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FDP agitiert an Schulen

Klingenstädter

Well-Known Member
Schule



<span>Liberale Bildung</span>



Ein gemeinnütziger Verein bietet Lehrern kostenlos Unterrichtsmaterialien an. Bezahlt werden viele der Schriften aus der Wirtschaft - und am Vertrieb verdient die FDP.





Eine gemeinnützige Organisation gibt sich für Lobbying her? Die Erklärung ist so erstaunlich wie simpel. Hinter dem Verein steckt ein kommerzieller Verlag. Sein Angebot: interessierte Wirtschaftskreise in Kontakt mit Schülern zu bringen. Sein Eigentümer, zu 50 Prozent: die FDP.


Mehr...(spiegel)
 
Steinigt mich. Aber ich seh das pragmatisch. Besser die FDP agitiert an Schulen, als die NPD. Und wenns jetzt die SPD oder die Grünen wären, wärs mir auch egal.
 
Dann lies mal den Artikel - da gehts nicht um Liberalismus, also um die Freiheit des Einzelnen oder die Vermittlung von Bürgerrechten - das sollte die Schule übrigens auch ohne den Beistand politischer Interessengruppen vermitteln, das ist eine der heute oft vergessenen Elementaraufgaben der Schule - sondern einzig und allein nur um Vermittlung wirtschaftlicher Interessen von Lobbyistengruppen.



Zufällig lese ich gerade ein schönes Buch, das wie die Faust aufs Auge zu diesem Thema paßt: Albrecht Müller, Die Reformlüge. Das erste Drittel ist sehr lesenswert, den Rest kenne ich noch nicht.



Albrecht Müller ist einer der Menschen, die www.nachdenkseiten.de betreiben oder zumindest oft dafür schreiben.
 
wir bräuchten mehr demokratische und soziale kräfte die, die jugend in den schulen ansprechen, am besten wäre eine überparteiliche zusammenarbeit um den linken, rechten und islamischen extremisten vorzubeugen und die schüler für die demokratie stark machen. auch organisationen wie feuerwehr, thw, asb, rotes kreuz, pfadfinder ...... wäre hier gefragt!
 
Jugendliche sind sehr leicht beeinflussbar - und wenn die jetzt im Unterricht beigebracht bekommen, wie gut und schön AKW's (beispielsweise) sind, dann sehe ich das als absolut nicht legitim an. Eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema - bei der sowohl die Vorteile als auch die Nachteile (die hier absolut vernachlässigt und lächerlich gemacht wurden) bedacht werden - ist das, was ich mir unter schulischer Bildung vorstelle.



Die Aussage "lieber Propaganda von der FDP als von der NPD" ist für mich auch eher unglücklich, weil sehr schwammig und "FDP" kann somit jeder andere durch seine Lieblingspartei ersetzen.



Parteipolitik hat für mich im Unterricht nur als Lernstoff etwas verloren.



Genug sehr gute Quellen für solche Themen finden Lehrer bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de), der überparteilichen Instanz für politische Bildung in Deutschland.



Was mich hier an diesem Thema besonders ärgert, ist der Versuch der FDP, die Herkunft des Materials zu verschleiern und somit zu objektivieren.





P.S.

Ich würde mich auch sehr über ähnliche Aktionen anderer Parteien ärgern, wenn diese sich nicht klar zu erkennen geben und sehr streitbare (!) Themen grob einseitg darstellen.





@ nagus



Das Problem ist, dass die von dir genannten Organisationen und Einrichtung in manchen Regionen Deutschlands sehr stark ideologisch unterwandert sind.

In manchen Regionen ist die Ortsvereinigung der SPD beispielsweise deckungsgleich mit der Ortsvereinigung des Roten Kreuzes, die CDU-Regionalgruppe gibt den Ton bei den Pfadfindern an, usw.

Zudem "unterwandern" immer mehr und immer gezielter rechte Kader diese Institutionen um sich von dort aus als normale Nachbarn und sozial engagierte Gutmenschen in der Gesellschaft zu verankern.
 
Dito

Habe im letzten Jahr auch stark unter einem sehr starken Pro Atomkraft Lehrer gelitten. Das bei Lehrern ist natürlich das die oft unbewusst ihre eigene Meinung "lehren".

Doch wenn dat alles so stimmt dann wäre das schon ein krasser Skandal.



Was ich damit eigentlich sagen möchte ist das es unmöglich ist das Jugendliche politisch beeinflusst werden. Doch man sollte trotzdem versuchen es so gering wie möglich zu halten
 
Dito
...Was ich damit eigentlich sagen möchte ist das es unmöglich ist das Jugendliche politisch beeinflusst werden. Doch man sollte trotzdem versuchen es so gering wie möglich zu halten


und am tor zum schulhof gibts dann die schulhofcd der npd, ganz toll
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@ nagus



Verstehe ich dich richtig, dass du die Aktion der FDP mit der Begründung für richtig befindest, dass die NPD keine CD's verteilen soll?
 
@ nagus


Verstehe ich dich richtig, dass du die Aktion der FDP mit der Begründung für richtig befindest, dass die NPD keine CD's verteilen soll?


wir brauchen konzepte um auf die jugend zu zugehen. wir dürfen sie nicht den extremisten überlassen. speziell in der jetzigen zeit brauchen sie anerkennung und bestätigung. die npd macht aktive jugendarbeit, die haben freizeitangebote und gehen auch auf jugendliche ein deren bildungsniveau etwas niedriger ist. es ist weitaus sinnvoller hier anzusetzen, als später aussteigerprogramme zu finanzieren.



am besten wären partei übergreifende ansätze!
 
Ja, das leuchtet ein und ich stimme dir dabei voll zu! Propaganda-Material von menschenverachtenden Ideologien gehen gar nicht und die jungen Leute sollten in der Tat vorher davor bewahrt und gleichzeitig darüber aufgeklärt werden.



Aber um den Bogen wieder zu dem Thema hier zu schlagen - ich sehe es halt auch so, dass parteipolitische Meinungen, bzw. reine Wirtschaftsinteressen nicht unreflektiert als "Bildungsmaterial" benutzt werden dürfen. Man sollte (im genannten Beispiel der AKW's) sowohl die Vor- als auch die Nachteile ansprechen und die Schüler sollten sich daraufhin selber eine Meinung bilden, in der sie alle Aspekte für sich gewichten. Es kann nicht sein, dass hier (unterbewusst) nur Pro-AKW-Argumente auftauchen und als Contra-AKW-Argumente irgendwelche Aussagen herhalten, die von ihrer Qualität her sehr viel schlechter sind.
 
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