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Nobodys und ihre Trainerkarriere

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Mit Mirko Slomka hat Schalke 04 am Dienstag (04.01.06) einen weitgehend Unbekannten zum Cheftrainer gemacht. Vor knapp 17 Jahren galt bei den Königsblauen das gleiche für Peter Neururer. Im April 1989 wechselte der damals 34-Jährige von Alemannia Aachen zu seinem Wunschverein. Mittlerweile hat Neururer zahlreiche Stationen im Profifußball hinter sich, unter anderem beim 1. FC Köln und Hertha BSC Berlin. Seinen größten Erfolg feierte er 2004 mit dem damaligen Aufsteiger VfL Bochum, den er bis in den UEFA-Pokal führte. Zuletzt schaffte er einen sehr erfolgreichen Einstand bei Hannover 96.



Dragoslav wer? Das fragten sich viele Fußball-Fans, als Eintracht Frankfurt den Serben 1991 als Nachfolger von Jörg Berger verpflichtete. Denn Stepanovic besaß zwar einen guten Namen als Spieler, hatte in der Position des Trainers bis dahin jedoch ausschließlich im Amateurbereich gearbeitet. Kurz nach seiner Entlassung 1993 wurde "Stepi" neuer Coach bei Bayer Leverkusen. Einem weiteren Kurzauftritt in Frankfurt folgten noch zwei Gastspiele in Liga zwei, bei den Stuttgarter Kickers und Rot-Weiß Oberhausen.



Vom Jugend- und Co-Trainer schaffte es Christoph Daum 1986 auf den Cheftrainerposten beim 1. FC Köln. In der Rhein-Metropole ist er noch heute eine Kultfigur, obwohl er den FC nach zwei Vizemeisterschaften schon 1990 verließ. Den VfB Stuttgart führte er 1992 zum Meistertitel. Den Tiefpunkt erlebte der damals designierte Bundestrainer Daum im Jahr 2000 mit der Kokainaffäre um seine Person. In Leverkusen wurde er daraufhin entlassen, ist seitdem nur noch im Ausland beschäftigt. Jedoch wird sein Name bei fast jedem Bundesliga-Klub auf Trainersuche gehandelt.



In der Bundesliga hatte Joachim "Jogi" Löw als Spieler nur für ganz wenige Schlagzeilen gesorgt. Das änderte sich schlagartig, als er 1996 beim VfB Stuttgart den zurückgetretenen Rolf Fringer zunächst nur als Interims-, später auch als Cheftrainer beerbte. Gleich im ersten Jahr feierte er dort außerordentliche Erfolge: Der VfB wurde Pokalsieger, kam in der Liga auf Rang vier und zudem ins Endspiel des UEFA-Pokals. Trotzdem wurde Löw entlassen und heuerte in der Türkei bei Fenerbahce an. Nach einigen Stationen bei kleineren Vereinen ist er heute Assistent von Bundestrainer Jürgen Klinsmann.



Ein jähes Karriereende nach nur 14 Bundesligaspielen für Schalke 04 ließ Michael Skibbe 1986 früh wieder von der Bildfläche verschwinden. Zwölf Jahre später tauchte er plötzlich wieder auf. Borussia Dortmund beförderte seinen damaligen Amateurtrainer zum Chefcoach der Profis. Wie seine aktive Karriere fand auch dieser Abschnitt ein schnelles Ende. Nach nur zwei Monaten musste Skibbe seinen Platz wieder räumen, wechselte 2000 zum DFB und wurde an der Seite Rudi Völlers 2002 Vizeweltmeister. Mittlerweile hat sich Bayer Leverkusen die Dienste des Fußballlehrers gesichert.



Eine der kürzesten Karrieren als Bundesligatrainer kann sich Rolf Dohmen auf die Fahnen schreiben. Der heute 54-Jährige besetzte zur Rückrunde der Saison 2000/2001 den Trainerstuhl bei Eintracht Frankfurt - als Nachfolger von Felix Magath. Nur etwas mehr als zwei Monate dauerte dieses Engagement, dann löste Friedel Rausch Dohmen ab. Es war seine bis dato einzige Station als Profitrainer.



Als Rapolder 2004 zu Arminia Bielefeld kam, kannten ihn nur die wenigsten aus seiner Zeit bei Waldhof Mannheim. Dort hatte er bereits vier Jahre als Profitrainer gearbeitet, doch der Durchbruch gelang ihm erst bei den Ostwestfalen. Erst der Aufstieg in die Bundesliga, dann der souveräne Klassenerhalt und Einzug ins Pokalhalbfinale mit Rapolders Systemfußball. Der anschließende Wechsel nach Köln erwies sich allerdings als Fehlgriff. Im Dezember wurde Rapolder nach anhaltender Negativserie entlassen.



Michael Henke kannten die meisten nur als Co-Trainer von Ottmar Hitzfeld. Erst in Dortmund und dann beim FC Bayern arbeitete er 13 Jahre lang an dessen Seite. Mit beiden Klubs gewann das Gespann die Champions League, bevor Hitzfeld 2004 in München seinen Stuhl räumen musste und auch Henke den Verein verließ. Zur laufenden Saison wurde Henke dann erstmals Cheftrainer eines Bundesliga-Klubs. Sein Debüt jedoch stand unter keinem guten Stern. Am Tabellenende liegend entließ der FCK Henke nach nur 13 Spieltagen.

Quelle: www.sport.ard.de
 
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