Am neunten Spieltag der 2. BBL Süd steigen die ersten Spitzenspiele der Saison. Eine dieser Begegnungen findet in Kaiserslautern statt: Die FCK-Basketballer empfangen am kommenden Sonntag (19.11., 18 Uhr im Schulzentrum Nord) den BV TU Chemnitz 99ers. Damit treffen erstmals in dieser Saison zwei selbsternannte Aufstiegsaspiranten direkt aufeinander.„Das Ziel ist auf jeden Fall der Aufstieg!“, machte noch vor Saisonbeginn Chemnitz’ US-Spielmacher David Doubley keinen Hehl aus den Ambitionen der Sachsen. Niners-Präsident Detlef Müller ließ zudem durchblicken, dass die Verhandlungen mit Sponsoren eine neue Qualität erreicht hätten, denn es gilt den Mindestetat für die 1.BBL in Höhe von 1 Mio. € zusammenzustellen. Das große Ziel soll weitgehend die Mannschaft des Vorjahres erreichen. Leistungsträger, allen voran Publikumsliebling und US-Topscorer Jaivon Harris, aber auch der Isländer Mirko Virijevic, Centerspieler Avi Kazarnovski, Kapitän Carl Mbassa und Pointguard Doubley konnten zum Verbleib in der West-Sachsenmetropole motiviert werden. Ein eingespieltes Team, das noch um Ex-Nationalcenter Oliver Braun verstärkt werden konnte.
Das hoch gehandelte Chemnitzer Team steht nach acht Spieltagen zwar mit einer makellosen Heimbilanz da, musste allerdings bereits zwei Dämpfer in gegnerischen Hallen hinnehmen. Am vierten Spieltag wurde knapp in Crailsheim verloren und am sechsten Spieltag setzte es in München die zweite Saisonniederlage. Danach hing der Haussegen bei den Sachsen kurzzeitig schief. In der Zwischenzeit hat sich die Mannschaft aber wieder berappelt und nicht nur die beiden letzten Ligaspiele für sich entschieden, sondern auch den Pokalhit gegen Jena gewonnen. Die Formkurve zeigt also nach oben.
Die Chemnitzer Niederlage in München wurde zudem durch den Auftritt des FCK an gleicher Stelle am vergangenen Samstag relativiert. Auch die Betze-Basketballer mussten sich geschlagen geben. Und dies nach einer schwachen Vorstellung: Das Team aus Kaiserslautern zeigte sich geschlossen indisponiert. Insofern ist nun gegen Chemnitz Wiedergutmachung angesagt. Vielleicht ist das keine schlechte mentale Ausgangsposition für das Spiel gegen den Mitfavoriten.
Für den FCK gilt es nun im Rahmen der Vorbereitung, an den identifizierten Baustellen zu arbeiten. Schwerpunkte werden die Defensearbeit und die Wurfquoten sein. Uwe Sauer analysiert: „Wir werden akribisch an den Schwachpunkten arbeiten, die wir in München, aber auch in den Spielen zuvor an den Tag gelegt haben. Eine intensive Videoanalyse wird da einige Erkenntnisse erbringen.“ Im Team ist außerdem ein deutlicher Ruck zu spüren, die anstehende Wiedergutmachung vor heimischem Publikum in die Tat umzusetzen. Dazu meint der FCK-Headcoach: „Diesen „Jetzt erst recht“-Geist, der sich seit Samstag im Team etabliert hat, gilt es jetzt zu kanalisieren. Vielleicht war die Niederlage in München am Ende sogar nützlich.“
Manager Gerd Schmidt-Zöllner freut sich auf die Begegnung: „Wir werden am Sonntag ein volles Haus haben. Das wird ein Riesenspektakel. Ich bitte die Zuschauer nochmals, sich bereits vorab beim TWK Infocenter Kaiserslautern Karten zu besorgen. Die Karten können dann als KombiTicket auch für die An- und Abreise genutzt werden. So entfallen Parkplatznot und lange Schlangen an der Abendkasse.“