Ich finde es sind zwei Dinge die zu einen Amoklauf führen: 1) ein durch die Gesellschaft oder sonstige Umstände hervorgebrachter Amokläufer und 2) der Zugang zu Waffen mit denen man einen Amoklauf ausführen kann.
1), so finde ich, lässt sich kurzfristig schwer ändern, dafür braucht es wahrscheinlich >10 Jahre sowie Unmengen an Geld. Und bestimmte Dinge, wie eine ungünstige Familiensituation lassen sich auch damit nicht vermeiden.
2) ist eher greifbar. Eine im Haus verfügbare, unzureichend gesicherte Schußwaffe bietet eine andere Hemmschwelle als ein paar Kilo Kunstdünger, die erst noch mit bestimmten anderen Materialien und sonstigem Aufwand in eine Bombe umfunktioniert werden müssen. Sind keine Schußwaffen verfügbar kann mit Schußwaffen kein Amoklauf ausgeführt werden. Ich wage zu behaupten, hätte die Anwältin ihre Waffe abgeben müssen wäre dieser Amoklauf in der Form nicht passiert. Vielleicht hätte sie ihre Familie vergiftet, sie wäre aber nicht mit einer Knarre über die Straße gelaufen. Zumindestens Amokläufe bedingt durch Kurzschlußreaktionen wären aufgrund nicht kurzfristig verfügbarer Waffen vermeidbar. Einen Amoklauf der längerfristig geplant wird kannst Du damit zwar nicht verhindern, aber zumindestens erschweren. Ob der Typ aus Winnenden (unbemerkt) eine Kunstdüngerbombe gebaut hätte/hätte bauen können?
Und eine mangelnde Konkurrenzfähigkeit Deutschlands bei Schießwettbewerben ist ein sehr kleiner Preis den man dafür zahlen würde...