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SCHIEDSRICHTER: FIFA beurteilt drei besser
Finale: Vierkampf für Markus Merk
1 Bei der WM in Japan und Südkorea vor vier Jahren hätte Dr.
Markus Merk ( Foto) mit Sicherheit das Finale geleitet – wenn es die deutsche Mannschaft nicht erreicht hätte. Nach der Niederlage gegen Italien wäre jetzt der Weg für den 44- Jährigen frei. Aber es ist nicht sicher, ob er nominiert wird.
Zwölf Schiedsrichter- Teams hat die FIFA nach dem Achtelfi nale behalten. Drei von ihnen haben in der internen Beurteilung des Weltverbandes während des Turniers besser abgeschnitten als Merk. Der Argentinier Horacio Elizondo, Luis Medina Cantalejo aus Spanien und Lubos Michel, der übrigens bald ins Parlament der Slowakei einziehen wird. Gestern führte der 14- köp* fi ge Ausschuss unter Vorsitz des Spaniers Angel Maria Vilar Llona, eines ehemaligen Torhüters von Real Madrid, am Rande des Spiels Portugal gegen Frankreich erste Gespräche. Am heutigen Donnerstag soll die Entscheidung fallen, wer das Endspiel leiten wird. Gegen Merk spricht, dass er in der WM- Rangliste Nummer vier ist und beim Elfer Ghanas gegen die USA ( 2: 1) falsch lag. Doch es gibt auch gehaltvolle Argumente für ihn.
Medina Cantalejo ( Brasilien – Frankreich), Michel ( Deutschland – Argentinien) und Elizondo ( Portugal – England) hatten nach der Reduzierung Mitte vergangener Woche bereits wieder ein Spiel, der Deutsche nicht. Warum sollte man den Weltschiedsrichter der Jahre 2004 und 2005 weiter im Camp behalten, ohne ihn einzusetzen – andere aber dagegen zweimal? Elizondo, der bei seinem Viertelfi nale eine hervorragende Leistung zeigte und trotz des Platzverweises für Wayne Rooney nicht einmal von der englischen Boulevardpresse kritisiert wurde, leitete zudem bereits den Auftakt Deutschland gegen Costa Rica. Es wäre eine extrem hohe Ehre, die in der WM- Geschichte noch keinem Unparteiischen zuteil wurde, ihm auch noch das Endspiel zu geben.
Pluspunkte für Merk sind weiterhin seine Leistungen in bedeutenden Partien der jüngeren Vergangenheit. Im Finale der EURO 2004 war er ebenso souverän ( kicker* Note 1) wie in dem der Champions League 2003 ( kicker- Note 2) . Merk: „ Ich kann diese Entscheidung jetzt nicht mehr beeinfl ussen. Deswegen mache ich mir auch keinen Kopf.“ THOMAS ROTH
Quelle: Kicker
Finale: Vierkampf für Markus Merk
1 Bei der WM in Japan und Südkorea vor vier Jahren hätte Dr.
Markus Merk ( Foto) mit Sicherheit das Finale geleitet – wenn es die deutsche Mannschaft nicht erreicht hätte. Nach der Niederlage gegen Italien wäre jetzt der Weg für den 44- Jährigen frei. Aber es ist nicht sicher, ob er nominiert wird.
Zwölf Schiedsrichter- Teams hat die FIFA nach dem Achtelfi nale behalten. Drei von ihnen haben in der internen Beurteilung des Weltverbandes während des Turniers besser abgeschnitten als Merk. Der Argentinier Horacio Elizondo, Luis Medina Cantalejo aus Spanien und Lubos Michel, der übrigens bald ins Parlament der Slowakei einziehen wird. Gestern führte der 14- köp* fi ge Ausschuss unter Vorsitz des Spaniers Angel Maria Vilar Llona, eines ehemaligen Torhüters von Real Madrid, am Rande des Spiels Portugal gegen Frankreich erste Gespräche. Am heutigen Donnerstag soll die Entscheidung fallen, wer das Endspiel leiten wird. Gegen Merk spricht, dass er in der WM- Rangliste Nummer vier ist und beim Elfer Ghanas gegen die USA ( 2: 1) falsch lag. Doch es gibt auch gehaltvolle Argumente für ihn.
Medina Cantalejo ( Brasilien – Frankreich), Michel ( Deutschland – Argentinien) und Elizondo ( Portugal – England) hatten nach der Reduzierung Mitte vergangener Woche bereits wieder ein Spiel, der Deutsche nicht. Warum sollte man den Weltschiedsrichter der Jahre 2004 und 2005 weiter im Camp behalten, ohne ihn einzusetzen – andere aber dagegen zweimal? Elizondo, der bei seinem Viertelfi nale eine hervorragende Leistung zeigte und trotz des Platzverweises für Wayne Rooney nicht einmal von der englischen Boulevardpresse kritisiert wurde, leitete zudem bereits den Auftakt Deutschland gegen Costa Rica. Es wäre eine extrem hohe Ehre, die in der WM- Geschichte noch keinem Unparteiischen zuteil wurde, ihm auch noch das Endspiel zu geben.
Pluspunkte für Merk sind weiterhin seine Leistungen in bedeutenden Partien der jüngeren Vergangenheit. Im Finale der EURO 2004 war er ebenso souverän ( kicker* Note 1) wie in dem der Champions League 2003 ( kicker- Note 2) . Merk: „ Ich kann diese Entscheidung jetzt nicht mehr beeinfl ussen. Deswegen mache ich mir auch keinen Kopf.“ THOMAS ROTH
Quelle: Kicker