Klingenstädter
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HOLOCAUST-LEUGNER-KONFERENZ
<span>Bundesregierung bestellt iranischen Botschaftsvertreter ein</span>
Die Bundesregierung hat die für nächste Woche geplante Holocaust-Leugner-Konferenz in Teheran scharf verurteilt. Das Auswärtige Amt bestellte einen Vertreter der iranischen Botschaft in Berlin ein.
Berlin - Die Bundesregierung verurteile "alle zurückliegenden und auch alle zukünftigen Versuche, denjenigen die den Holocaust relativieren oder in Frage stellen wollen, eine Plattform zu geben", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes heute in Berlin. "In diesem Sinne ist heute auch der iranische Geschäftsträger ins Auswärtige Amt einbestellt worden, um ihm diese Position der Bundesregierung unmissverständlich deutlich zu machen."
Die Bundesrepublik stehe für die historische Verantwortung für die Verbrechen Nazi-Deutschlands und empfinde die besondere Pflicht, das Andenken an alle Opfer des Nationalsozialismus zu wahren, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. Das gelte ganz besonders für die Opfer des Holocaust. "Insofern verurteilen wir alle zurückliegenden und auch alle zukünftigen Versuche, denjenigen - die den Holocaust relativieren, in Frage stellen wollen - eine Plattform zu geben", ergänzte er.
Der Sprecher bezog sich auf die Ankündigung der iranischen Regierung, am 11. und 12. Dezember eine Konferenz zum Holocaust anzusetzen. Die Bundesregierung habe in der Vergangenheit alle Äußerungen, in denen das Existenzrecht Israels in Frage oder Zweifel am Holocaust geäußert wurden, als "schockierend und inakzeptabel" verurteilt, erinnerte er. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte für Empörung gesorgt, als er den Mord der Nazis an sechs Millionen Juden ein Märchen nannte. Zudem hat er Israel wiederholt als unrechtmäßigen Staat bezeichnet, den man von der Landkarte fegen müsse.
Iran hatte trotz Protesten für Anfang kommender Woche die Holocaust-Leugner-Konferenz angekündigt. Nach Angaben des Außenministeriums sollen 67 Wissenschaftler aus 30 Ländern teilnehmen - darunter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Ziel sei es, den Teilnehmern eine Gelegenheit zu geben, das Thema frei und "ohne Propaganda" zu diskutieren, zitierte eine iranische Zeitung einen Regierungsvertreter. Es würden "diverse Themen untersucht, einschließlich des Themas, ob die Nazis Gaskammern nutzten".
Nach Auskunft des stellvertretenden iranischen Außenministers, Manutschehr Mohammadi, nehmen an der Veranstaltung keine NPD- Funktionäre aus Deutschland teil. Er hatte am Dienstag während einer Pressekonferenz in Teheran gesagt: "Wie werden nicht erlauben, dass unsere wissenschaftliche Konferenz zu einer Propaganda für Hitler und das Dritte Reich wird." Insgesamt nehmen nach Auskunft Mohammadis 67 ausländische Gäste aus dreißig Ländern, darunter mehrere europäische und islamische, an der Konferenz teil.
hen/Reuters/dpa
Quelle: spiegel
<span>Bundesregierung bestellt iranischen Botschaftsvertreter ein</span>
Die Bundesregierung hat die für nächste Woche geplante Holocaust-Leugner-Konferenz in Teheran scharf verurteilt. Das Auswärtige Amt bestellte einen Vertreter der iranischen Botschaft in Berlin ein.
Berlin - Die Bundesregierung verurteile "alle zurückliegenden und auch alle zukünftigen Versuche, denjenigen die den Holocaust relativieren oder in Frage stellen wollen, eine Plattform zu geben", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes heute in Berlin. "In diesem Sinne ist heute auch der iranische Geschäftsträger ins Auswärtige Amt einbestellt worden, um ihm diese Position der Bundesregierung unmissverständlich deutlich zu machen."
Die Bundesrepublik stehe für die historische Verantwortung für die Verbrechen Nazi-Deutschlands und empfinde die besondere Pflicht, das Andenken an alle Opfer des Nationalsozialismus zu wahren, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes. Das gelte ganz besonders für die Opfer des Holocaust. "Insofern verurteilen wir alle zurückliegenden und auch alle zukünftigen Versuche, denjenigen - die den Holocaust relativieren, in Frage stellen wollen - eine Plattform zu geben", ergänzte er.
Der Sprecher bezog sich auf die Ankündigung der iranischen Regierung, am 11. und 12. Dezember eine Konferenz zum Holocaust anzusetzen. Die Bundesregierung habe in der Vergangenheit alle Äußerungen, in denen das Existenzrecht Israels in Frage oder Zweifel am Holocaust geäußert wurden, als "schockierend und inakzeptabel" verurteilt, erinnerte er. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte für Empörung gesorgt, als er den Mord der Nazis an sechs Millionen Juden ein Märchen nannte. Zudem hat er Israel wiederholt als unrechtmäßigen Staat bezeichnet, den man von der Landkarte fegen müsse.
Iran hatte trotz Protesten für Anfang kommender Woche die Holocaust-Leugner-Konferenz angekündigt. Nach Angaben des Außenministeriums sollen 67 Wissenschaftler aus 30 Ländern teilnehmen - darunter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Ziel sei es, den Teilnehmern eine Gelegenheit zu geben, das Thema frei und "ohne Propaganda" zu diskutieren, zitierte eine iranische Zeitung einen Regierungsvertreter. Es würden "diverse Themen untersucht, einschließlich des Themas, ob die Nazis Gaskammern nutzten".
Nach Auskunft des stellvertretenden iranischen Außenministers, Manutschehr Mohammadi, nehmen an der Veranstaltung keine NPD- Funktionäre aus Deutschland teil. Er hatte am Dienstag während einer Pressekonferenz in Teheran gesagt: "Wie werden nicht erlauben, dass unsere wissenschaftliche Konferenz zu einer Propaganda für Hitler und das Dritte Reich wird." Insgesamt nehmen nach Auskunft Mohammadis 67 ausländische Gäste aus dreißig Ländern, darunter mehrere europäische und islamische, an der Konferenz teil.
hen/Reuters/dpa
Quelle: spiegel