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OB-Kandidat entpuppt sich als Lügner
Mit einem falschen Doktortitel und einer vorgetäuschten schweren Erkrankung hat der CDU-Kandidat für die Landauer OB-Wahl, Kai Schürholt, seine Partei in eine Krise gestürzt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen Kandidaten.
Er sei gesund, erklärte der 35-Jährige heute Nachmittag. Anfang der Woche hatte Schürholt noch gesagt, er könne wegen einer schweren Erkrankung seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters in Landau nicht aufrechterhalten.
Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Schürholt, weil er bei seiner Kandidatur auch einen falschen Doktortitel angegeben hatte. Die Staatsanwaltschaft reagierte damit auf die Anzeige einer Landauer Bürgerin. Hätte es diese Anzeige nicht gegeben, hätte die Staatsanwaltschaft von Amts wegen Ermittlungen aufgenommen, sagte der Landauer Leitende Oberstaatsanwalt Detlef Winter.
Parteiausschluss beantragt
Der Landauer CDU-Kreisvorsitzende Ralf Göbel hat in einem Schreiben an die Bundesgeschäftsstelle der CDU beantragt, Schürholt aus der Partei auszuschließen, weil er der Partei schweren Schaden zugefügt habe. Im SWR bezeichnete Göbel die Affäre als "Super-Gau". Die Landauer CDU prüft gegen Schürholt rechtliche Schritte. Über das weitere Vorgehen würden heute Abend die Gremien der Partei beraten.
CDU tief enttäuscht über Betrug
Die CDU ist nach Göbels Worten "tief enttäuscht" über den Betrug ihres bisherigen OB-Kandidaten Kai Schürholt. Göbel hatte nach immer lauter gewordenen Gerüchten Schürholt aufgefordert, ihm eine Promotionsurkunde vorzulegen. Als dies nicht geschah, hatte er herausgefunden, dass dem Berliner der Doktorgrad noch nicht verliehen wurde, sondern er lediglich als Doktorand geführt werde.
Göbel hatte den Kandidaten, der für den Deutschen Brauer Bund als promovierter Pressesprecher tätig war, als OB-Kandidaten für Landau angeworben.
Göbel entschuldigt sich bei seinen Parteifreunden und den Wählern. Er kündigte an, die Vertauensfrage zu stellen. Eine Entscheidung darüber müsse die Basis der Landauer CDU treffen.
CDU ohne Kandidat bei OB-Wahl in Landau
Bereits seit Schürholts Rückzugsankündigung war klar, dass die CDU ohne wählbaren Kandidaten in die OB-Wahl gehen muss. Um einen Ersatzkandidaten für Schürholt aufzustellen, war es zu spät, weil die entsprechenden Fristen längst abgelaufen waren. Schürholts Name wird allerdings auf den Stimmzetteln bleiben, die bereits gedruckt sind. Auch dort ist er als "Dr. Schürholt" geführt.
Im März hatte der Landauer Oberbürgermeister Christof Wolff (CDU) für alle überraschend seinen vorzeitigen Rückzug zum Jahresende angekündigt. Seine Partei hatte sich mit der Suche nach einem aussichtsreichen Bewerber schwer getan.
Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=2500830/1la4qgz/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=2500830/1la4qgz/index.html
Mit einem falschen Doktortitel und einer vorgetäuschten schweren Erkrankung hat der CDU-Kandidat für die Landauer OB-Wahl, Kai Schürholt, seine Partei in eine Krise gestürzt. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen Kandidaten.
Er sei gesund, erklärte der 35-Jährige heute Nachmittag. Anfang der Woche hatte Schürholt noch gesagt, er könne wegen einer schweren Erkrankung seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters in Landau nicht aufrechterhalten.
Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Schürholt, weil er bei seiner Kandidatur auch einen falschen Doktortitel angegeben hatte. Die Staatsanwaltschaft reagierte damit auf die Anzeige einer Landauer Bürgerin. Hätte es diese Anzeige nicht gegeben, hätte die Staatsanwaltschaft von Amts wegen Ermittlungen aufgenommen, sagte der Landauer Leitende Oberstaatsanwalt Detlef Winter.
Parteiausschluss beantragt
Der Landauer CDU-Kreisvorsitzende Ralf Göbel hat in einem Schreiben an die Bundesgeschäftsstelle der CDU beantragt, Schürholt aus der Partei auszuschließen, weil er der Partei schweren Schaden zugefügt habe. Im SWR bezeichnete Göbel die Affäre als "Super-Gau". Die Landauer CDU prüft gegen Schürholt rechtliche Schritte. Über das weitere Vorgehen würden heute Abend die Gremien der Partei beraten.
CDU tief enttäuscht über Betrug
Die CDU ist nach Göbels Worten "tief enttäuscht" über den Betrug ihres bisherigen OB-Kandidaten Kai Schürholt. Göbel hatte nach immer lauter gewordenen Gerüchten Schürholt aufgefordert, ihm eine Promotionsurkunde vorzulegen. Als dies nicht geschah, hatte er herausgefunden, dass dem Berliner der Doktorgrad noch nicht verliehen wurde, sondern er lediglich als Doktorand geführt werde.
Göbel hatte den Kandidaten, der für den Deutschen Brauer Bund als promovierter Pressesprecher tätig war, als OB-Kandidaten für Landau angeworben.
Göbel entschuldigt sich bei seinen Parteifreunden und den Wählern. Er kündigte an, die Vertauensfrage zu stellen. Eine Entscheidung darüber müsse die Basis der Landauer CDU treffen.
CDU ohne Kandidat bei OB-Wahl in Landau
Bereits seit Schürholts Rückzugsankündigung war klar, dass die CDU ohne wählbaren Kandidaten in die OB-Wahl gehen muss. Um einen Ersatzkandidaten für Schürholt aufzustellen, war es zu spät, weil die entsprechenden Fristen längst abgelaufen waren. Schürholts Name wird allerdings auf den Stimmzetteln bleiben, die bereits gedruckt sind. Auch dort ist er als "Dr. Schürholt" geführt.
Im März hatte der Landauer Oberbürgermeister Christof Wolff (CDU) für alle überraschend seinen vorzeitigen Rückzug zum Jahresende angekündigt. Seine Partei hatte sich mit der Suche nach einem aussichtsreichen Bewerber schwer getan.
Quelle: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=2500830/1la4qgz/index.htmlhttp://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=2500830/1la4qgz/index.html