Gladbach: Ungar erhält einen Einjahresvertrag - 01.09.2005 11:47
"Fohlen" verpflichten Lisztes
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Am Mittwoch einigten sich die Parteien darauf, die Sache noch einmal zu überschlafen. Einen Tag später fiel dann die Entscheidung, dass Krisztian Lisztes (29) zu Borussia Mönchengladbach wechselt. Da der frühere Stuttgarter und Bremer (201 Bundesligaspiele, 20 Tore) vertragslos war, konnte er auch noch nach dem Ende der Wechselfrist einen Vertrag unterschreiben.
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Neuer Arbeitgeber: Krisztian Lisztes (29) ist Gladbachs siebte Neuverpflichtung.Der ungarische Nationalspieler erhielt einen Einjahresvertrag mit einer Option für eine Verlängerung um ein weiteres Jahr und kostet die Borussia keine Ablöse. "Krisztian hat in Stuttgart und Bremen neun Jahre auf hohem Niveau Bundesliga gespielt, er ist ein kreativer Spieler, der uns sicher helfen kann, und er war bereit, bei uns einen stark leistungsbezogenen Vertrag zu unterschreiben", sagte Sportdirektor Peter Pander.
Krisztian Lisztes ist bereits der siebte Neuzugang in diesem Sommer. Mit Kahé, Helveg, Bögelund, Zé Antonio, Oude Kamphuis und El Fakiri drehte sich das Personal-Karussell erneut rasant. Entgegen den Plänen von Peter Pander nach den radikalen Umstrukturierungen im vergangenen Jahr.
"Viele Dinge haben sich anders entwickelt als erwartet", begründet Pander den neuerlichen Schnitt. Es fing an mit fast einem Dutzend Abgängen, die meisten resultierend aus der Vor-Pander-Ära. Dann die Verletzungsprobleme mit Langzeitausfällen wie Ziege, Böhme (beiden droht sogar das Karrierenende), Thijs (Mittelfußbruch), Sonck (mehrfacher Rippenbruch) oder Elber, der nur schwer auf die Beine kommt. Schließlich wollten sich Ivo Ulich (Vissel Kobe/Japan) und Marek Heinz (Galatasaray) kurzfristig verändern.
Die Motive des Umbaus waren somit anders gelagert als in der Vergangenheit. Im Sommer 2004 wollte das damalige Führungsduo mit Sportdirektor Christian Hochstätter und Trainer Holger Fach dem Kader in erster Linie aus Altersgründen vieler Leistungsträger ein frisches Gesicht verpassen. Im Winter prangerte Trainer Dick Advocaat die fehlende Qualität der Spieler an und beharrte auf Verstärkungen. Mehr Erfolg verbuchte er mit sieben Neuen auch nicht. Unter dem Strich verpflichtete die Borussia in einem Jahr 23 Spieler, 28 gingen, das Transferminus liegt bei 3,85 Millionen Euro (ausgeglichene Bilanz in diesem Sommer). Bisher ohne sportliche Rendite. Dennoch ist Peter Pander optimistisch: "Die Jungs harmonieren, und ich denke, dass wir gut aufgestellt sind." Die nächsten Wochen müssen es zeigen.
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