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Hallo Formel-1-Fans!
Nach dem Kaffeesatzlesen bei den wochenlangen Testfahrten blicken wir nun spezifisch auf den Bahrain-GP voraus. Entscheidender Faktor könnte hier die Temperatur sein. Hitzewellen sind diesmal jedoch keine zu erwarten, schließlich sind wir ein paar Wochen früher dran als im vergangenen Jahr. Es werden zwar die wärmsten Bedingungen des bisherigen Winters werden, aber das Kräfteverhältnis der Testfahrten werden sie nicht dramatisch beeinflussen.
Topfavorit ist Renault. Vorjahressieger Alonso wird alles dafür tun, gut in die Saison zu starten. Nur wenn Renault gut aus den Startlöchern kommt, kann sich Alonso sicher sein, dass ihm das Team trotz seines bevorstehenden Wechsels die Saison über die Stange hält. In Bahrain spricht der sehr gute Topspeed, den das Auto immer gehabt hat, für Renault, denn es gibt dort eigentlich nur lange Geraden und enge Kurven. Dazu kommt die Zuverlässigkeit des R26. Wenn man überlegt, dass das Auto erst im Januar auf die Strecke gebracht wurde, ist die Standfestigkeit wirklich extrem gut.
Nur ganz knapp dahinter sehe ich Honda. Die haben zwei Vorteile gegenüber Renault. Zum einen haben sie ungefähr dreimal so viel getestet und zum anderen waren sie vor 14 Tagen in Bahrain auf der Strecke. Diesen Erfahrungsvorsprung halte ich für extrem wichtig. Wenn also Honda einen kleinen Nachteil gegenüber Renault haben sollte, wie es die Tests angedeutet haben, dann könnte diese Erfahrung den Rückstand wettmachen. Wenn Davidson, der nicht so stark ist wie Button und Barrichello, in Valencia Rundenrekord fahren kann, dann muss der Honda gut sein.
Mit einigem Abstand zu den ersten beiden kommt Ferrari. Wegen der Tests in Bahrain würde ich die Roten knapp vor McLaren sehen. Eigentlich gibt es keine sachliche Begründung, warum McLaren nicht so gut sein sollte wie Ferrari. Aber der Erfahrungsvorsprung könnte den Ausschlag geben. Ferrari will es zudem in dieser Saison unbedingt wissen und geht deshalb eventuell mehr Risiko als die Silberpfeile.
Fast gleichauf, aber trotzdem auf Platz vier kommt McLaren-Mercedes. 2005 haben die Silbernen in den ersten Rennen wertvolle Punkte liegen lassen. Das darf nicht noch einmal passieren. Nach den Motorproblemen, die man bei den Tests gehabt hat, ist man vielleicht gut beraten, die Drehzahl etwas zu reduzieren und somit Speed zu opfern. Vorteil für McLaren: Die Michelin-Reifen scheinen wieder etwas besser und haltbarer zu sein als Bridgestone. Somit könnten die Michelin-Teams mit weniger Boxenstopps planen als zum Beispiel Ferrari.
Auf Platz fünf muss Toyota liegen. Im fünften Jahr Formel 1 muss das Team mit seinen Möglichkeiten den Anschluss schaffen. Die Testzeiten waren gut, aber eben nicht überragend. Toyota muss auf Teufel kommt raus gewinnen. Allerdings ist der konkurrierende Japaner Honda momentan schneller. Schlüssel zum Erfolg könnte die Zuverlässigkeit werden. Das Auto hatte bisher wenige Probleme. Große Unbekannte ist Bridgestone. Man kann nicht den Reifentyp wechseln und innerhalb von ein paar Wochen alles darüber lernen.
* Für eine Überraschung gut
Williams ist für den Saisonbeginn super aufgestellt. Sie haben einen Top-Motor. Der Cosworth-Motor bringt eine Menge Leistung. Dazu setzen sie ein stufenloses Getriebe ein, was ich mutig finde. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Mit Alex Wurz haben sie einen sehr guten Testfahrer an Land gezogen, mit Nico Rosberg den heißen Tipp für die Zukunft und mit Webber zumindest einen sehr guten Qualifier. Das ist das Überraschungspaket, das ich zu Beginn deutlich vor BMW sehe. Die könnten alle überraschen.
Keep Racing,
Ihr Jacques Schulz
Nach dem Kaffeesatzlesen bei den wochenlangen Testfahrten blicken wir nun spezifisch auf den Bahrain-GP voraus. Entscheidender Faktor könnte hier die Temperatur sein. Hitzewellen sind diesmal jedoch keine zu erwarten, schließlich sind wir ein paar Wochen früher dran als im vergangenen Jahr. Es werden zwar die wärmsten Bedingungen des bisherigen Winters werden, aber das Kräfteverhältnis der Testfahrten werden sie nicht dramatisch beeinflussen.
Topfavorit ist Renault. Vorjahressieger Alonso wird alles dafür tun, gut in die Saison zu starten. Nur wenn Renault gut aus den Startlöchern kommt, kann sich Alonso sicher sein, dass ihm das Team trotz seines bevorstehenden Wechsels die Saison über die Stange hält. In Bahrain spricht der sehr gute Topspeed, den das Auto immer gehabt hat, für Renault, denn es gibt dort eigentlich nur lange Geraden und enge Kurven. Dazu kommt die Zuverlässigkeit des R26. Wenn man überlegt, dass das Auto erst im Januar auf die Strecke gebracht wurde, ist die Standfestigkeit wirklich extrem gut.
Nur ganz knapp dahinter sehe ich Honda. Die haben zwei Vorteile gegenüber Renault. Zum einen haben sie ungefähr dreimal so viel getestet und zum anderen waren sie vor 14 Tagen in Bahrain auf der Strecke. Diesen Erfahrungsvorsprung halte ich für extrem wichtig. Wenn also Honda einen kleinen Nachteil gegenüber Renault haben sollte, wie es die Tests angedeutet haben, dann könnte diese Erfahrung den Rückstand wettmachen. Wenn Davidson, der nicht so stark ist wie Button und Barrichello, in Valencia Rundenrekord fahren kann, dann muss der Honda gut sein.
Mit einigem Abstand zu den ersten beiden kommt Ferrari. Wegen der Tests in Bahrain würde ich die Roten knapp vor McLaren sehen. Eigentlich gibt es keine sachliche Begründung, warum McLaren nicht so gut sein sollte wie Ferrari. Aber der Erfahrungsvorsprung könnte den Ausschlag geben. Ferrari will es zudem in dieser Saison unbedingt wissen und geht deshalb eventuell mehr Risiko als die Silberpfeile.
Fast gleichauf, aber trotzdem auf Platz vier kommt McLaren-Mercedes. 2005 haben die Silbernen in den ersten Rennen wertvolle Punkte liegen lassen. Das darf nicht noch einmal passieren. Nach den Motorproblemen, die man bei den Tests gehabt hat, ist man vielleicht gut beraten, die Drehzahl etwas zu reduzieren und somit Speed zu opfern. Vorteil für McLaren: Die Michelin-Reifen scheinen wieder etwas besser und haltbarer zu sein als Bridgestone. Somit könnten die Michelin-Teams mit weniger Boxenstopps planen als zum Beispiel Ferrari.
Auf Platz fünf muss Toyota liegen. Im fünften Jahr Formel 1 muss das Team mit seinen Möglichkeiten den Anschluss schaffen. Die Testzeiten waren gut, aber eben nicht überragend. Toyota muss auf Teufel kommt raus gewinnen. Allerdings ist der konkurrierende Japaner Honda momentan schneller. Schlüssel zum Erfolg könnte die Zuverlässigkeit werden. Das Auto hatte bisher wenige Probleme. Große Unbekannte ist Bridgestone. Man kann nicht den Reifentyp wechseln und innerhalb von ein paar Wochen alles darüber lernen.
* Für eine Überraschung gut
Williams ist für den Saisonbeginn super aufgestellt. Sie haben einen Top-Motor. Der Cosworth-Motor bringt eine Menge Leistung. Dazu setzen sie ein stufenloses Getriebe ein, was ich mutig finde. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Mit Alex Wurz haben sie einen sehr guten Testfahrer an Land gezogen, mit Nico Rosberg den heißen Tipp für die Zukunft und mit Webber zumindest einen sehr guten Qualifier. Das ist das Überraschungspaket, das ich zu Beginn deutlich vor BMW sehe. Die könnten alle überraschen.
Keep Racing,
Ihr Jacques Schulz