Hab mal ein wenig gegoogelt: er war schonmal beim fck der bericht ist von 2005
Traum von der Bundesliga
Nassim Banouas ist ein Pendler zwischen zwei Welten/Meist Oberliga
Vom 19.07.2005
Von
Ulrich Gerecke
Sein Vater kommt aus Algerien, die Mutter ist Deutsche. Er trainiert bei den Profis des FSV Mainz 05 und spielt meistens in der zweiten Mannschaft. Er wird im September 19 Jahre alt und besitzt dennoch im Fußball schon mehr Erfahrung als viele Altersgenossen. Nassim Banouas ist es gewohnt, zwischen zwei Welten zu Hause zu sein. Klagen mag der junge Mann aber nicht: "Im Moment bin ich sehr zufrieden."
Zum zweiten Mal nach dem Spanien-Trip im Januar hat Trainer Jürgen Klopp das Talent ins Trainingslager der Profis mitgenommen, womit Banouas den anderen Vertragsamateuren, die sich derzeit in Bad Sobernheim tummeln, einiges voraus hat. "Natürlich ist es für mich eine Ehre, hier dabei zu sein", sagt der gebürtige Wormser. "Wenn ich meine Leistung bringe, kriege ich vielleicht auch mal die Chance, bei den Profis in einem Punktspiel reinzuschnuppern."
Vor zwei Jahren kam Banouas, der in Neuhausen und Horchheim das kleine Fußball-Einmaleins erlernt hat, vom 1. FC Kaiserslautern an den Bruchweg; jetzt ist er den A-Junioren entwachsen und hat einen Amateurvertrag bis Juni 2006. Bei Mainz 05 wird erwogen, das Talent langfristig zu binden, denn in seinen Testspieleinsätzen hat Banouas seine Klasse angedeutet: stark im Kopfball, ruhig am Leder. "Aber ich muss noch viel lernen", betont der 1,86 Meter lange Abwehrspieler mit der enormen Sprungkraft. "Mir fehlt noch die Cleverness - wie ich mich zum Gegner stellen muss, wann ich wohin laufen muss."
Abschauen kann er sich das bei den 05ern von "Koryphäen" wie Manuel Friedrich, Nikolce Noveski oder Tamás Bodog. "Ich werde von ihnen immer darauf hingewiesen, was ich noch verbessern muss", sieht Banouas die Konkurrenz mehr als Ansporn denn als Hindernis für seine Entwicklung. Zwar hat der 18-Jährige, der einst im Mittelfeld begann, in einigen Testspielen der Profis auch auf der rechten Seite agiert, und da wird ja 2006 durch den Wechsel von Mathias Abel nach Schalke eine Planstelle frei. "Aber ich sehe meine größte Stärke eher in der Innenverteidigung."
Sehen können die Fans diese in der nächsten Saison wohl hauptsächlich in der Oberliga. "Das ist auch ein ganz guter Maßstab", nimmt Banouas den Abstieg der zweiten Mannschaft nicht allzu tragisch, ist aber auch sicher: "Das geht nur ein Jahr, wir steigen so schnell wie möglich auf." Er selbst hat in der abgelaufenen Saison nur ein Mal in der dritten Liga gespielt, aber dafür die komplette Verbandspokalrunde mit den Amateuren absolviert.
Der große Traum von Banouas, der neben der Trainingsarbeit derzeit eine kaufmännische Ausbildungsstelle sucht, ist und bleibt jedoch die Bundesliga. Schließlich will das jüngste von vier Kindern seinem Vater Messaoud nacheifern, der einst sogar in der algerischen Nationalmannschaft und für Hansa Rostock spielte. "Er hat mir viel beigebracht", sagt Nassim (gesprochen: "Nessim") Banouas. Mit der Heimat seines Vaters verbindet ihn dennoch eher wenig. "Irgendwann kam mal per Post eine Einladung des algerischen Verbandes zu einem Trainingslager, aber das hat mir nicht zugesagt." Für Deutschlands U17 hat er dagegen schon einmal gespielt - vor drei Jahren gegen die Schweiz. Und das muss ja nicht schon das Ende gewesen sein...
hier noch ein link mit seinen daten:
http://www.fsv05.de/spieler/banouas.htmlhttp://www.fsv05.de/spieler/banouas.html