Im Abstiegskampf setzt der FCK auf die junge Garde. Sport1.de sprach mit U21-Nationalkeeper Florian Fromlowitz über die schwierige Situation.
München - Angst kann man Wolfgang Wolf in den letzten Wochen mit Sicherheit nicht unterstellen.
Zwar steht der Trainer des 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand, dennoch setzt der 49-Jährige konsequent auf die pfälzische Jugend.
Bisher wurde sein Mut belohnt, auch dank der überraschend starken Youngster konnte der FCK den Rückstand auf den rettenden 15. Platz auf einen Punkt verkürzen.
"Stehen extrem unter Druck"
"Wir stehen extrem unter Druck und müssen zusehen, dass wir den direkten Konkurrenten Frankfurt schlagen, damit wir nicht mehr so schlecht dar stehen", sagt der erst 19 Jahre alte Florian Fromlowitz im Gespräch mit Sport1.de.
"Dafür muss jeder sein Bestes geben, dann gehe ich davon aus, dass wir den Klassenerhalt packen werden."
Vier Spieler unter 20
Der U-21-Nationaltorwart steht stellvertretend für die neue Welle in Kaiserslautern.
In den letzten beiden Spielen standen mit Fromlowitz, Daniel Halfar, Fabian Schönheim und Sebastian Reinert gleich vier Spieler in der Startelf, die noch keine 20 Jahre alt sind.
Und am vergangenen Wochenende gegen Hannover hatten die "Roten Teufel" die jüngste Aufstellung aller Bundesligisten.
Hoffnung dank Halfar
Da passte es ins Bild, dass Halfar mit seinem Tor zum 1:0 der Matchwinner war.
"Die Jungs haben mein Vertrauen und zahlen das mit Leistung zurück", sagt Wolfgang Wolf. "Sie sind so einem enormen Druck ausgesetzt und halten ihm Stand. Das macht mir sehr viel Mut für die Zukunft."
Neuausrichtung beim FCK
Der Weg mit den "Jung-Teufeln" ist eine erstaunliche Kehrtwende beim viermaligen deutschen Meister.
Lange galt die Pfalz als eine Oase für überschätzte oder abgehalfterte Fußball-Profis.
Es schien so, als ob der FCK sich selbst überbieten wollte, Saison für Saison planlos eine Mannschaft zusammenzustellen. Hauptsache, in den Vita der Neuzugänge standen Nationalmannschaftseinsätze.
Riskantes Spiel
Der Jugendstil in der Pfalz hat jedoch auch eine gefährliche Seite. Mit jeder guten Leistung werden die Talente immer mehr in die Verantwortung gezogen. Die Gefahr, dass sie dem Druck nicht gewachsen sein können, wird von Spieltag zu Spieltag größer.
"Für uns junge Leute ist der Abstiegskampf natürlich eine extreme nervliche Belastung", gibt Fromlowitz gegenüber Sport1.de zu.
Dessen ist auch Wolf bewusst: "Ich muss sehen, wie die Jungen alles körperlich und geistig wegstecken. Notfalls muss ich sie eben mal schonen."
Wochen der Wahrheit
Kann er sich das aber leisten?
Am Mittwoch müssen die Lauterer im ersten Teil des Abstiegs-Showdowns zum Südwest-Derby zur Frankfurter Eintracht (vier Punkte Vorsprung) reisen.
Am Wochenende darauf wird der FC Bayern dem Betzenberg einen Besuch abstatten, bevor es am letzten Spieltag zum vermeintlichen Abstiegsfinale nach Wolfsburg geht.
"Es könnte natürlich ein echtes Endspiel in Wolfsburg geben, das ist uns allen bewusst. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden", sagt Fromlowitz. "Wenn es so kommen sollte, dann ist es wichtig, dass wir nicht die Nerven verlieren."
Umbruch droht
Sollte der Jugendstil in der Pfalz doch keine Früchte tragen und der Abstieg nicht mehr abgewendet werden können, droht der totale Umbruch. Lediglich zwölf Verträge gelten für die Zweite Liga, zumindest die Youngsters haben aber gültige Kontrakte für eine Klasse tiefer.
Daran verschwenden die Hochgelobten aber keinen Gedanken. "Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Ich bin weiterhin optimistisch", meint Halfar
Fromlowitz unterstreicht: "Mit der Zweiten Liga beschäftigen wir uns nicht. Wir sind in der Ersten und dort werden wir auch bleiben."
Haruka Gruber / Christian Nier
http://www.kicker.de/http://www.kicker.de/
München - Angst kann man Wolfgang Wolf in den letzten Wochen mit Sicherheit nicht unterstellen.
Zwar steht der Trainer des 1. FC Kaiserslautern im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand, dennoch setzt der 49-Jährige konsequent auf die pfälzische Jugend.
Bisher wurde sein Mut belohnt, auch dank der überraschend starken Youngster konnte der FCK den Rückstand auf den rettenden 15. Platz auf einen Punkt verkürzen.
"Stehen extrem unter Druck"
"Wir stehen extrem unter Druck und müssen zusehen, dass wir den direkten Konkurrenten Frankfurt schlagen, damit wir nicht mehr so schlecht dar stehen", sagt der erst 19 Jahre alte Florian Fromlowitz im Gespräch mit Sport1.de.
"Dafür muss jeder sein Bestes geben, dann gehe ich davon aus, dass wir den Klassenerhalt packen werden."
Vier Spieler unter 20
Der U-21-Nationaltorwart steht stellvertretend für die neue Welle in Kaiserslautern.
In den letzten beiden Spielen standen mit Fromlowitz, Daniel Halfar, Fabian Schönheim und Sebastian Reinert gleich vier Spieler in der Startelf, die noch keine 20 Jahre alt sind.
Und am vergangenen Wochenende gegen Hannover hatten die "Roten Teufel" die jüngste Aufstellung aller Bundesligisten.
Hoffnung dank Halfar
Da passte es ins Bild, dass Halfar mit seinem Tor zum 1:0 der Matchwinner war.
"Die Jungs haben mein Vertrauen und zahlen das mit Leistung zurück", sagt Wolfgang Wolf. "Sie sind so einem enormen Druck ausgesetzt und halten ihm Stand. Das macht mir sehr viel Mut für die Zukunft."
Neuausrichtung beim FCK
Der Weg mit den "Jung-Teufeln" ist eine erstaunliche Kehrtwende beim viermaligen deutschen Meister.
Lange galt die Pfalz als eine Oase für überschätzte oder abgehalfterte Fußball-Profis.
Es schien so, als ob der FCK sich selbst überbieten wollte, Saison für Saison planlos eine Mannschaft zusammenzustellen. Hauptsache, in den Vita der Neuzugänge standen Nationalmannschaftseinsätze.
Riskantes Spiel
Der Jugendstil in der Pfalz hat jedoch auch eine gefährliche Seite. Mit jeder guten Leistung werden die Talente immer mehr in die Verantwortung gezogen. Die Gefahr, dass sie dem Druck nicht gewachsen sein können, wird von Spieltag zu Spieltag größer.
"Für uns junge Leute ist der Abstiegskampf natürlich eine extreme nervliche Belastung", gibt Fromlowitz gegenüber Sport1.de zu.
Dessen ist auch Wolf bewusst: "Ich muss sehen, wie die Jungen alles körperlich und geistig wegstecken. Notfalls muss ich sie eben mal schonen."
Wochen der Wahrheit
Kann er sich das aber leisten?
Am Mittwoch müssen die Lauterer im ersten Teil des Abstiegs-Showdowns zum Südwest-Derby zur Frankfurter Eintracht (vier Punkte Vorsprung) reisen.
Am Wochenende darauf wird der FC Bayern dem Betzenberg einen Besuch abstatten, bevor es am letzten Spieltag zum vermeintlichen Abstiegsfinale nach Wolfsburg geht.
"Es könnte natürlich ein echtes Endspiel in Wolfsburg geben, das ist uns allen bewusst. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden", sagt Fromlowitz. "Wenn es so kommen sollte, dann ist es wichtig, dass wir nicht die Nerven verlieren."
Umbruch droht
Sollte der Jugendstil in der Pfalz doch keine Früchte tragen und der Abstieg nicht mehr abgewendet werden können, droht der totale Umbruch. Lediglich zwölf Verträge gelten für die Zweite Liga, zumindest die Youngsters haben aber gültige Kontrakte für eine Klasse tiefer.
Daran verschwenden die Hochgelobten aber keinen Gedanken. "Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Ich bin weiterhin optimistisch", meint Halfar
Fromlowitz unterstreicht: "Mit der Zweiten Liga beschäftigen wir uns nicht. Wir sind in der Ersten und dort werden wir auch bleiben."
Haruka Gruber / Christian Nier
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