...und noch was zum Thema Gladbach:
Der sport.ARD.de-Kommentar
Die Rettung ist nah - aber nicht für alle
Von Michael Schreiber
Die Meisterschaft ist entschieden. Sechs Punkte Vorsprung werden sich die Bayern nicht mehr nehmen lassen. So konzentriert sich die Spannung in der Schlussphase der Saison auf den Kampf um den Klassenerhalt.
Wer wird es packen? Nürnberg, Mainz, Mönchengladbach, Bochum und Rostock. Fünf Teams, von denen zwei den SC Freiburg, dessen Abstieg fest steht, ins Unterhaus werden begleiten müssen. Für die anderen drei wird es Rettung geben.
Nürnberg hat dabei die besten Karten. Der Vorsprung der Franken auf Platz 16 beträgt fünf Punkte und der Club spielt noch zu Hause gegen die direkten Konkurrenten aus Mönchengladbach, Bochum und Mainz. Die Erfolge der letzten Wochen dürften zudem das Nervenkostüm gestärkt und Selbstvertrauen gegeben haben.
Für Mainz spricht nichts
Mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein geht auch der VfL Bochum in die heiße Phase des Abstiegskampfes. Für den Revierklub war das Festhalten an Peter Neururer der richtige Weg. Das besonnene Handeln an der Spitze des Klubs, erweist sich jetzt als Vorteil. Und das Glück hat sich - siehe den Last-Minute-Treffer in Mönchengladbach - auch eingestellt. Den einen Punkt Rückstand auf den rettenden Platz 15 wird der VfL trotz des nicht ganz leichten Restprogramms wohl aufholen.
Für den FSV Mainz 05 spricht, das nichts für ihn spricht. Nüchtern betrachtet hat der Kader von Trainer Jürgen Klopp eigentlich nicht die Qualität für Liga eins. Aber es hat schon andere Klubs gegeben, denen man die Erstligatauglichkeit abgesprochen hat, und die am Ende doch drin blieben. Und eben weil alle eh damit rechnen, dass der Klub absteigt, können die Mainzer anders als die Konkurrenz ohne den ganz großen Druck aufspielen. Darum wird es am Ende reichen.
Panik im Nordpark
Bleiben Rostock und Mönchengladbach. Die Hansa-Kogge ist zu spät in Schwung gekommen. Bei einem Restprogramm mit Spielen gegen Hamburg, Berlin, Leverkusen und Dortmund, die alle noch etwas erreichen wollen, sind die vier Punkte Rückstand wohl kaum aufzuholen. Auch wenn "Feuerwehrmann" Jörg Berger mit Frankfurt schon einmal ein Wunder vollbracht hat.
Und die Borussia? Ist mit hohen Erwartungen in die Saison gegangen und steht nun zitternd am Rande des Abgrunds. Obwohl der Kader nominell die Qualität für Erstligafußball hat. Doch anders als etwa Hertha BSC Berlin in der vergangenen Saison oder Bayer Leverkusen in der Spielzeit davor, hat Gladbach in der Winterpause mit sieben Spielerkäufen von fraglicher Qualität geradezu panisch reagiert. Hinzu kommt ein Trainer, der beim Publikum nicht ankommt. Die Stimmung rund um den Nordpark ist vergiftet. Nimmt man dann noch das extrem schwere Restprogramm hinzu, fällt es schwer, an die Rettung der Borussia zu glauben.
Quelle:
www.ard.sport.de