FCK-Schlüsselspieler völlig von der Rolle
BASKETBALL: „Rote Teufel" kassieren zweite Niederlage in Folge - Nach 87:96 gegen BV TU Chemnitz Sturz auf Rang drei
Von unserem Mitarbeiter
Karsten Kalbheim
KAISERSLAUTERN. Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft: Vor ausverkauftem Haus unterlagen die Zweitliga-Basketballer des 1. FC Kaiserslautern gestern Abend im Schulzentrum Nord dem BV TU Chemnitz mit 87:96 (35:40) und kassierten die zweite Niederlage in Folge.
Die 600 Zuschauer bekamen eine packende Partie zu sehen, der Chemnitz bereits in den Anfangsminuten seinen Stempel aufdrückte. Beide Mannschaften gingen mit hoher Intensität zu Werke und schenkten sich nichts. „Leider haben wir wieder die selben Fehler gemacht wie zuletzt in München. Wir waren beim Rebound nicht energisch genug und viel zu brav von Außen", kritisierte FCK-Headcoach Uwe Sauer, dessen Team beim Stand von 6:2 (2.) letztmals in Führung lag. Ein Beleg für die Dominanz der Ostdeutschen, die als verdienter Sieger vom Feld gingen.
„Wenn du gegen eine Spitzenmannschaft gewinnen willst, müssen deine Topspieler in Form sein", analysierte Uwe Sauer, der im Falle von David Arigbabu sogar von einem „Totalausfall" sprach. Der FCK-Kapitän präsentierte sich von seiner Bestform meilenweit entfernt und konnte weder offensiv noch defensiv Akzente setzen. Insgesamt glückten dem Forward nur zwei Punkte und vier Rebounds. Die Chemnitzer dokumentierten eindrucksvoll ihre Lufthoheit und entschieden das Rebound-Duell mit 46:34 klar für sich.
Kurz vor dem Seitenwechsel drehten die Gäste gewaltig auf und erspielten sich einen Elf-Punkte-Vorsprung (27:38/18.). Tim Jennings verkürzte mit dem Halbzeitpfiff auf 35:40 - es sollte jedoch die letzte sehenswerte Aktion des US-Amerikaners gewesen sein. „Tim hat nur in der ersten Halbzeit so gespielt, wie wir das von ihm erwarten. Danach war von ihm nicht mehr viel zu sehen", bemängelte Sauer. Jennings Landsmann Whit Holcomb-Faye hingegen wirbelte die Abwehrreihen der 99ers nun kräftig durcheinander und spielte groß auf. Als ihm der Ausgleichstreffer zum 75:75 (35.) gelang, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Und der Sieg schien wieder in greifbare Nähe zu rücken.
Doch wie so oft in dieser Begegnung hatten die Chemnitzer die passende Antwort parat: Der agile Jaivon Harris brachte die Halle wenig später mit einem humorlosen Dreier zum Schweigen. „Wir hatten ihn in der ersten Halbzeit absolut im Griff, danach hat er jedoch immer besser zu seinem Spiel gefunden und wichtige Würfe getroffen", analysierte Sauer. Entscheidend sei jedoch gewesen, dass man David Doubley nicht unter Kontrolle bringen konnte. Der US-Amerikaner avancierte mit 30 Punkten zum Topscorer und zeigte sich vor allem aus der Distanz (5/6) äußerst treffsicher. Die „Roten Teufel" verloren durch die Niederlage den zweiten Tabellenplatz an Jena, das in Heidelberg triumphierte.
So spielten sie
1. FC Kaiserslautern: Holcomb-Faye (28), Skender (19), Damjanovic (14), Robbins (12), Jennings (10), Arigbabu (2), Radulovic (2), Schwartz, Fotsing-Kamden - Spielfilm: 11:11 (4.), 16:23 (10.), 27:36 (17.), 35:40 (20.), 50:54 (27.), 64:68 (32.), 75:75 (35.), 84:86 (39.), 87:93 (40.) - Beste Spieler: Skender, Damjanovic. - Zuschauer: 600 - Schiedsrichter: Reiter/Schneider.
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ