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Offener Brief an Lakic

Turnbeutelvergesser

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ich finde nach der peinlichen aktion gestern müssen wir unsere spieler und insbesondere lakic schützen und unterstützen und da könnte beispielsweise ein offener fanbrief helfen. was haltet ihr denn davon? was sollten die inhalte sein? wie kann man so einen brief öffentlichkeits wirksam und zielgerichtet platzieren, sodass er auch direkt von lakic und der mannschaft wahrgenommen wird?
 
Zur Information: Im Namen des Fanclubs roteteufel.de wurde vom Fanclub-Vorstand folgender "offener Brief" an den FCK geschickt:



Offener Brief an unsere Mannschaft



Wir sind entsetzt und fassungslos, wie sich gestern einige Besucher der Mannschaft, aber vor allem Srdjan Lakic gegenüber verhalten haben. Wir bedauern die Entgleisungen zutiefst und distanzieren uns ganz entschieden von diesen Teilen der Fanszene.




Gestern wurden - jenseits aller sachlichen Kritik - Grenzen überschritten. Das können und wollen wir nicht schweigend hinnehmen.




Es ist richtig - im Zusammenhang mit dem Wechsel von Srdjan Lakic zum VfL Wolfsburg hat es irritierende Vorfälle gegeben, die für viele von uns schwer zu verstehen waren und die uns auch teilweise enttäuscht haben. Diese Vorgänge wurden thematisiert, Srdjan Lakic selbst hat sich der Öffentlichkeit gestellt und erklärt. Insbesondere hat er seine unbedingte Solidarität und Loyalität dem FCK gegenüber glaubhaft versichert.




Wir sehen, dass Srdjan Lakic nach wie vor mit vollem Einsatz für die Mannschaft arbeitet und sein Bestes gibt. Seit er für den FCK spielt, haben wir ihn immer als vorbildlichen Profi mit untadeligem Charakter wahrgenommen. Dies gilt immer noch, und dafür hat er unseren Respekt ehrlich verdient.




Wir möchten Srdjan Lakic ausdrücklich unser Vertrauen für die kommenden schweren Wochen aussprechen. Die momentane Lage ist schwierig, für Mannschaft und Fans gleichermaßen. Den Klassenerhalt schaffen wir nur gemeinsam. So wie wir zusammen gefeiert und uns über Erfolge gefreut haben, so stehen wir - und ganz sicher der größte Teil der FCK-Fans - auch in der jetzigen schwieriger gewordenen Situation bedingungslos hinter unserer gesamten Mannschaft, auch und vor allem hinter unserem Kapitän Srdjan Lakic.
 
ich bin auch für den Brief und habe mir gedanken gemacht,wusste allerdings nicht,dass schon einer verschickt wurde !!
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Seit meinem sechsten Lebensjahr trage ich unseren 1.FC Kaiserslautern stolz in meinem Herzen. Er ist über all die Jahre zu einem prägenden Bestandteil meines Lebens geworden. Seit dem Abstieg im Jahr 2006 habe ich nur auf ein einziges Spiel unserer Roten Teufel in Liga und Pokal verzichten müssen.

In all den Jahren war ich stets stolz auf meinen Verein und seine Anhänger, weil ich beide stets für etwas Besonderes, Einzigartiges und Großartiges gehalten habe. Am gestrigen Nachmittag hat diese „unerschütterliche Treue“ zu meinem Verein und seinen Fans eine spürbare Narbe bekommen, eine Narbe von der ich nicht weiß, ob sie so schnell verheilen wird. Vieles haben wir in den letzten 10 Jahren miterleben müssen. Von einem UEFA-Pokal-Halbfinalisten zu einem beinahe Drittligisten. Von einer Fußball-Macht zu einem Selbstbedienungsladen. Natürlich habe ich mich geschämt, für die Auftritte meiner Mannschaft, meines Vereins und seiner Verantwortlichen in den Zeiten von „ChaosLautern“. Aber nie waren Scham und Wut größer, als am gestrigen Nachmittag. In einem für mich auf traurige Weise einzigartigen Vorgehen haben die Fans – die sich selbst oftmals als die besten Fans der Welt bezeichnen – einen Spießrutenlauf gegen einen eigenen Spieler gestartet. Ein Spieler, dem der Verein viel zu verdanken hat. Ein Spieler, ohne den wir heute gegen Bielefeld und Ingolstadt, nicht aber gegen Bayern München und Borussia Dortmund spielen würden. Ein Spieler, der wichtig ist für unsere Mannschaft und dem alle eine große Einsatzbereitschaft und großen Willen attestieren, auch gestern wieder Armin Veh als Gästetrainer in der Pressekonferenz. Ihr habt es geschafft diesem Verein die Ruhe und Geschlossenheit zu rauben, welche unser großes Pfund im Abstiegskampf sein sollte. Ihr habt es mit euren Rufen und Gesten mit zu verantworten, dass die Mannschaft schlecht auf ihre eigenen Fans zu sprechen ist und dass ein ehrgeiziger Stürmer, der hohe Maßstäbe an sich selbst setzt, verunsichert vom Feld geschlichen ist. Unbestritten, sein Wechsel nach Wolfsburg und das Foto sind unglücklich aber sie sind keine Rechtfertigung für ein solch beschämendes Verhalten. Als Fan dieses Vereins kann es hierfür auch keine Rechtfertigung geben, sondern nur eine Entschuldigung – in der Hoffnung, dass alle Spieler diese Entschuldigung annehmen und der Graben zwischen Mannschaft und Fans zu kitten ist. Jeder Spieler der das Trikot dieses Vereins trägt ist ein Teil unseres Vereins, unserer Familie. Einer Familie in der Anstand oberstes Gesetz ist.



„Läuft im Spiel mal nicht zusammen und es will und will nichts gehen, so wollen wir doch geschlossen hinter unserer Mannschaft stehen.“

„When you walk through a storm Hold your head up high….You´ll never walk alone.”


Zeigt, dass euch diese Zeilen auch etwas wert sind – oder haltet in Zukunft einfach die Klappe!




Ihr, die ihr gestern nach dem Spiel auch für die unschönen Szenen am Zaun verantwortlich wart, demonstriert für den Erhalt der Namensrechte am Fritz-Walter-Stadion. In einem Spiel, in dem es für den Verein um viel geht, haltet ihr euch minutenlang daran auf, dem Gegner für ein Transparent zu huldigen und huldigt des Gegners Stadion – schön aber in unserer Lage doch nebensächlich. Bis gestern, habe ich geglaubt, man wolle den Stadionnamen erhalten weil Fritz Walter eine prägende Figur für unseren 1.FC Kaiserslautern, für den Fußball und die Gesellschaft im Deutschland der Nachkriegsjahre gewesen ist. Nach dem gestrigen Tag bleibt die Erkenntnis, dass es wohl ausschließlich darum geht, der Kommerzialisierung Einhalt zu gebieten und durch den Stadionnamen „etwas Besonderes“ zu sein.

Eine Verehrung der Person Fritz Walters kann als Motiv – leider – ausgeschlossen werden. Kaum eine Tugend war unserem Fritz Walter wichtiger als Gemeinschaft und Kameradschaft. Eine Tugend und Lebenshaltung Fritz Walters, die ihr gestern mit Füßen getreten habt.

Srdjan weiß, dass die gesamte Mannschaft und jeder der mit ihr zu tun hat hinter ihm steht, ob als Mensch oder als Spieler. Dennoch wird dieser gestrige Nachmittag bei einem sehr sensiblen Spieler tiefe Narben hinterlassen, leider.

Ich kann nur hoffen, dass man sich in Frankfurt und zu Hause gegen Freiburg besinnt und sich für dieses Vorgehen entschuldigt. Sollten die Rufe aber anhalten, dann muss man den Spieler aus der Mannschaft nehmen, weil der Mensch Srdjan Lakic ein solches Verhalten einfach nicht verdient hat.



Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft, und der Wille, alles für den anderen zu geben!
 
@redcity:



Vielen Dank!



Dies ist einer der besten Beiträge, die jemals in diesem Forum geschrieben wurden!
 
@Redcity: Chapeau!

Ich bin der gleichen Meinung und erlaube mir mal als Beipflichtung meinen Beitrag aus dem Stimmungsthread hierher zu kopieren



Im Grunde genommen sind diese Hasstiraden gegen eigene Spieler kein entsetzlicher, überraschender Einzelfall. Sie spiegeln nur den Zeitgeist wieder, der sich unter vielen Fußballfans mittlerweile ausgebreitet hat.



Der Verein, die Kurve, Lakic als Opfer - alle drei Variablen sind im Grunde genommen austauschbar. die Ursache für diese Entwicklung ist eine gesamtgesellschaftliche und im Bereich der Fankurven drückt sie sich in meinen Augen in vier Worten aus:



"Gegen den modernen Fußball"



Was das eigentlich heißt, welche sinnstiftende Bedeutung dieses Statement haben soll, das können wahrscheinlich die wenigsten, die sich dieser Bewegung verbunden fühlen, argumentativ und vor allem sinnvoll begründen.

Gängig sind als Antwort die Thesen "gegen den Ausverkauf von Stadionnamen" oder "Gegen Söldnertum", "gegen das (Bezahl-)Fernsehen" oder auch "für fangerechte Anstoßzeiten".



Das ist soweit alles schön und gut. Nur ist offenbar den Wenigsten unter denjenigen, die diese Thesen lauthals vertreten und sich als Ultra oder Allesfahrer verstehen, bewusst, dass sie selber Teil dieser Entwicklung sind und diese mit ihrem Verhalten begünstigen.



Warum?

Den Fußball, den sich diese Leute so plakativ zurückwünschen, würden sie sich heute selbst gar nicht mehr anschauen wollen, ohne zu pfeifen. Der Fußball der 70er und 80er Jahre, das waren unüberdachte Stadien, Spiele vor 13.000 Zuschauern mit Nieselregen, schlechter Bratwurst und Schlägereien am Bahnhof.

Das war speziell im Bezug auf den FCK Dauerabstiegskampf mit einigen wenigen Ausreißern nach oben. Und das war auch im Bezug auf die Spieler der oftmalige Abgang von Leistungsträgern an Vereine, die mehr bezahlen konnten als Kaiserslautern.



Heute will man das nicht mehr. Man will überdachte Stadien mit guter Sicht, man will eine gute Auswahl an Speisen und Getränken. Im Fernsehen möchte mans live sehen, am besten noch als Konferenz.

Und - ganz wichtig: Man möchte unterhalten werden, abgelenkt werden vom Arbeitsalltag unter der Woche. Und wehe diese Unterhaltung wird nicht geboten. Schließlich hat man für Karte, Essen und Benzin sein sauer verdientes Geld ausgegeben. Also möchte man bitteschön Leistung sehen und keine Fehler - wo kämen wir denn hin!



Und das Recht über die alleinige (moralische) Deutungshoheit über die Geschehnisse auf dem Rasen, das dürfen sich dann auch diejenigen rausnehmen, die "für den Verein ihr letztes Hemd" geben würden, die "Bedingungslose Unterstützung" bieten.

Dumm nur und entlarvend für sie, dass sich diese "bedingungslose Unterstützung" für den Verein nicht auf Logos im Retro-Look, eigene Fankleidung und Saufen beschränkt.



Sie erzählen was von Loyalität, Treue und Solidarität - und werfen diese hohen Maßstäbe, die sie für sich in Anspruch nehmen, genau in dem Moment über Bord, in dem der wechselwillige Spieler der eigenen Mannschaft anfängt, Fehler zu machen, weil er ein Mensch ist und Schwächen zeigt.

Ab diesem Moment ist es vorbei mit den menschlichen und moralischen Werten, die der altmodische Fußball bot und nachdem sie sich so sehnen. Wie war das noch gleich? Achja - "Gegen den modernen Fußball".

Der EIGENE MANN wird zum Abschuss frei gegeben. Nicht etwa weil sein Abgang nach der Saison schlecht für den Verein ist, sondern weil sich in ihm die Gefährdung der Samstag-Nachmittag-Unterhaltung manifiestiert.



Er funktioniert nicht mehr - also kann er gehen.



Aber das kennen wir ja irgendwo her. Richtig - aus dem normalen Leben. Wir wollen im Fernsehen 400 Kanäle, wir wollen 24/7 Online-Versand, wir wollen Supermärkte, die bis Mitternacht offen haben, wir wollen das neuste Handy mit 3000 Pixel-Kamera.



Und wehe irgendetwas davon fällt aus oder funktioniert nicht. Dann sind wir sauer und kaufen uns eben das Produkt, dass unsere Bedürfnisse befriedigt.



Insofern sind genau diese Leute ein Ausdruck von hochgradiger Schizophrenie. Der Fußballer auf dem Platz wird entmenschlicht. Anwendung auf seine Person finden die hochtrabenden Maßstäbe nur dann, wenn man im Sinne der eigenen Bedürfnisbefriedigung davon profititert.

Sobald diese nicht mehr gegeben ist, ist Schluß mit Lustig. Dass man sich dabei hochgradig widerspricht ist nicht wichtig - denn schließlich fährt man 2.000 Km zu jedem Spiel und bezahlt für das Produkt, das man da geboten bekommt, als dann auch bitteschön keine Sachmängel!



Insofern ist dieses ganze Geschwätz von Tradition und verlorenen Werten nur eins: eine hohle Phrase. Und dass dem so ist, haben diese Leute am Samstag eindrucksvoll gezeigt.



Denn nicht durch das Fernsehen oder irgendwelche Konzerne wird der Fußball(er) entmenschlicht, sondern durch solche Gestalten auf den Tribünen. SIE sind der moderne Fußball und merken's nicht mal.



Denn das Spiel ist immernoch dasselbe wie vor 30 Jahren. Nur die Menschen sind es nicht mehr.



Gute Besserung.
 
Hallo zusammen,



hab mir mal die Mühe gemacht und eines unserer Lieder übersetzt:



Wenn du durch einen Sturm gehst

Geh erhobenen Hauptes

Und habe keine Angst vor der Dunkelheit

Am Ende des Sturms

Gibt es einen goldenen Himmel

Und das süße, silberhelle Lied einer Lerche



Geh weiter, durch den Wind

Geh weiter, durch den Regen

Auch wenn sich alle Deine Träume in Luft auflösen

Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen

Und du wirst niemals alleine gehen

Du wirst niemals alleine gehen



Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen

Und du wirst niemals alleine gehen

Du wirst niemals alleine gehen



Denkt mal drüber nach und dann denkt dran, was am Samstag abgelaufen ist!
 
Auch von mir ein großes Lob!

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich schon letzte Woche die Schnautze voll von einigen Leuten rund um den FCK hatte und deshalb glaube ich letzte Woche auch keinen einzigen Post hier hatte.

Das Verhalten einiger Leute am Samstag - es wird von einigen von einer bestimmten Gruppierung, von anderen von der Minderheit, von der Rheinpfalz aber heute von der Hälfte der Fans (!) geredet - hat dem Ganzen aber wirklich die Krone aufgesetzt! Ich hab am Samstag leider nur die Konferenz sehen können und deshalb nicht live gesehen, was passiert ist. Was ich aber in den Nachberichten gesehen hab, hat mich wirklich schockiert! Die Szenen waren zum Teil schlimmer als beim Hoffenheimspiel damals beim Fast-Kollaps.

Hoffentlich besinnen sich diese Leute darauf, dass wir es nur gemeinsam schaffen. Darauf, dass wir UNSEREN Spielern Rückendeckung geben müssen und den Gegner verunsichern. Hoffentlich schaffen es die Leute zu erkennen, was uns weiterbringt und was uns als FCK schadet. Leider gibt es bei manchen Themen unbelehrbare (Zündeln trotz Verbot). Hoffen wir, dass es bei diesem Thema nicht so ist.

Zumindest hat uns das Thema öffentlich geschadet. Hoffen wir, dass die Spieler deshalb nicht total geschockt sind. Am Samstag haben wir den in dieser Rückrunde schwächsten Gegner vor der Brust - hoffen wir, dass nach dem Spiel am Samstag niemand mehr über die Szenen diese Woche reden muss!
 
es ist echt beschämend wenn man das am samstag mitbekommen hat,wie "unsere" Fans sich gegen eigene spieler stellen,das hätte es früher selbst gegen wuttke,sforza und co nicht gegeben,daran sieht man das auch wir zuviele event und erfolgsfans haben,die sich nicht immer zu 100 % hinter die mannschaft stellen,egal was auf dem platz passiert!

gibt es schon eine reaktion von vereinsseite?
 
Oh ja... Wuttke... wenn man sich mal ansehen will, wie ein unmotivierter Spieler spielt... schaut Euch mal die letzten Spiele vom Aufwärm Europameister von 1988 aufm Betze an... DAS ist unmotiviert!
 
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