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Mario Barth mit 70 000 Fans zum Guinness-Rekord

Mika

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Berlin (dpa) - Sie waren alle da: Die "Shopping Queens", die Machos und Biertrinker. Komiker Mario Barth hat am Samstagabend im Berliner Olympiastadion vor 70 000 begeisterten Fans tief in die Klischee-Kiste gegriffen und damit einen Weltrekord erreicht.



Als "Live-Comedian mit den meisten Zuschauern" sicherte sich Barth den Eintrag in das Guinness-Buch. Mit seinen Witzen über das angeblich ewige Unverständnis der Geschlechter wurde der 35-jährige Berliner anderthalb Stunden lang wie ein Popstar gefeiert.



Die Arena war seit Monaten ausverkauft. Mit dem Auftritt ging Barths zweieinhalbjährige Tour "Männer sind primitiv, aber glücklich" zu Ende. Seit Anfang 2006 war er damit durch die Republik getourt. Zwischen Stammtisch und genial daneben - so weit spannt sich das Echo auf die Barth-Witze. Feuilletonisten können noch so bitterböse über die ihrer Meinung nach niveauarmen Gags schreiben. Die Solo-Shows waren mit insgesamt 1,7 Millionen Zuschauern stets ausverkauft.



Der Auftritt im Olympiastadion sollte der krönende Abschluss sein. Dafür wurde reichlich geklotzt: 500 Mann hatten bei den Aufbauarbeiten mitgemacht, das Material war laut Veranstalter in 100 Lastwagen herangeschafft gekommen.

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19 Kameras waren vor Ort, eine davon kreiste im Helikopter über der Arena. Etwa ein Drittel des Publikums stand auf dem mit Metallplatten abgedeckten Fußballfeld.



Nach Philip Carpenter und Culcha Candela als Vorbands kam die Gruppe Silbermond als Überraschung auf die Bühne.Sie müsse eine Wettschuld einlösen, gestand Sängerin Stephanie Kloß. "So was passiert, wenn man mit Mario Barth ein Bier trinkt und sagt, das Olympiastadion kriegst du nie voll", erklärte sie.

Dann spielte sie Lieder, die sich der per Videoleinwand zugeschaltete Barth wünschte. "Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle?" sang Kloß das Wolfgang-Petry-Lied. Zehntausende sangen mit. "Dat is' der Hammer", berlinerte Barth und forderte noch "Live is Life" und "Cheri Cheri Lady" von Modern Talking ein. In der feiernden Menge wurden zwei Frauen ohnmächtig, Sanitäter trugen sie auf Tragen hinaus.



Vor einer Nachbildung des Brandenburger Tors, das wie von Christo und Jeanne-Claude in Planen verhüllt schien, präsentierte Barth dann Geschlechter-Klischees in bewährten Bahnen.



Dauerquatschende Frauen wollen kulinarisch kochen, fahren auch Langstrecken im ersten Gang und verlieren beim Shopping-Kaufrausch stets die Kontrolle. Furzende Männer hingegen wollen beim "Fressen" ihre Ruhe haben. Der Synonym-Wortschatz ist eher rührende Umgangssprache, von "Glühstrom" für betrunken zu Hupen für weibliche Brüste.



Bis auf wenige Nebensätze spulte Barth den gleichen Text herunter wie 2007 in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Die Fans störte es nicht, dass mit Ausnahme der Zugabe nichts Neues kam. Im Gegenteil: Es war wie auf einem Rockkonzert, bei dem schon beim ersten Akkord eines bekannten Songs gejubelt wird.



Am Nachmittag hatte Barth im kleinen Kreis von Jerry Seinfeld erzählt. Der amerikanische Entertainer sei perplex gewesen, als er von seinem Rekordversuch gehört habe. "Der konnte es nicht fassen, dass ein einziger Mann vor so vielen Leuten spielt". Aus den USA stammt auch sein Vorgänger als Rekordhalter. Comedian Chris Rock hatten im Mai in London 15 900 Besucher gesehen. Es sei vermutlich einmalig, dass eine Zuschauer-Bestmarke mehr als vervierfacht wurde, sagte ein Sprecher vom Guinness-Buch.

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Als Barth am Abend dann ein Bad in der Menge nahm, erklang aus 300 Boxen das Harald-Juhnke-Lied "Mensch Berlin". Das hatte er zusammen mit dem Jazzpianisten Paul Kuhn aufgenommen.



quelle: web.de



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über suche hab ich nix über barth gefunden....
 
in deim alter verliert man halt den geschmack für guten,witzigen humor..
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*urlaub*
 
Ich finde, dass man ihn sich mal anhören kann, aber auf dauer erzählt er halt immer wieder das gleiche;-)
 
Ich finde, dass man ihn sich mal anhören kann, aber auf dauer erzählt er halt immer wieder das gleiche;-)


Eben und ich glaube das Geheimnis seines Erfolges ist einfach, dass seine Pointen so vorraussehbar sind, dass jeder denkt er hätte selbst das Talent zum Komiker...
 
in der tip stand diese woche ein - wie ich finde - perfekt treffender artikel zu dem auftritt gestern (übrigens unter der überschrift "fresst scheiße, millionen fliegen können nicht irren", die sie online leider weggelassen haben):



Mario Barth im Olympiastadion



Mario Barth, das Furzkissen unter den Komikern, füllt im Alleingang das Olympiastadion, um einen Komiker-Weltrekord aufzustellen




Es war knallorange, und vorne kam viel heiße Luft raus. Ein Furzkissen. In den 80er Jahren lag es einem "Yps"-Heft als Gimmick bei. Es war die Zeit, in der auch Mario Barth ein Kind war. Wahrscheinlich hatte er eins. Denn heute trägt er ein T-Shirt in Furzkissenfarbe und macht darin Witze auf Furzkissenniveau: schlicht. "Yps" gibt es nicht mehr, aber Mario Barth ist Deutschlands erfolgreichster Comedystar.



Zum Abschluss der Tournee mit seinem zweiten Programm "Männer sind primitiv - aber glücklich" tritt er jetzt im Olympiastadion auf. Vor 75.000 Menschen. Barth darf als erster Komiker vor ausverkauften Stadionrängen auftreten. Vor ihm haben das nur Adolf Hitler (Eröffnungsfeier), Hertha BSC (Heimspiele) und die Zeugen Jehovas (Massentaufen) geschafft. Wie bei diesen dreien herrscht auch bei Barths Auftritten eine sektenhafte Massenhysterie.



Der gebürtige Mariendorfer ist so was wie der Humordemagoge unter den deutschen Witze-Erzählern: schlichter Satzbau ("Staubsauger: müüühhhh. Püpü!"), ständiges Wiederholen und Rangeschmeiße: ("Kennste, wa? Kennste?") und der Appell an niederste Instinkte. Barth ist die "Bild"-Zeitung unter den deutschen Witze-Erzählern: hohe Auflage, unterstes Niveau.



Was er da über die Bühne hopsend in seinen silbernen Mikrofonphallus quiekt, ist von dumpfester Piefigkeit: Herrenwitz reloaded. Er macht Witze über Werkzeug und Handtaschen. Darüber, dass seine Freundin (und damit alle Frauen) nicht einparken kann, nur zu zweit aufs Klo geht und bei "Titanic" weint ("Pipi in den Augen"). Zoten aus der tiefsten Mottenkiste der Geschlechterklischees. Zweieinhalb Stunden dauert sein Programm, nach zwei Minuten will man schon duschen gehen.



Quelle: tip-berlin.de
 
Zum Tip-berlin-Artikel:

Finde den Vergleich mit Adolf Hitler, Hertha BSC, den Zeugen Jehovas und Mario Barth total daneben. Soll das lustig sein?



So sehr mich Mario Barth auch nervt, aber dass ihn jetzt jeder Journalist zum Oberproll degradiert, nervt mich mittlerweile auch. Sollen die Leute doch ihren Spaß haben, muss sich ja keiner anschauen. Läuft schließlich noch genügend anderes primitives Zeugs im Fernsehen. Mario Barth ist aus meiner Sicht nur die Spitze des Eisbergs.
 
Zum Tip-berlin-Artikel:
Finde den Vergleich mit Adolf Hitler, Hertha BSC, den Zeugen Jehovas und Mario Barth total daneben. Soll das lustig sein?



So sehr mich Mario Barth auch nervt, aber dass ihn jetzt jeder Journalist zum Oberproll degradiert, nervt mich mittlerweile auch. Sollen die Leute doch ihren Spaß haben, muss sich ja keiner anschauen. Läuft schließlich noch genügend anderes primitives Zeugs im Fernsehen. Mario Barth ist aus meiner Sicht nur die Spitze des Eisbergs.


Es ist ja kein Vergleich, sondern schlichtweg eine Aufzählung derer, die es bisher geschafft haben das Olympiastadion auszuverkaufen... Also eine Verstärkung des Phänomens...
 
Es ist ja kein Vergleich, sondern schlichtweg eine Aufzählung derer, die es bisher geschafft haben das Olympiastadion auszuverkaufen... Also eine Verstärkung des Phänomens...


Eine objektive Aufzählung der Veranstaltungen die das Berliner Olympiastadion voll bekommen haben wäre wohl deutlich länger. Das DFB-Pokal-Endspiel, die Fußball-WM und die Leichtathletik-Veranstaltungen ISTAF kommen mindestens dazu.



Eine "sektenhafte Massenhysterie" als Gemeinsamkeit von Nazideutschland, Hertha BSC, Mario Barth und den Zeugen Jehovas, ist aus meiner Sicht einfach an den Haaren herbeigezogen. Speziell den Hitler-Vergleich lehne ich persönlich einfach grundsätzlich ab.
 
Eine objektive Aufzählung der Veranstaltungen die das Berliner Olympiastadion voll bekommen haben wäre wohl deutlich länger. Das DFB-Pokal-Endspiel, die Fußball-WM und die Leichtathletik-Veranstaltungen ISTAF kommen mindestens dazu.


Eine "sektenhafte Massenhysterie" als Gemeinsamkeit von Nazideutschland, Hertha BSC, Mario Barth und den Zeugen Jehovas, ist aus meiner Sicht einfach an den Haaren herbeigezogen. Speziell den Hitler-Vergleich lehne ich persönlich einfach grundsätzlich ab.


ja da hast du schon recht. da ist der autor ein wenig übers ziel hinausgeschossen.
 
Es ist ja kein Vergleich, sondern schlichtweg eine Aufzählung derer, die es bisher geschafft haben das Olympiastadion auszuverkaufen... Also eine Verstärkung des Phänomens...




man kann es auch als eine aufzählung aller komiker lesen, die das stadion bisher ausverkaufen konnten - trifft auf alle vier erwähnten voll zu.
 
man kann es auch als eine aufzählung aller komiker lesen, die das stadion bisher ausverkaufen konnten - trifft auf alle vier erwähnten voll zu.


habe es beim lesen auch zuerst so verstanden. ob hitler der bezeichnung 'komiker' voll und ganz gerecht wird bzw. wurde, darüber lässt sich sicherlich streiten.



nichtsdestotrotz kein artikel, der mich vom hocker gehauen hat. da waren die bilder bei rtl exclusiv gegen 18.00' um einiges aufschlussreicher
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