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[Neon.de] Fußball und Faschismus

stiller

Well-Known Member
Ein Artikel von neon.de, den einer der User dort verfasst hat, also keiner, der in einer Zeitung erschienen ist. Dennoch hat ers dort zum Topartikel geschafft und vielleicht gar nicht mal zu Unrecht.



Ein paar Auszüge:




Alle Mannschaften wollen gewinnen und den Einzug ins Finale erreichen. In Ehre für das eigene Land soll das Gegenüber besiegt werden. Die Vernichtung des Gegners wird jedoch nicht nur, wie auch berechtigt, auf dem Spielfeld versucht, sondern findet schon im Vorfeld der Spiele durch die Medien in TV und Zeitung statt. Die auflagenstärkste Zeitung Deutschlands führt z.B. 30 Gründe an, wieso Ösis auch Dösis sind und macht sich über eine gesamte Nation und ihre Kultur lustig.



Ausgänge von Spielen, in denen 22 Männer wild einem Ball nachrennen, um diesen in einem Eisenrahmen mit Netz zu versenken, dürfen nicht Auslöser für physische Gewalt gegen Einzelpersonen und verbalen Missbrauch gegen gesamte Völker werden.


In Flaggen gehüllte Fans mit bunt bemalten Gesichtern und verrücktem Kopfschmuck, reißt euch zusammen und achtet nicht auf die nationalistische Hetzpropaganda der Medien. Ihr sollt eine Gemeinschaft werden. Unter König Fußball. Oder ist der schon längst tot?


http://www.neon.de/kat/sehen/gesellschaft/239232.htmlhttp://www.neon.de/kat/sehen/gesellschaft/239232.html
 
wenn ich ehrlich bin: ich find den text ziemlich schlecht.



viel zu undifferenziert. einseitig. oberflächlich.

das nimmt ihm leider mMn die berechtigung für die völlig richtige kritik.

schade eigentlich. wenn der artikel an sich nicht so populistisch wäre, würde die kritik "nationalistische tendenzen (böse) vs. patriotistische tendenzen (weniger böse)" auch ernstgenommen werden können. so hatters irgendwie versaut und seinen schwerpunkt auf die falschen subjekte gelegt.



man merkt, dass er fußball scheiße findet und mit den leuten nichts anfangen kann. das ist legitim, aber das darf man nicht merken, wenn man so ne aussage transportieren möchte.



ich finde er vernachlässigt (vlt auch wegen seiner abneigung gegen fußball, die ich ihm jetzt einfach mal unterstelle, zumindest aber mal ne abneigung gegen fußballfans) dass rassistische tendenzen schlicht IMMER in der gesellschaft vorhanden sind und diese leider nur während einer veransteltung wie em und wm so wahrgenommen werden. die annahme, eine veranstaltung wie em/wm sei der grund für rassismus/chauvinismus/nationalismus ist so öberflächlich dämlich, dass ich mich echt wundere, wies sowas auf ne startseite schafft. man sollte nicht die fußballfans jetzt dafür leiden lassen, dass die gesellschaft sonst blind ist für das nationalistische getue.



oder schlaubimäßig ausgedrückt: fußball und rassismus mag korrelieren, es ist aber kein kausalzusammenhang.



am ende beschränkt er sich auf die extremen ausschreitungen (gewalt und die polen-parolen), die es immer gibt und die ohne frage schlimm sind. DIE sind es aber, die man auch ohne WM wahrnimmt. der nationalismus des "gemeinen mannes" ums mal so zu nennen, der jetzt zu sehen ist, wird leider nicht so wirklich thematisiert. diese beschränkung auf das extrem vermittelt, dass das "andere" nur halb so schlimm ist - man müsse sich erstmal für die großen schämen.



brennpunkt verfehlt, würd ich das nennen.



ok für ne schülerzeitung, für alles anderen ungeeignet.



*ende des verrisses
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*



lustiger find ich ja noch die diskussion danach. arroganten studenten, hehe. da ist ja ein klugscheißer nach dem anderen, meine güte, wie oft wird da denn bitte rechtschreibung angebitcht?
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werdet erwachsen, man
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@ Evo





Ich lese da keine Antipathie gegen Fußball heraus - siehe die letzten beiden Satz.



Ich würde dem Artikel zustimmen und ich bin sicher kein Fußballhasser.

Für seine Länge ist auch der Inhalt okay. Ist kein Essay, sondern ein kurzer Kommentar - auch wenns mehr Buchstaben hat als die Titelseite der BLÖD bspw.

Und Kommentare sollen nicht neutral sein, sondern die eigene Meinung möglichst so zum Ausdruck bringen, dass man verstehen kann, wie der Autor zu seiner Meinung kommt.

Hinterher kann man dann zustimmen, oder gegenteiliger Meinung sein.
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aus der diskussion die dann folgt, kann man das mMn schon rauslesen. ich hatte zumindest das gefühl.



ich bin ja nicht geteilter meinung. man kann da ja nichts wiedersprechen, ist ja alles in ordnung.



ich finde das einfach nur schlecht gemacht, sorry
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da fehlt so viel, dasses auch nicht "ankommen" kann.
 
Naja, die folgende Diskussion ist vom ersten Beitrag an lächerlich.

Habn auch nur die ersten 10 gelesen, dann hats gelangt.

Ich würde dadurch aber nicht auf den Kommentar per se schließen.



Aber egal, ich finds gut, du findest es schlecht.



That's fucking democracy, baby!
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Womit wir bei diesem Thema wären:



RECHTSEXTREMISMUS-STUDIE

<span>Demokratiefrust bereitet Nährboden für Neonazis</span>



Von Philipp Wittrock



Ausländerfeindlichkeit, Angst vor Ausgrenzung, Politikverdrossenheit - ein Blick in die Mitte der Gesellschaft zeigt, wie und wie weit sich rechtsextreme Tendenzen in Deutschland verbreiten. Wissenschaftler warnen in einer neuen Studie: Demokratie ist vielen Bürgern kaum etwas wert.




Mehr...(spiegel)
 
Ich muss Evo jetzt mal zustimmen. Ich finde man merkt an Kommentaren wie "22 Wilde einem Ball hinterher" (sinngemäß zitiert), dass er weniger einen bedeutungsschweren Artikel schreiben wollte, sondern dass ihn die EM einfach anpisst. Als ich dann gelesen habe, dass der Gute selbst Österreicher ist, zerbrach meine Vision vom politischen Deutschen, wurde zum Beleidigten Ösi, der die Bild zu ernst genommen hat.

Das Thema an sich hat viel mehr Potential, weshalb ich mir gewünscht hätte, dass es etwas ausführlicher geworden wäre. Zum einen, damit man den Autor und seine Intention besser einschätzen kann, zum anderen, dass klar wird, dass sich Faschismus im Fußball äußert, aber nicht durch ihn ausgelöst wird.
 
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