Larilson
Well-Known Member
Liebe Forumskollegen,
unvermeidlich stellt sich spätestens seit Samstag die Trainerfrage in den Fanköpfen.
Betrachtet man sich allerdings die verschiedenen Threads und Meinungen, so stellt man zwangsläufig zweierlei fest:
1. Franco Foda ist für viele (die meisten?) schon derart beschädigt, dass es einem Wunder gleichkäme, wenn er die Mehrheit der Fans wieder von sich überzeugen könnte...
2. So einig man sich bei erstens ist, so uneinig ist man sich bei der Nachfolge. Statt "A könnte es machen" oder "B tragen wir alle", heißt es nur "bloß nicht Sforza", "bleibt mir weg mit Labbadia" etc.
So bleibt festzuhalten, dass ein neuer Kandidat zu 90 % dort startet, wo Foda aufhören würde: im zerstrittenen Fanhaufen ("warum jetzt ein no-name, wir brauchen einen alten hasen" vs. "der ist doch bislang überall gescheitert, ich will jemanden unverbrauchtes").
Um zum Titel des Threads zurückzukommen: diese Problematik war bei den Reichskanzlern in der Weimarer Republik derart verbreitet, dass letztlich keinerlei Stabilität mehr da war und der Staat sich selbst auflöste. Eine Person abzuwählen, nur weil einem die Handlung dieser Person nicht gefällt, ohne dabei selbst eine sinnvolle Alternative zu haben, hat zum Ruin geführt.
Die Konsequenz daraus: Heute gibt es in der BRD das "konstruktive" Misstrauensvotum: es muss klar sein, wer (wie) weitermacht, wenn man jemanden abschießt!
Was soll aber ein Stefan Kuntz jetzt tun? Foda feuern: und dann? Wer hätte denn im Nachhinein noch Marco Kurz gefeuert, nachdem er sah, wie "konstruktiv" die Saison zu Ende ging? Alleine das Feuern entlastet Kuntz gerade nicht, viel mehr wird er sich nach zwei schlechten Spielen eines jeden neuen anhören müssen: "da hätten wir ja auch mit FF weitermachen können".
Erst wenn der Verein intern Schwächen feststellt, die wir Externe gar nicht beurteilen können, kann eine Alternative gesucht werden, die gerade diese Schwächen ausmerzt! Zeigt Foda denn aber solche Schwächen? Fördert er nicht die Jugend? Ist er nicht auch bei Nachwuchsspielen präsent? Im letzten Spiel meinte der Kommentator sogar FF unterbreche das Trainingsspiel, wenn einer lange Bälle spielt (da hat er wohl viel zu tun...). Was fordern wir denn - außer Erfolg, denn den kann niemand garantieren -wie FF oder ein anderer Trainer handeln soll?
Sollten wir die nächsten Partien verlieren, wird wohl dennoch des Volkes Ruf nachgegeben und der Kopf rollen. Ob das immer konstruktiv ist, bleibt abzuwarten...
unvermeidlich stellt sich spätestens seit Samstag die Trainerfrage in den Fanköpfen.
Betrachtet man sich allerdings die verschiedenen Threads und Meinungen, so stellt man zwangsläufig zweierlei fest:
1. Franco Foda ist für viele (die meisten?) schon derart beschädigt, dass es einem Wunder gleichkäme, wenn er die Mehrheit der Fans wieder von sich überzeugen könnte...
2. So einig man sich bei erstens ist, so uneinig ist man sich bei der Nachfolge. Statt "A könnte es machen" oder "B tragen wir alle", heißt es nur "bloß nicht Sforza", "bleibt mir weg mit Labbadia" etc.
So bleibt festzuhalten, dass ein neuer Kandidat zu 90 % dort startet, wo Foda aufhören würde: im zerstrittenen Fanhaufen ("warum jetzt ein no-name, wir brauchen einen alten hasen" vs. "der ist doch bislang überall gescheitert, ich will jemanden unverbrauchtes").
Um zum Titel des Threads zurückzukommen: diese Problematik war bei den Reichskanzlern in der Weimarer Republik derart verbreitet, dass letztlich keinerlei Stabilität mehr da war und der Staat sich selbst auflöste. Eine Person abzuwählen, nur weil einem die Handlung dieser Person nicht gefällt, ohne dabei selbst eine sinnvolle Alternative zu haben, hat zum Ruin geführt.
Die Konsequenz daraus: Heute gibt es in der BRD das "konstruktive" Misstrauensvotum: es muss klar sein, wer (wie) weitermacht, wenn man jemanden abschießt!
Was soll aber ein Stefan Kuntz jetzt tun? Foda feuern: und dann? Wer hätte denn im Nachhinein noch Marco Kurz gefeuert, nachdem er sah, wie "konstruktiv" die Saison zu Ende ging? Alleine das Feuern entlastet Kuntz gerade nicht, viel mehr wird er sich nach zwei schlechten Spielen eines jeden neuen anhören müssen: "da hätten wir ja auch mit FF weitermachen können".
Erst wenn der Verein intern Schwächen feststellt, die wir Externe gar nicht beurteilen können, kann eine Alternative gesucht werden, die gerade diese Schwächen ausmerzt! Zeigt Foda denn aber solche Schwächen? Fördert er nicht die Jugend? Ist er nicht auch bei Nachwuchsspielen präsent? Im letzten Spiel meinte der Kommentator sogar FF unterbreche das Trainingsspiel, wenn einer lange Bälle spielt (da hat er wohl viel zu tun...). Was fordern wir denn - außer Erfolg, denn den kann niemand garantieren -wie FF oder ein anderer Trainer handeln soll?
Sollten wir die nächsten Partien verlieren, wird wohl dennoch des Volkes Ruf nachgegeben und der Kopf rollen. Ob das immer konstruktiv ist, bleibt abzuwarten...