Hiho,
ich hab grad am Esstisch etwas mit meinen Eltern diskutiert und mich würd da eure Meinung interessieren. Es geht um die Arbeitswelt der (nahen?) Zukunft.
Ich hab meinen Eltern erzählt, dass 2 Freunde, die vor kurzem (2 Monate bis 2 Jahre) ihr Studium abgeschlossen haben, eine Stelle gefunden haben (Ärztin; internationale Baufirma (u.a. in China)) und eine Freundin nun schon seit einem Jahr sucht (BWL und Fremdsprachen), sich in totalen Stresssituationen befinden. Dies ist verbunden mit Haarausfall, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit etc. pp.
Zudem hab ich Freunde, die zwar noch studieren, sich aber jetzt schon Gedanken dazu machen, ob es "so weiter gehen kann", bezüglich der Belastung. Die auch wiederum Leute kennen, die "ausgebrannt" sind etc.
Gleichzeitig ist mein Onkel mit 45 Jahren kaputt gearbeitet, da seine Knie das Ausladen und ständige Ein- und Aussteigen als Paketbote nicht mehr mitmachen. Hatte jetzt eine Operation bei dem ihm die Beine gebrochen wurden, damit das wieder gerade zusammenwächst. Hupelt jetzt schon seit 6 Monaten rum ... gleiches gilt ja auch für ein, zwei Forenmitglieder (Namen spar ich mir mal), die jedoch auf ähnliche Weise ausgebeutet / ausgelagert werden, sich trotz langjähriger Betriebszugehörigkeit plötzlich Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen müssen etc. pp. Also körperlichen und psychischem Druck ausgesetzt sind.
Abschließend hab ich Familienmitglieder, die als Leiharbeiter und geringfügig Beschäftigte ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen und mit fast 30 Jahren wahrscheinlich nie wieder in ihren eigentlichen Ausbildungsberuf hereinkommen.
Ich sehe also auf der ganzen Skala (Hochausgebildete - Arbeiter - geringfügig Beschäftigte / Leiharbeiter) deutliche Anzeichen für gravierende Probleme in der Arbeitswelt. Meine Gedanken dazu: Wird der Mensch nur noch als austauschbares Objekt im Produktionsprozess angesehen? War es vielleicht immer schon so, d.h. waren die Wirtschaftswunderjahre vielleicht nur eine kleine Episode, die das industrielle Zeitalter (Kinderarbeit, 70 Stunden Wochen, kein Schutz etc.) unterbrach? Klar, wir kommen nicht zurück zu den Zuständen in den Fabriken der industriellen Revolution, aber wenn Ärzte mit 40 ausgebrannt sind, Logistiker mit 45, immer mehr Menschen unsicher beschäftigt sind ... ist ja kaum besser ??!
Was sind eure Gedanken dazu, was vielleicht eure persönlichen Erfahrungen? Ist ein Abwärtstrend zu erkennen - oder ist Burnout nur das Äquivalent zu ADS-Kindern und es war schon immer hart "da draußen"?
Danke für eure Diskussionsbeiträge
ich hab grad am Esstisch etwas mit meinen Eltern diskutiert und mich würd da eure Meinung interessieren. Es geht um die Arbeitswelt der (nahen?) Zukunft.
Ich hab meinen Eltern erzählt, dass 2 Freunde, die vor kurzem (2 Monate bis 2 Jahre) ihr Studium abgeschlossen haben, eine Stelle gefunden haben (Ärztin; internationale Baufirma (u.a. in China)) und eine Freundin nun schon seit einem Jahr sucht (BWL und Fremdsprachen), sich in totalen Stresssituationen befinden. Dies ist verbunden mit Haarausfall, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit etc. pp.
Zudem hab ich Freunde, die zwar noch studieren, sich aber jetzt schon Gedanken dazu machen, ob es "so weiter gehen kann", bezüglich der Belastung. Die auch wiederum Leute kennen, die "ausgebrannt" sind etc.
Gleichzeitig ist mein Onkel mit 45 Jahren kaputt gearbeitet, da seine Knie das Ausladen und ständige Ein- und Aussteigen als Paketbote nicht mehr mitmachen. Hatte jetzt eine Operation bei dem ihm die Beine gebrochen wurden, damit das wieder gerade zusammenwächst. Hupelt jetzt schon seit 6 Monaten rum ... gleiches gilt ja auch für ein, zwei Forenmitglieder (Namen spar ich mir mal), die jedoch auf ähnliche Weise ausgebeutet / ausgelagert werden, sich trotz langjähriger Betriebszugehörigkeit plötzlich Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen müssen etc. pp. Also körperlichen und psychischem Druck ausgesetzt sind.
Abschließend hab ich Familienmitglieder, die als Leiharbeiter und geringfügig Beschäftigte ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen und mit fast 30 Jahren wahrscheinlich nie wieder in ihren eigentlichen Ausbildungsberuf hereinkommen.
Ich sehe also auf der ganzen Skala (Hochausgebildete - Arbeiter - geringfügig Beschäftigte / Leiharbeiter) deutliche Anzeichen für gravierende Probleme in der Arbeitswelt. Meine Gedanken dazu: Wird der Mensch nur noch als austauschbares Objekt im Produktionsprozess angesehen? War es vielleicht immer schon so, d.h. waren die Wirtschaftswunderjahre vielleicht nur eine kleine Episode, die das industrielle Zeitalter (Kinderarbeit, 70 Stunden Wochen, kein Schutz etc.) unterbrach? Klar, wir kommen nicht zurück zu den Zuständen in den Fabriken der industriellen Revolution, aber wenn Ärzte mit 40 ausgebrannt sind, Logistiker mit 45, immer mehr Menschen unsicher beschäftigt sind ... ist ja kaum besser ??!
Was sind eure Gedanken dazu, was vielleicht eure persönlichen Erfahrungen? Ist ein Abwärtstrend zu erkennen - oder ist Burnout nur das Äquivalent zu ADS-Kindern und es war schon immer hart "da draußen"?
Danke für eure Diskussionsbeiträge