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OB-Kandidat entpuppt sich als Lügner

Lass mich raten: SPD, Grüne, FDP
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2 von 3 Punkten...
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Anstatt FDP finde ich auch immer vereinzelt Punkte bei der Union, die mich ansprechen.



Aber das führt jetzt schon echt weit weg vom Thema...
 
@Klinge

natürlich ist es die Aufgabe der Politik den Menschen eine ausreichende persönliche und berufliche Zukunftschance geben. Du kannst das ganze nicht mit früher vergleich, denn früher, das heißt nach dem Krieg, lag die Arbeit auf der Straße rum. Die Menschen mussten arbeiten um zu überleben und die Arbeit gab es überall, zur Not bist du eben zu einem Bauer gegangen und hast auf dem Feld gearbeitet.

Die Menschen heute sind faul, zu 90% sind Arbeitslose faul und bequem, diese These stell ich einfach auf, denn ich weiß wie schwer es ist bei 4 Mio. Arbeitslosen auch nur 5 fähige Helfer für die Weinlese aufzutreiben..So etwas hättest du früher nicht erlebt. Da aber der Wähler in diesem Staat die Macht hat und sich somit einschneidende Veränderungen im Sozialsystem nicht durchsetzen lassen wirst du wohl oder über den Menschen eine Zukunftschance geben müssen.

Zukunftschance heißt aber in meinen Augen nicht das Versprechen eines Arbeitsplatzes sondern allein schon die Bemühung um die Jugendlichen. Es gibt Dinge die Politik nicht erarbeiten kann, das sind Arbeitsplätze, das ist ein gutes Einkommen und weiteres. In diesen Bereichen kann die Politik versuchen zu lenken und Bedingungen zu schaffen, die Handlungsmacht liegt aber an anderer Stelle.

Was die Politik aber machen kann und machen muss ist eine aktive Politik zur Förderung der Menschen, vor allem der Jugendlichen. Gerade in Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit ist es wichtig den Jugendlichen Perspektiven zu bieten und ihnen einen "Zufluchtsort" zu bieten, was man z.b. mit einem Jugendtreff oder organisierten Ferienfreizeiten durchaus hinbekommen kann.

Die Menschen in den sozialschwachen Gebieten des Landes sind die, die sich erfahrungsgemäß am ehesten für einen radikalen Gedankengang gewinnen lassen und diesem kann man nur über eine proaktive Politik entgegen wirken. So lange diese Jugendarbeit von der Regierung jedoch gemieden wird und diese Jugendarbeit durch radikale Partein wie die NPD organisiert werden braucht man sich über die Resultate sicherlich nicht wundern!
 
Aus Gutgläubigkeit kann man keinen Vorwurf machen ? Klar sonst müssten sie sich ja selbst auch einen machen. Was ein Schwachsinn echt. Poltiker echt da fällt mir als nix mehr ein.....







Wolff: OB-Wahl findet statt

Stadt trug „Dr. Schürholt" bei Anmeldung ein, ohne nach Ausweis zu fragen

Die OB-Wahl in Landau findet auf jeden Fall am kommenden Sonntag statt. Das versicherten gestern der Wahlleiter, Oberbürgermeister Dr. Christof Wolff, und die Aufsichtsbehörde. Heute beschäftigt sich der Landtag in einer aktuellen Stunde auf Antrag der SPD mit dem Schürholt-Skandal. Wie Wolff auf RHEINPFALZ-Anfrage sagte, trug das Bürgerbüro im Rathaus bei Schürholts Anmeldung in Landau ohne entsprechende Ausweispapiere den Doktortitel ein.



Angesichts der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ist die Stadtverwaltung Gerüchten nachgegangen, die sich um die An- und Abmeldung des „Bürgers Kai Schürholt" (Wolff), der für kurze Zeit seinen Wohnsitz in Landau hatte, nachgegangen. Dies bestätigte gestern Wolff gegenüber der RHEINPFALZ. „Wir legen großen Wert auf Transparenz." Richtig sei, dass sich Schürholt im Bürgerbüro am 28. Juni als „Dr. Kai Schürholt" angemeldet hat und mit Titel auch so registriert wurde. Wegen der „Gutgläubigkeit", so Wolff, könne der Mitarbeiterin kein Vorwurf gemacht werden. Darin sei er sich mit dem für das Meldewesen zuständigen Bürgermeister Hans-Dieter Schlimmer einig.





Bei Rückkopplung mit der Verwaltung in Castrop-Rauxel, wo Schürholt vorher gemeldet war, ergaben sich Differenzen mit dem Familienstand, führte Wolff weiter aus. Dort war er „geschieden", in Landau „ledig". Auf schriftliche Rückfrage bestätigte Schürholt dem Landauer Bürgerbüro den Eintrag in Nordrhein-Westfalen als richtig, die Abweichung in Landau begründete er mit dem Versehen, wohl in der Zeile beim Ausfüllen des Formulars verrutscht zu sein.





Der Kontakt mit Berlin, wo sich der Hochstapler derzeit aufhält, ergab, dass er sich dort „ledig" gemeldet hat, nachdem er sich elektronisch bereits am Samstag, 18. August, in Landau wieder abgemeldet hatte - übrigens bereits einen Tag, bevor CDU-Kreischef Ralf Göbel das Rücktrittsgesuch Schürholts per Mail in Händen hielt.





Ob ein Bewerber für ein politisches Amt wählbar ist, wird im Einwohnermeldeamt überprüft. Im Melderegister wird nachgeschaut, ob ein Vermerk darüber vorliegt, demzufolge die Person nicht wählbar ist. Im Fall von Kai Schürholt habe der Stadt Landau Ende Juni kein Vermerk über den Verlust der Wählbarkeit vorgelegen, so Stadtpressesprecherin Simone Mager-Kwiczorowski gestern auf Anfrage. Ein Kandidat ist nicht wählbar, wenn er vom Wahlrecht ausgeschlossen ist. Das kann nach einem Richterspruch der Fall sein, aber auch, wenn er einem Betreuer für die Besorgung seiner Angelegenheiten anvertraut ist oder in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen ist.





Wolff unterstrich gestern, er habe von dem Brief, den die Landauerin Waltraud Kollmar Mitte Juni an CDU-Mitglieder geschrieben und in dem sie Zweifel an Schürholts Doktortitel angemeldet hatte, erst vergangene Woche erfahren. (eva) Leserbriefe Seite 4







SEBALDA



Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße

Ausgabe: Nr.200

Datum: Mittwoch, den 29. August 2007

Seite: Nr.17
 
Und er reißt damit nicht nur sich, sondern auch einen absolut fähigen Mann wie Göbel mit in die Tiefe.
Schürholt kann froh sein, dass er mir - und einigen anderen Landauern - nicht begegnet.



Ich verstehe aber wirklich nicht wie ein halbwegs intelligenter Mann glauben kann, dass sowas nicht auffliegt.

Aber ich bin froh, dass es letztendlich auffliegt!



Ich hab jedenfalls die Nase voll von Bürgerinitiativen und ich werde zum ersten Mal im meinem Leben wohl nicht zur Wahl gehen...


Hab hier mal nen RP Artikel von letzem Mittwoch. Wie kommt Göbel zu solch einer Aussage ? Hat er etwa davon gewusst und hatte gedacht es kommt nicht raus ? Oder hat der Scharlatan das wirklich so überzeugend vorgespielt ? :





Dem spontanen Zusammentreffen mit Schürholt am Montagnachmittag in Berlin war ein Schreiben des Kandidaten vorausgegangen, das am Sonntag Göbel erreichte. Darin hatte der an einem Gehirntumor erkrankte 35-Jährige mitgeteilt, dass er, „um seinen Genesungsprozess nicht zu belasten", auf Anraten der Ärzte von seiner Kandidatur zurücktrete.





„Kai Schürholt geht es gar nicht gut", berichtete gestern Göbel nach seiner Rückkehr aus der Bundeshauptstadt. Die Bestrahlungen, die Schürholt seit fast drei Wochen erhält und die noch weiter ausgedehnt werden sollen, hätten ihn regelrecht „zusammengerissen".





Gegen Ende des Gesprächs mit ihm habe er nicht nur am ganzen Körper gezittert, sondern sich auch kaum noch konzentrieren können, äußerte Göbel absolutes Verständnis für die Entscheidung Schürholts, die freilich die Landauer CDU so wenige Tage vor der OB-Wahl am 2. September ins Mark traf (am Fuß der Seite veröffentlichen wir das „Rücktrittsschreiben" Schürholts).
 
Der Hintergrund

Baldaufs Personalpolitik per Handy

Wie die rheinland-pfälzische CDU auf den Hochstapler „Dr." Kai Schürholt kam



Von unserer Redakteurin





Eva Klag-Ritz





Schadensbegrenzung - nichts anderes hat Landaus CDU derzeit wohl im Sinn. Seit vergangene Woche ihr „Lügenbaron" entlarvt worden ist, lecken die Christdemokraten in der Südpfalz Wunden. Mit den Plakaten ihres Kandidaten und Hochstaplers „Doktor" Kai Schürholt sind sie über Nacht von der Bildfläche verschwunden, abgetaucht. Jeden Tag fürchten sie neue Enthüllungen, die sie neuem Spott aussetzen. Derweil zieht der Skandal immer weitere Kreise. Hätte die SPD im Mainzer Landtag nicht die Gunst der Stunde genutzt, die Affäre um die Landauer OB-Kandidatur diese Woche nicht zum Thema einer aktuellen Stunde im Landtag gemacht (wir berichteten), selbst Landeschef Christian Baldauf hätte noch ein paar Tage länger seinen Kopf eingezogen.





Hatte Baldauf noch am Donnerstag vergangener Woche, als seine Partei den Titelmissbrauch des Kandidaten belegt sah, mit Worten der Entrüstung und des Mitleids für die Landauer Freunde nicht gegeizt, überließ er ab Freitag, als auch die vorgetäuschte schwere Erkrankung Schürholts ruchbar geworden war, das Geschäft mit der Blamage für die Partei lieber seinem Generalsekretär.





Nur jetzt kein falsches Wort am falschen Platz. Deshalb versicherte der mittlerweile zurückgetretene Landauer CDU-Chef und Bundestagsabgeordnete Ralf Göbel jedem, der ihn auch immer nach der Rolle Baldaufs fragte, der sei in keiner Weise involviert gewesen, während die Mainzer Pressestelle der CDU-Landtagsfraktion auf erstaunlich penetrante Art zu verstehen gab, Göbel dürfe ja nicht beschädigt werden. Und hätte gestern die „Süddeutsche Zeitung" Göbel nicht mit Details eines Treffens in Mainz konfrontiert, der Landauer CDU-Chef hätte bestimmt noch eine ganze Weile jegliches Mitwirken Baldaufs an der Kandidatenfindung vehement bestritten. Und Baldauf hätte darauf beharrt, Mainz sei die völlig falsche Adresse für Häme.





Seit gestern ist das anders: Wie Göbel und Baldauf übereinstimmend berichteten, hatte sich der Landeschef mit dem Vorsitzenden des rheinland-pfälzischen Steuerzahlerbundes, Wilhelm Wallmann, dem stellvertretenden Landtagspräsidenten Heinz Hermann Schnabel und dem CDU-Fraktionsgeschäftsführer Andreas Göbel im „Favorite", einer Mainzer Top-Adresse im Volkspark, zum Essen getroffen. Und weil man dabei auch schon mal über Dinge redet, die in der Partei nicht ganz rund laufen, erwähnte Baldauf nach eigenem Bekunden auch die Nöte seines Kreischefs Göbel bei der Suche nach einem geeigneten OB-Kandidaten für Landau. Als Wallmann ihm spontan versicherte, er wisse da um einen absolut tollen Mann, griff Baldauf, eben ein Mann der Tat, zum Handy, wählte Göbel an und reichte sein Telefon Wallmann weiter. „Ich habe ihn nicht vermittelt", betonte Baldauf und Göbel ergänzt: „Er hat lediglich sein Handy weitergereicht."





Wie auch immer: Es war der 19. April, wie man jetzt weiß, an dem der Untergang der Landauer CDU seinen Anfang nahm. Und noch lange nicht zu Ende ist, wie man mutmaßen muss.





Ist doch inzwischen auch bekannt, dass Göbel seinen „Krankenbesuch" in Berlin, als er Kai Schürholt noch davon abbringen wollte, wegen seines labilen Gesundheitszustandes die Flinte endgültig ins Korn zu werfen, nicht etwa an dessen Krankenlager in seiner Wohnung abstattete, sondern im „Tucher", einem Lokal am Brandenburger Tor. Es war jenes Treffen, von dem Göbel berichtete, Schürholt habe gebeutelt von der Tumor-Bestrahlung - die er nie bekam - immer wieder nach Worten gerungen und sich kaum konzentrieren können. Eindrücke, die Göbel voller Entsetzen über die Leiden des armen Kai nach Landau zurückkehren ließen.





Übrigens: Die rheinland-pfälzische CDU, so muss man fast annehmen, scheint noch immer an den Gehirntumor zu glauben, mit dem sich der ehemalige Landauer CDU-Kandidat Anfang August aus dem Staub machte, als ihm der südpfälzische Boden wohl doch zu heiß wurde. Im Internet waren bis gestern jedenfalls unter den Pressemitteilungen der Landes-CDU noch immer die Genesungswünsche des Landesvorsitzenden Baldauf für den so geschwächten Kai Schürholt zu finden ...







DEPPERP



Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Weinstraße

Ausgabe: Nr.202

Datum: Freitag, den 31. August 2007

Seite: Nr.15
 
POLIT-HOCHSTAPLER

Als Herr Schürholt einen Tumor erfand



Von Matthias Bartsch



Er wollte Oberbürgermeister von Landau werden. Dafür erfand Kai Schürholt einen Doktortitel. Und später, als man ihm auf die Schliche kam, einen Gehirntumor. Jetzt wurde ihm der Prozess gemacht - inzwischen ist er arbeitslos und in Psychotherapie.





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Quelle: SPON
 
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