Internet Fanclub roteteufel.de

This is a sample guest message. Register a free account today to become a member! Once signed in, you'll be able to participate on this site by adding your own topics and posts, as well as connect with other members through your own private inbox!

Neue Regeln gelten ab Confed Cup

es haben sich bestimmt 99% gegen diese Regel ausgesprochen, einzig Blatter scheint dem Ganzen noch was Positives abzugewinnen...
default_icon_confused.gif
 
Abseitsregel: Wehe, wenn die Praxis des Confederations Cups im Alltag praktiziert wird - 04.07.2005 13:57



Von "fußballfeindlich" bis "lächerlich": Die Liga läuft Sturm



--------------------------------------------------------------------------------

Erst mit eigens aus Frankfurt geholten Jugendteams, dann mit Senioren ließ die FIFA im Camp der Schiedsrichterteams in Neu-Isenburg während des Confed-Cups nahezu täglich üben, was sie während des Turniers erstmals umsetzen musste: Auf Grund der geänderten Regel (kicker berichtete) sollen Assistenten erst die Fahne heben, wenn ein im Abseits befindlicher Spieler den Ball berührt hat.

--------------------------------------------------------------------------------



317355.jpg


Halten beide nichts von der neuen Abseitsregel: Bielefelds Keeper Hain (li), Referee Fandel.









Die Folgen waren in den Spielen zu sehen, zum Beispiel unsinnige Sprints nach Steilpässen über 30, 40 Meter, weil der Angreifer erst danach wusste, dass er sich zu weit vorgewagt hatte. Bei Mexiko gegen Argentinien ging ein Verteidiger auf Nummer sicher, schlug den Ball ins Toraus, bevor der Gegner ihn berührte. Folge: Eckball gegen ihn statt Freistoß für ihn. Oberste Regelexperten streiten hinter den Kulissen, wo es eigentlich Freistoß geben soll. Dort, wo der Fußballer im Abseits stand - weil ja die Position beim Abspiel entscheidend ist - oder dort, wo er den Ball berührt hat - weil erst da der Regelverstoß angezeigt wurde. Viele sehen die Gefahr von Verletzungen durch unnötige Zweikämpfe, wenn das Spiel sinnlos weiterläuft.



Wehe, wenn diese Praxis mit Beginn der neuen Saison in der Bundesliga umgesetzt wird, das sagen alle Beteiligten:



Mathias Hain (Bielefeld):

"Diese Regel ist die größte Verarsche, die ich im Fußball bisher erlebt habe."



Uwe Rapolder (Köln):

"Der Versuch, passives Abseits durch eine noch schlechtere Regel auszugleichen."



Felix Magath (Bayern):

"Diese Regel bringt noch mehr durcheinander."



Stefan Kießling (Nürnberg):

"Es besteht die Möglichkeit, dass sich einer eine schwere Verletzung zuzieht. Und dann heißt es: Pech gehabt, war sowieso Abseits."



Klaus Allofs (Bremen):

"Unsinnig."



Michael Henke (Kaiserslautern):

"Es ist eine unfaire Regel. Daran ändert auch die beim Confed-Cup praktizierte Kuriosität nichts."



Silvio Meißner (Stuttgart):

"Statt einfacher ist es noch komplizierter."



Klaus Augenthaler (Leverkusen):

"Lächerlich! Erdacht von Leuten, die auf dieser Ebene nie Fußball gespielt haben."



Holger Fach (Wolfsburg):

"Ich befürchte, dass man damit Frust bei den Spielern erzeugt."



Friedhelm Funkel (Frankfurt):

"Absoluter Schwachsinn und fußballfeindlich."



Jürgen Klopp (Mainz):

"Es ist mehr als überlegenswert, das Ganze wieder abzuschaffen."



Herbert Fandel (Schiedsrichter beim Confed-Cup):

"Man sollte die Reaktionen von Fans, Spielern und Trainern berücksichtigen."



Thorsten Kinhöfer (Schiedsrichter):

"Es sieht so aus, als würde die Verwirrung noch größer."



Peter Gagelmann (Schiedsrichter):

"So gibt es auf jeden Fall Diskussionen, und wir wollen ja nicht im Mittelpunkt stehen. Vielleicht sollte man wieder etwas zurückschrauben."



Knut Kircher (Schiedsrichter):

"Wieso sollen wir einen Stürmer 20, 30 Meter umsonst über den Platz hecheln lassen? Das gibt doch nur Ärger."



Wie geht es nun weiter? Noch immer kann ein Spieler strafwürdig im Abseits stehen, wenn er nur "einen Gegner . . . behindert, täuscht oder ablenkt". Die FIFA hat ihren Leuten am Ende des Confed-Cups wachsweich mitgeteilt, dass sie bei eindeutigem Abseits und drohendem Zweikampf doch vor dem Ballkontakt winken könnten. DFB-Lehrwart Eugen Strigel, der am Wochenende die Assistenten und eine Woche später die Schiedsrichter auf die Saison vorbereitet, hofft auf schnelle Klärung: "Wir leben nicht auf einer Insel und müssen uns nach dem richten, was uns die FIFA vorgibt."



Demnach ist klar, dass die Praxis des Wartens von den Assistenten in manchen Fällen umgesetzt werden muss. Starten zwei Spieler nach dem Ball, der eine aus dem Abseits heraus, der andere nicht, dann kann die Fahne erst kommen, wenn klar ist, wer den Ball bekommt. Auch wenn alle Praktiker dies für wirklichkeitsfremd halten. Denn die Regel könnte frühestens 2006 geändert werden, wenn der International Board tagt.



Thomas Roth



Quelle: www.kicker.de
 
Was passiert denn, wenn der DFB Mut beweist und die Regel nicht umsetzt? Glaube kaum, dass uns die FIFA 11 Monate vor der WM in Deutschland aus dem Verband ausschließt. Der DFB sollte seine starke Stellung im Weltverband mal zur Opposition nutzen und nicht zu jedem Unsinn nur nicken, damit Blatter Beckenbauer zu seinem Nachfolger kürt!
 
Einfach arm das ganze, aber der blatter ist doch der größte Idiot der Welt und zudem ist er viel zu Stolz auf sich und seine "Werke", als das er die Regel zurück nimmt. Der Mann muss weg, jeder Nachfolger wäre besser!
 
die Regel wird doch sowieso wieder abgeschafft, wie sie gesagt haben beim Confed-Cup, also brauch man da kaum Sorge hamm - bei der U20-WM beispielsweise wurde ja auch ohne die neue Regel gespielt.
 
Abseits: DFB auf Konfrontationskurs zur FIFA?



Im Moment ist nur klar, dass nichts klar ist. In dem Bemühen, das passive Abseits - das im Regelbuch nie stand - abzuschaffen, hat der International Board die Verwirrung nur vergrößert statt sie abzubauen.

Kurz die Chronologie: Ende Februar änderte die höchste Regelkommission der Welt den Text der Regel 11, Abseits. Künftig sollte bestraft werden, wer "den Ball berührt", aber auch wer "einen Gegenspieler . . . nach Ansicht des Schiedsrichters behindert, täuscht oder ablenkt". Hoppla, dachten sich Volker Roth, der Vorsitzende des DFB-Schiedsrichterausschusses, und Lehrwart Eugen Strigel beim ersten Lesen des Circulars der FIFA, das die Beschlüsse an die Landesverbände weitergab, da hat sich überhaupt nichts geändert!



Die Bilder beim Confed-Cup schienen die beiden zu widerlegen. Auf Anweisung der FIFA winkten die Assistenten an der Linie erst, wenn der im Abseits positionierte Spieler wirklich den Ball berührt hatte. Die Folgen sind bekannt. Manche sprinteten bei hohen Temperaturen 30, 40 Meter umsonst. Nationalspieler wie Auswahltrainer schimpften auf die neue Praxis, viele fürchteten im Hinblick auf die kommende Bundesligasaison: Das Chaos ist perfekt. Regelexperten diskutierten, wie der neue Text zu interpretieren sei und welche Folgen er hätte.



Am kommenden Wochenende ist die Zeit der theoretischen Erörterungen vorbei. Denn dann treffen sich in Altenburg-Wart im Schwarzwald die Assistenten der Ersten und Zweiten Liga. Dann muss ihnen Eugen Strigel mitteilen, wann sie den Arm zu heben haben. Nach Rücksprache mit Volker Roth sagt der Lehrwart eindeutig: "Ich werde sie anweisen, dass sie Abseits genau so auslegen wie in der vergangenen Saison." Es ändert sich also nichts. Ist das nicht ein deutlicher Konfrontationskurs zur FIFA? Schert Deutschland aus dem ehernen Gesetz aus, dass Fußball überall auf der Welt nach gleichen Regeln gespielt werden soll? "Nein", sagt Strigel, "alles, was wir von der FIFA schriftlich bekommen haben, lässt unsere Interpretation zu." Beim Weltverband ist man der Meinung, dass die Dinge klar sind - wie beim Confed-Cup praktiziert. P. S.: Der neue Regeltext ist seit 1. Juli 2005 weltweit gültig. Auf der offiziellen Homepage der FIFA stand gestern, 6. Juli, noch der alte von 2004. Alles klar - oder doch nicht?



Thomas Roth



===============



Rischtisch so, gibt aber sicher noch Streit mit der FIFA.
 
Zurück
Oben