mal was aus dem fck.de Forum, ganz gut geschrieben von christjan
-------------------
Es geht hier nicht nur um dieses Spiel sondern um die Glaubhaftigkeit der deutschen Schiedsrichterschaft sowie des DFB. Wenn ein Spiel ohne Konsequenzen in dieser Form beeinflusst wird, dann können wir auch die Ergebnisse auswürfeln. Mehr Einfluss kann eigentlich nicht auf ein Spiel ausgeübt werden. Der FCK hat das Spiel im Elfmeterschießen gewonnen - allein der Schiedsrichter hat durch eine skandalöse Fehlentscheidung dafür gesorgt, dass es anders gewertet wurde.
Die Tatsachenentscheidung ist für mich wichtiger und richtiger Bestandteil des Fußballs. Sonst würde irgendwann alles angefochten werden - von der zu harten gelben Karte bis zum zu unrecht gegebenen Eckball der zum Gegentor geführt hat. Der für uns nicht gegebene Elfmeter sowie der fragwürdige Freistoß vor dem Ausgleich sind zwar ärgerlich und verstärken den Unmut nach dem Spiel, sind aber meiner Meinung nach von anderer Brisanz. Die Entscheidung a) war es absichichtliches Handspiel oder
war es ein Freistoßreifes Foul sind subjektiv, auch wenn in diesem Fall wohl alleine der Schiedsrichter und Jürgen Klopp es so gesehen haben wollen. Ob ein Ball jedoch im Tor war oder nicht, besonders bei einem Elfmeterschießen, bei dem der Linienrichter nichts anderes zu bewerten hat, ist eine andere Sache. Dies zeigt auch die Entscheidung des DFB nach dem Phantomtor im Spiel Bayern - Nürnberg. Der DFB hat damals erkannt, dass eine solche Entscheidung eine andere Qualität besitzt, auch wenn er danach von der FIFA kritisiert wurde. Wobei das Phantomtor bei weitem nicht so skandalös ist wie der nicht gegebene Elfer. Es war neblig, der Schiedsrichter weit weg und noch viel Zeit das Spiel noch zu drehen. (ANMERKUNG: Der FCK wäre in diesem Jahr Deutscher Meister geworden, wenn das Tor nicht gegeben worden und das Spiel somit unentschieden ausgegangen wäre. Nur mal so zum Nachdenken!)
Es gibt im Übrigen Fälle in denen vermeintliche Tatsachenentscheidungen im Nachhinein aufgehoben werden. So werden Rote Karten die versehentlich dem falschen Spieler gegeben wurden wieder aufgehoben. In dieser Saison z.B. in Liga 2 gegen Pagé. Dieser wurde für ein Foul vom Platz gestellt das ein anderer begangen hatte.
Hier handelt es sich nämlich nicht um Tatsachenentscheidungen sondern um eindeutlige Fehlentscheidungen. Hier gibt es keinen Ermessensspielraum, sondern der Schiedsrichter lag einfach definitiv falsch. Das nicht gegebene Elmetertor gehört für mich ebenfalls zu solchen falschen Entscheidungen und sind, auch wenn ich mich wiederhole, etwas ganz anderes als eine zu lasche oder zu harte Bewertung eines Foulspiels oder ähnliches.
Der DFB muss sein Gesicht wahren und das tun, was jedes Kind dem man diese Szene zeigen würde als gerecht empfinden würde: Das Tor als solches anerkennen! Ich befürchte jedoch, dass der DFB versucht das ganze unter dem Stichwort "Tatsachenentscheidung" abzutun und den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Tatsache ist und bleibt jedoch: Der Ball war in vollem Umfang hinter der Torlinie.