nochmal so ein ähnlicher Artikel wie der zwei kommentare weiter oben!!
Viele WM-Besucher wollen wiederkommen
Wissenschaftler der Uni Mainz haben ausländische Gäste befragt - Kaiserslautern schneidet sehr gut ab
Kaiserslautern hat bei den WM-Gästen aus dem Ausland richtig Eindruck hinterlassen. Das geht aus einer Untersuchung der Universität Mainz hervor. Ein Forscherteam hatte an den Spieltagen auf der WM-Meile und im Fan-Camp 1645 Besucher befragt, die der Stadt durchweg hervorragende Noten gaben. Der Sporthistoriker und Olympiaforscher Professor Norbert Müller sagte gestern bei einer Pressekonferenz im Media-Point: „Das sind tolle Ergebnisse, sehr gute Bewertungen, nur Sydney hatte bei den Olympischen Spielen ähnliche Werte."
Auf die offen gestellte Frage, was den Besuchern in Kaiserslautern am besten gefallen habe, gab es ein riesiges Kompliment für die Bürger: Die am häufigsten genannte Antwort lautete „die Anwohner Kaiserslauterns", gefolgt von „Stimmung und Atmosphäre". 88 Prozent der Befragten hatten Kaiserslautern als einen Ort erlebt, an dem man gut feiern kann, 76 Prozent gaben an, Kaiserslautern wieder besuchen zu wollen. Das ist laut Professor Müller „ein super Ergebnis". Als positiv bewerteten die Befragten auch die Sicherheit in der Stadt (69 Prozent urteilten mit sehr gut), das Rahmenprogramm fanden über 80 Prozent der Befragten sehr gut bis gut.
Großes Lob gab es auch für das Fan- Camp am Kniebrech. Professor Müller interpretierte die Angaben so, dass die Einrichtung „in ganz hohem Maße" angenommen wurde. Er zog hier auch einen Vergleich mit einem Fan-Camp im Ruhrgebiet: „Das war sehr viel teurer und hatte zudem einen viel schlechteren Service."
Positiv aufgefallen war dem Forscherteam im direkten Städtevergleich, dass die Gäste in Kaiserslautern generell mit den Preisen auf der WM-Meile und in der Innenstadt zufrieden waren. Viele Gastronomen hätten ihre Preise nicht erhöht. „Das bleibt den Gästen natürlich im Gedächtnis, dass sie hier nicht das Gefühl hatten, finanziell ausgebeutet zu werden", so Professor Müller. Leise Kritik gab es lediglich beim Thema Transport und bei den Preisen für die Unterkunft. Verantwortlich dafür dürften laut Müller die überfüllten Züge sowie überteuerte Hotels in Frankfurt sein.
WM-Koordinator Erwin Saile war von dem positiven Ergebnis für Kaiserslautern begeistert: „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß, dass wir von der Organisation her alles richtig gemacht haben und die internationalen Gäste wie Freunde empfangen wurden." Die Untersuchungen hätten sein Bauchgefühl nicht nur bestätigt, sondern übertroffen. In Gesprächen mit vielen ausländischen Gästen habe sich das so angedeutet, sagte Saile. „Viele haben gesagt, Kaiserslautern sei so schön klein, man rücke zusammen, hier könne man gut feiern." Dass die Kaiserslauterer die Gäste preislich nicht überfordert haben, freute den WM-Koordinator besonders. „Zieht den Leuten das Fell nicht über die Ohren", so habe er im Vorfeld appelliert.
Müller geht davon aus, dass sich aus der WM für die Zukunft touristisch Kapital schlagen lässt. „Deutschland wurde zum ersten Mal als nicht spießig, landschaftlich reizvoll und als nicht überteuert qualifiziert. Da lassen sich auch für Kaiserslautern und die Pfalz wunderbare Pakete schnüren." Mit Kaiserslautern verbinden laut Müller jetzt Menschen in der ganzen Welt positive Erinnerungen. (cla)
Quelle: rheinpfalz/lauterer lokalteil