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NDR beendet Zusammenarbeit mit Eva Herman - Kerner wirft sie aus dem Studio

  • Ersteller Ersteller Guest
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Dass sie kein Nazi ist, das nehme ich ihr ab. Allerdings nur deshalb, weil sie ganz offensichtlich gar nicht in der Lage ist, in größeren Zusammenhängen zu denken.


Isses nicht meist umgekehrt?



Der Satz impliziert man wäre dann Nazi, wenn man die größeren Zusammenhänge erkennt. Glaube nicht dass dies von dir so beabsichtigt war.
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ist glaube ich ne frage der relation von "größere zusammenhänge". nach dem auftritt gestern würde ich fast dazu neigen, frollein herman die fähigkeit abzusprechen, in zusammenhängen zu denken, die man braucht, um nazi zu sein. und die sind wahrlich nicht groß.
 
Isses nicht meist umgekehrt?


Der Satz impliziert man wäre dann Nazi, wenn man die größeren Zusammenhänge erkennt. Glaube nicht dass dies von dir so beabsichtigt war.
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Ich spreche lediglich Frau Herman die Fähigkeit zum politischen Denken ab. Deine bemühte angebliche Implikation sehe ich nicht.




ist glaube ich ne frage der relation von "größere zusammenhänge". nach dem auftritt gestern würde ich fast dazu neigen, frollein herman die fähigkeit abzusprechen, in zusammenhängen zu denken, die man braucht, um nazi zu sein. und die sind wahrlich nicht groß.


Danke!
 
Hab's mir nun auch angeschaut... Von einem Moderator der öffentlich Rechtlichen hätte ich schon mehr Sachlichkeit erwartet. War ja mehr ein Hexentribunal, als sonstwas. Eines seriösen Moderators total unwürdig.

Dazu noch die Kommentare einer Schreinemakers (heißt die so? schreibt man so? mir egal). Mario Barth fühlte sich sicher auch wie im falschen Film.






Und da verlor sogar Eva Herman die Contenance. "Ich möchte nicht mehr Stellung nehmen", sagte sie, "es sind auch Autobahnen gebaut worden, und wir fahren heute drauf." Worauf Kerner feststellte: "Autobahn geht nicht!", Senta Berger drohte: "Ich gehe jetzt!", und Margarethe Schreinemakers kreischte: "Das ist unerträglich!" Dabei war das der einzige Satz, den Eva Herman sagte, der richtig war und an dem es nichts auszusetzen gab. Dass er eine solche Empörung auslöste und schließlich zu Hermans verfrühtem Abgang führte, zeigte nur eines: "Was trifft, trifft auch zu." (Karl Kraus)



Und es sind nicht nur die Autobahnen, die zum gerne und selbstverständlich benutzten Erbe des Dritten Reiches gehören. Der Historiker Götz Aly hat in seinem Buch "Hitlers Volksstaat" an vielen Beispielen belegt, woher der Reichtum der Bundesrepublik kommt und welche sozialen Regelungen von den Nazis übernommen wurden, darunter das sogenannte Ehegattensplitting und die Krankenversicherung für Rentner. Wer sich heute glaubwürdig und nachhaltig von den Nazis distanzieren wollte, müsste nicht nur die Autobahnen meiden, sondern auch auf das Kindergeld verzichten, schließlich wurden im Dritten Reich Ehestandsdarlehen gewährt, die durch die Geburt von vier Kindern vollständig getilgt werden konnten.


Das Ende der Sendung erinnert szark an NS-Methoden: Denkst du nicht wie wir, gehörst du nicht dazu.



Zum Thema Eva Hermann möcht ich eigentlich nix sagen, da ist jedes Wort zu viel.
 
das mit der autobahn war aber nicht der auslöser für die empörten reaktionen

und den abgang hermans.

über den satz empörte man sich zwar auch aber die entrüstung war bei dem satz

"wenn man über die deutsche geschichte spricht, begibt man sich in gefahr" (oder so ähnlich) grösser.

daraufhin wollten die anderen mit ihr nicht mehr weiterdiskutieren und kerner bat herman zu gehen.
 
das mit der autobahn war aber nicht der auslöser für die empörten reaktionen
und den abgang hermans.

über den satz empörte man sich zwar auch aber die entrüstung war bei dem satz

"wenn man über die deutsche geschichte spricht, begibt man sich in gefahr" (oder so ähnlich) grösser.

daraufhin wollten die anderen mit ihr nicht mehr weiterdiskutieren und kerner bat herman zu gehen.


Wobei man in dem Satz über die Deutsche Geschichte durchaus ein Körnchen Wahrheit finden kann. Da wird (vor-)schnell häufig fehl- oder überinterpretiert - danach medial ausgeschlachtet....



Und bl1nd muss ich zustimmen - ich werde auch den Eindruck nicht los, dass Kerner diesen Eklat bewußt provozieren wollte. Er wird mir bald schon so sympathisch wie der aalglatte Beckmann.



Vielleicht hat zu viel Düsseldorfer Brackbrühe Marke "Gutwasser" getrunken
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Wie dem auch sei: die Hermans verkauft jetzt 2 Bücher mehr und Kerner erhöht seine Quote, wobei ich weder das Buch kaufen noch künftig die Sendung schauen werde!
 
das mit der autobahn war aber nicht der auslöser für die empörten reaktionen
und den abgang hermans.

über den satz empörte man sich zwar auch aber die entrüstung war bei dem satz

"wenn man über die deutsche geschichte spricht, begibt man sich in gefahr" (oder so ähnlich) grösser.

daraufhin wollten die anderen mit ihr nicht mehr weiterdiskutieren und kerner bat herman zu gehen.


Das hängt ja zusammen. Das Argument mit der Autobahn ist sicherlich verwerflich. Doch in dem Zusammenhang war es gar nicht mal so unangebracht, würde ihr sogar zustimmen in dem Punkt.

Es ging um den NS-Begriff Gleichschaltung. Hermann entgegnete dem, dass man via Google sehen könnte, dass Spiegel Online diesen Begriff auch mehrfach schon benutzt hat. Der Historiker redete dann von "Verschwörungs-Pathologie" (wohl auch weil sie RTL unterstellt hat, die Bänger der vollständigen Pressekonferenz nicht zu veröffentlichen) und dass man diesen Begriff so nicht verwenden kann. Darauf Hermann in etwa: "Es wurden auch Autobahnen gebaut und wir fahren heute drauf".

Wenn man so argumentiert kann man sicher auch erwähnen, dass wir alle Autobahnen benutzen. Sie will damit ja nicht den Nazi-Staat aufwerten und sie wollte ja nur untermauern, dass man tatsächlich vorsichtig sein muss, wenn man über deutsche Geschichte und Nazideutschland redet.

Sehe ich übrigens leider auch so.



EDIT: Hier das Zitat:




Sie müssen nur Google eingeben und dann können sie jede Zeitung durchgehen. Welche Zeitung diesen Begriff bereits benutzt hat. Natürlich ist er da benutzt worden. Aber es sind auch Autobahnen damals gebaut worden und wir fahren heute drauf.
 
Wobei man in dem Satz über die Deutsche Geschichte durchaus ein Körnchen Wahrheit finden kann. Da wird (vor-)schnell häufig fehl- oder überinterpretiert - danach medial ausgeschlachtet....


Und bl1nd muss ich zustimmen - ich werde auch den Eindruck nicht los, dass Kerner diesen Eklat bewußt provozieren wollte. Er wird mir bald schon so sympathisch wie der aalglatte Beckmann.



Vielleicht hat zu viel Düsseldorfer Brackbrühe Marke "Gutwasser" getrunken
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Wie dem auch sei: die Hermans verkauft jetzt 2 Bücher mehr und Kerner erhöht seine Quote, wobei ich weder das Buch kaufen noch künftig die Sendung schauen werde!


genauso ist das nämlich.



Das war von Kerner eiskalt geplant, schliesslich hat er Eva Hermann eingeladen und sie sich nicht selbst.

Bereits vor 20 Uhr ging über sämtliche Ticker die Information des Rausschmisses weil die Sendung ja bereits am Nachmittag aufgezeichnet wurde.

Kerner, der kein Angestellter beim ZDF sondern lediglich freier Mitarbeiter ist, musste seine Sendung die stetig an Zuschauerquote verliert einfach mal puschen weil diese Ankündigung natürlich die Quote erhöht.
 
also wenn , dann war das ein abgekartetes spiel zwischen herman und kerner,

um quote und verkauf zu steigern würd ich mal sagen.

die beiden scheinen sich ja näher bzw. auch privat zu kennen.
 
denke auch, dass das ganze geplant war - nicht ohne grund wies bild online schon gestern nachmittag auf den "eklat" in der abendlichen sendung hin. heute vermeldet dieselbe quelle übrigens was von einem quotenrekord von kerner.
 
Habs auch gesehen und muss sagen das der Rauswurf überzogen war. Ich glaube nicht dass Herman Rechts eingestellt jedoch hat sie gestern keine glückliche Figur abgegeben. Ich frag mich allerdings auch wieso eine Senta Berger und eine Schreinemakers eingeladen wurden, die ja nur auf doppeldeutige Bemerkungen von Eva Herman gewartet haben um bestürzt aufzuschreien. Versteh nicht wieso diese beiden eingeladen wurden, kennen die sich besonders in diesem Tehmen aus? Kerner hat ihr einige Möglichkeiten gegeben diesen Satz zu bereuen, das tut sie nicht was nicht gut jedoch ihr Recht ist. Am Ende ist jedoch auch der gute Johannes Baptist auf den Hysteriezug der beiden Damen aufgesprungen. Mario Barth dachte wohl er ist im falschen Film.
 
Kommentar

<span>Kerner bastelt eine Märtyrerin</span>

von Andreas Theyssen

Die "Aber Autobahnen hat er auch gebaut"-Debatte hat das deutsche Showbiz erreicht. Der Fußball-Kommentator und Talkshow-Gastgeber Johannes Kerner hat die beschäftigungslose Nachrichtenverleserin Eva Herman mit viel Tamtam aus seiner Sendung geworfen.



Mehr...(FTD)
 
hier nochmal zum nachlesen...



DWDL.de hat mitgeschrieben

Hermans Rauswurf: Der Eklat im Wortlaut





(10.10.2007) Satz für Satz: Im Wortlaut dokumentiert DWDL.de die letzten Minuten bevor Eva Herman das Studio von "Johannes B. Kerner" verlassen musste. Wie es zum Eklat kam...

Zur Einleitung in den Wortlaut der besagten fünfeinhalb Minuten: Gefragt von Johannes B. Kerner, ob sie ihre Äußerungen so noch einmal wiederholen würde, antwortet Eva Herman zunächst ausweichend. Kerner fragt nochmals nach.





An dieser Stelle beginnt der Wortlaut der Sendung "Johannes B. Kerner" bis zur Verabschiedung Hermanns durch Gastgeber Kerner. Aufgrund der Tatsache, dass an einigen Stellen mehrere Personen gleichzeitig sprechen und teils in Halbsätzen geredet wird, erhebt diese Mitschrift keinen Anspruch auf hundertprozentige Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit. Ein Mindestmaß an Formatierung musste vorgenommen werden, um den Wortlaut leserlich zu halten.



Der Wortlaut der letzten Minuten vor dem Abschied von Eva Herman:



Eva Herman: "Aber natürlich wird man durch solche Dinge, durch solche Vorfälle vorsichtiger. Ich muss einfach lernen, dass man über den Verlauf unserer Geschichte nicht sprechen kann ohne in Gefahr zu geraten, ja."



(Raunen im Studio. Vereinzeltes Klatschen. Senta Berger, Margarethe Schreinemakers und Mario Barth protestieren)



Margarethe Schreinemakers: "Das geht doch jetzt alles hier nicht. Entschuldige mal, es geht nicht. Das ist eine Ebene, die geht nicht. Da muss ich mich sogar fast davon distanzieren hier zu sitzen. Entschuldige mich. Und Mario auch. Entschuldigung, jetzt rede ich schon für Dich mit. Das ist unerträglich. Auch für Senta. Sorry. Wir mögen Dich. Aber das geht nicht.



(Zwischendurch hört man Senta Berger noch mit dem Satz "Ne, wir können das hier auch gar nicht diskutieren" und Kerner, der Schreinemaker zu besänftigen versucht)



hier gehts weiter
 
Man kann sich die gesamte Sendung ganz legal und in einer sehr guten Qualität auf der ZDF Seite anschauen.



Erstaunlich, wie gut die Qualität da wirklich ist, wenn man dazu mal andere ähnliche Angebote vergleicht, von unserem 5 Minuten Pressekonferenzen ganz zu schweigen.



Zu Ihrem Rauswurf:

Man kann das ganze jetzt nicht wirklich als Rauswurf bezeichnen.

Kerner hat nur Panik gekriegt, dass die anderen 3 Gäste von sich aus gehen, wenn er das Gespräch mit ihr weiter fortsetzt. Dann er bzw. die Redaktion sich für die Herman entschieden und sie verabschiedet.



Hab mir das Szenario, bevor ich die Sendung heute gesehen habe,viel drastischer vorgestellt.
 
Inszenierung aller erster Sahne! Sogar Raab, der Volldepp, bringts aufn Punkt:



http://www.youtube.com/watch?v=9HmnK638zq0http://www.youtube.com/watch?v=9HmnK638zq0



Kerner ist echt ein Riesen-Arsch! Unabhängig davon, was Thema war, wie damit umgegangen wurde, war unmöglich. Über die Sache wurde schon viel zu viel geschrieben. In anderen non-FCK-Foren ist erkennbar, dass die meisten die Meinung vertreten, die Sendung bzw. der Auftritt seien inszeniert gewesen und Kerner habe den Bogen überspannt, u.a. Zensur betrieben und die Meinungsfreiheit eingeschränkt.
 
Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit - schießt du nicht mit Kanonen auf Spatzen? Immerhin durfte Frau Herman 50 Minuten der insgesamt 75-minütigen Sendezeit quasi allein bestreiten. Dabei hätten für das, was sie zu sagen hatte, 5 Minuten völlig ausgereicht...
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So wie Kerner "argumentiert" und seine Sendung aufgebaut hat, hätte nicht mal ´ne ganze Fußballsaison ausgereicht ...
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Das Ganze war doch n abgekartetes Spiel! Kerner wiederholt ständig dieselbe Frage nach dem Motto "Sag mir jetzt endlich, was ich hören will, sonst schmeiß ich Dich raus!". Dabei musste zu Beginn erst mal geklärt werden, dass ihr Zitat von der PK von der Presse (wahrscheinlich absichtlich) gekürzt wurde, um einen anderen Eindruck zu vermitteln. Kerners Gehilfen, Senta Berger und Magarine
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(O-Ton Raab), schießen sich auf Herman ein. Ein Vierter Ahnungsloser, Mario Barth, wusste gar nicht, um was es ging.
 
Völlig richtig! Eva Herrman hat in meinen Augen nicht die geistige Tiefe um ein solches sensibles Thema in irgendeiner Art und Weise anzupacken!

Es lag hier keine Zensur vor, sondern eher eine richtig gute PR Aktion von beiden Seiten. Wenn man bedenkt, wer alles in Deutschland Eva Herrmann applaudiert, so ist dies für mich ein erschreckendes Zeugnis dafür, dass sich viele der in Deckung gegangenen erzkonservativen und faschistischen Themen anhängende wieder aus den Löchern trauen, in die sie sich zurückgezogen haben.

Man muss auch sehen, dass die jüngere Generation nicht mehr die Hintergründe und Tatsachen kennt, auf Grund diesen viele Themen, zu Recht, tabuisiert wurden!



Wer weiß denn schon, dass die Autobahnen nicht auf dem Mist von Hitler gewachsen ist und dass sie dann hauptsächlich zum schnellem Transport der Truppen gebaut wurden. Der Verlauf der ersten Autobahnen spricht Bände.



Aus diesem Grund ist es auch in Ordnung, wenn ein populistischer Moderator wie Kerner, von dem ich übrigens gar nichts halte, eine Aussage, wie die von Frau Herrmann, zum Thema macht.
 
Wenn man bedenkt, wer alles in Deutschland Eva Herrmann applaudiert, so ist dies für mich ein erschreckendes Zeugnis dafür, dass sich viele der in Deckung gegangenen erzkonservativen und faschistischen Themen anhängende wieder aus den Löchern trauen, in die sie sich zurückgezogen haben.


Naja..... Ich sage auch, sie hat Recht mit ihrer Aussage, dennoch bin ich weder "erzkonservativ" noch "faschistisch".....
 
Ich verstehe die ganze Debatte nicht.



Mit Hermann und Kerner haben sich zwei intellektuelle Dünnbrettbohrer gezofft. Das war's. Da war nichts abgesprochen und nichts zensiert.



Die beiden sind aufgrund ihrer ständigen Anwesenheit in seichtem geistigen Millieu einfach auf ein Niveau abgesackt, das eine sinnvolle oder sogar zielgerichtete Kommunikation nicht aufkommen lässt.



Der Medienschrott der Privaten hat schon seit vielen Jahren eben auch die Öffentlichen erreicht.
 
Wörter mit brauner Vergangenheit

Was darf man noch sagen –

und was besser nicht?



Der Kölner Kardinal Joachim Meissner sprach von „entarteter Kultur“, Eva Herman von „gleichgeschalteter“ Presse. Beides sind Begriffe mit brauner Vergangenheit. Ist der Gebrauch dieser Wörter deshalb heute tabu, gehören sie verboten?



„Belastete oder schuldige Wörter gibt es nicht. Wichtig ist, in welchem Zusammenhang und mit welcher Geisteshaltung Wörter benutzt werden“, meint die Privatdozentin Dr. Heidrun Kämper (53), Expertin für Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim.



Mit ihrer Hilfe erläutert BILD am SONNTAG eine Reihe von Wörtern.



ADOLF



Adolf (Althochdeutsch: Edelwolf) war 1890 einer der beliebtesten deutschen Vornamen. Heute müssen sich Eltern, die ihren Sohn Adolf nennen, des Verdachts erwehren, sie seien Neonazis. Deshalb gibt es kaum noch Jungs, die Adolf getauft werden.



AUTOBAHN



Die erste Autobahn Deutschlands wurde nicht von Hitler, sondern bereits 1932 vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie führte von Köln nach Bonn, heute A 555. Das Wort „Autobahn“ ist ganz und gar unverfänglich. Nicht tolerierbar ist, wenn der Autobahnbau des Dritten Reichs als positives Argument zur Aufrechnung dient, wie Eva Herman es für richtig gehalten hat.



ENDLÖSUNG



Neben „Sonderbehandlung“ – seit 1939 für Exekution benutzt – ist Endlösung eine der bekanntesten und zynischsten Beschönigungen der Nazi-Sprache. Seit 1941 wurde „Endlösung“ intern für die Ermordung der europäischen Juden verwendet („Endlösung der Judenfrage“). Dieses Wort sollte in keinem anderen Zusammenhang benutzt werden. Das Leugnen des millionen-

fachen Judenmordes ist in Deutschland strafbar.



ENTARTUNG



Schon seit 1678 bedeutet „Entartung“ in der Biologie und Medizin „seine Art oder Natur verlieren und eine schlechtere annehmen, sich abnorm entwickeln“. Seit dem 18. Jahrhundert wird es zumeist im Partizip „entartet“ verwendet und auf Personen, Sitten und Kunstwerke übertragen. Bereits bei Friedrich Schlegel († 1829) taucht der Begriff „entartete Kunst“ auf: „Die Rückkehr von entarteter Kunst zur echten, vom verderbten Geschmack zum richtigen scheint nur ein plötzlicher Sprung sein zu können.“ 1937 präsentierten die Nazis in München 650 beschlagnahmte Werke als „entartete Kunst“, darunter Bilder von Otto Dix, Paul Klee, Max Ernst.



GLEICHSCHALTUNG



1933 aus der Elektrotechnik übernommen im Sinn von „Eingliederung in das NS-System, Auflösung der Eigenständigkeit“ und Ausdruck des totalitären Charakters des Regimes. Gleichgeschaltete Presse heißt unfreie, auf Befehl berichtende Presse.



KONZENTRATIONSLAGER



Während des Burenkriegs (1899–1902) führten die Briten concentration camps ein. Im Deutschen ist der Begriff Konzentrationslager (abgekürzt KZ) seit 1901 als Übersetzung belegt. Seit 1933 werden damit unterschiedliche Einrichtungen der Nazis bezeichnet: vom Sammellager für politische Gegner zur Ausschaltung der Opposition bis zu den seit 1941 eingerichteten Massenvernichtungslager in Osteuropa wie Auschwitz.



MUTTERKREUZ



Diese von den Nationalsozialisten 1938 erfundene Auszeichnung für Mütter mit vier und mehr Kindern sollte im Sinne der Blut-und-Boden-Ideologie zur Erhaltung und Ausbreitung der germanischen Rasse dienen.



SS



Die beiden Buchstaben SS sind die Abkürzung für „Schutzstaffel“. Zunächst war sie nur eine Art Leibgarde für Hitler. Gegen Ende des Kriegs gehörten 840 000 Männer zu der für ihre Brutalität berüchtigten Truppe, wie die Soldaten der Waffen-SS und die SS-Totenkopfverbände in den KZs. In den Nürnberger Prozessen wurde die SS zur „verbrecherischen Organisation“ erklärt.



VOLKSWAGEN



Nur wenige Tage, nachdem er Reichskanzler geworden war, befahl Hitler die Konstruktion eines Kraftfahrzeugs für vier Personen, das nicht mehr als 1000 Reichsmark kosten sollte. Der Begriff „Volkswagen“ ist älter als das Dritte Reich. 1928 tauchte er erstmals in einer Motorzeitschrift auf. Während der Autoausstellung 1931 in Berlin wurden Prototypen von „Volkswagen“ verschiedener Hersteller präsentiert.



Kündigung beim NDR! Rausschmiss aus dem ZDF-Talk „Johannes B. Kerner“ am Dienstag! Ganz Deutschland fragt sich: Geschieht TV-Moderatorin Eva Herman Unrecht? Oder war es richtig, sie aus der Sendung zu schmeißen, nachdem sie neben der Familienpolitik der Nazis auch noch Hitlers Autobahnen ins Spiel brachte?



Bei Kerner wollte sich Herman die Argumente des Historikers Prof. Wolfgang Wippermann (62) nicht anhören. BILD fragte den Berliner Forscher: Was ist falsch an Hermans Thesen und ähnlichen Sprüchen über die Nazis?



AUTOBAHNEN



Eva Herman sagt: „Es sind auch Autobahnen damals gebaut worden. Und wir fahren heute drauf.“



Prof. Wolfgang Wippermann (62): „Stimmt zwar, aber dieses Argument verwenden viele, auch Rechtsextreme, um von den Verbrechen der Nazis, von Vernichtungskrieg und Massenmord an den Juden abzulenken oder sie zu relativieren. Dabei stammen die Pläne zu den Autobahnen nicht einmal von den Nazis, existierten lange zuvor. Solche Stammtisch-Argumente gehören nicht in eine öffentlich-rechtliche Talkshow.“



FAMILIE



Viele sagen über Hitlers Familienpolitik: „Hier wurden Werte wie Mutterschaft und Familien-Zusammenhalt noch hochgehalten.“



Prof. Wippermann: „Die Familienpolitik unter Hitler war nicht gut, weil sie ein rassenpolitisches Ziel verfolgte: Rassenvernichtung und Rassenzucht. Sozialleistungen wie Kindergeld, Ehestandsdarlehen wurden nur an ‚erbgesunde‘, ‚rassisch reine‘ Paare gezahlt.“



FRAUEN



Viele sagen: „Die deutsche Frau wurde damals noch geehrt.“



Prof. Wippermann: „Falsch! Das Gegenteil ist der Fall. Frauen wurden erniedrigt, auf ihre biologische Funktion als ‚Muttertier‘ reduziert. Aus höher qualifizierten Berufen (Akademikerinnen, Richterinnen, Ärztinnen) wurden sie gezielt verdrängt. Später wurde ihre Arbeitskraft zum Beispiel in Rüstungsbetrieben für den ‚Endsieg‘ missbraucht. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs mussten sie dann die Zeche zahlen: als Ausgebombte, Vertriebene, Trümmerfrauen.“



ARBEIT



Viele sagen: „Damals gab es wenigstens keine Arbeitlosen.“



Prof. Wippermann: „Stimmt nicht. Politische Gegner, Homosexuelle, Juden, Sinti, Roma mussten in Konzentrationslagern schuften. Sie hatten Arbeit, aber es war Zwangsarbeit unter unvorstellbar grausamen Bedingungen. Die Übrigen mussten für die Rüstung und den Krieg arbeiten.“



AUFSCHWUNG



Viele sagen: „Der Wirtschaft ging es damals besser.“



Prof. Wippermann: „Das trifft allenfalls auf einige zu, und keineswegs für das gesamte Dritte Reich. Der Aufschwung der ersten Jahre unter Hitler wurde durch die Aufrüstung und dann durch den Krieg erkauft. Am Ende des Krieges verloren dann die meisten alles.“



ZUCHT/ORDNUNG



Viele sagen: „Unter Hitler gab es weniger Kriminalität.“



Prof. Wippermann: „Unsinn! Es gab normale Kriminalität wie heute und dazu Regierungskriminalität unfassbaren Ausmaßes: die Beseitigung der Demokratie, der Rechtsordnung, der Gewerkschaften. Terror gegen Andersdenkende, die systematische Ausbeutung von Juden und anderen.“



HOLOCAUST



Viele sagen: „Man hat damals nichts gewusst von der Sache mit den Juden.“



Prof. Wippermann: „Falsch! Die meisten wussten und sahen vieles (Judensterne, „Reichskristallnacht“, Deportationen in die Lager). Es gab auch Berichte über Verbrechen an der Front, die Soldaten auf Heimaturlaub erzählten. Die meisten Deutschen haben weggesehen und verdrängt.“



SCHULD



Viele sagen: „Das Böse haben nur Nazis und SS getan.“



Prof. Wippermann: „Stimmt nicht! Einige (nicht alle) Angehörige der Wehrmacht waren an Verbrechen beteiligt. Das gilt auch für Mitglieder der normalen Polizei.“



WIDERSTAND



Viele sagen: „Der kleine Mann konnte nichts tun gegen Hitler.“



Prof. Wippermann: „Kleine Leute haben generell wenig Einfluss. Aber: Gerade im Dritten Reich war der Widerstand auch der Widerstand kleiner Leute. Es gab nicht nur den 20. Juli 1944 (Putschversuch hoher Offiziere, Attentat auf Hitler), sondern auch Menschen, die z. B. Juden bei sich versteckten.“



HITLER-TABU



Eva Herman sagt, dass man „über den Verlauf unserer Geschichte nicht reden kann, ohne in Gefahr zu geraten“.



Prof. Wippermann: „Absurd falsch! Nur das Leugnen von eindeutig nachgewiesenen Verbrechen wie dem Holocaust an Millionen Juden steht unter Strafe.“
 
Da ich im Urlaub war, habe ich die ganze Sache gar nicht mitbekommen. Ich habe mir die ganze Sendung jetzt angeschaut und muss ganz ehrlich sagen, dass ich entsetzt bin. Nicht von Eva Herman, deren Position mir recht egal ist, sondern vom Umgang der Medien mit dem Thema. Wie einfach man Zitate verdreht, um Leute in eine rechte Ecke zu drängen, und wie leicht man Leute falsch verstehen möchte ("Autobahn geht nicht, finde ich."), ist schon erschreckend und zeigt eigentlich genau das, was angeprangert wird: Mit dem Tabuisieren bestimmter Begriffe meint man einem Thema gerecht werden zu können.

Ganz offensichtlich spricht Herman in ihrem Zitat von Werten, die schon vor der NS-Zeit da waren und in der und der kommenden Zeit, abgeschafft wurden. Einen direkten NS-Vergleich kann ich da nicht sehen.



Inhaltlich kann man über ihre Thesen ewig sprechen und unterschiedlicher Meinung sein, diese Art der Diskussion ist aber primitiv (vor allem die 'schauspielerischen' Leistungen einer Schreinemakers, aber auch eine Senta Berger, die zum Thema eigentlich keine Infos hat, aber gerne mitredet).
 
Da ich im Urlaub war, habe ich die ganze Sache gar nicht mitbekommen. Ich habe mir die ganze Sendung jetzt angeschaut und muss ganz ehrlich sagen, dass ich entsetzt bin. Nicht von Eva Herman, deren Position mir recht egal ist, sondern vom Umgang der Medien mit dem Thema. Wie einfach man Zitate verdreht, um Leute in eine rechte Ecke zu drängen, und wie leicht man Leute falsch verstehen möchte ("Autobahn geht nicht, finde ich."), ist schon erschreckend und zeigt eigentlich genau das, was angeprangert wird: Mit dem Tabuisieren bestimmter Begriffe meint man einem Thema gerecht werden zu können.
Ganz offensichtlich spricht Herman in ihrem Zitat von Werten, die schon vor der NS-Zeit da waren und in der und der kommenden Zeit, abgeschafft wurden. Einen direkten NS-Vergleich kann ich da nicht sehen.



Inhaltlich kann man über ihre Thesen ewig sprechen und unterschiedlicher Meinung sein, diese Art der Diskussion ist aber primitiv (vor allem die 'schauspielerischen' Leistungen einer Schreinemakers, aber auch eine Senta Berger, die zum Thema eigentlich keine Infos hat, aber gerne mitredet).


nicht nur, aber besonders der part in klammern spiegelt genau meine meinung wieder...
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Wer weiß denn schon, dass die Autobahnen nicht auf dem Mist von Hitler gewachsen ist und dass sie dann hauptsächlich zum schnellem Transport der Truppen gebaut wurden. Der Verlauf der ersten Autobahnen spricht Bände.
Spielt ja auch in dem Fall keine Rolle. Es geht ja nur darum, was die Leute damit in Verbindung bringen.






AUTOBAHN



Die erste Autobahn Deutschlands wurde nicht von Hitler, sondern bereits 1932 vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie führte von Köln nach Bonn, heute A 555. Das Wort „Autobahn“ ist ganz und gar unverfänglich. Nicht tolerierbar ist, wenn der Autobahnbau des Dritten Reichs als positives Argument zur Aufrechnung dient, wie Eva Herman es für richtig gehalten hat.


Und genau das hat sie eben nicht gemacht.






Da ich im Urlaub war, habe ich die ganze Sache gar nicht mitbekommen. Ich habe mir die ganze Sendung jetzt angeschaut und muss ganz ehrlich sagen, dass ich entsetzt bin. Nicht von Eva Herman, deren Position mir recht egal ist, sondern vom Umgang der Medien mit dem Thema. Wie einfach man Zitate verdreht, um Leute in eine rechte Ecke zu drängen, und wie leicht man Leute falsch verstehen möchte ("Autobahn geht nicht, finde ich."), ist schon erschreckend und zeigt eigentlich genau das, was angeprangert wird: Mit dem Tabuisieren bestimmter Begriffe meint man einem Thema gerecht werden zu können.
Ganz offensichtlich spricht Herman in ihrem Zitat von Werten, die schon vor der NS-Zeit da waren und in der und der kommenden Zeit, abgeschafft wurden. Einen direkten NS-Vergleich kann ich da nicht sehen.



Inhaltlich kann man über ihre Thesen ewig sprechen und unterschiedlicher Meinung sein, diese Art der Diskussion ist aber primitiv (vor allem die 'schauspielerischen' Leistungen einer Schreinemakers, aber auch eine Senta Berger, die zum Thema eigentlich keine Infos hat, aber gerne mitredet).


Sehr schön auf den Punkt gebracht!
 
Rückzug aus dem Fernsehen

Nach TV-Skandal: Herman rechnet mit Kerner ab





(16.10.2007) In einem Interview mit der "Bild" spricht Eva Herman über den Rauswurf bei Kerner und den Schwierigkeiten, die die Medien mit ihrer "Vision" hätten.

Eine Woche nach ihrem spektakulären Auftritt in der ZDF-Talkshow "Johannes B. Kerner" geht Autorin Eva Herman mit ihrem Gastgeber vom vergangenen Dienstag hart ins Gericht. "Ich glaube, dass ihm die Situation entglitten ist. Allerdings frage ich mich, wie ihm ein Satz über die Lippen kommen konnte, mit dem er die Mütter diskreditiert", sagte Herman in der "Bild" (Dienstags-Ausgabe). Auch wenn in der Sendung auf Grund des offensichtlich recht kumpelhaften Umgangs zwischen Herman und Kerner ein

anderer Eindruck entstand, erklärt Hermann, man kenne sich "nur oberflächlich".

Nach wie vor scheint Herman eine Verschwörung gegen ihre inhaltliche Auseinandersetzung zum Thema Frauen und Familie zu wittern. Gegenüber der "Bild" sagte sie: "Früher war ich laut Umfragen eine der beliebtesten Moderaotrinnen Deutschands. Meine Vision, dass moderne Frauen zwischen verschiedenen Lebensentwürfen frei wählen können, ist zur Zeit noch ein schwieriges Thema. Ich glaube, es gibt einen bedeutsamen Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung".

Auf ihrer Internetseite wird Herman - die im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung bereits den Begriff "Gleichschaltung" benutzte - deutlicher, in welcher Richtung die Schuld für den derzeitigen Hype um den Herman-Skandal zu suchen ist. "Besonders beeindruckend in diesen Tagen ist der Nachweis, dass viele Menschen zu erkennen scheinen, wie brisant das Thema Meinungsfreiheit in unserem Land ist, wenn man Thesen vertritt, die familiäre Lebensentwürfe in Liebe und ohne wirtschaftliche Zwänge beschreiben".

Den Rauswurf aus der Sendung hat Herman wohl nicht allzu schlimm empfunden. In der "Bild" sagt sie: Als Johannes Kerner mich dann verabschiedete, war ich auch ein Stück erleichtert - weil damit ein fast einstündiges Entsetzen beendet wurde". Ein interessantes Detail ist in diesem Interview, dass Herman, die den Moderator in der Senudung konsequent mit "Johannes" ansprach, ihn ebenso konsequent im "Bild"-Interview Johannes Kerner nennt.

Herman bereut ihren Auftritt bei Kerner nicht, da er ihr die Möglichkeit gegeben habe, "Dinge aus meiner Sicht zu erzählen und begründen zu können. Auch wenn mir diese Möglichkeit einige Teilnehmer der Sendung gar nicht erst geben wollten", so Herman in der "Bild". Auch juristisch verhindern wollte sie die Ausstrahlung der Sendung, die in der vergangenen Woche am frühen Dienstag Abend aufgezeichnet wurde, nicht. "Jeder sollte eins zu eins hören, wie die Sendung verlief. Was letztlich daraus wurde, hat Johannes Kerner ganz allein zu verantworten. Ich glaube er war einfach überfordert".



Am meisten verletzt habe Herman, dass man zunächst versucht habe, sie in die politisch rechte Ecke zu stellen. "Und als das nicht wirklich gelungen ist, versuchte man mir Doofheit zu unterstellen". Im Anschluss der Sendung gab es laut Herman keine weiter Aussprache zwischen dem Moderator und seinem Gast. "Johannes Kerner versuchte mich an dem Abend noch telefonisch zu erreichen. Das war zwei Stunden nach der Aufzeichnung. Aber ich war nicht am Telefon. Was er wollte, weiß ich nicht", so Herman in der "Bild".

Die Fernsehkarriere von Eva Herman scheint vorerst beendet - von ihrer Seite aus. Gefragt, ob sie wieder TV machen wolle, antowortet sie: "Im Augenblick nicht". Damit dürfte auch geklärt sein, dass sie in ihrer Klage gegen den NDR, über die sie nicht sprechen möchte, wohl nicht auf Wiedereinstellung aus ist. Statt dessen will sie sich weiter für ihre Themen einsetzen und kämpfen.



Das Interview mit der "Bild" ist neben einem Statement auf ihrer Homepage die erste öffentliche Äußerung Hermans nach der skandalisierten Sendung in der vergangenen Woche. Es ist wohl damit zu rechnen, dass das Thema die Medien noch länger beschäftigen wird. Schließlich scheint die "Bild" immer noch Gefallen an dem Stoff zu finden und betraute auch direkt das Mitglied der Chefredaktion Martin Heidemanns mit der Bearbeitung dieses brisanten Themas. Der wird sicher wissen, wie sich die Geschichte weiterdrehen lässt. Schließlich ist er der Bruder von Kerners Redaktions-Chef Markus Heidemanns.



Redakteur: Jochen Voß

16.10.2007 - 10:31

quelle: http://www.dwdl.de/article/news_12995,00.htmlhttp://www.dwdl.de/article/news_12995,00.html



honi soit qui mal y pense.....
 
Da ich im Urlaub war, habe ich die ganze Sache gar nicht mitbekommen. Ich habe mir die ganze Sendung jetzt angeschaut und muss ganz ehrlich sagen, dass ich entsetzt bin. Nicht von Eva Herman, deren Position mir recht egal ist, sondern vom Umgang der Medien mit dem Thema. Wie einfach man Zitate verdreht, um Leute in eine rechte Ecke zu drängen, und wie leicht man Leute falsch verstehen möchte ("Autobahn geht nicht, finde ich."), ist schon erschreckend und zeigt eigentlich genau das, was angeprangert wird: Mit dem Tabuisieren bestimmter Begriffe meint man einem Thema gerecht werden zu können.
Ganz offensichtlich spricht Herman in ihrem Zitat von Werten, die schon vor der NS-Zeit da waren und in der und der kommenden Zeit, abgeschafft wurden. Einen direkten NS-Vergleich kann ich da nicht sehen.



Inhaltlich kann man über ihre Thesen ewig sprechen und unterschiedlicher Meinung sein, diese Art der Diskussion ist aber primitiv (vor allem die 'schauspielerischen' Leistungen einer Schreinemakers, aber auch eine Senta Berger, die zum Thema eigentlich keine Infos hat, aber gerne mitredet).


Danke



Kerner raus
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Da ich im Urlaub war, habe ich die ganze Sache gar nicht mitbekommen. Ich habe mir die ganze Sendung jetzt angeschaut und muss ganz ehrlich sagen, dass ich entsetzt bin. Nicht von Eva Herman, deren Position mir recht egal ist, sondern vom Umgang der Medien mit dem Thema. Wie einfach man Zitate verdreht, um Leute in eine rechte Ecke zu drängen, und wie leicht man Leute falsch verstehen möchte ("Autobahn geht nicht, finde ich."), ist schon erschreckend und zeigt eigentlich genau das, was angeprangert wird: Mit dem Tabuisieren bestimmter Begriffe meint man einem Thema gerecht werden zu können.
Ganz offensichtlich spricht Herman in ihrem Zitat von Werten, die schon vor der NS-Zeit da waren und in der und der kommenden Zeit, abgeschafft wurden. Einen direkten NS-Vergleich kann ich da nicht sehen.



Inhaltlich kann man über ihre Thesen ewig sprechen und unterschiedlicher Meinung sein, diese Art der Diskussion ist aber primitiv (vor allem die 'schauspielerischen' Leistungen einer Schreinemakers, aber auch eine Senta Berger, die zum Thema eigentlich keine Infos hat, aber gerne mitredet).
Jop volle Zustimmung!
 
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