Ohne Lapidakis dürft das ziemlich durch sein. Die können doch froh sein, wenn die die Verbandsliga finaziern können.
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Abpfiff für den Regionalligisten FSV Oggersheim
fussball: Verein lässt Frist für Regionalliga-Zulassung verstreichen - Heute letztes Spiel gegen FSV Mainz 05 II
LUDWIGSHAFEN. Abschied nehmen heißt es am letzten Spieltag der Fußball-Regionalliga beim FSV Ludwigshafen-Oggersheim in doppelter Hinsicht: Im Rheinland-Pfalz-Derby gegen den FSV Mainz 05 (heute, 14 Uhr, Südweststadion) bestreitet die Mannschaft vom scheidenden Trainer Sascha Koch ihr letztes Spiel in der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands. Außerdem ist es die letzte Partie für Spieler und die Sportliche Leitung. Der FSV hat gestern die Frist vom DFB für die Erteilung der Regionalliga-Zulassung verstreichen lassen.
Während Koch in Worms am Dienstag vorgestellt werden soll, gibt es beim personellen Ausverkauf kaum Vollzugsmeldungen. Nur Enis Hajri gab den Wechsel zum bulgarischen Erstligisten Chernomorets 919 Burgas bekannt. Dort ist der Ex-Stuttgarter Krassimir Balakow Trainer und Ex-Nationalspieler Fredi Bobic Teammanager. Alain Dos Santos, Matteo Monetta, Kristijan Vidakovic, Martin Gollasch, Danijel und Dalibor Gataric sowie Marco Lapidakis sollen mit Koch im Schlepptau nach Worms gehen. Auch Emmanouil Lapidakis ist in Worms als Sponsor im Gespräch. Er werde sich am Dienstag äußern, sagte Lapidakis - just am Tag nach der SWFV-Entscheidung und an jenem Tag, an der Wormatia Worms eine Pressekonferenz gibt.
Nach sieben teils glanzvollen Jahren endet heute ein Stück Fußballgeschichte in Ludwigshafen. Dabei steht noch nicht einmal fest, wie tief der Fall des derzeitigen Regionalligisten sein wird. Die Rückkehr in die Oberliga haben die Verbandsgremien am vergangenen Mittwoch abgelehnt, nachdem der Verein die Melderfrist versäumt hatte. Ob der FSV in die Verbandsliga eingestuft wird - wie es der Klub gerne will - entscheidet der Südwestdeutsche Fußballverband am Montag.
„Wir hoffen, dass wir am Montagabend positive Signale hierfür bekommen. Wir haben die Aufstockung auf 17 Mannschaften beantragt", sagte FSV-Vorsitzender Horst Loch. Er verhandelte gestern noch mit zwei Sponsoren, um die Zulassung für die Regionalliga zu bekommen. „Es gab auch positive Signale, nur war man der Auffassung, dass es nicht genügt, einfach die erforderlichen 510.000 Euro aufzubringen", sagte Loch gegenüber der RHEINPFALZ. Damit sprach er indirekt die Altlasten aus den Vorjahren an. Über die Höhe wollte sich Loch nicht äußern. Doch dem Klub stehen demnächst Forderungen aus der Vergangenheit bevor, unter anderem die nicht gezahlte Umsatzsteuer, nicht gezahlte Miete für die Geschäftsstelle in der Mundenheimer Straße, offene Bus- und Hotelrechnungen. Die Spielergehälter in den letzten Wochen konnte der Verein auch nicht mehr zahlen. Emanuel Lapidakis sprang immer wieder in die Bresche. Das dürfte auch diesmal wieder so sein. „Gerade in schwierigen Zeiten hat Herr Lapidakis immer wieder ein offenes Ohr gezeigt", sagte Koch. Fünf Millionen Euro sollen von dem Unternehmer in den Verein geflossen sein. Sponsor-Sohn und Spieler Marco Lapidakis merkte man den Schmerz des sportlichen und wirtschaftlichen Aus an. „In bin der Zeit, wo ich hier spiele sechs Mal operiert worden, habe zwei Platten im Körper und das zeigt doch, wie mir der FSV am Herz liegt", sagte er.