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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Klingenstädter

Well-Known Member
Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs


<span>
Bevormundung von Patienten</span>



KOMMENTAR VON COSIMA SCHMITT



Die einen preisen es als Wundermittel, die anderen warnen vor verfrühter Begeisterung: Seit einigen Monaten können sich Mädchen auf Kassenkosten gegen humane Papillomviren impfen lassen, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Inmitten der erregten Debatte verteilt das Bremer Gesundheitsamt nun Flyer, die Teenager gezielt zu einer Impfung bewegen sollen - und wählt so einen bedenklichen Weg.



Mehr...(taz)







Medizin



<span>"Sex ist blöd, davon kriegt man Krebs"</span>



Eine Spritze, und schon ist das Virus erledigt, das Gebärmutterhals-Krebs verursachen kann. Klingt wunderbar, oder?


VON EIKEN BRUHN



Bremen taz


Der Text beginnt ganz harmlos. "Liebe Schülerinnen, liebe Eltern", heißt es in dem Flyer, den das Bremer Gesundheitsamt im Mai an Schulen verteilen ließ. "Seit März empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut in Berlin die Impfung aller Mädchen von 12 bis 17 Jahren gegen so genannte Humane Papillomviren (HPV)."




[...]Dabei lohnt es sich bei dem Hersteller Merck & Co., der derzeit noch das Monopol auf den Impfstoff besitzt, genauer hinzusehen. Die Firma musste im Jahr 2004 das Schmerzmittel Vioxx vom Markt nehmen, weil fatale Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System bemerkt worden waren. Wegen schwerer Erkrankungen und Todesfällen musste der Pharmakonzern Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen. Es kam zu Gewinneinbrüchen, die nun, nicht zuletz dank des HPV-Impfstoffs Gardasil, aufgefangen werden konnten. Kein Wunder, dass die Firma dafür wirbt, ganze Jahrgänge "durchzuimpfen". In den USA, Italien und Großbritannien ist dies bereits geplant.[...]


Mehr...(taz)
 
Also ich hab jetz die 1. Spritze hinter mir und nächste Woche kommt die 2....danach folgt noch eine 3.

Der Wirkstoff hält 10Jahre.

Es wird auch empfohlen, die Impfung vorm 1. Geschlechtsverkehr zu machen, da der Virus durch den Mann übertragen wird. Der Mann selbst erkrankt logischerweise nicht daran.

Also ich sag mal so, ich bin froh, dass es mittlerweile diesen Wirkstoff gibt und ich mich somit impfen lassen kann. Weil die Zahl der Frauen die an Gebärmutterhalskrebs erkranken steigt immer weiter. Für mein Wohlergehen, lass ich mich gerne 3mal von einer wirklich sehr sehr dünnen Spritze impfen. Ist wirklich sehr harmlos. Es macht einmal "klack" und fertig is. Selbst den Einstich spürt man noch nicht einaml.
 
Ah jooo... das kennen wir ja. Ist immer der Mann dran Schuld...



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Zum Thema:

Ich hätte da auch meine Bedenken das jetzt einfach mal so in Anspruch zu nehmen ohne vorhandene Langzeitstudien.
 
Hmm, das das Medikament noch nicht gänzlich erforscht ist, war dir aber bekannt, oder?



Edit


Das Bremer Gesundheitsamt unterlasse es nicht nur, diesen Irrtum aufzuklären, sondern verbreite zudem falsche Informationen. Tatsächlich war Gebärmutterhalskrebs bis zur Einführung des Früherkennungsprogramms im Jahr 1971 in Deutschland die häufigste Krebsart, rangiert mittlerweile aber an zehnter Stelle. Nicht hierzulande, sondern weltweit ist es der zweithäufigste Krebs bei Frauen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben jedes Jahr 250.000 Frauen daran, davon 80 Prozent in Entwicklungsländern. Weil Früherkennung dort auf absehbare Zeit kaum machbar ist, würden insbesondere die Frauen in diesen Länder von der Impfung profitieren, sofern sie kostengünstig angeboten würde.


Unzutreffend ist auch die Behauptung, dass diese Krebsart in 99 Prozent der Fälle durch das Virus ausgelöst werde. Vielmehr ist nur gesichert, dass in 90 Prozent der bösartigen Tumore das HPV-Virus festgestellt wurde, wie auch die Impfkommission in ihrer Empfehlung notiert. Dass die Impfung tatsächlich "langfristig" vor Gebärmutterhalskrebs schützt, muss erst nachgewiesen werden. Schließlich kann sich der Krebs Jahre oder gar Jahrzehnte nach einer Virusinfektion entwickeln. Bislang ist nachgewiesen, dass die Impfung in einem Zeitraum von fünf Jahren vor einer Infektion schützt.




@ Engel



Auf jeden Fall sollte man trotz Impfung nicht die Vorsorgeuntersuchungen schleifen lassen!
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Jopp weiß ich und das weiß auch meine Mutter. Ich kann´s jetz aber nicht mehr Rückgängig machen und selbst meine Frauenärztin hat mir dazu geraten die Impfung dringend zu machen.
 
Jopp weiß ich und das weiß auch meine Mutter. Ich kann´s jetz aber nicht mehr Rückgängig machen und selbst meine Frauenärztin hat mir dazu geraten die Impfung dringend zu machen.


Ich will dich nicht verunsichern, oder so...



ABER (*g*), seitdem die ganzen Pharmaskandälchen aufgetaucht sind, würde ich mir bei sowas immer mehrere Meinungen einholen.

Ich könnte mir vorstellen, wie ich als Vertriebler von Merck die Ärzte motivieren würde, mein Produkt zu verkaufen...
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Du sprichst mir aus der Seele HT. Die wird dafür kräftig abkassieren.
 
Glaub mir ich hab mir mehrere Meinungen zu eingeholt. Frauenärztin und meine Hausärztin, zu der geh ich schon seit 15 Jahren. Meine Hausärztin führt auch die Behandlung durch, nich die Frauenärztin. Wie gesagt, ich kann´s jetz nich mehr ändern und ich setz das auch fort. Eine Spritze kostet 160€. Wir gehn das Rezept bei meiner Ärztin holen, gehn in die Apotheke, holen die Spritze, bezahlen und nach der Behandlund kriegen wir das Geld von der Krankenkasse wieder.

Normalerweise heißt es, dass es die Krankenkasse nur bis zum 18. Lebensjahr bezahlt. Da ich aber so arg krank war konnt ich das vor meim 18. nich mehr machen. Wir uns bei unsrer Krankenkasse erkundigt, die gemeint, sie bezahlen auch jetz noch. Lieber bezahlen se das, als dass in paar Jahren was is.



Und ich sag soviel dazu: Ich bereue kein einziges Stück davon, dass ich diese Impfung mache.
 
Im aktuellen Spiegel ist ein guter Artikel über Früherkennungsmaßnahmen und diese Impfung. Absolut lesenswert und ein Grund den Spiegel zu kaufen! (Zumal noch ein toller Artikel über Piraten und einer über einen Wiederaufbauhelfer des Pentagons drin ist
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)





Naja mein Fazit:

Früher ging man zum Arzt, wenn man krank war, heute geht man hin, um sich bestätigen zu lassen, dass man nicht krank ist. Es kostet Millionen und macht die Menschen eher krank, denn es verlängert physische und psychische Leidenszeiten.
 
Im aktuellen Spiegel ist ein guter Artikel über Früherkennungsmaßnahmen und diese Impfung. Absolut lesenswert und ein Grund den Spiegel zu kaufen! (Zumal noch ein toller Artikel über Piraten und einer über einen Wiederaufbauhelfer des Pentagons drin ist
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)




Naja mein Fazit:

Früher ging man zum Arzt, wenn man krank war, heute geht man hin, um sich bestätigen zu lassen, dass man nicht krank ist. Es kostet Millionen und macht die Menschen eher krank, denn es verlängert physische und psychische Leidenszeiten.


naja, und wenn du lungenkrebs hast, der so weit ist, dass du schmerzen hast, ist es zu spät, ihn zu heilen. deine argumentation ist angesichts vieler krankheiten, die im frühstadium, in dem man sich nicht schlecht fühlt, heilbar sind, später jedoch nicht mehr, sehr sehr kurzsichtig.
 
naja, und wenn du lungenkrebs hast, der so weit ist, dass du schmerzen hast, ist es zu spät, ihn zu heilen. deine argumentation ist angesichts vieler krankheiten, die im frühstadium, in dem man sich nicht schlecht fühlt, heilbar sind, später jedoch nicht mehr, sehr sehr kurzsichtig.


Okok, mein Fazit war auf den Artikel gemünzt. Darin werden speziell einige Früherkennungsmaßnahmen angesprochen und anhand von Evidenz-Studien untersucht. Wollte damit eher zum Lesen des Artikels anregen, als zum Diskutieren.



Und im "Frühstadium heilbar" ist auch so ein Ding. Die Krankheiten, die im Artikel angesprochen werden, sind teilweise im Frühstadium erkennbar, aber nicht heilbar bzw. nicht mehr heilbar.



Durch die im Artikel genannten Früherkennungsmaßnahmen werden oft nur ein bis zwei Patienten von 1000 oder 10.000 vor dem Tod durch diese Krankheit bewahrt.



Zum Thema Lungenkrebs (aus dem Artikel): Aufhören zu Rauchen sei 100mal wirksamer, als alle Früherkennungsmaßnahmen zusammen.



Edit: Welche Krankheiten meinst du denn konkret? Und was heißt bitte kurzsichtig? Wenn eine Frau zum Brustscreening geht und danach nicht weiß, ob sie einen Tumor hat und ob dieser schlimm ist, dann lebt sie mit der Ungewissheit und Gefahr daran psychisch kaputt zu gehen. Nur mal als Beispiel in den Raum geworfen. Im Artikel wird nämlich gesagt, dass die Ärzte oft gar nicht wissen, was sie da sehen bzw. nicht wissen, ob es behandelbar ist.



Und noch ein Edit (tschuldige): Für viele Screening-Verfahren gibt es noch gar keine Studien, ob sie nützlich sind oder nicht oder vielleicht sogar schädlich sind. Dennoch werden die Screenings munter durchgeführt und als absolut notwendig dargestellt. Ein Fall: Durch das Screening und spätere Beahandlung starben nicht 4 sondern 3 von 1000 an einer Krebsart. Da wurde dann geworben, dass das Screening 30% "rettet" (3 statt 4 wären relativ 25%...), in Wahrheit sinds aber nur 0,1, nämlich 1 von 1000 Patienten.

Das der Arzt durch ständiges Screenen weitaus weniger Zeit für "richtige" Kranke hat, wurde ebenso genannt. Zumal er bei dem konkreten Beispiel mehr fürs Screening bekam, als für die gleiche Zeit an Behandlung eines "richtigen" Kranken.



Naja, ich will den Artikel hier jetzt nicht nacherzählen.
 
i. klar ist Rauchen aufhören die beste Idee, aber sie ist kein absoluter Schutz, solange die Umgebung weiterraucht und es sonstige Quellen gibt. Und willst du Rauchern das Recht auf eine möglichst gute Therapie absprechen? Falls nicht, nützt dieser Einwand wenig.



ii. Wenn eine Früherkennung die Heilungsaussichten nicht verbessert, ist sie natürlich einigermaßen sinnlos. Aber da lehn ich mich jetzt mal aus dem Fenster und deute auf den Geiz unserer Krankenkassen, der mich nicht gerade vermuten lässt, dass dauerhaft wirkungslose Früherkennungsmaßnahmen en masse durchgeführt werden.



iii. Bei bösartigen Tumoren jeglicher Art gilt: Je kleiner sie sind, je weniger Metastasen es gibt, desto weniger gesundes Gewebe wurde verdrängt und muss bei der Therapie verletzt oder zerstört werden. Das mag nicht bei allen Tumoren in der gleichen Weise funktionieren, aber das Prinzip "kleiner Tumor in der Niere leichter zu behandeln als 3 große Tumore in Niere, Lunge und Gehirn" sollte doch klar sein?



iv. Bei ansteckenden Krankheiten wird es noch frappierender: Denn da ist es auch unabhängig von Therapiechancen wichtig, dass die Krankheit erkannt wird.



v. Vielleicht wissen die Ärzte anfangs nicht, was gefunden wurde, aber man ist danach aufmerksam, kann beobachten und hat evtl. immer noch Chancen eine Krankheit nicht erst ein Jahr, nachdem sie diagnostizierbar gewesen wäre, zu erkennen, sondern auf Grund der erhöhten Wachsamkeit deutlich früher.



vi. Du kannst doch nicht sagen, nur weil einmal eine Maßnahme falsch dargestellt wurde, sollten wir nicht weiter neue Screenings durchführen. Technologie und Wissen wachsen. Als die Diagnose und Therapie von Krebs oder Aids begann, gab es auch kaum Erfolge, aber man hat weiter geforscht und heute haben wir doch einige Krebsarten im Griff und können das Leben von HIV-Infizierten deutlich erleichtern und verlängern. Aus geringen Anfangserfolgen kann man doch nicht darauf schließen, dass man nicht weitermachen sollte. Um den Fußballvergleich zu ziehen: Wenn ein Jugendspieler in seinem 1. BL-Spiel kein Tor macht, setzt du ihn dann nie mehr ein?
 
i. klar ist Rauchen aufhören die beste Idee, aber sie ist kein absoluter Schutz, solange die Umgebung weiterraucht und es sonstige Quellen gibt. Und willst du Rauchern das Recht auf eine möglichst gute Therapie absprechen? Falls nicht, nützt dieser Einwand wenig.


Aber trotz Passivrauchens nach den Studien weitaus mehr Schutz, als Früherkennungsmaßnahmen für die im Artikel angesprochenen Krankheiten.




ii. Wenn eine Früherkennung die Heilungsaussichten nicht verbessert, ist sie natürlich einigermaßen sinnlos. Aber da lehn ich mich jetzt mal aus dem Fenster und deute auf den Geiz unserer Krankenkassen, der mich nicht gerade vermuten lässt, dass dauerhaft wirkungslose Früherkennungsmaßnahmen en masse durchgeführt werden.


Hier wurde das Beispiel der TKK genannt. Die haben das Medikament zur Gebarmutterhalskrebsimpfung schon in ihr Programm aufgenohmen, bevor es als unbedenklich eingestuft wurde. Nach und nach zogen dann viele (alle?) Krankenkassen nach.



Ein weiteres Argument ist die Medienpräzenz und gute Lobbyarbeit für die Früherkennung. Fragen viele Kunden nach, setzen sie die Kassen unter Druck, da sie sonst wechseln.




iii. Bei bösartigen Tumoren jeglicher Art gilt: Je kleiner sie sind, je weniger Metasasen es gibt, desto weniger gesundes Gewebe wurde verdrängt und muss bei der Therapie verletzt oder zerstört werden. Das mag nicht bei allen Tumoren in der gleichen Weise funktionieren, aber das Prinzip "kleiner Tumor in der Niere leichter zu behandeln als 3 große Tumore in Niere, Lunge und Gehirn" sollte doch klar sein?


Im Artikel stand, dass selbst kleinste Tumore schon Metastasen gebildet haben können (Ich bin kein Mediziner und habe gerade keine Zeit das nachzuchecken...). Sprich nach der speziellen Früherkennung zwar dieser Tumor behandelt werden könnte (so denn überhaupt erkannt wird, ob er gut oder böse ist, da ja teilweise auch Tumore erkannt werden, die noch keine Metastasen bildeten und nicht als böse erkannt werden können), aber die "Auswüchse" nicht.






iv. Bei ansteckenden Krankheiten wird es noch frappierender: Denn da ist es auch unabhängig von Therapiechancen wichtig, dass die Krankheit erkannt wird.


D`accord.




v. Vielleicht wissen die Ärzte anfangs nicht, was gefunden wurde, aber man ist danach aufmerksam, kann beobachten und hat evtl. immer noch Chancen eine Krankheit nicht erst ein Jahr, nachdem sie diagnostizierbar gewesen wäre, zu erkennen, sondern auf Grund der erhöhten Wachsamkeit deutlich früher.


D`accord.

Sicher gibt es Vorteile der Früherkennung. Für mich überwiegen jedoch die Nachteile.

Beispiel Darmkrebs. Darmspiegelungen bewirken in einem von 1000 Fällen, dass Patienten nicht an Darmkrebs sterben. Jedoch wurden bei den untersuchten 1000 Darmspiegelungen gut 3 Prozent der Patienten verletzt, sodass sie operiert werden mussten und 2 Patienten starben daraufhin.



Möchte mein Fazit erweitern:

Früher ging man zum Arzt, wenn man krank war, heute geht man hin, um sich bestätigen zu lassen, dass man nicht krank ist. Die mangelhafte Durchführung von und Aufklärung über Vorsorgeuntersuchungen kostet Millionen und macht die Menschen eher krank, denn sie beinhaltet ein großes Risiko physische und psychische Leidenszeiten zu verlängern.



Neues ist fett





Edit zu deinem Edit:

Klingt natürlich logisch, was du da schreibst. Aber ich baue meine Meinung nicht auf die einmalige "falsche Darstellung" auf (ich sehe es im übrigen als absichtlich falsche Darstellung von Statistiken). Dennoch hat selbst unser hochentwickeltes Gesundheitssystem nur gewisse menschliche und finanzielle Kapazitäten und ich denke, dass mit anderen Maßnahmen weitaus mehr bewirkt werden kann, als mit 999 (weil im Artikel oft die Zahl 1 von 1000 Patienten, bei dem es was nützte, genannt wurde) "sinnlosen" Screenings. Gerade wenn in Prospekten für Screenings geworben wird "Sind sie über 50 und waren schon 5 Jahre nicht mehr beim Screening? Dann sind sie gefährdet und sie sollten sich mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen" (Bei Screenings bei denen jede evidenzielle Untersuchung ihrer Wirksamkeit fehlt)
 
Beispiel Darmkrebs. Darmspiegelungen bewirken in einem von 1000 Fällen, dass Patienten nicht an Darmkrebs sterben. Jedoch wurden bei den untersuchten 1000 Darmspiegelungen gut 3 Prozent der Patienten verletzt, sodass sie operiert werden mussten und 2 Patienten starben daraufhin.


Ich bezweifle, dass du eines Behandlungs- oder Vorsorgemethode findest, bei der du 0% Risiko hast. Darmspiegelungen sind heutzutage standart, ein anerkanntes und häufig eingesetztes Mittel zur Kontrolle und zur Diagnostizierung. Und klar gibt es da Risiken. Dass da genau bei den 1.000 Fällen 2 Patienten starben und bei nur einem Darmkrebs früherkannt wurde - Lüge, Meineid, Statistik. Bei 1.000 Probanden hat das für mich wenig Aussagekraft. Ich selbst keine zwei Personen, die durch eine solche Vorsorgeuntersuchung früh gegen Darmkrebs behandelt werden konnten und heute ein schmerz- und beschwerdenfreies Leben führen.



Früh entdeckt ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar, und zwar meist ohne Entfernung eines Darmteils und künstlichen Darmausgang. Die Darmkrebsvorsorge wird nicht umsonst sogar von den Gesundheitsministeriem empfohlen. Die haben auch Statistiken, die für sie sprechen
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Ich bezweifle, dass du eines Behandlungs- oder Vorsorgemethode findest, bei der du 0% Risiko hast. Darmspiegelungen sind heutzutage standart, ein anerkanntes und häufig eingesetztes Mittel zur Kontrolle und zur Diagnostizierung. Und klar gibt es da Risiken. Dass da genau bei den 1.000 Fällen 2 Patienten starben und bei nur einem Darmkrebs früherkannt wurde - Lüge, Meineid, Statistik. Bei 1.000 Probanden hat das für mich wenig Aussagekraft. Ich selbst keine zwei Personen, die durch eine solche Vorsorgeuntersuchung früh gegen Darmkrebs behandelt werden konnten und heute ein schmerz- und beschwerdenfreies Leben führen.


Früh entdeckt ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar, und zwar meist ohne Entfernung eines Darmteils und künstlichen Darmausgang. Die Darmkrebsvorsorge wird nicht umsonst sogar von den Gesundheitsministeriem empfohlen. Die haben auch Statistiken, die für sie sprechen
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Es gab 1000 Patienten bei denen eine Vorsorgeuntersuchung gemacht wurde (a.). Bei 1000 anderen Fällen (1000 durch Zufall ausgewählte Menschen wurden über x Jahre beobachtet) wurde keine Untersuchung gemacht. Im Fall a) starben 3 an Darmkrebs. Im Fall
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4. Sowas sind anerkannte statistische Methoden.



Bei 1000 Patienten wurde also einer durch die Vorsorge gerettet. 0,1%...nun ist die Frage, ob das von dir angesprochene Risiko über 0,1 liegt oder drunter. Und JA, das ist zynisch, da es um Menschenleben geht. Genauso geht es aber um Menschenleben, wenn die Ärzte weniger Zeit und das Gesundheitssystem weniger Geld für Kranke hat, die heilbar sind, auch wenn sie krank sind (geht schließlich nicht immer um Krebs oder andere tötliche Krankheiten).



Bei den 1000 Untersuchten starben zufällig (! können bei den nächsten 1000 5 sein oder 0) dann 2 an den Folgen der Untersuchung.



Ulla Schmidt wirbt auch für die Screenings. Das ist aber kein Argument, da sie eben NICHT auf Evidenz, auf beweisgeführte Studien, baut, sondern auf die Statistiken, die du dir im Gesundheitsbereich ganz fix "zusammendoktorn" kannst (krassestes Beispiel Rauchen und die Tabaklobby).



Nur weil Methoden Standard sind, heißt es nicht, dass sie die absolute Weisheit darstellen, sie nicht hinterfragt werden dürfen. Gerade dann sollten sie hinterfragt werden!



Ich schreibe auch nicht, dass von 1000 Patienten nur bei einem Darmkrebs früherkannt wurde. Einer der 1000 untersuchten starb weniger (3 statt 4) durch die Maßnahmen nach diese Untersuchung.





Ansonsten: Dennoch hat selbst unser hochentwickeltes Gesundheitssystem nur gewisse menschliche und finanzielle Kapazitäten und ich denke, dass mit anderen Maßnahmen weitaus mehr bewirkt werden kann, als mit 999 (weil im Artikel oft die Zahl 1 von 1000 Patienten, bei dem es was nützte, genannt wurde) "sinnlosen" Screenings.
 
Also mich überzeugt die kritische Haltung gerade gegen die Darmkrebsvorsorgeuntersuchung überhaupt nicht.



Bestes Beispiel ist mein eigener Vater, der, wenn er vor rund 18 Jahren nicht zur Vorsorge gegangen wäre, wahrscheinlich heute nicht mehr leben würde. Da ich statistisch gesehen somit ein erheblich erhöhtes Risiko habe, auch an Darmkrebs zu erkranken, werde ich auf jeden Fall noch in diesem Frühjahr eine Spiegelung machen.



Diese ist auch nicht so sehr darauf ausgerichtet, einen bereits bestehenden Krebsbefall zu diagnostizieren, sondern - ganz nebenbei - bereits vorhandene Polypen (die sehr schnell "entarten" können) zu entfernen. Diese sind in der von Jonny angeführten Statistik nicht genannt.



Auf Grund dieser Umstände, der recht hohen Heilbarkeit im Frühstadium und der Häufigkeit von Darmkrebserkrankungen, halte ich es für gerade zu fahrlässig, auf entsprechende Untersuchungen zu verzichten.
 
Es gab 1000 Patienten bei denen eine Vorsorgeuntersuchung gemacht wurde (a.). Bei 1000 anderen Fällen (1000 durch Zufall ausgewählte Menschen wurden über x Jahre beobachtet) wurde keine Untersuchung gemacht. Im Fall a) starben 3 an Darmkrebs. Im Fall
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4. Sowas sind anerkannte statistische Methoden.


Hab ich nicht abgestritten. Allerdings ist mir, wie gesagt, die Probandengruppe zu klein, um der Statistik dermaßen Gewicht zu verleihen, dass sie mich von einer Darmkrebsvorsorge abhalten könnte.




Ulla Schmidt wirbt auch für die Screenings. Das ist aber kein Argument, da sie eben NICHT auf Evidenz, auf beweisgeführte Studien, baut, sondern auf die Statistiken, die du dir im Gesundheitsbereich ganz fix "zusammendoktorn" kannst (krassestes Beispiel Rauchen und die Tabaklobby).


Du kannst dir auch Statistiken gegen Darmkrebsvorsorgen "zusammendoktorn". Und das wunderbar kaschieren - es ist also was dran an dem Spruch: traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.



Das deutsche Krebsforschungszentrum hat eine Statistik angefertigt - hier http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_diagnostik_darmkrebs_123755789928.htmhttp://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_diagnostik_darmkrebs_123755789928.htm ein kurzer Artikel dazu.



Muss jeder für sich entscheiden, wie objektiv oder subjektiv diese Statistik ist. So denn es die absolut objektive Statistik überhaupt gibt.




Nur weil Methoden Standard sind, heißt es nicht, dass sie die absolute Weisheit darstellen, sie nicht hinterfragt werden dürfen. Gerade dann sollten sie hinterfragt werden!


Kann man aber genauso gut sagen, die Darmspiegelung hat sich bewehrt. Klar bedeutet das nicht, dass man das nicht mehr hinterfragen soll - hab ich auch nirgends behauptet. Für mich ist das allerdings ein Hinweis darauf, dass es in der Fachwelt auf dem ganzen Planeten geschätzt wird. Und wenn die Darmkrebsvorsorge ab 55 jahren bei gesetzlich versicherten im 10Jahres-Rhythmus sogar bezahlt wird, kann's ja nicht nur Geldmacherei sein
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Hab ich nicht abgestritten. Allerdings ist mir, wie gesagt, die Probandengruppe zu klein, um der Statistik dermaßen Gewicht zu verleihen, dass sie mich von einer Darmkrebsvorsorge abhalten könnte.


Und deine 2 Bekannten sind als Gruppe groß genug, um statistisch Sinn zu machen?






Du kannst dir auch Statistiken gegen Darmkrebsvorsorgen "zusammendoktorn". Und das wunderbar kaschieren - es ist also was dran an dem Spruch: traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.


Das deutsche Krebsforschungszentrum hat eine Statistik angefertigt - hier http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_diagnostik_darmkrebs_123755789928.htmhttp://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_diagnostik_darmkrebs_123755789928.htm ein kurzer Artikel dazu.



Muss jeder für sich entscheiden, wie objektiv oder subjektiv diese Statistik ist. So denn es die absolut objektive Statistik überhaupt gibt.


Dazu und zu dem ersten Teil deiner Antwort: Wie gesagt: Evidenz ist wissenschaftlich angsehen und kein Zusammendoktorn.








Kann man aber genauso gut sagen, die Darmspiegelung hat sich bewehrt. Klar bedeutet das nicht, dass man das nicht mehr hinterfragen soll - hab ich auch nirgends behauptet. Für mich ist das allerdings ein Hinweis darauf, dass es in der Fachwelt auf dem ganzen Planeten geschätzt wird. Und wenn die Darmkrebsvorsorge ab 55 jahren bei gesetzlich versicherten im 10Jahres-Rhythmus sogar bezahlt wird, kann's ja nicht nur Geldmacherei sein
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Wie oben bereits geschrieben: Bezahlt es eine Kasse als Lockmittel für neue Kunden, so müssen alle anderen Kassen nachziehen. Das ist absolut kein Argument für die Sinnigkeit einer Maßnahme.







Aber gut: Ich muss mich hier ständig wiederholen. Dafür hab ich absolut keine Zeit.



Ich wollte hier auch absolut keine Diskussion anfangen, ob Vorsorge sinnvoll ist oder nicht. Wollte nur auf den Artikel hinweisen. Er ist interessant und wirft neue Fragen auf. Natürlich in einem absolut brisanten Bereich. Ob der Brisanz des Bereichs Gesundheit, denke ich, ich werde es dabei belassen. Ich habe selbst zwei Fälle in der Familie gehabt (gutartiger Brustkrebs mit langer Zeit der psychisch quälenden Ungewissheit und bösartiger Fall von Krebs, bei dem ich jedoch nicht weiß, ob ein Screening gemacht wurde oder der Krebs erst anhand von Symptomen erkannt wurde, da ich damals noch zu jung war und nie nachgefragt habe).







@ redskin: Die "automatische Entfernung" (so stands glaub ich drin) von Polypen wird im Artikel genannt. Ich habe den Spiegel jedoch gerade nicht zur Hand (WG-Spiegel...) und kann nicht sagen, ob das in der Statistik enthalten ist.



Wie gesagt: Ich glaube eine Diskussion bringt wenig, wenn ich hier den Artikel wiedergeben muss und zudem von vornherein an den statistischen Daten gezweifelt wird. Dann brauchen wir nicht diskutieren.
 
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