Neue Strafen gegen Rassismus: Punktabzug, Suspension oder Disqualifikation
Zürich, 16. März 2006 - Gast zum Auftakt der zweitägigen Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees war heute Donnerstag, 16. März 2006, der französische Nationalspieler und Spieler von Juventus Turin Lilian Thuram, der von seinem beherzten Kampf gegen Rassismus im Fussball berichtete. "Es gibt nur eine Rasse, die Rasse aller Menschen. Gewisse Leute nehmen den Fussball als Geisel. Einige Menschen lernen einfach nie. Aus diesem Grund hat die FIFA die Pflicht einzuschreiten, die Situation zu bereinigen und diese Menschen von den Stadien fern zu halten", betonte Thuram.
Thuram war bereits Teilnehmer an der ersten FIFA-Konferenz gegen Rassismus im Vorfeld des Ausserordentlichen FIFA-Kongresses von Juli 2001 in Buenos Aires, bei der der FIFA-Tag gegen Diskriminierung ins Leben gerufen wurde.
Nach dem Bericht von Lilian Thuram genehmigte das Exekutivkomitee auf Antrag des FIFA-Präsidenten eine Änderung von Art. 55 des FIFA-Disziplinarreglements, der bei rassistischen oder diskriminierenden Vorfällen im Fussball neu sehr harte Strafen vorsieht.
Die Massnahmen reichen je nach Fall von Spielsperren über Punkteabzug (drei Punkte für ein erstes Vergehen, sechs Punkte für ein zweites und Relegation für weitere Vergehen) bis hin zum Wettbewerbsausschluss eines Teams. Die Konföderationen und Mitgliedsverbände sind dazu verpflichtet, die genannten Bestimmungen in ihre Reglemente aufzunehmen. Bei Missachtung dieser Bestimmung kann der betreffende Verband für zwei Jahre vom internationalen Spielbetrieb ausgeschlossen werden.
"Ich habe auch im Namen der FIFA wiederholt meine klare Haltung gegen Rassismus und Diskriminierung zum Ausdruck gebracht, doch die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass wir dringend gemeinsam noch härtere Massnahmen ergreifen müssen, um dieses Übel aus dem Fussball zu verbannen. Ich freue mich deshalb ausserordentlich, dass die Fussballfamilie und das FIFA-Exekutivkomitee heute einen grossen Schritt in diese Richtung getan haben", erklärte der FIFA-Präsident.
Lilian Thuram seinerseits beglückwünschte die FIFA zu dieser Initiative: "Nun, da die Klubs und Verbände in der Pflicht sind, werden sie Lösungen zur Beseitigung dieses Übels finden."
Anfragen an:
FIFA Media Department
media@fifa.org
Quelle: Fédération Internationale de Football Association
Kanns irgendwie nicht glauben, dass die Meldung nach 3 Tagen noch nicht im Forum ist, habe sie aber nirgends gefunden. Wenn doppelt bitte zumachen!
Zürich, 16. März 2006 - Gast zum Auftakt der zweitägigen Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees war heute Donnerstag, 16. März 2006, der französische Nationalspieler und Spieler von Juventus Turin Lilian Thuram, der von seinem beherzten Kampf gegen Rassismus im Fussball berichtete. "Es gibt nur eine Rasse, die Rasse aller Menschen. Gewisse Leute nehmen den Fussball als Geisel. Einige Menschen lernen einfach nie. Aus diesem Grund hat die FIFA die Pflicht einzuschreiten, die Situation zu bereinigen und diese Menschen von den Stadien fern zu halten", betonte Thuram.
Thuram war bereits Teilnehmer an der ersten FIFA-Konferenz gegen Rassismus im Vorfeld des Ausserordentlichen FIFA-Kongresses von Juli 2001 in Buenos Aires, bei der der FIFA-Tag gegen Diskriminierung ins Leben gerufen wurde.
Nach dem Bericht von Lilian Thuram genehmigte das Exekutivkomitee auf Antrag des FIFA-Präsidenten eine Änderung von Art. 55 des FIFA-Disziplinarreglements, der bei rassistischen oder diskriminierenden Vorfällen im Fussball neu sehr harte Strafen vorsieht.
Die Massnahmen reichen je nach Fall von Spielsperren über Punkteabzug (drei Punkte für ein erstes Vergehen, sechs Punkte für ein zweites und Relegation für weitere Vergehen) bis hin zum Wettbewerbsausschluss eines Teams. Die Konföderationen und Mitgliedsverbände sind dazu verpflichtet, die genannten Bestimmungen in ihre Reglemente aufzunehmen. Bei Missachtung dieser Bestimmung kann der betreffende Verband für zwei Jahre vom internationalen Spielbetrieb ausgeschlossen werden.
"Ich habe auch im Namen der FIFA wiederholt meine klare Haltung gegen Rassismus und Diskriminierung zum Ausdruck gebracht, doch die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass wir dringend gemeinsam noch härtere Massnahmen ergreifen müssen, um dieses Übel aus dem Fussball zu verbannen. Ich freue mich deshalb ausserordentlich, dass die Fussballfamilie und das FIFA-Exekutivkomitee heute einen grossen Schritt in diese Richtung getan haben", erklärte der FIFA-Präsident.
Lilian Thuram seinerseits beglückwünschte die FIFA zu dieser Initiative: "Nun, da die Klubs und Verbände in der Pflicht sind, werden sie Lösungen zur Beseitigung dieses Übels finden."
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