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Landespolitiker haben Mitschuld an Finanzdebakel

redskin

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Landespolitiker haben Mitschuld an Finanzdebakel





Der Stadt Kaiserslautern fehlen Millioneneinnahmen, weil der Fußball-Zeitligist 1. FC Kaiserslautern seine Stadionmiete nicht mehr in vollem Umfang bezahlen kann. Nach dem SWR vorliegenden Unterlagen sind führende Landespolitiker für das Finanzdebakel mitverantwortlich.



Die hoch verschuldete Kommune hofft nun auf finanzielle Hilfe des Landes. Hintergrund ist die finanzielle Schieflage des FCK, der trotz des gesicherten Klassenerhalts wirtschaftlich noch immer am Rande der Zahlungsunfähigkeit steht. Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) verhandelt heute in Mainz, um Landeshilfen für seine Stadt zu bekommen.



Die Misere begann vor fünf Jahren. Der an seinen Schulden zu ersticken drohende Verein sollte saniert und sein Stadion an die städtische Stadiongesellschaft verkauft werden. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier musste diese Transaktion in Millionenhöhe genehmigen. In dem Vertragsentwurf sah die Trierer Behörde allerdings gravierende rechtliche Mängel.



Bruch wies Mertes an, Genehmigung zu erteilen



Der damalige Staatssekretär und heutige Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) setzte sich aber einfach über diese Mängel hinweg. In einem dem SWR vorliegenden Schreiben wies er den ADD-Präsidenten Josef Peter Mertes an, "gegen die Errichtung der Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH keine Bedenken wegen Rechtsverletzung zu erheben" und "die erforderlichen aufsichtsbehördlichen Genehmigungen zu erteilen".



Gutachten zeichneten düsteres Bild



Damit blieb der ADD nichts anderes übrig, als den Vertragsentwurf für das Sanierungskonzept zu genehmigen, obwohl die Fehler und Unzulänglichkeiten offensichtlich waren. Die Kreissparkasse Kaiserslautern, mit zehn Millionen Euro damals Hauptgläubigerin des FCK, hatte 2003 bei der Rechtsanwaltsgesellschaft Luther Menold ein Gutachten erstellen lassen. Darin heißt es, dass der Vertragsentwurf "vielfältige und zum großen Teil nicht überschaubare Risiken für die Stadiongesellschaft im Hinblick auf eine Rückführung der Verbindlichkeiten" enthalte.



Ein weiteres Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst and Young zeichnete ebenfalls ein düsteres Bild und warnte davor, dass dauerhafte Verluste über die Gesamtlaufzeit des Pachtvertrages zu einer "Liquiditätslücke von rund 20 Millionen Euro" führen werden - eine Vorhersage, die bis heute ziemlich genau eingetroffen ist.



Deubel war bei Vertrag federführend



Die Federführung bei der Erstellung des Vertragsentwurfs hatte der heutige Finanzminister Ingolf Deubel (SPD). Der Stadiongesellschaft droht bei bereits jetzt 70 Millionen Euro Verbindlichkeiten die Überschuldung. Eine Last, die die hoch verschuldete Stadt nicht mehr stemmen kann. Dies umso mehr, da die Stadt nicht mehr mit den vereinbarten Mietzahlungen des FCK in Höhe von 3,2 Millionen Euro rechnen kann.



Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=3562676/1kacvxj/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=3562676/1kacvxj/index.html
 
Gleiche Text, nur um neue Informationen ergänzt geworden.




FCK-Sanierung wird Thema im Landtag


Die CDU-Fraktion im Landtag will die umstrittene Verschuldung des 1. FC Kaiserslautern in den Landtag einbringen. Nach SWR-Informationen haben führende Landespolitiker das Finanzdebakel um die Sanierung des Fußballclubs mitverursacht. ...


http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=3562676/1kacvxj/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=3562676/1kacvxj/index.html
 
Ich posts mal hier rein:



Neue Vorwürfe bei FCK-Sanierung

Mainz - Wegen neuer Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Verkauf des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern verlangt die rheinland-pfälzische Landtags-CDU Aufklärung von der Landesregierung.



Nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) hatte 2003 der damalige Innen-Staatssekretär und heutige Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) das Sanierungskonzept für den ehemaligen Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern gegen die Bedenken der Aufsichtsbehörde durchgesetzt.



Kernstück war darin der Verkauf des Stadions an eine stadteigene Stadiongesellschaft, um den Profi-Klub zu entschulden. Die CDU will die Vorwürfe in der Plenarsitzung des Landtags in dieser Woche thematisieren, wie sie mitteilte.

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Bruchs Brief an die ADD



In einem Brief habe Bruch die Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion (ADD) in Trier angewiesen, keine Bedenken gegen das Sanierungskonzept zu erheben, berichtete der SWR.



Die ADD als Kommunalaufsicht habe daraufhin dem Verkauf für 56 Millionen Euro zustimmen müssen. Laut SWR hatte aber unter anderem ein Gutachten der Kreissparkasse Kaiserslautern nicht überschaubare Risiken bei dem Konzept festgestellt.

Stadt muss für Schulden bürgen



Die Stadt müsse nun für rund 70 Millionen Euro Schulden der Stadiongesellschaft bürgen. Erst vor kurzem hatte die Stadt Kaiserslautern dem Zweitligisten eine Mietminderung für die Nutzung des Stadions gewährt. Demnach muss der 1. FCK in diesem Jahr nur 1,8 Millionen Euro statt der eigentlich vereinbarten 3,2 Millionen Euro zahlen. Damit wurde die drohende Insolvenz abgewendet.



http://www.spox.com/de/sport/fussba...wuerfe-im-Zusammenhang-mit-FCK-Sanierung.htmlhttp://www.spox.com/de/sport/fussball/zweiteliga/0806/News/Neue-Vorwuerfe-im-Zusammenhang-mit-FCK-Sanierung.html
 
2. Juni 2008 | 19:05 Uhr Kommentieren | Artikel drucken | Artikel versendenBruch verteidigt Anweisung zur Genehmigung der Stadiongesellschaft



Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) hat eine im Jahr 2003 getroffene Anweisung an die Kommunalaufsicht verteidigt, die städtische Trägergesellschaft für das Stadion des 1. FC Kaiserslautern zu genehmigen. «Das Risiko war nicht zu groß, ich würde die Entscheidung wieder so treffen», sagte Bruch am Montag in Brüssel. Zwar habe auch er das Rechtsproblem gesehen und geteilt, aber die Anweisung sei richtig gewesen, «weil das Stadion gebaut werden musste», sagte Bruch, der damals noch Staatssekretär gewesen war. Im Kern sei es darum gegangen, der Stadt Kaiserslautern zu helfen und den WM-Standort zu retten.



Komplettes Interview und Quelle:



http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/17355484http://www.ad-hoc-news.de/Politik-News/17355484



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Wie der Herr Bruch schon sagt - das Risiko war nicht groß - dann kann das Land ja auch den Peanuts tragen.





Nur mal ein kleiner Vergleich - wenn du Privat einen Ratenkredit aufnimmst dann versucht die Bank dir immer eine

Versicherung mit zu verkaufen in falle einer Arbeitslosigkeit - um das Ausfallrisiko zu minimieren.



Der Verkauf des Stadions war ein Fass ohne Boden. Wie kann man nur so naiv sein und davon ausgehen das der FCK

immer in der ersten Liga bleibt ? Das in der 2 Liga die Mieten nicht mehr zu tragen sind wusste ja jeder eigentlich im voraus.



Für mein Gefühl verstößt dieser Vertrag gegen die guten Sitten.
 
Da wird wohl wieder auf Kosten des FCK Wahlkampf gemacht!


Das sehe ich genauso!



Welche Alternativen gab es denn damals?

Keine wirklich tragfähigeren und ohne riesigen Imageverlust. Denn das hätte das Ende der WM in Kaiserslautern bedeutet und - viel schlimmer - auch das Ende des FCK!
 
welche Alternativen es damals wirklich gab werden wir wohl alle nicht erfahren.



immerhin war damals das stadion noch in unseren Besitz. Also war zu den Schulden auch noch ein Vermögen da.



aber wie gesagt ich bin nicht in der Lage das zu beurteilen.
 
@Sattom:



Ich meinte jetzt Alternativen bezüglich der kommunalaufsichtsrechtlichen Genehmigung. Und die waren ja nicht so zahlreich:



Entweder genehmigen und die Fertigstellung des Stadions und damit die WM sichern. Und ganz nebenbei die Insolvenz des FCK abwenden.



Oder:



Nicht genehmigen und die Blase platzt.





Ich habe eher den Eindruck, dass vornehmlich Baldauf mit Blick auf die nächste Landtagswahl da jetzt eine populäre "Sau" durchs Dorf treiben muss. In Lautern tut er auf FCK-Fan, aber an seiner politischen Wirkungsstätte in Mainz wird nichts unversucht gelassen, dem MP und Bruch ans Bein zu treten und damit indirekt auch dem FCK. Das ist Politik!
 
Beck verteidigt Vorgehen bei FCK-Sanierung



Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat die Entscheidung der Landesregierung von 2003 verteidigt, ein Sanierungskonzept für den Fußball-Bundesligisten 1.FC Kaiserslautern gegen massive Bedenken durchzusetzen. "Das war nicht nur rechtens, sondern auch richtig", sagte Beck nach einer Sitzung seines Kabinetts in Brüssel.



Die Westtribüne des Stadions sei damals nach einem Abriss im Wiederaufbau begriffen gewesen. Trotz der Weltmeisterschaft 2006 in Kaiserslautern zu sagen, jetzt sei Schluss, "wäre doch absolut keine Alternative gewesen", betonte der SPD-Bundesvorsitzende. Immerhin habe der FCK in den vergangenen 15 Jahren mehr als 150 Millionen Euro an Steuern überwiesen. "Selbst wenn die linksbeiniges Sackhüpfen veranstalten würden und so viele Steuern zahlen würden", würde die Landesregierung dem Fußballverein in so einer Situation erneut helfen, sagte Beck.



Im Jahr 2003 war das dem 1. FC Kaiserslautern gehörende Stadion am Betzenberg an eine städtische Stadiongesellschaft verkauft worden, um den in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Verein zu entschulden und zu sanieren. Nach SWR-Informationen hat der damalige Staatssekretär und heutige Innenminister Karl Peter Bruch 2003 die für die Genehmigung des Verkaufs zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD) angewiesen, ihre rechtlichen Bedenken gegen den 56 Millionen Euro teuren Stadionkauf zurückzustellen. Die CDU-Fraktion will die Rolle der Landesregierung beim Verkauf des Stadions am Betzenberg noch in dieser Woche im Landtag thematisieren.



Beck: "Endlich mal ein Busbahnhof"



Beck sagte, die ADD habe zwar aus ihrer Sicht richtig entschieden. Die Landesregierung habe aber eine Gesamtbewertung vornehmen müssen. Damals seien mit Blick auf die WM "Riesenimpulse" gesetzt worden: Auch "einer der modernsten Bahnhöfe und endlich mal ein Busbahnhof" seien in Kaiserslautern beispielsweise entstanden.



Steuerzahler-Bund will U-Ausschuss



Der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz forderte die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Der Bund verwies darauf, dass Beck seinerzeit bereits "seinen Mitarbeiter Gerhard Herzog an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen hatte, der jetzt wieder bei der ADD arbeitet." Offenbar sei das Beziehungsgeflecht FCK und Landesregierung noch enger als vermutet, hieß es seitens des Steuerzahlerbundes.



Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=3562676/1kacvxj/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=3562676/1kacvxj/index.html
 
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