Klingenstädter
Well-Known Member
Mich hat der Film auch geschockt. Aber sie hat das ganze wirklich übertheatralisiert, denke aber, dass man dafür die Person kennen muss..
Eine aus der Gruppe, die mit mir in Nicaragua war (immerhin war sie dabei, ich hätte mit mehr Quengelei ob des mangelnden "Komforts" gerechnet), hat bei unserer Abschlussbesprechung auch gesagt, dass sie das Leid nicht mehr ertragen kann und dass sie etwas gegen das Unrecht in der Welt tun will.
Wirkte da auch sehr theatralisch und unglaubwürdig (empfanden irgendwie alle so).
Naja, und bei weiteren Aktionen wurde sie nie mehr gesehen...
Ich denke, ich kann mir deine Klassenkameradin einigermaßen vorstellen (ich kann aber auch genausogut komplett danebenliegen).
Ich konnte bei "Nacht und Nebel" nach ner Weile auch nicht immer den Blick auf den Fernseher richten und viele Mitschüler hatten nen dicken Kloß im Hals - aber es hatte wenigstens keiner nötig, sich selbst zu inszenieren.
Sowas finde ich angesichts dieser Tragik einfach nur pervers.