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Mindestlohn--Was ist eure Meinung?

Mindestlohn---eure Meinung?

  • Wir brauchen einen Mindestlohn von min. 10 €

    Stimmen: 12 36,4%
  • Wir brauchen einen Mindestlohn zwischen 7 und 9 €

    Stimmen: 10 30,3%
  • Ich bin gegen einen Mindestlohn weil er Arbeitsplätze vernichtet

    Stimmen: 7 21,2%
  • Ich bin gegen einen Mindestlohn,aber für Belohnungen von Unternehmen die Mindestlöhne zahlen!

    Stimmen: 4 12,1%

  • Umfrageteilnehmer
    33

Moseltaucher

Active Member
Mindestlohn---sozial Gerecht?



Ich bin gerade dabei mir Knackpunkte der Wahlprogramme der deutschen Partien anzusehen und die Linke sowie die SPD fordern:,, Menschenwürdige Bezahlung durch einen flächendekenden Mindestlohn".



SPD: 7,50 € die Stunde.

Linke: 10,00 € die Stunde.



Doch es gibt da verschiedene Ansichten und ich bin am zweifeln.



Hier einmal die PRO MINDESTLOHN-Seite:



Die Spd und die Linke fordern einen gesetzlichen Mindestlohn, damit Menschen gerecht entlohnt werden! In anderen Ländern wie Frankreich(8,75 €), Luxemburg (9,20€) gibt es diesen Mindestlohn ebenfalls, es wäre sozial gerecht.



Doch dann gibt es auch die CONTRA MINDESTLOHN-Seite: (CDU;FDP...)





CSU Arbeistministerin meint: ,, Gesetzlicher Mindestlohn würde Arbeitsplätze vernichten - im Niedriglohnsektor droht Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland "Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn würde bei uns in Deutschland Arbeitsplätze vernichten und die Tarifhoheit aushebeln. Gerade im Niedriglohnsektor wird die Arbeitsverlagerung ins Ausland und damit der Arbeitsplatzabbau beschleunigt."





Passend dazu eine Studie die besagt das bei enem Mindestlohn von 10€ in Deutschland 1,9 Millionen Arbeitsplätze in Gefahr wären,bei einem 7,50€ Mindestlohn wären es 1,1 Millionen



http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EC2141831754A4A0DAE3832338B123607~ATpl~Ecommon~Scontent.html



Mal ein Gedankensprung:



Ich stelle mir ein Unternehmen vor indem 30.000 Arbeiter beschäftigt sind, die alle 4 € die Stunde bekommen.Diese Firma hat leichte Probleme und kommt gerade so über die Runden(leichte Gewinne)Nun kommt ein gesetzlicher Mindestlohn von 8 €.Das heißt das Unternehmen muss plötzlich das doppelte bezahlen....doch das Unternehmen kann das nicht da es nur gerade so rundkommt.Was macht so ein Unternehmen? Entweder es entlässt 15.000 Arbeiter damit die Ausgaben gedeckt wären,das würde bedeuten das Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren damit andere gerechtere Löhne bekommen.Und da dieses Unternehmen viel produzieren muss um zu überleben, müssen die 15.000 die weiterhin bleiben mehr arbeiten und Überstunden schieben.Das Unternehmen hätte massive Probleme zu bestehen,

da logischerweise langsamer und vill sogar schlechter produziert werden könnte.



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Doch was ist nun wirklich sozial Gerecht? Das Menschen in der Krise gerecht entlohnt werden, oder das man Arbeistplätze in der Krise und nach der Krise sichert indem Betriebe nicht so viel zahlen müssen?





Meine Idee:



Ich denke sozial gerechter wäre es, Unternehmen die sich verpflichten mehr als 7,50 € die Stunde zu zahlen, staatlich zu subventionieren, oder?



bin gespannt was ihr meint
 
Schwieriges Thema. Es ist eine Sauerei, dass manche Leute so wenig verdienen, dass sie noch staatliche Unterstützung benötigen! Aus dieser Sicht ist ein Mindestlohn eine gute Sache. Schlecht ausgeführt jedoch gefährlich. Weniger bei den großen Firmen, ich denke da eher an die kleinen. Gerade bei einem Bäcker oder einem Friseur. Möglich wäre für diese auch eine Preissteigerung, was gerade für Geringverdiener schlimm wäre. So gesehen könnte gut gemeint für die kleinen Leute, schlecht gemacht bedeuten.

Anstatt einfach eine Zahl zu nennen, sollte man eine Kommission entscheiden lassen, was der optimale Mindestlohn zur jetzigen Zeit wäre, welchen man in einem Wirtschaftswachstum nochmals anheben sollte.
 
im Niedriglohnsektor droht Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland "Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn würde bei uns in Deutschland Arbeitsplätze vernichten und die Tarifhoheit aushebeln. Gerade im Niedriglohnsektor wird die Arbeitsverlagerung ins Ausland und damit der Arbeitsplatzabbau beschleunigt.


In welchen Bereichen wird den ein Niedriglohn gezahlt? Putzfrauen, Wachdienste, Friseure...glaub kaum, dass sowas ins Ausland verlagert werden kann.
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Verdienen die Leute mehr, können sie auch mehr ausgeben (Sparquoten unter den Niedrigverdienern werden wohl nicht allzu hoch sein, die leben von der Hand in den Mund)...was wiederum Arbeitsplätze schafft.



Studien gibts wie Sand am Meer...guck dazu vllt auch mal auf den Seiten der Friedrich Ebert Stiftung (EDIT: Nicht Ebert, sondern Böckler: z.b. hier: http://www.boeckler.de/320_87122.htmlhttp://www.boeckler.de/320_87122.html). Glaub die haben in dem Bereich ziemlich gute Studien.



Wenn ich mal mehr Zeit habe, kann ich dir auch Studien schicken und noch mehr Argumente pro Mindestlohn nennen. Habe dafür mal was für die Uni gemacht. Natürlich nur, falls du magst
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http://www.zeit.de/2007/20/Polen-Ausbeutunghttp://www.zeit.de/2007/20/Polen-Ausbeutung



So sieht die Wirklichkeit aus. Polnische Zeitarbeiter, die keinem Mindestlohn unterliegen. Egal wie es gesetzlich geregelt wird, es gibt dort immer Schlupflöcher, egal ob das Ganze dann als Praktikum oder Übungsleiter berechnet wird oder es eben übers Ausland geht. Solange es billigere Arbeitskräfte gibt, wird das Ganze nicht funktionieren. Außerdem ich persönlich hab auch einige Zeit für 5,5 € in meiner Schulzeit und danach gearbeitet - War korrekt und es haben auch richtige Arbeitnehmer neben ihrem normalen Job zusätzlich gemacht, natürlich 95 % Ausländer - soviel meine persönliche Erfahrung zum Thema Fleiß - aber das ist ein anderes Thema.
 
Hier in Dänemark gibt es einen gesetzlich geregelten Mindestlohn von umgerechnet etwa 14,50 Euro. Ich glaube daß dieser dazu beiträgt eine sichere und homogene Gesellschaft zu schaffen, so daß es kaum richtig Arme gibt. Allerdings gibt's in Dänemark - anders als in Deutschland - auch kaum Schwerindustrie bzw. ähnlich gefährdete Branchen, also kann ich schon sehen daß man die Länder nicht miteinander vergleichen kann. Aber generell bin ich der Meinung daß ein relativ großer Mindestlohn von Vorteil ist, vor allem weil man damit die Schaffung einer Unterschicht, die überhaupt nix hat, vermeidet.
 
http://www.zeit.de/2007/20/Polen-Ausbeutunghttp://www.zeit.de/2007/20/Polen-Ausbeutung


So sieht die Wirklichkeit aus. Polnische Zeitarbeiter, die keinem Mindestlohn unterliegen. Egal wie es gesetzlich geregelt wird, es gibt dort immer Schlupflöcher, egal ob das Ganze dann als Praktikum oder Übungsleiter berechnet wird oder es eben übers Ausland geht. Solange es billigere Arbeitskräfte gibt, wird das Ganze nicht funktionieren. Außerdem ich persönlich hab auch einige Zeit für 5,5 € in meiner Schulzeit und danach gearbeitet - War korrekt und es haben auch richtige Arbeitnehmer neben ihrem normalen Job zusätzlich gemacht, natürlich 95 % Ausländer - soviel meine persönliche Erfahrung zum Thema Fleiß - aber das ist ein anderes Thema.


Die 80-Stunden Woche 1874 war auch ein Zeichen von Fleiß.
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Stand erst gestern ein Artikel in der FR: "Armut gefährdet die Demokratie".



Ich sehe lieber ein paar wenige Schlupflöcher, als Löhne, die nicht mehr zum Leben reichen. Als Kinder, die nicht in Vereinen und generell am gesellschaftlichen Leben (kleines Geschenk zum Kindergeburtstag mitbringen etc.) teilnehmen können, weil ihre Eltern sich das nicht leisten können. Und ich bin der Auffassung, dass das nicht unbedingt was mit Fleiß zu tun hat, sondern mit sozialer Gerechtigkeit. Mit Menschenwürde.



Und schließlich gibt es auch die Diskussion eines europaweiten Mindestlohns. Natürlich nicht überall gleich hoch, sondern kaufkraftbereinigt. Das wäre in meinen Augen mal eine lohnende Aufgabe für die EU. Und das kann man auch so gestalten, dass die ärmeren Länder in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung nicht gehemmt werden und gegenüber den reichen Ländern aufholen können.
 
sozialer Gerechtigkeit ... Menschenwürde


Zwei ganz zentrale Punkte bei dieser Debatte!

Die gerechte Entlohnung von ehrlicher Arbeit ist eine Frage der Menschenwürde.



Und auch das, was daneteufel schreibt, ist für mich - auch wenn man Dänemark nicht einfach mit Deutschland vergleichen kann - ein wichtiges Indiz dafür, dass die Diskussion um den Mindestlohn absolut gerechtfertigt ist.



Das Rumgheule, dass hiermit angeblich Arbeitsplätze vernichtet werden, ist für mich in vielen Teilen nur ein Reflex der Arbeitgeber/Industrie bei dieser und ähnlich gelagerten Diskussionen. Manchmal habe ich den Eindruck, dieser Kaste wäre es am allerliebsten, der gemeine Arbeitnehmer brächte noch Geld mit anstatt welches zu verlangen.
 
Meine Idee:


Ich denke sozial gerechter wäre es, Unternehmen die sich verpflichten mehr als 7,50 € die Stunde zu zahlen, staatlich zu subventionieren, oder?



bin gespannt was ihr meint


Kein uninteressanter Gedanke. Zumal es momentan ja genau umgekehrt ist: Unternehmen bzw.Branchen, die Dumpinglöhne zahlen, welche Vollzeitbeschäftigten nicht zum Leben reichen, kalkulieren ja die staatliche Hilfe zum Lebensunterhalt des Beschäftigten mit ein - und erhalten sich somit ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Rücken der Allgemeinheit.

Ob deine Idee allerdings volkswirtschaftlich gesehen realisierbar ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber wie wäre es z.B. mit einer Art Gütesiegel für Unternehmen, die menschenwürdige Löhne zahlen?
 
Ich persönlich bin dem Mindestlohn nicht abgeneigt. Nur man sollte, das Ganze von der Wirkung her nicht überschätzen. Es wird immer Mittel und Wege geben (vorwiegend übrigens für große Firmen angetrieben von Renditestreben) dieses zu umgehen.



Das Problem des Ganzen ist doch, dass eine Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns doch egal wie hoch der dann ausfällt ein richtungsweisender Schritt ist, mit der Folge dass die Politik diesen dann regelmäßig als Wahlkampfinstrument mißbraucht. Somit wäre dann ein Mindestlohn von 6-7 € (die Spanne halte ich für sinnvoll) sehr schnell weit überschritten.



Bezüglich Studien: Das ist eine politische Lagerfrage, die zudem noch auf eine sehr komplexe Volkswirtschaft Deutschlands untersucht wird. Es gibt Studien zu diesem Thema wie Sand am Meer, man sollte sich hierbei hüten die Ergebnisse einer Studie als bahnbrechend hinzustellen.



Ich persönlich halte ihn prinzipiell für richtig, das Problem des Ganzen sehe ich im nahliegenden Mißbrauch. - Gespaltene Meinung bei mir. - Insgesamt will ich allerdings drauf hinweisen, dass diese schöne Vorstellung alle verdienen mindestens diesen Lohn eine Utopie ist (Tönnies).





Anbei noch zu Moseltauchers Idee. Ich persönlich bin immerr subventionskritisch - halte die Einführung eines starken Labels für ne gute Idee. Man sollte von der Bundesregierung aus ein Label ("Deutschlandfreundlich") einführen. Dabei sollen starke Kriterien eingeführt werden, um dieses zu bekommen und vor allem vielschichtige Kriterien eine Rolle spielen: (Steuerzahlungen, Ausbildungsfreundlichkeit, gerechte Entlohnung, Sicherheit am Arbeitsplatz, Umweltfreundlichkeit, Nachhaltige Unternehmenspolitik, Sicherung einheimischer Arbeitsplätze) - klingt vielleicht bisschen nationalistisch, aber ist das nicht auch die Mindestlohndebatte ?
 
Ein schwieriges Thema. Ich bin zwar bekennender Anhänger des bürgerlichen Lagers, bin jedoch in dieser Frage auch der Meinung, dass man langfristig nicht um einen gesetzlichen Mindestlohn herumkommt.



Wir haben in Deutschland das Problem, dass wir für geringqualifizierte Menschen, zu denen rein statistisch und aufgrund der Bildungsmisere schon bald auch Menschen mit Hauptschulabschluss gehören werden oder schon gehören, nur Arbeitsplätze haben, die zum Teil richtig schlecht bezahlt sind.



Auch unter diesen Menschen gibt es viele hoch anständige und fleißige Leute, die sich den Arsch aufreißen, um über die Runden zu kommen. Politisch wäre es daher das falsche Signal, keinen Mindestlohn einzuführen. Der Staat ist durch das Grundgesetz verpflichtet, Rahmenbedingungen zu schaffen, die seinen Bürgern menschenwürdige Lebensumstände sichern.

Bei Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern streckt sich der Staat meiner Meinung nach finanziell sehr, um diese Lebensumstände sicherzustellen (Ich weiß, dass man darüber auch streiten kann, aber darum gehts hier ja jetzt nicht). Daher muss er zumindest versuchen, durch gesetzliche Rahmenbedingungen wie einen Mindestlohn sicherzustellen, dass diejenigen, die arbeiten gehen wollen und fleißig sind, nicht am Ende weniger Geld haben als diejenigen, die nicht arbeiten wollen oder nicht arbeiten können.



Ansonsten kommen sich die Menschen nämlich verarscht vor.



Zudem muss ein Mindestlohn nicht zwingend bedeuten, dass Arbeitsplätze vernichtet werden. Wenn der Staat den Unternehmen an anderer Stelle finanziell entgegenkommt - Senkung der Gewerbesteuer z.B., dann können die Unternehmen die Mehrkosten, die durch den Mindestlohn verursacht werden, an anderer Stelle wieder einsparen.

Zudem hätte der Staat gerade jetzt in der Krisenzeit auch ein moralisches Argument in der Hand. Wenn er den Unternehmen, die unverschuldet in Not geraten sind (Opel) mit Mrd.Krediten behilflich ist, und so zeigt, dass er seiner Verantwortung gegenüber der Wirtschaft gerecht wird, dann ist der Zeitpunkt, selbiges gegenüber der Wirtschaft einfordern zu können, vielleicht gerade recht günstig.

Eine Hand wäscht da die andere. Da unser Bildungssystem momentan zu marode ist, um die bestehenden Umstände aufzufangen und zudem zwischen denjenigen die arbeiten und denen, die nicht arbeiten v.a. im Niedriglohnsektor eine gewisse Ungerechtigkeit besteht, muss meiner Meinung nach ein Mindestlohn her.



Allerdings niemals 10 €, wie von der Linken gefordert - denn SOWAS vernichtet wirklich Arbeitsplätze. Da muss mit Augenmaß und Einfallsreichtum gearbeitet werden.
 
Anbei noch zu Moseltauchers Idee. Ich persönlich bin immerr subventionskritisch - halte die Einführung eines starken Labels für ne gute Idee. Man sollte von der Bundesregierung aus ein Label ("Deutschlandfreundlich") einführen. Dabei sollen starke Kriterien eingeführt werden, um dieses zu bekommen und vor allem vielschichtige Kriterien eine Rolle spielen: (Steuerzahlungen, Ausbildungsfreundlichkeit, gerechte Entlohnung, Sicherheit am Arbeitsplatz, Umweltfreundlichkeit, Nachhaltige Unternehmenspolitik, Sicherung einheimischer Arbeitsplätze) - klingt vielleicht bisschen nationalistisch, aber ist das nicht auch die Mindestlohndebatte ?


Find's überhaupt nicht nationalistisch, allerdings habe ich die Befürchtung dass ein solches "Label" nur von den ganz grossen Fischen erstrebt werden würde - mittelgrosse und kleinere Unternehmen würden sich wahrscheinlich recht wenig darum scheren (weil wohl einige ausgaben damit verbunden sind, während das Resultat so was luftiges wie goodwill und ein positives image ist), weshalb manche arbeitnehmer nach wie vor sehr wenig verdienen würden.

Kann auch sein dass ich in solchen Fällen einfach zu skandinavisch bin, denn hier versucht man alles durch Gesetze zu regulieren
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Wir hatten mal ne polnische Putzfrau, die meinte Dänemark wäre schon mehr sozialistisch als Polen es jemals war. Hier funktioniert's halt, aber ich sehe auch schon dass dieses Modell nur in kleinen (europäischen!) Staaten mit einer relativ homogenen Bevölkerung funktioniert (Norwegen, Schweden, Dänemark wie gesagt und zum Teil Holland). In den grossen Ländern Europas (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien vor allem) sieht's ja mehr oder weniger gleich aus, einfach wegen der grössen und der Bevölkerung. Deswegen glaube ich nicht dass man in solchen Ländern ein ähnliches System erreichen wird - trotzdem würde ich schon einen Mindestlohn von 10 Euro einführen, da ich der Überzeugung bin dass so was auf Dauer die Kriminalität und sozialen Unterschiede mindern würde.
 
Arbeit muss sich lohnen, die Ausbeutung im Niedriglohnsektor ist menschenunwürdig. Ich bin für einen Mindestlohn von mind.10 Euro nach dem Vorbild Dänemarks.



Da der Niedriglohnsektor so gut wie nur Dienstleistungen betrifft, kann man die Studie zum Abbau von Arbeitsplätzen in die Tonne kloppen.



Am vernünftigsten wäre natürlich ein EU-weiter Mindestlohn der sich am Durchschnittseinkommen des jeweiligen Landes orientiert (z.Bsp. 30%) und über die Jahre EU-weit angepasst wird.
 
Obwohl den Mindestlohn-Parteien nicht gerade nahestehend, bin ich trotzdem eher Pro Mindestlohn. Da ich einfach der Meinung bin, dass wenn jemand Vollzeit arbeitet (40 Stunden Woche) er von dem verdienten Geld auch Leben können muß. Alles andere ist meiner Meinung nach Ausbeutung.



Übrigens, Mindestlöhne dann am besten gleich auf EU Ebene, wie ja auch schon jemand anderes hier geschrieben hat.
 
Wer zahlt den Mindestlöhne?

Zeitarbeiter Firmen!

Alle andere bekommen Tariflöhne.

Diese Zeitarbeiter Firmen müssen verboten werden.

Ebenso die Zeitverträge wo 2 Jahre gehen und sogar länger.



3 Monate Probezeit dann Festvertrag um Tariflohn.

Alles andere ist Mist.

Wir sind inzwischen soweit, dass Festverträge gekündigt werden und die Leute dann wieder über eine Zeitarbeiterfirma wirde in den Betrieb kommen.

Natürlich zu Mindestlohn.



Der Mindestlohnacht unsere Wirtschaft kaputt.

Es darf nur Tariflohn geben!
 
Tariflöhne werden jedoch nicht in allen Branchen gezahlt, sondern nur in jenen in denen die Gewerkschaften so weit organisiert sind, dass sie als Verhandlungspartner einen Tariflohn aushandeln können.



Mindestlohn also als letztes Netz, gespannt, um Dumpinglöhne zu verhindern.
 
@ Jonny

Das ist schon klar.

Aber welche Brachen zahlen keine Tariflöhne?

In der Regel doch Zeitarbeiter Firmen.



Wir leben in einer Zeit wo eine Firma einen Supermanger mit 12 Mio im Jahr bezahlt, und Leute am Band stehen die 7,50 Euro die Stunde verdienen.



Und hier sind die Politiker noch Stolz, dass sie so einen Super Lohn für dem Mann (Frau) am Band durchgesetzt haben.
 
Ein sehr interessantes Thema. Ich bekenne mich auch eher zu dem politischen Lager, die Mindestlöhne ablehnen, allerdings bin ich bei dieser Sache geteilter Meinung.

Ich lerne gerade für eine Klausur, die unter anderem Mindestlöhne zum Thema hat.

Ich weiß nicht, ob schon alle Argumente hier genannt wurden, schreibe trotzdem mal meine Pro- und Contra-Argumente.



Pro:

-Sicherung der Grundbedürfnisse und Lebensstandard

-In fast allen EU-Mitglied-Staaten gibt es bereits einen Mindestlohn, ohne negative Auswirkungen auf die Beschäftigung

-Höhere Löhne steigern die Kaufkraft --> Nachfrage steigt --> neue Arbeitsplätze

-Wenn auch Konkurrenz höhere Löhne zahlen muss, bleibt die Wettbewerbsfähigkeit erhalten

-Preiskampf würde Riegel vorgeschoben (insbesondere Bauwirtschaft, Gebäudereinigung, Zeitarbeit)

-Die Gefahr, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden sehen Gewerkschaften nicht, Dienstleistungen und Institutionen lassen sich nicht verlagern.



Contra:

-Mindestlöhne steigern Jobkosten --> Arbeitsplätze werden eher abgebaut, als neue zu schaffen. Vorallem für Geringqualifizierte.

-Unternehmen werden gezwungen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern

-fördert die Schwarzarbeit

-ALG II ist faktisch ein Mindestlohn

-Mindestlöhne brauchen Kontrolle --> verursacht Kosten und Bürokratie

-Mindestlöhne belasten vorallem kleinere Unternehmen. Größere Unternehmen haben versch. Möglichkeiten auf Mindestlöhne zu reagieren.

-der Arbeitsmarkt muss frei von staatlichen Einschränkungen sein. Arbeitsverträge auszuhandeln ist eine Angelegenheit zw. Unternehmer und Mitarbeiter

-Anreiz für Schulabbrecher



Das ist jetzt natürlich sehr stichpunktartig, allerdeings merkt man, dass sich einige Punkte widersprechen. Ich denke, dass die Diskussion Mindestlöhne auf kein brauchbares Ergebnis kommt, bis man es nicht ausprobiert.
 
@ daso



Verstehe ich nicht ganz

Grundbedürfnisse sind gedeckt!

Das bedeutet,

kein neues Auto,

kein neuer Fernseher,

kein Geld für Urlaub.

Es ist nur Geld da um zu überleben.

Sollte die Waschmaschiene kaputt gehen sieht es schon Sch*** aus.



Wenn Firmen sich gezwungen fühlen ins Ausland zu gehen, sollen für diese Firmen so viel Zoll erhoben werden, dass es sich die Sache 2 mal überlegen.
 
Ein sehr interessantes Thema. Ich bekenne mich auch eher zu dem politischen Lager, die Mindestlöhne ablehnen, allerdings bin ich bei dieser Sache geteilter Meinung.
Ich lerne gerade für eine Klausur, die unter anderem Mindestlöhne zum Thema hat.

Ich weiß nicht, ob schon alle Argumente hier genannt wurden, schreibe trotzdem mal meine Pro- und Contra-Argumente.



Pro:

-Sicherung der Grundbedürfnisse und Lebensstandard

-In fast allen EU-Mitglied-Staaten gibt es bereits einen Mindestlohn, ohne negative Auswirkungen auf die Beschäftigung

-Höhere Löhne steigern die Kaufkraft --> Nachfrage steigt --> neue Arbeitsplätze

-Wenn auch Konkurrenz höhere Löhne zahlen muss, bleibt die Wettbewerbsfähigkeit erhalten

-Preiskampf würde Riegel vorgeschoben (insbesondere Bauwirtschaft, Gebäudereinigung, Zeitarbeit)

-Die Gefahr, dass Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden sehen Gewerkschaften nicht, Dienstleistungen und Institutionen lassen sich nicht verlagern.



Contra:

-Mindestlöhne steigern Jobkosten --> Arbeitsplätze werden eher abgebaut, als neue zu schaffen. Vorallem für Geringqualifizierte.

-Unternehmen werden gezwungen Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern

-fördert die Schwarzarbeit

-ALG II ist faktisch ein Mindestlohn

-Mindestlöhne brauchen Kontrolle --> verursacht Kosten und Bürokratie

-Mindestlöhne belasten vorallem kleinere Unternehmen. Größere Unternehmen haben versch. Möglichkeiten auf Mindestlöhne zu reagieren.

-der Arbeitsmarkt muss frei von staatlichen Einschränkungen sein. Arbeitsverträge auszuhandeln ist eine Angelegenheit zw. Unternehmer und Mitarbeiter

-Anreiz für Schulabbrecher



Das ist jetzt natürlich sehr stichpunktartig, allerdeings merkt man, dass sich einige Punkte widersprechen. Ich denke, dass die Diskussion Mindestlöhne auf kein brauchbares Ergebnis kommt, bis man es nicht ausprobiert.


seh guter Beitrag der wirklich meine Gedankensprünge aufweist...ich bin mir halt auch nicht sicher was jetzt ,,sozialer" ist.



Wobei ich dir in 2 Contra-Punkten widersprechen muss,denn ich denke nicht das ein Mindestlohn ein Anreiz für Schulabbrecher wäre,nein vielleicht sogar eher ein Ansporn für die Jugend den Abschluss so gut wie möglichst zu gestalten um später einen der Jobs zu ergattern die faire Löhne zahlen.

Und Arbeitsverträge aushandeln könnten Gewerkschaften wie Verdi ja trotzdem noch,ich denke nicht das mit einem Mindestlohn Verdi überflüssig werden würde,sie würden sich halt dann darum kümmern das die Menschen eben ,,sozial" arbeiten können, z.b Gesundheitsfragen der Kitaangestellten.



Also ich stimme dir zu man sollte mal mit 7,50 € wie die SPD es fordert anfangn und dann langfristig schauen welche Folgen das für die Wirtschaft hat,falls keine größeren könnte man den Mindestlohn vill sogar nochmals erhöhe
 
@Moseltaucher



Was würdest du sagen wenn du Frau und Kind hättest und müsstest für 7,50 Euro arbeiten?

Diese Gedanken stammen von Leuten die nur im Sessel ihren Job machen und nicht mehr sehen was in Deutschland los ist.



Unsere Kanzlerin sagte zuletzt ganz stolz.

Wir haben es geschafft, dass 3 Mio. Menschen Mindestlohn bekommen.



Dass wir dann noch 3 Mio. Arbeitslose haben und x Mio. Menschen Harz 4 bekommen hat sie nicht gesagt.



Nun kann man sich denken warum die Krise Deutschland so hart getroffen hat.

Die Firmen werden die Krise ausnutzten und nach der Krise Menschen mit Mindestlohn einstellen.



Und dadurch die Wirtschaft weiter unten gehalten

Die Bürger werden Pateien wählen wie keiner will.

Alles wird seinen Weg gehen
 
@Moseltaucher


Was würdest du sagen wenn du Frau und Kind hättest und müsstest für 7,50 Euro arbeiten?

Diese Gedanken stammen von Leuten die nur im Sessel ihren Job machen und nicht mehr sehen was in Deutschland los ist.


also ich weiß selber das 7,50 € die Stunde nicht viel Geld sind, trotzdem sind es mehr wie 2 oder 4 €
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Und einen Anfang mit 7,50 oder von mir aus auch 8,50 € sollte man machen um dann zu sehen welche Auswirkungen das für den Arbeitmarkt hätte damit folgende Fragen geklärt sind:



-Werden durch diesen Mindestlohn viele Menschen arbeitslos?

-Ziehen Unternehmen ins Ausland?

und wie wirkt sich das eben aus,wie stark werden Unterhnehmen dadurch gefährdet usw. Wenn ich lese das bei einem Mindestlohn von 10 € 1,9 Milliarden Arbeitsplätze vernichtet wären,fände ich einen Mindestlohn von 8 € besser um dann zu sehen wie sich das eben auf den Arbeitsmartk auswirkt,

falls es keine schlechten Auswirkungen hätte würde ich dann den Mindestlohn auf 10 oder 11 € erhöhen.



Ich will das die Menschen genug in der Tasche haben, doch nicht das sie arbeitslos werden.
 
@Moseltaucher

Ich weiß nicht wieviele Arbeitsplätze vernichtet werden bei einem Mindestlohn von 10 €



Aber alle die wo 10 € haben werden sich kein neues Auto, neuen Fernseher keinen neuen PC und viele andere Dinge nicht leisten können.

Je mehr Menschen 10 € Verdienen um so mehr können sich diese Dinge nicht leisten.

Das bedeutet es werden weniger solcher Dinge gebraucht.

Das bedeutet die Firmen haben zuviel Personal.

Das bedeutet sie müsen Stellen abbauen.

Vielleicht werden diese Stellen dann du Menschen ersetzt die Mindestlohn bekommen oder sie werden dauerhaft Arbeitslos.



Hast du schon einmal einen Handwerker im Haus gehabt?

Weißt du welchen Stunden Lohn auf der Rechnung steht?

Wenn du einen günstigen erwicht 50 Euro bei uns.

Die Reparatur führt einer durch der vielleicht Mindestlohn hat, also 7,50.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit.



Schnell noch etwas dazu.

Diese Stellen sind alles Stellen mit Zeitvertrag.

Nach 2 Jahren bekommen diese Leute keinen festen Vertrag.

Das bedeutet.

Sie haben bei 7,50 € Stunden lojn ca. 1200 € Brutto

Das bedeutet etwas mehr als 900 € Netto

Wenn sie dann Arbeitslos werden weil sie keinen festen Vertrag bekommen.

Dann bekommen sie wenn sie Verheiratet sind ca. 650 €

Ob das für die Miete könnte es reichen.

Für dann noch Strom und Wasser zu bezahlen wird es eng.

Es sollte jeder einen gerechten Lohn erhalten

Ein Ronaldo verdient bei Real 31 000 am Tag.

Und hier geht es um einen Stundenlohn von 7,50 Euro

Das sind 1292 € in der Stunde, wenn er 24 Stunden am Tag arbeitet
 
Hast du schon einmal einen Handwerker im Haus gehabt?

Weißt du welchen Stunden Lohn auf der Rechnung steht?

Wenn du einen günstigen erwicht 50 Euro bei uns.

Die Reparatur führt einer durch der vielleicht Mindestlohn hat, also 7,50.

Wo bleibt da die Gerechtigkeit.


Ich möchte jetzt nicht auf den Punkt eingehen, ob es gerecht ist. Jeder wird dir dies zu Recht verneinen, aber was passiert, wenn die Person jetzt 12 Euro bekommt? Wird da die Rechnung weiter 50 Euro kosten? Oder eher 54,50 + X? Würde vermutlich in diesem Fall eher noch schwarzarbeit fördern.



Zum Punkt der Strafzölle muss gesagt werden, dass auch sehr viele ausländischen Firmen in Deutschland arbeiten lassen. Es dürfte schwer werden diese Zölle zahlen zu lassen wegen Arbeitsplatzverlagerungen. Durch einen sehr hohen Mindestlohn werden eher weniger ausländische Firmen nach Deutschland kommen, vor allem, da unser Markt im weltweiten Vergleich immer mehr an Relevanz verliert, während Indien, China, Brasilien immer wichtiger werden.



Es stimmt natürlich auch, dass Dienstleistungen immer nachgefragt werden, aber manche Leute werden sich mehrmals überlegen, ob man alle 4 Wochen zum Friseur gehen muss oder doch eher alle 6 Wochen.





Das ich sehr zwiegespalten bin in Sachen Mindestlöhne habe ich ja bereits geschrieben. Wollte nur kurz die etwas andere Seite zeigen, gerade da ich glaube, dass die meisten eher klar pro Mindestlöhne sind.



Wie seht ihr im Falle eines hohen(!) Mindestlohns eigentlich die Inflation? Vernachlässigbar?
 
mh..der Staat muss einfach einen Weg finden damit sich Arbeit lohnt,der Staat sich dadurch nicht weiter verschuldet und die eh schon durch die Krise geschwächten Unternehmen/Wirtschaft massiv zu belasten.
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kling einfach.isses aber nich
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So wie ich das gehört habe wollen die Parteien die Einkommenssteuern senken usw. und Steuersenkungen machen von denen auch die Gutverdiener profitieren,doch sollte man nicht einfach die Steuern da wegnemen wo Menschen entlastet werden? Ich fänd gut Massive Steuersenkunge für Menschen die unter 2500 € Netto verdienen.



Dazu massiv weniger Ausgaben in Bereichen wie Rüstung/Krieg und eine hohe Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder gar Vermögenssteuer.
 
Es ist einer der Skandale unserer Zeit, dass Menschen, die pro Woche 40 Stunden arbeiten nicht von ihrem Lohn leben können. Dies aber hat zu einem gerüttelten Maß die Politik zu verantworten. Deren Entscheidungen der vergangenen Jahre hat die Lebenshaltung in einem Maß steigen lassen, die einem normal verdienenden Menschen ein normales Leben sehr schwer macht. Mal ein paar Beispiele an Steuersätzen im Vergleich 1988 - 2008 :



Versicherungssteuer: 7% - 14%

Mineralölsteuer : verdreifacht

Mehrwertsteuer : von 14% auf 19%



Und in allgemeiner Demutshaltung haben die Gewerkschaften es zugelassen, das in Zeiten der wirtschaftlichen Konsolidierung die Löhne von den Gewinnen der Firmen abgekoppelt werden.



Und nun sollen wir Steuerzahler das drauflegen, was der Unternehmer nicht gewillt ist zu tun. Dem Arbeitnehmer soviel zu zahlen, dass er von seiner Hände Arbeit leben kann. Und die Gewinne kassiert der Unternehmer.



Ich sehe das nicht ein. 7,50 ist ein gesunder Kompromiss, kein Aufsichstrat wird deswegen beim jährlichen Puffbesuch zurückstecken müssen.
 
@ MightyMike

Das liegt daran weil der Staat durch die sinkenden Löhne weniger Steuern kassiert.

Da muß er sich die Gelder anderswo her holen.

Eben durch höhere Steuern.



Auch die Rentenkasse wird dadurch immer leerer.
 
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