hauptsache, das konstrukt haelt bis nach der wahl ... nachdem schon die abwrackpraemie zu frueh ausging ... steuergelder fuer arbeitsplaetze im ausland ... buon giorno bananenrepublik ... ich habe es jetzt bewusst mal nicht in den wahlsonntag-thread gestellt ... sonst hiesse es wieder, ich wuerde gegen die achso kompetenten politiker hetzen ...
http://www.faz.net/s/RubCE844206AD5543959580E21EDC440854/Doc~E70F68CB2E26145E1930D0D415187432A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
Opel
Ein abgekartetes Spiel
11. September 2009
Nach zahllosen Ultimaten, Spitzentreffen, Countdowns und mehr oder weniger geheimen Investorenkonzepten ist Opel nun wieder einmal „gerettet“. Doch das sagt wenig über die Zukunft des Autoherstellers. Dass nicht einmal die offiziellen Vertreter von Bund und Ländern im Beirat der Opel-Treuhand dem Verkauf an Magna zustimmen wollten,
unterstreicht, dass es sich um eine rein politische Lösung handelt. Es gab niemals einen Bieterprozess nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. Alles war ein peinliches, abgekartetes Spiel. Es kündet von dem desaströsen Verständnis der Bundesregierung von den Prinzipien einer Marktwirtschaft.
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Wennemer blieb standhaft, Pfeil ermöglichte durch seine Stimmenthaltung den Deal (siehe
Regierungsvertreter stimmt gegen Opel-Verkauf an Magna). Beide haben aber mit ihrer öffentlichen Kritik für jedermann deutlich gemacht, was die Schwächen der Transaktion sind: Das Risiko liegt zu 90 Prozent beim Steuerzahler. Und die grundsätzliche Schwäche von Opel – die mangelnde Größe – wird durch das Zusammengehen mit Magna nicht behoben. Größenvorteile hätte Opel eher in einer weiterhin engen Verbindung mit GM nutzen können. Zudem wird das Unternehmen absehbar überlastet sein mit der Zinszahlung und Tilgung der Staatskredite.
Man muss Wennemer und Pfeil geradezu dankbar dafür sein, dass sie die Bundesregierung bloßgestellt haben.
Für den Wähler, dem ein objektiver Bieterprozess vorgegaukelt wurde, und für den Steuerzahler, der nun mit 4,5 Milliarden Euro im Risiko steht, ist das Blendwerk mehr als ärgerlich. Es wurde nicht einmal zur festen Bedingung gemacht, dass dieses Geld für die Erhaltung von Arbeitsplätzen in Deutschland eingesetzt wird. Vielmehr sorgte die Bundesregierung dafür, dass selbst diese schwache Forderung nur als „Empfehlung“ des Treuhandbeirats geäußert wurde – und somit als eine Bitte daherkommt.