Gladbachs Kater nach dem Kaufrausch
Dick Advocaat ist seit November 2004 Trainer in Gladbach
München - Mit sieben Neuzugängen und großen Hoffnungen aus der Winterpause gestartet, ist Borussia Mönchengladbach mittlerweile wieder hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen.
Die "Fohlen" stehen auf Platz 15 und haben nur noch sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegränge.
Und am kommenden Spieltag stellt sich mit dem VfL Bochum ein direkter Konkurrent zum Abstiegsderby im Borussia-Park vor.
Noch kein Auswärtssieg der Borussia
Bei der 2:1-Niederlage in Hannover gab die Borussia eine 1:0-Führung aus der Hand und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Die Fans quittierten die Vorstellung mit "Wir haben die Schnauze voll!"-Rufen.
Immer mehr ins Zentrum der Kritik rückt Trainer Dick Advocaat, der nach der Partie mit der Aussage "eines unserer besten Spiele" gesehen zu haben, Unverständnis auslöste.
Neuzugänge schlagen nicht ein
In der Hinrunde hatte Advocaat den ausbleibenden Erfolg auf fehlende Qualität der Mannschaft geschoben. In der Winterpause kamen sieben neue Spieler nach Mönchengladbach, ganz nach den Wünschen des Holländers. Nur, die Leistungen wurden deswegen nicht besser.
"Man kann nicht erwarten, dass ich in drei Monaten ändern kann, was sechs Jahre schief gegangen ist", deutet Advocaat den Versuch einer Entschuldigung an.
Köppel: "Da ist überhaupt nichts dran"
Der "Express" berichtete bereits, dass der Hinrunden-Interimscoach Horst Köppel (einmal auf der Bank beim 2:0-Sieg gegen Bayern München) gefragt worden sei, ob er für den Rest der Saison bereit stehe.
Präsident Rolf Königs dementierte: "Luftschlösser. Alles Schwachsinn."
Und auch Köppel selber verneinte dies auf Sport1-Rückfrage energisch: "Da ist überhaupt nichts dran, deshalb möchte ich mich auch dazu nicht mehr äußern. Das ist nicht gut für den Verein, dass da spekuliert wird und schon gar nicht über meine Person. Das ist mir nicht recht und das möchte ich auch nicht."
Sport1 befragte ehemalige Spieler und Trainer zu ihrer Einschätzung der Lage in Gladbach, der Arbeit von Advocaat und ob die Borussia den Klassenerhalt schafft.
* Horst Köppel (174 Spiele für Gladbach, Trainer der Amateurmannschaft)
"Ich bin nicht gewillt, über die Profi-Mannschaft zu sprechen, weil ich damit momentan nichts zu tun habe. Ich habe meine eigenen Probleme mit der U-23-Mannschaft. Deshalb möchte ich mich da ganz raushalten."
"Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schafft."
* Uli Stielike (109 Spiele für Gladbach)
"Die Situation ist sicherlich nicht befriedigend, nachdem man soviel Geld in der Winterpause investiert hat. Auf der anderen Seite ist aber auch klar, dass ein solcher Umbruch Zeit benötigt. Man kann nicht verlangen, dass innerhalb von zwei Monaten alles rund läuft. Dafür war der Umbruch zu radikal. Ich hoffe, dass sich die Dinge in absehbarer Zukunft so regeln, dass die Borussia wieder höhere Ansprüche stellen kann."
"Ich glaube schon, dass Dick Advocaat der richtige Trainer ist. Er hat sowohl in den Niederlanden als auch in Schottland bewiesen, dass er in der Lage ist, eine Mannschaft zu führen. Und die Mannschaft ist nun auch nach seinen Vorstellungen und unter seinen Gesichtspunkten zusammengestellt worden. Insofern wäre es jetzt nicht nachvollziehbar, wenn man einen anderen Trainer holen würde."
"Ich glaube auf jeden Fall, dass Gladbach den Klassenerhalt schafft."
* Bernd Krauss (167 Spiele für Gladbach, Trainer von 1991 bis 1996, DFB-Pokalsieger 1995)
"Man hat sich in Gladbach natürlich mehr versprochen, ganz klar. Man hat in der Winterpause sehr viel investiert, aber da ist im Moment noch nicht viel bei rumgekommen."
"Zu der Arbeit meiner Kollegen möchte ich mich nicht äußern. Gladbach wird den Klassenerhalt schaffen."
* Friedel Rausch (Trainer 1998)
"Da ist eine ganz neue Mannschaft zusammengewürfelt. Das braucht Zeit. Ich habe das Spiel am Wochenende gesehen und auch den Trainer nach dem Spiel, der dann schon sehr böse war, wenn kritisiert wird. Aber er sagt ja, die Erfolge waren in der Vergangenheit nicht so, und er kann in einigen Spielen auch nicht alles machen. Aber ich würde sagen, in der Vergangenheit war einfach kein gutes Material da und jetzt hat er nach seinen Wünschen Spieler bekommen. Der Hochstätter hat ihm jeden Wunsch erfüllt und dann verlangt das Publikum natürlich auch Siege. Und da ist bis jetzt herzlich wenig gekommen."
"Das ist schon nicht so einfach für Advocaat. Die Spieler, die auf seine Wünsche hin gekommen sind, haben noch nicht so eingeschlagen und in der Bundesliga hat man keine Zeit, um sechs, sieben oder acht Wochen zu gucken, ob die Mannschaft kommt. Das ist ein Tagesgeschäft, ein Wochengeschäft."
"Die drei letzten sind schon ziemlich abgeschlagen, die lassen auch noch Punkte. Gladbach wird sicherlich zu Hause noch etliche Punkte holen und dann werden sie es schon schaffen."
Quelle: www.Sport1.de
Dick Advocaat ist seit November 2004 Trainer in Gladbach
München - Mit sieben Neuzugängen und großen Hoffnungen aus der Winterpause gestartet, ist Borussia Mönchengladbach mittlerweile wieder hart auf dem Boden der Tatsachen angekommen.
Die "Fohlen" stehen auf Platz 15 und haben nur noch sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegränge.
Und am kommenden Spieltag stellt sich mit dem VfL Bochum ein direkter Konkurrent zum Abstiegsderby im Borussia-Park vor.
Noch kein Auswärtssieg der Borussia
Bei der 2:1-Niederlage in Hannover gab die Borussia eine 1:0-Führung aus der Hand und wartet weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Die Fans quittierten die Vorstellung mit "Wir haben die Schnauze voll!"-Rufen.
Immer mehr ins Zentrum der Kritik rückt Trainer Dick Advocaat, der nach der Partie mit der Aussage "eines unserer besten Spiele" gesehen zu haben, Unverständnis auslöste.
Neuzugänge schlagen nicht ein
In der Hinrunde hatte Advocaat den ausbleibenden Erfolg auf fehlende Qualität der Mannschaft geschoben. In der Winterpause kamen sieben neue Spieler nach Mönchengladbach, ganz nach den Wünschen des Holländers. Nur, die Leistungen wurden deswegen nicht besser.
"Man kann nicht erwarten, dass ich in drei Monaten ändern kann, was sechs Jahre schief gegangen ist", deutet Advocaat den Versuch einer Entschuldigung an.
Köppel: "Da ist überhaupt nichts dran"
Der "Express" berichtete bereits, dass der Hinrunden-Interimscoach Horst Köppel (einmal auf der Bank beim 2:0-Sieg gegen Bayern München) gefragt worden sei, ob er für den Rest der Saison bereit stehe.
Präsident Rolf Königs dementierte: "Luftschlösser. Alles Schwachsinn."
Und auch Köppel selber verneinte dies auf Sport1-Rückfrage energisch: "Da ist überhaupt nichts dran, deshalb möchte ich mich auch dazu nicht mehr äußern. Das ist nicht gut für den Verein, dass da spekuliert wird und schon gar nicht über meine Person. Das ist mir nicht recht und das möchte ich auch nicht."
Sport1 befragte ehemalige Spieler und Trainer zu ihrer Einschätzung der Lage in Gladbach, der Arbeit von Advocaat und ob die Borussia den Klassenerhalt schafft.
* Horst Köppel (174 Spiele für Gladbach, Trainer der Amateurmannschaft)
"Ich bin nicht gewillt, über die Profi-Mannschaft zu sprechen, weil ich damit momentan nichts zu tun habe. Ich habe meine eigenen Probleme mit der U-23-Mannschaft. Deshalb möchte ich mich da ganz raushalten."
"Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft den Klassenerhalt schafft."
* Uli Stielike (109 Spiele für Gladbach)
"Die Situation ist sicherlich nicht befriedigend, nachdem man soviel Geld in der Winterpause investiert hat. Auf der anderen Seite ist aber auch klar, dass ein solcher Umbruch Zeit benötigt. Man kann nicht verlangen, dass innerhalb von zwei Monaten alles rund läuft. Dafür war der Umbruch zu radikal. Ich hoffe, dass sich die Dinge in absehbarer Zukunft so regeln, dass die Borussia wieder höhere Ansprüche stellen kann."
"Ich glaube schon, dass Dick Advocaat der richtige Trainer ist. Er hat sowohl in den Niederlanden als auch in Schottland bewiesen, dass er in der Lage ist, eine Mannschaft zu führen. Und die Mannschaft ist nun auch nach seinen Vorstellungen und unter seinen Gesichtspunkten zusammengestellt worden. Insofern wäre es jetzt nicht nachvollziehbar, wenn man einen anderen Trainer holen würde."
"Ich glaube auf jeden Fall, dass Gladbach den Klassenerhalt schafft."
* Bernd Krauss (167 Spiele für Gladbach, Trainer von 1991 bis 1996, DFB-Pokalsieger 1995)
"Man hat sich in Gladbach natürlich mehr versprochen, ganz klar. Man hat in der Winterpause sehr viel investiert, aber da ist im Moment noch nicht viel bei rumgekommen."
"Zu der Arbeit meiner Kollegen möchte ich mich nicht äußern. Gladbach wird den Klassenerhalt schaffen."
* Friedel Rausch (Trainer 1998)
"Da ist eine ganz neue Mannschaft zusammengewürfelt. Das braucht Zeit. Ich habe das Spiel am Wochenende gesehen und auch den Trainer nach dem Spiel, der dann schon sehr böse war, wenn kritisiert wird. Aber er sagt ja, die Erfolge waren in der Vergangenheit nicht so, und er kann in einigen Spielen auch nicht alles machen. Aber ich würde sagen, in der Vergangenheit war einfach kein gutes Material da und jetzt hat er nach seinen Wünschen Spieler bekommen. Der Hochstätter hat ihm jeden Wunsch erfüllt und dann verlangt das Publikum natürlich auch Siege. Und da ist bis jetzt herzlich wenig gekommen."
"Das ist schon nicht so einfach für Advocaat. Die Spieler, die auf seine Wünsche hin gekommen sind, haben noch nicht so eingeschlagen und in der Bundesliga hat man keine Zeit, um sechs, sieben oder acht Wochen zu gucken, ob die Mannschaft kommt. Das ist ein Tagesgeschäft, ein Wochengeschäft."
"Die drei letzten sind schon ziemlich abgeschlagen, die lassen auch noch Punkte. Gladbach wird sicherlich zu Hause noch etliche Punkte holen und dann werden sie es schon schaffen."
Quelle: www.Sport1.de