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Hot Fuzz

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der deutsche titel ist ein verbrechen ("zwei abgewichste profis"), die synchronisation (dem trailer zufolge zumindest) auch - der film allerdings ist natürlich super, wie alles, was wright/pegg/frost machen. ich plädiere dafür, filme von/mit den dreien nicht mehr zu synchronisieren, nur noch zu untertiteln.
 
Kurze Frage,nachdem ich den Trailer gesehen hab:hat der Film irgendeinen Sinn?
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Das ist eine sehr gut gemachte Persiflage von Actionherofilmen mit sehr viel britischem Humor.




das triffts so ziemlich. deshalb befürchte ich auch, dass die synchro vieles davon kaputtmacht - nick frosts stimme klingt im deutschen jedenfalls fast schon grenzdebil, finde ich.

außerdem findet man im film, wenn man shaun of the dead und spaced kennt, ca. 1 000 netter kleiner anspielungen und verweise, und nichts macht einem nerd mehr spaß als das.
 
Hab auch vor diese woche mir den film anzusehen. Ich fand Shaun of the Dead schon klasse und was man so von Hot Fuzz hört wird es sich auch hoffentlich lohnen.
 
Hot Fuzz



Diese britische Parodie auf Actionblockbuster und Polizei-Buddy-Filme bringt mehr Liebe für diese Genres auf (und mehr Intelligenz ins Spiel) als die meisten ernst gemeinten Versuche.



Hot Fuzz Danny Butterman (Nick Frost) hat sie alle gesehen, die wilden Action- und Polizeifilme aus Hollywood – und hat somit eine vage Ahnung davon, wie das Leben eines Polizisten jenseits seiner harmlosen Kleinstadt Sandford aussehen könnte. Also quetscht er den frisch aus London versetzen Kollegen aus: Ob er schon einmal im Sprung geschossen habe? Ob er schon einmal im Sprung beidhändig geschossen habe? Ob es stimme, dass es eine Stelle im menschlichen Kopf gebe, wenn man die treffe, dann explodiere er?



Ein Film wie Hot Fuzz, dem für den deutschen Start der völlig überflüssige und zudem in diesem Kontext komplett unsinnige Untertitel Zwei abgewichste Profis beigegeben wurde, ist natürlich ein Jungsfilm, aber ein ziemlich kluger: Er funktioniert nicht nur als Genreparodie hervorragend, sondern weiß auch sein Publikum da abzuholen, wo es wartet: im Kinosaal und vor dem Fernseher. In der Person von Danny bietet Hot Fuzz eine Identifikationsfigur für den leicht übergewichtigen Filmfan, in dessen Junggesellenwohnung das einzige aufgeräumte Zimmer jenes zu sein scheint, das die enorme DVD-Sammlung beherbergt. Und er bietet zugleich in Gestalt des knallharten Polizisten Nicholas Angel (Simon Pegg) einen klassischen Kino-Actionhelden, jedenfalls fast.



Hot Fuzz Nicholas ist ein Londoner Vorzeigepolizist - hochintelligent, promoviert und motiviert, Experte in Nahkampf und Terrorismusbekämpfung, mehrfach ausgezeichnet, kurz: Er ist viel besser als alle seine Kollegen und Vorgesetzten zusammen, und weil das ein schlechtes Licht auf den Rest des Teams wirft, wird er kurzerhand in die langweiligst-mögliche Ecke Englands versetzt, ins winzige Städtchen Sandford, wo seit Menschengedenken kein nennenswertes Verbrechen mehr geschehen ist.



Natürlich trügt die Oberfläche, und als ob Miss Marple sich mit den „Bad Boys” Martin Lawrence und Will Smith aus Bad Boys II (2003), einem von Dannys Lieblingsfilmen, zusammengetan hätte, entpuppt sich Sandford nach und nach – nichts ist ja mörderischer als die soziale Kontrolle einer Dorfgemeinschaft – als ein einziger Abgrund des Verbrechens, Schusswaffengebrauch inklusive. Wie es sich für echte Buddies gehört, müssen die ungleichen Partner dann bei Bier und Filmen erst zusammenfinden, und selbstverständlich werden sie später synchron springen und beidhändig auf die Bösewichter feuern, was das Waffenlager hergibt.



Hot Fuzz Regisseur Edgar Wright sowie seine Hauptdarsteller Pegg und Frost haben vorher mit Shaun of the Dead (2004) bereits gemeinsam eine liebevolle Parodie auf den Zombiefilm gedreht, und gelegentlich sieht man auch in Hot Fuzz noch die Vorliebe des Teams für den Splatterfilm förmlich herausspritzen.



Was Hot Fuzz weit von den in letzter Zeit so zahlreichen „Parodien” wie zuletzt Fantastic Movie (Epic Movie, 2007) und Scary Movie 4 (2006) absetzt, ist nicht nur der liebevolle Umgang der Macher mit dem parodierten Material, sondern auch, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Hot Fuzz hat – so absurd die Vorgänge im Einzelnen auch sein mögen – eine durchgehende und in sich logische Handlung, und setzt dort Intelligenz und Ausdauer ein, wo sonst allzu oft nur billiger Klamauk und schnelle Lacher erwartet werden können.



So werden Nicholas’ andauernde Vorahnungen stets mit Unheil verkündenden Basstönen unterlegt, und die Menschen in Sandford tragen fast sämtlich Namen à la „Shooter” und „Skinner” – aber Wright und Pegg, die zusammen das Drehbuch verfasst haben, lassen sich viel Zeit, bevor sie solche Anspielungen auflösen. Auf dem Weg dorthin setzen sie dann so hübsche Einfälle um, wie etwa den ewig anzügliche Zoten reißenden Polizisten – noch so eine stereotype Figur des Polizeifilms – mit einer Frau zu besetzen, was erst peinlich berührend und irgendwann nur noch brillant wirkt.



Hot Fuzz Dass Nicholas Angel so seine Probleme mit dem weiblichen Geschlecht hat, wird übrigens schon frühzeitig klar – stattdessen pflegt er lieber seine Pflanze. Weniger aufdringlich als hier von Wright inszeniert, kann man Luc Bessons Léon – Der Profi (Léon, 1994) kaum seine Reverenz erweisen.



Natürlich ist auch Hot Fuzz nicht perfekt: Der Film hat stellenweise Längen, vor allem wenn Vorahnung auf Vorahnung gehäuft wird und eigentlich nichts passiert, außer dass die Suche nach einem entlaufenen Schwan als Running Gag eingeführt wird. Auch ist die Erzählung vom rauen Großstadtcop in der Kleinstadt natürlich alles andere als eine originelle Idee. Und schließlich sind die Actionszenen, vor allem die Verfolgungsjagden, fahrig und hektisch geschnitten, so dass man zügig die Übersicht und fast die Lust auf den Film verliert.



Andererseits hat auch diese Hektik, bis zu einem gewissen Grade, offensichtlich Methode: In Hot Fuzz wird selbst das Zücken eines Kugelschreibers zur schnell geschnittenen Actionsequenz, ganz wie man es bei Jerry Bruckheimer & Co. lernen kann. Wright, Pegg und Frost sind offenbar gerne in diese Schule gegangen und bewerben den Film schon im Trailer damit: „From the guys who watched every action movie ever made”. Wie gesagt, ein Jungsfilm.



Kritik von Rochus Wolff
 
titanic-magazin.de: hans mentz' humorkritik: HOT FUZZ



Nun also ein Cop-Movie. Was „Shaun of the Dead“ für das Zombiefilmgenre war, ist Edgar Wright und Simon Peggs zweiter gemeinsamer Spielfilm für das des Polizei-Actionfilms: Eine clevere Hommage, handwerklich auf höchstem Niveau, beseelt von echter Liebe zu ihrem Gegenstand und darum weit mehr als eine Parodie auf „hard boiled“-Streifen aus dem Hause Jerry Bruckheimer. Nicholas Angel (Pegg) ist ein so guter Cop, daß er befördert wird, und zwar von London in die tiefste Provinz. In dem kleinen Nest Sandford ist zwar seit Jahren kein Mord mehr geschehen, Angel merkt aber schnell, daß hinter den beschaulich kleinstädtischen Fassaden etwas höchst Mysteriöses vor sich geht – denn mit einem Mal kommt es zu einer Reihe tödlicher Unfälle, die nur extrem gutgläubige Dörfler für zufällig halten können, nicht aber Angel. Zusammen mit seinem neuen, etwas unterbelichteten Partner (gespielt von Peggs langjährigem Kumpel Nick Frost) kommt Angel schließlich peu à peu hinter die Machenschaften der feinen Gesellschaft Sandfords.







„Hot Fuzz“ gelingt es durchaus, sein Publikum über annähernd zwei Stunden zu amüsieren. Auch die Parade von (hierzulande eher unbekannten) britischen Comedy-Stargästen, die sich vor allem in den ersten fünfzehn Minuten die Klinke in die Hand geben und für ein Heer überflüssiger Nebenfiguren sorgen, verzeiht man. Ein wenig eitel wirken die zahlreichen Verweise und Anspielungen auf die Werke Wrights und Peggs vor „Hot Fuzz“: Da liegt mal eine „Shaun of the Dead“-DVD auf dem Wühltisch im Supermarkt, da werden Motive aus der (durchaus brillanten) Wright/Pegg-Sitcom „Spaced“ variiert, umgekehrt oder einfach zitiert – In-Jokes, die Zückerchen für alle Connaisseure sein sollen, aber in ihrer Massierung doch eher aufdringlich wirken. Und schließlich führt Wright/Peggs Vorliebe für Splattereffekte zu zahlreichen blutigen Szenen, die das Genre des Copfilms hin und wieder brechen, aber doch so brachial-komisch wirken, daß man auch darüber hinwegsehen kann.







Doch eines konnte zumindest ich nicht verzeihen (mal abgesehen von dem deutschen Untertitel „Zwei abgewichste Profis“, für den zumindest eine Fatwa gegen den Verantwortlichen verhängt werden müßte): Von „Spaced“ bis „Shaun of the Dead“ handelten bislang alle Film- und Fernseharbeiten der beiden Comedy-Jungstars vom Erwachsenwerden und seinen Implikationen; insbesondere dem Zombie-Genre ist das Motiv des Loslassenmüssens, der Emanzipation von v.a. mütterlichen Zugriffen, des Selbständigwerdenmüssens tief eingeschrieben. In kaum einem Zombiefilm (auch nicht in „Shaun“) fehlt eine Szene, in der der Held sich von nächsten Familienangehörigen trennen, sprich: sie töten muß, um selbst zu überleben, weil er schließlich erkennen muß, daß sie sich verändert haben, nämlich zu Zombies geworden sind. Tut er das nicht, muß er selbst sterben. Und auch „Hot Fuzz“ behandelt am Ende ein solches Motiv. Um das zu können, muß er allerdings das Copfilm-Genre völlig verlassen, und zwar in Richtung Mystery/Fantasy, einige so hanebüchene Wendungen vornehmen, daß Drehbuch und Regie kaum anders können, als diese Wendungen für überdrehten Quatsch zu nutzen, der schließlich zu einem Showdown nach dem anderen führt und ein fast absurdes Ende provoziert.







Damit keine Mißverständnisse entstehen: Das alles ist immer noch sehr komisch und hübsch anzusehen. Aber man wünscht sich hinterher, Edgar Wright und Simon Pegg würden sich zumindest bei ihrem nächsten Film mal ein neues Thema vornehmen.
 
Jetzt war ich da auch endlich drin. Was ein abartig geiler Film!
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Und die Wortwitze waren auch lustig, da man die teilweise einfach komplett geändert hat und keine krampfhaft unlustige Übersetzung genommen hat.



Pub?
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