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Kindererziehung heute...

bet

Member
Letztens hat ja eine chinesischstämmige Professorin aus den USA mit einem Buch Furore gemacht. Tenor: Nur mit härtestem Drill können die Kids was werden. Mehrere Stunden am Tag klassische Instrumente Üben, Freunde nur im Notfall treffen...



Siehe hier:

http://www.sueddeutsche.de/karriere...rziehung-laut-gebruellt-tigermutter-1.1049095http://www.sueddeutsche.de/karriere/usa-debatte-um-strenge-erziehung-laut-gebruellt-tigermutter-1.1049095

Und ein Interview:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,741314,00.htmlhttp://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,741314,00.html



Interessant finde ich im Kontrast dazu die Titelgeschichte, welche im Sommer GEO hatte. Demnach verkommen Kinder geistig, weil sie heute kaum noch in die Natur dürfen und Erfahrungen mit Tieren etc. machen können. Siehe hier:



http://www.geo.de/GEO/mensch/64781.htmlhttp://www.geo.de/GEO/mensch/64781.html



So, wer hat eurer Meinung nach Recht? Weil jeden Tag drei Stunden Geige üben widerspricht sich ja mit dem Gewinn von Naturerlebnissen...
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Meiner Meinung nach können wir fachlich gleich einpacken, PISA etc. keine Beachtung mehr schenken - denn die Asiaten (vor allem natürlich Chinesen, Inder und Japaner) sind uns was Disziplin und Leistungsbereitschaft angeht einfach Lichtjahre vorraus. Die Kehrseite der Medaille da drüben ist allerdings eine sehr hohe Selbstmord-Rate bei jungen Asiaten, da viele ganz einfach durch den extremen und konstanten Leistungsdruck einknicken. Wenn wir im Westen bereit sind einen solchen Preis zu bezahlen, bitte...! Vielmehr sollten wir darauf fokussieren Kreativität, Empathie und soziale fertigkeiten zu entwickeln, denn diese kommen durch das auschliessliche Fokussieren auf "harten" Fächern wie Mathe etc. einfach zu kurz.



Tigermoms, nein Danke!
 
Das ist das Allerletzte...
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Das ist ein Rückschritt ist das tiefste schwarze pädagogische Zeitalter.... eigentlich müüsste es eine Kommission geben, die das Veröffentlichen eines solchen Schunds verbietet!
 
Wenn meine Eltern mich dazu getrimmt hätten, irgendwelche Instrumente lernen zu müssen oder sonst was, hätte ich ihnen was gepfiffen.

Sowas geht gar nicht! Das hat nichts mehr mit Individualismus und der Entfaltung eines eigenen Charakters zu tun - und das sollte jeder Mensch können und dürfen!
 
Tja, kommt halt drauf an was man will...

ein verklärtes Weltbild mit Menschmaschinen, die alles tun um den Standards zu entsprechen, aber keine bis kaum individuelle Leistungen bringen?

Viele Asiaten sind so erzogen, dass zu tun, was man ihnen sagt... und das können sie auch... was aber, wenn man eigentständige, kreative Leistungen erwartet?

Was war denn die letzte große Erfindung, die aus Asien kam? Gameboy? Tamagochi?

Und wer sagt, dass in z.B. Japan hart gearbeitet wird, der liegt falsch... es wird viel gearbeitet, es wird lange gearbeitet aber eben nicht hart (im Übrigen eine Aussage des niederländischen Botschafters in Tokio)... und das liegt vor allem auch daran, dass sie eben so wenig schlafen, weil sie denken sie es wäre eine gesellschaftliche Schande früher aus dem Büro zu gehen oder später zu kommen als andere... Dafür pennen sie dann im stehen in der U-Bahn... oder im Park oder...

Mit auswendiglernen und Drill kann man vielleicht gute "Soldaten" erziehen, die sich im Arbeitsleben durchkämpfen, aber keine Menschen mit soziale und kreativer Kompetenz erziehen...

Der guten Frau gehört m.M.n. das Sorgerecht entzogen... sonst nichts...
 
hab von dem buch auch schon gehört

und dass es vor ironie nur so triefen würde.

keine ahnung obs stimmt.
 
Dummerweise ist diese "Ironie" in diesem Falle durchaus ernst gemeint...


hab das Buch zwar nicht gelesen, aber vorgestern ein Interview mit Amy Chua (Autorin des Buches) bei Stephen Colbert gesehn, wo sie meinte das ihr Buch durchaus ironisch ist und von den Medien falsch interpretiert wurde.
 
hab das Buch zwar nicht gelesen, aber vorgestern ein Interview mit Amy Chua (Autorin des Buches) bei Stephen Colbert gesehn, wo sie meinte das ihr Buch durchaus ironisch ist und von den Medien falsch interpretiert wurde.


Nach DEM Medienecho würde ich das auch sagen ...
 
"Multinationale wie chinesische Unternehmen haben die gleichen Klagen über Chinas Universitätsabsolventen: Sie können nicht unabhängig arbeiten, ihnen fehlt soziales Geschick, um im Team zu arbeiten, und sie sind zu arrogant, neues Können zu erlernen", bemängelt Jiang Xueqin.


Das stimmt, habe ich selbst schon erlebt... und ich glaube nicht, dass wir das wollen...
 
Viele Elternhäuser führen ihre Kinder nicht mehr. Vermitteln keine Werte mehr. Respektlosigkeit und fehlende Leistungsbereitschaft in vielen Teilen der Gesellschaft. Es werden keine Grenzen gesetzt, bzw. Grenzen werden ohne Reaktion überschritten. Früher waren meine Eltern Vorbilder für mich. Mir wurde vermittelt, dass ich ältere Menschen zuerst grüße. Das ich Respekt zeige vor der Lebensleistung eines jeden und dass ich durchaus auch Verachtung zeigen kann für nichtgeleistetes dann aber auch Mitleid zeigen kann.

Wenn ich sehe wie Kinder auch in meinem Bekanntenkreis verhätschelt werden, nur damit sich ruhig bleiben und man keinen Stress mehr hat. Es wird sich keine Zeit genommen, vielleicht weil man sie auch nicht hat. Die Nanny sind die elektronischen Medien.

Wir spielten in der Natur in "Banden" und lernten dort Hierarchien, Respekt, Teamgeist, Freundschaft, Trost, Eifersucht und Wut kennen. Wir lernten aber auch damit umzugehen und, dass diese ganzen Emotionen, oder auch Kompetenzen einfach dazugehören. Wir lernten verzeihen, aber auch, dass zu Forderungen auch Vorleistungen gehören.

Leider ist vieles davon verloren gegangen. Vieles davon wird immer noch in der "biederen" Mittelschicht vermittelt. Wobei Oberschicht und Unterschicht häufig in verschieden Richtungen degenerieren.
 
Die Aussage des Buches ist natürlich vollkommener Blödsinn. Richtig ist aber, dass Kinder neben ganz viel Liebe auch eine klare Orientierung und klare Strukturen brauchen und auch wollen. Eine 100% antiautoritäre Erziehung funktioniert definitiv nicht.
 
Doppelpost, aber der Artikel passt einfach sehr gut zu dem, was wir hier schon angesprochen haben.


http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,734775,00.html#ref=rsshttp://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,734775,00.html#ref=rss



"Chinesische Schüler: Auswendiglernen sehr gut, Phantasie ungenügend"


wollte ich gerade auch noch posten
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Dieses Gefälle gibt es übrigens auch in Deutschland... zwischen Ländern mit Zentralabi und denen ohne...

Oder wie ein Prof. der BA Mannheim mal sagte: "Herzlich willkommen den Studenten aus Hessen, Sie werden vielleicht Wissen nachholen müssen... Und willkommen den Studenten aus Bayern und Baden Würtemberg... gewöhnen Sie sich dran, dass auswendig lernen nicht alles ist..."
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Viele Elternhäuser führen ihre Kinder nicht mehr. Vermitteln keine Werte mehr. Respektlosigkeit und fehlende Leistungsbereitschaft in vielen Teilen der Gesellschaft. Es werden keine Grenzen gesetzt, bzw. Grenzen werden ohne Reaktion überschritten. Früher waren meine Eltern Vorbilder für mich. Mir wurde vermittelt, dass ich ältere Menschen zuerst grüße. Das ich Respekt zeige vor der Lebensleistung eines jeden und dass ich durchaus auch Verachtung zeigen kann für nichtgeleistetes dann aber auch Mitleid zeigen kann.
Wenn ich sehe wie Kinder auch in meinem Bekanntenkreis verhätschelt werden, nur damit sich ruhig bleiben und man keinen Stress mehr hat. Es wird sich keine Zeit genommen, vielleicht weil man sie auch nicht hat. Die Nanny sind die elektronischen Medien.

Wir spielten in der Natur in "Banden" und lernten dort Hierarchien, Respekt, Teamgeist, Freundschaft, Trost, Eifersucht und Wut kennen. Wir lernten aber auch damit umzugehen und, dass diese ganzen Emotionen, oder auch Kompetenzen einfach dazugehören. Wir lernten verzeihen, aber auch, dass zu Forderungen auch Vorleistungen gehören.

Leider ist vieles davon verloren gegangen. Vieles davon wird immer noch in der "biederen" Mittelschicht vermittelt. Wobei Oberschicht und Unterschicht häufig in verschieden Richtungen degenerieren.


Vollste Zustimmung!
 
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