FCK-Stratege Ciriaco Sforza fühlt sich fit und schwärmt vom Rollenspiel mit Skela und El Fakiri
"Ich habe noch Ziele"
Zeulenroda. ,,Wenn mich der Trainer fragt, dann sage ich nicht nein. Warum auch?" Ciriaco Sforza ist gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, eine Führungsrolle zu spielen. Seine Meinung zu sagen. Dass er dafür nicht geliebt wird, weiß er. ,,Ein Spieler mit Ecken und Kanten hat keine 23 Freunde im Kader", sagt der Schweizer. Hat er überhaupt Freunde beim FCK 2005? ,,Ja, er hat", ist sich Sforza sicher.
Manche nennen ihn einen Spaltpilz. Andere haben ihm das Stinkstiefel-Image angeheftet. ,,Manchmal habe ich gar keine Lust mehr, solche Fragen zu beantworten. Spieler, die ein Problem mit mir haben, die sollen zu mir kommen. Es kommt aber keiner... Ich bin keiner, der hintenherum redet. Aber wenn ein Junger, der noch nichts gewonnen hat, #### spielt, soll ich ihn dann loben? Wo sind wir denn? Wir haben uns doch im letzten Jahr im Kreis gedreht, weil manchem nicht bewusst gewesen ist, was es heißt, was es bedeutet, für den FCK zu spielen. Spielen zu dürfen..."
Sforza ist jetzt 35. Wenn sein Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern im nächsten Jahr endet, ist er 36. Das Vertragsende - für den Schweizer aber nicht unbedingt auch das Karriereende. ,,Im Fußball geht es manchmal ganz schnell. Ich fühle mich aber wieder gut, ich fühle mich frisch, ich bin körperlich auf gutem Weg, ich habe noch Spaß am Fußball. Wenn das so bleibt, dann spiele ich möglicherweise noch einige Jahre Fußball. Fakt ist nur: Mein Vertrag beim FCK endet 2006."
Vor dem Wort war die Tat. Ciriaco Sforza hat heuer seinen Sommerurlaub geopfert. Und trainiert. Eisern nach einem Vier-Wochen-Plan. ,,Für mich war klar, dass ich noch einmal angreife, dafür aber muss ich auf einem Top-Niveau sein", präzisiert der Routinier.
Nach 18 Monaten Verletzungspause feierte er im Herbst 2004 ein sensationelles Comeback. In Sforza personifiziert war die Wende zum Guten. Als die Kraft im Frühjahr schwand, konnte er der kriselnden Mannschaft nicht mehr helfen. Als er nach dem Bayern-Desaster nicht mehr spielte, wurde es auch nicht besser. Die Ausrede fürs Versagen war der Mannschaft genommen.
,,Das ist abgehakt. Ich schaue nach vorn", betont ,,Ciri" Sforza. Vom erfolglosen Ex-Coach der Lauterer, Kurt Jara, sieht er sich als Alibi für dessen Ausstieg missbraucht. Das wurmt den Mann, der sich nicht als Unruhestifter abstempeln lassen möchte, ebenso wie die seiner Meinung nach leichtfertig verschenkte Chance der UI-Cup-Teilnahme: ,,Ich habe in meiner Karriere vor jedem Trainer Respekt gehabt, aber immer auch meine Meinung vertreten."
,,Ich habe wieder Spielfreude", versichert Sforza, der Zvonko Komes, dem Reha-Trainer und beim FCK für Verletzungsprävention verantwortlichen Mann, sehr dankbar für das ganz spezielle Aufbauprogramm ist. „Viele waren überrascht, dass ich jetzt so fit bin", sagt Sforza - und grinst zufrieden, weil er schon wieder einmal abgeschrieben, einmal mehr totgesagt war. Und wiederkam.
Nein, so wollte ein Sforza nicht die Bühne verlassen. ,,Ich habe noch Ziele. Meine Motivation ist, dass ich Erfolg haben will. Diese Mannschaft hat Potenzial, das hat sie gerade auch in den Testspielen gegen Basel und Bern gezeigt, gegen Basel, das war richtig guter Fußball. Aue, das war ein Unfall", schwächt Sforza den Reinfall beim jüngsten Testfall ab.
Michael Henke kennt er aus der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern München. ,,Da war er der Co-Trainer, jetzt ist er der Chef, der Trainer. Er will den Erfolg - ich will Erfolg. Er weiß aus München, mit Druck umzugehen", sieht sich Lauterns Nummer 13 auf einer Wellenlänge mit dem neuen Cheftrainer.
Zentral defensiv, so wie beim Sieg gegen Basel, würde ,,Ciri" Sforza gerne spielen. ,,Mit Hassan etwas hinter mir und Ervin davor, hat das gut geklappt", schwärmt Sforza vom Rollenspiel mit El Fakiri und Skela. Horst Konzok
Quelle: Die Rheinpfalz (Sonntag Aktuell)
KAMMC / KAMMC
"Ich habe noch Ziele"
Zeulenroda. ,,Wenn mich der Trainer fragt, dann sage ich nicht nein. Warum auch?" Ciriaco Sforza ist gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, eine Führungsrolle zu spielen. Seine Meinung zu sagen. Dass er dafür nicht geliebt wird, weiß er. ,,Ein Spieler mit Ecken und Kanten hat keine 23 Freunde im Kader", sagt der Schweizer. Hat er überhaupt Freunde beim FCK 2005? ,,Ja, er hat", ist sich Sforza sicher.
Manche nennen ihn einen Spaltpilz. Andere haben ihm das Stinkstiefel-Image angeheftet. ,,Manchmal habe ich gar keine Lust mehr, solche Fragen zu beantworten. Spieler, die ein Problem mit mir haben, die sollen zu mir kommen. Es kommt aber keiner... Ich bin keiner, der hintenherum redet. Aber wenn ein Junger, der noch nichts gewonnen hat, #### spielt, soll ich ihn dann loben? Wo sind wir denn? Wir haben uns doch im letzten Jahr im Kreis gedreht, weil manchem nicht bewusst gewesen ist, was es heißt, was es bedeutet, für den FCK zu spielen. Spielen zu dürfen..."
Sforza ist jetzt 35. Wenn sein Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern im nächsten Jahr endet, ist er 36. Das Vertragsende - für den Schweizer aber nicht unbedingt auch das Karriereende. ,,Im Fußball geht es manchmal ganz schnell. Ich fühle mich aber wieder gut, ich fühle mich frisch, ich bin körperlich auf gutem Weg, ich habe noch Spaß am Fußball. Wenn das so bleibt, dann spiele ich möglicherweise noch einige Jahre Fußball. Fakt ist nur: Mein Vertrag beim FCK endet 2006."
Vor dem Wort war die Tat. Ciriaco Sforza hat heuer seinen Sommerurlaub geopfert. Und trainiert. Eisern nach einem Vier-Wochen-Plan. ,,Für mich war klar, dass ich noch einmal angreife, dafür aber muss ich auf einem Top-Niveau sein", präzisiert der Routinier.
Nach 18 Monaten Verletzungspause feierte er im Herbst 2004 ein sensationelles Comeback. In Sforza personifiziert war die Wende zum Guten. Als die Kraft im Frühjahr schwand, konnte er der kriselnden Mannschaft nicht mehr helfen. Als er nach dem Bayern-Desaster nicht mehr spielte, wurde es auch nicht besser. Die Ausrede fürs Versagen war der Mannschaft genommen.
,,Das ist abgehakt. Ich schaue nach vorn", betont ,,Ciri" Sforza. Vom erfolglosen Ex-Coach der Lauterer, Kurt Jara, sieht er sich als Alibi für dessen Ausstieg missbraucht. Das wurmt den Mann, der sich nicht als Unruhestifter abstempeln lassen möchte, ebenso wie die seiner Meinung nach leichtfertig verschenkte Chance der UI-Cup-Teilnahme: ,,Ich habe in meiner Karriere vor jedem Trainer Respekt gehabt, aber immer auch meine Meinung vertreten."
,,Ich habe wieder Spielfreude", versichert Sforza, der Zvonko Komes, dem Reha-Trainer und beim FCK für Verletzungsprävention verantwortlichen Mann, sehr dankbar für das ganz spezielle Aufbauprogramm ist. „Viele waren überrascht, dass ich jetzt so fit bin", sagt Sforza - und grinst zufrieden, weil er schon wieder einmal abgeschrieben, einmal mehr totgesagt war. Und wiederkam.
Nein, so wollte ein Sforza nicht die Bühne verlassen. ,,Ich habe noch Ziele. Meine Motivation ist, dass ich Erfolg haben will. Diese Mannschaft hat Potenzial, das hat sie gerade auch in den Testspielen gegen Basel und Bern gezeigt, gegen Basel, das war richtig guter Fußball. Aue, das war ein Unfall", schwächt Sforza den Reinfall beim jüngsten Testfall ab.
Michael Henke kennt er aus der gemeinsamen Zeit beim FC Bayern München. ,,Da war er der Co-Trainer, jetzt ist er der Chef, der Trainer. Er will den Erfolg - ich will Erfolg. Er weiß aus München, mit Druck umzugehen", sieht sich Lauterns Nummer 13 auf einer Wellenlänge mit dem neuen Cheftrainer.
Zentral defensiv, so wie beim Sieg gegen Basel, würde ,,Ciri" Sforza gerne spielen. ,,Mit Hassan etwas hinter mir und Ervin davor, hat das gut geklappt", schwärmt Sforza vom Rollenspiel mit El Fakiri und Skela. Horst Konzok
Quelle: Die Rheinpfalz (Sonntag Aktuell)
KAMMC / KAMMC