. Was nützt denn ein örtliches Verbot, wenn ein betrunkener Schläger ohne Bier in der Hand in die U-Bahn/Fußgängerzone kommt und einem die Zähne ausschlägt? Gar nix!

Wichtig für die Befürworter waren doch von Anfang die Möglichkeit, Pennern und Punkern und anderen unerwünschten Personen (Nicht-Einkäufer) ein Platzverbot aussprechen zu können, um das Bild einer möglichst blitz-blank sauberen, strammdeutschen Konsumoase aufrechtzuerhalten.
 
Vor allem bringt so ein Alkoholverbot so gut wie garnichts. Das ist in Holland seit Jahren so, dass man nicht öffentlich trinken darf und es bringt einen Sch... ich möchte nicht wissen wieviel Leuts ich nach Schlägereien mit dem Taxi ins Krankenhaus gefahren habe... Dann glühen die Leute eben zu Hause vor und saufen in den Kneipen bis sie die Aggressionsgrenze erreicht haben...



Allerdings muss ich sagen sollten Täter die häufiger auffallen, weil sie im Suff aggressiv geworden sind härter angepackt werden. Es gibt für mich keine Entschuldigung wenn ein Erwachsener, der schon Jahre Erfahrung mit Alk hat immer wieder Ärger verursacht und sich dann mit "ich war besoffen" rausredet. Das kann in der Jugend ein- zwei-, vielleicht dreimal passieren, danach sollte man aber seine Grenzen kennen und seinen Konsum dementsprechend anpassen, dass man anderen nicht ständig den Abend versaut.
 
Allerdings muss ich sagen sollten Täter die häufiger auffallen, weil sie im Suff aggressiv geworden sind härter angepackt werden. Es gibt für mich keine Entschuldigung wenn ein Erwachsener, der schon Jahre Erfahrung mit Alk hat immer wieder Ärger verursacht und sich dann mit "ich war besoffen" rausredet.


Da bin ich absolut deiner Meinung. Man kann ja auch nicht 2 Promille hinter'm Steuer mit besoffen erklären! Vor Gericht wird gern ein Grund aufgefahren warum gewalttätige Menschen andere, meist schwächere Personen, angreifen und die Richter fallen immer wieder darauf rein. Wenn mir einer vor Gericht wie diese Schweizer Schulkids kommt von wegen alkoholisiert und bekifft (extrem aggressiv machendes, daher verbotenes Rauschgift!) dann würd ich denen dann gleich ein paar Jährchen mehr statt weniger aufbrummen.

Auch bei Volksfesten führt die Alkoholschwemme zu massiven Enthemmungen und Straftaten, die werden ja aber auch nicht verboten!
 
Da bin ich absolut deiner Meinung. Man kann ja auch nicht 2 Promille hinter'm Steuer mit besoffen erklären! Vor Gericht wird gern ein Grund aufgefahren warum gewalttätige Menschen andere, meist schwächere Personen, angreifen und die Richter fallen immer wieder darauf rein. Wenn mir einer vor Gericht wie diese Schweizer Schulkids kommt von wegen alkoholisiert und bekifft (extrem aggressiv machendes, daher verbotenes Rauschgift!) dann würd ich denen dann gleich ein paar Jährchen mehr statt weniger aufbrummen.
Auch bei Volksfesten führt die Alkoholschwemme zu massiven Enthemmungen und Straftaten, die werden ja aber auch nicht verboten!


Tja, aber Volksfeste haben auch ne gewisse Lobby, die wiederum in den Parteien, die uns (und vor allem in dem LAnd in dem wohnst) regieren fest verwurzelt sind. Anders ist die Sache mit den Fussgängerzonen, da will sich genau diese Lobby sauber präsentieren, es kann doch nicht sein, dass man ausserhalb, der dazu ausgewiesenen Zonen seine Freiheit auslebt.



Kiffen macht aggressiv??? Hab ich da was verpasst? Kanns selbst nicht beurteilen, aber aus meiner Erfahrung kommen die bekifften eher entspannt rüber...
 
Wichtig für die Befürworter waren doch von Anfang die Möglichkeit, Pennern und Punkern und anderen unerwünschten Personen (Nicht-Einkäufer) ein Platzverbot aussprechen zu können, um das Bild einer möglichst blitz-blank sauberen, strammdeutschen Konsumoase aufrechtzuerhalten.


dann frag ich mal ganz frei heraus:

was ist daran verkehrt?

das verbot gilt in diesem fall doch nur von 22 - 6 uhr.

bleiben für die doch 16 stunden über, wo man sich schön in aller öffentlichkeit zulaufen lassen kann. reicht doch.
 
Ich finde so ein Alkoholverbot nicht nützlich, meiner Meinung nach hat es zur Folge das die Personen sich einfach bei einem Freund treffen und dort "vorglühen" anstatt auf dem Hinweg zur Kneipe, Disco etc. So werden die Probleme eigentlich nicht gelöst, es wird das Problem eher verschoben, sprich ins eigene Haus.

Ein Witz ist ja dann auch, dass in den Bars noch Alkohol ausgeschenkt werden darf. Man kommt gut angeheitert an die Bar, trinkt seine Bier und haut noch en paar Runden Schnaps dazu, ist man beim gleichen Problem wie vorher.



Eine sinnvolle Verbesserung, wäre vlt. mal die Alters kontrolle, wer was mit welchem Alter trinkt. Wenn dann 15 Jährige sich schon die Kante mit Wodka und so geben, muss man sich nicht wundern das manche extrem Aggresiv werden oder sogar mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden oder schlimmsten Falls ins Koma kommen.



Zum Glück wohne ich im Dorf
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der typ war heute auch gross in der BILD abgedruckt, sieht dem TuK irgendiwe voll ähnlich, nur halt schöner..
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ich finds geil..^^
 
Ich finde so ein Alkoholverbot nicht nützlich, meiner Meinung nach hat es zur Folge das die Personen sich einfach bei einem Freund treffen und dort "vorglühen" anstatt auf dem Hinweg zur Kneipe, Disco etc. So werden die Probleme eigentlich nicht gelöst, es wird das Problem eher verschoben, sprich ins eigene Haus.
Ein Witz ist ja dann auch, dass in den Bars noch Alkohol ausgeschenkt werden darf. Man kommt gut angeheitert an die Bar, trinkt seine Bier und haut noch en paar Runden Schnaps dazu, ist man beim gleichen Problem wie vorher.


jo, dann is doch gut.

es geht ja auch nicht darum, den leuten das saufen zu verbieten.



es geht darum, dass sich irgendein besoffenes pack nicht auf öffentlichen plätzen versammelt und dort trouble und dreck macht.

klar, die können auch in kneipen ärger machen, aber in dem fall kann man wenigstens noch entscheiden ob man in den laden geht, oder nicht.
 
ich denke darum gehts auch: dass leute nicht im rudel mit bierspass verweilen.

kann ich schon irgendwie nachvollziehen - wohn mal in so ner ecke und hab mal 10 jugendliche pubertätsbolzen unterm fenster ne stunde lang frauen am anbaggern. ist nicht spassig, alleine das fremdschämen bereitet einem dann schmerzen
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Verbote bringen nichts - nur massive Preiserhöhungen. Die besten Beispiele sind Alkopops und Zigaretten.
 
schwachsinn mit der preiserhöhung.

wieso sollte ich für mein bierchen mehr zahlen, nur weil ein anderer nicht weiß damit umzugehen ?

das ist genauso eine einschränkung meiner persönlichen freiheit wie ein verbot.
 
Höhere Preise erzeugen automatisch einen bewussteren Umgang. Wenn du eh nur ein Bierchen im Biergarten trinkst, isses dir egal ob das 3 oder 4 Euro kostet. Einem der aber regelmäßig 5 Bier trinkt ist das schon bald nicht mehr egal.
 
ich frage mich warum es mir egal sein sollte ob ich einen euro mehr oder weniger zahle.

mit welchem recht mutet man dem verbraucher da eine preiserhöhung zu ?

und wer legt die grenze fest ? ein bier ist in ordnung. fünf sind boese. wie begründet man das ?



einen bewussten umgang mit alkohol kann man, meiner ansicht nach, auch auf andere weise erreichen als mit repressiven maßnahmen.

wieso muss ich dem bürger vorschreiben was er zu tun und zu lassen hat ?

das zeigt doch nur das man den leuten nicht zutraut aus freien stücken verantwortungsbewusst zu handeln.
 
da geb ich HL mal sowas von recht... warum müssen wir alle bluten, nur weil paar suffköpp, komasäufer oder durchgeknallte teenies net im griff haben ? ich vertrag zwar einiges, trink aber nur auf partys oder beim fußball alk.. und da hab ich kein bock drauf zu verzichten, nur weil sich paar net im griff haben..
 
Höhere Preise erzeugen automatisch einen bewussteren Umgang. Wenn du eh nur ein Bierchen im Biergarten trinkst, isses dir egal ob das 3 oder 4 Euro kostet. Einem der aber regelmäßig 5 Bier trinkt ist das schon bald nicht mehr egal.


Höhere Preise erzeugen keinen bewussteren Umgang, sondern in erster Linie Unmut. Mir z.B. ist es nicht egal, ob ein Bier 3 oder 4 Euro kostet - im Gegenteil, des wäre eine Frechheit, obwohl ich nur ab und an mal im Biergarten was trinke. Ich bin zwar keiner, der den Euro noch umrechnet, aber wenn ich mir überlege, dass das 6 oder 8 Mark wäre, dann ist das schon heftig. Ist ja nicht so das man nur mit Freunden mal was trinken geht. Wenn ich mir überlege das es auch Familien gibt, wo der Vater gerne mal was trinkt und dann aber zusätzlich noch Kids u.s.w. hat, dann sind Dir die 3 bis 4 Euro auch nicht mehr egal.
 
Also ich muss mir doch erstmal überlegen was ich von der ganzen Problematik halten soll.

Werde ich wohl erst nochmal eine Nacht darüber schlafen müssen.



Aber zu einigen Kommentaren will ich trotz allem Stellung beziehen.



Ich denke, dass ich hier für alle spreche, wenn ich sage, dass wir besoffene Menschen auf öffentlichen Plätzen an normalen Werktagen eher lästig finden. Jeder will sich aber trotzdem gerne mit seinem Bierchen Abends noch in den Park oder sonst wohin setzen um den Tag abzuschließen.

Und genau da sehe ich das Problem: wo Alkohol ist, wird es über kurz oder lang auch Besoffene geben. Bei dem einen geht das schneller, bei anderen langsamer.

Nun kann man aber keine Grenze für den Bierverzehr machen. Man regelt es in der StVo auch nicht mit Anzahl der getrunkenen Biere, sondern Anhand der festgeschriebenen Promillegrenze. Wäre eine Regelung in der Art auf öffentlich Plätzen möglich, könnte man ab einer bestimmten Promillegrenze die Person des Platzes verweisen und dann gegebenenfalls bei wiederkehrendem Fehlverhalten auch zu einer Platzsperre ab einer Uhrzeit ausweiten.



@ Chiron: Wenn es zu einer Biererhöhung kommt und der Vater drinkt jeden Abend gerne weiter sein Bier ohne auf die finanziellen Möglichkeiten zu schauen, dann ist der Vater für mich a) Respektlos gegenüber seiner Familie oder
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Alkoholkrank.

Wenn er sich eine Bierpreiserhöhung leisten kann ohne dass er dadurch eine Senkung des Lebensstandards seiner Familie befürchten müsste, dann wird er mit Sicherheit auch nicht so sehr auf den Cent schauen.

Ich weiß jedoch auch nicht, von welchem täglichen Bierkonsum du im Schnitt ausgegangen bist!

Ich gebe dir allerdings darin recht, dass eine Erhöhung der Preise kein bewussteren Umgang mit Alkohol fördern würde. Es würde wahrscheinlich lediglich die wenigbetuchten Wenigtrinker ganz von der Flasche wegbekommen. Die Vieltrinker, egal welchen Einkommens, wird eine Erhöhung meiner Meinung nach nicht vom Konsum "abbringen".
 
@ Chiron: Wenn es zu einer Biererhöhung kommt und der Vater drinkt jeden Abend gerne weiter sein Bier ohne auf die finanziellen Möglichkeiten zu schauen, dann ist der Vater für mich a) Respektlos gegenüber seiner Familie oder
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Alkoholkrank.
Wenn er sich eine Bierpreiserhöhung leisten kann ohne dass er dadurch eine Senkung des Lebensstandards seiner Familie befürchten müsste, dann wird er mit Sicherheit auch nicht so sehr auf den Cent schauen.

Ich weiß jedoch auch nicht, von welchem täglichen Bierkonsum du im Schnitt ausgegangen bist!


Also habe nicht davon gesprochen das der Vater jeden Abend vor Glotze hängt und sich die Flaschen in den Hals schiebt. Ich meine es eher darauf bezogen, wenn man mit seiner Familie bspw. einen Ausflug macht. Ich sehe nichts verwerfliches dran, wenn ich bspw. mit der Familie auf einen Jahrmarkt gehe und mir dort ein Bier gönne. Und Bezug darauf das es inzwischen in unserem Staat Familien gibt, die eh schon dreimal überlegen müssen, ob man es sich leisten kann, muss es nicht sein das ich für mein Bier mehr berappen soll nur weil es Leute gibt, die sich nicht unter Kontrolle haben. O.k., ich geb zu, dass das vielleicht sehr weit ausgeholt ist, aber die "Vert€uerung" in unserem Staat ist bei gewissen Dingen nicht zum aushalten. Ich sehe es nicht ein das ich nur noch von Wasser und Brot leben soll und mir gewisse Genussmittel durch völlig überhöhte Preise "versaut" werden, nur weil man es nicht auf die Reihe bekommt die Gründe für bspw. Alkoholsucht mal am Betroffenen selbst zu suchen.
 
Zum Thema Preiserhöhungen kann ich wiederum ein Gegenbeispiel nennen... Skandinavien: Da ist der Alk derart teuer, dass es einem deutschen echt die Kinnlade runterhaut, aber fahrt mal in Stockholm Samstagnacht in der U-Bahn... da werdet Ihr allein vom Atem der Mitfahrer besoffen...

Verbote und Präventionen (hier Preiserhöhungen) erhöhen nur den REiz und wenn es dann die Möglichkeit gibt fallen jegliche Grenzen...
 
ich denke darum gehts auch: dass leute nicht im rudel mit bierspass verweilen.
kann ich schon irgendwie nachvollziehen - wohn mal in so ner ecke und hab mal 10 jugendliche pubertätsbolzen unterm fenster ne stunde lang frauen am anbaggern. ist nicht spassig, alleine das fremdschämen bereitet einem dann schmerzen
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" wohn mal in so ner ecke und hab mal 10 jugendliche pubertätsbolzen unterm fenster ne stunde lang frauen am anbaggern." Köstlich. Natürlich sollte man einfach die Jugendlichen verbieten, die hinterlassen ja auch überall weiße Pfützchen wo die sitzen.
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Aber wer in besagtes Bermudadreieck zieht will es ja auch nicht anders, die Kommilitonen sind sofort beeindruckt vom Wohen im "In-Viertel" und es übernachten öfter die Mädels bei einem...
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Die Sach is doch die, wenn man auch mit paar Bier weiß wie man sich benimmt (nicht rumschreit, keine Flaschen zerdeppert, vom liegen lassen leben ja schon Hunderte in deutschen Städten) dann sollte man auch seine Ruhe vor Prohibitionisten und Polizisten haben.
 
ach ramsey, ich will doch ned die jugendlichen verbieten. ich sach nur, dasses gründe gibt für so ein verbot, und die gründe sind nicht ein rumlaufender ramser mit nem bier, und auch nicht ne evo die sich beim zigarettchenrauchen vor der tür n champus gönnt.
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wie wärs denn mit nem "lager- und vagabundierverbot"? gabs in einer nahegelegenen stadt auch schonmal. weiss gar nicht ob ses wieder abgeschafft haben? jedenfalls sind dort brav jeden abend die grünen spaziert und haben einen weggejagt, solange man länger als zwei zigaretten draussenstand. ABM! NIX ALS ABM
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Bin bei sowas echt gegen strikte Regeln. Was wenn ich mit ein paar Leuten an nem super schönen Abend einfach mal ne zeitlang friedlich auf der Bank sitzen und ein paar Bierchen genießen will, den Platz dann still und leise wieder räume und alles sauber hinterlasse? Solche Leuts soll es auch geben.



Man muss nur konsequent die bestehenden Regeln umsetzen und ganz deutliche Platzverbote aussprechen, dass geht ohne weiteres, wenn sich die LEuts nicht benehmen. Bei weiteren Auffälligkeiten gibts dann ne Nacht an nem ruhigen Plätzchen, an dem man sich ausruhen kann oder man wird von Mami beim Revier abgeholt... ich glaube das wirkt bei geschätzten 98% nachhaltiger, als irgendwelche pauschalen Verbote...
 
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