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Opfer des Obsthandels - Niedriger Preis vs. Gewissen

Roter_Teufelsbraten

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Opfer des Obsthandels



Der hohe Preis von Billigbananen



Ein Kilo Bananen für einen Euro: Mit Schnäppchen locken Aldi und Co. die Verbraucher. Dafür zahlen Plantagenarbeiter mit ihrer Gesundheit, in Ecuador etwa. Eine neue Studie zeigt, wie brutal die Erntehelfer ausgebeutet werden - und erhebt schwere Vorwürfe gegen deutsche Supermarktketten.



(...)



Weiter hier: Spiegel Online



Und wieder mal ein Beispiel dafür, wie hier der Wohlstand genossen wird, während wo anders dafür gelitten wird. Dabei wäre es einfach, es anders zu machen, auch wenn es mehr kostet - aber fair wäre.



Seit ich auf Madeira war, schmecken mir die großgezüchteten und faden eh nicht mehr. Und auf Madeira werden die noch von selbständigen Bauern geernet. Problem: Woher bekommt man die in Deutschland? Bisher hab ich sowas nur bei Tegut finden können.
 
Das ist aber nicht nur die Schuld der Konzerne, es ist auch die Schuld der Käufer...

Geiz ist geil, eben nicht!
 
Letztendlich hätte der Käufer auch Macht über die Konzerne und deren Einkaufsploitik, aber der moloch der breiten Masse müsste sich dessen bewusst sein und dies halte ich für unrealistisch. Man kann eigentlich nur mit gutem Beispiel vorangehen - allerdings müsste man dann auch konsequent sein. Ich selbst bin es auch nicht immer...
 
Ich finde die Entwicklung in letzter Zeit aber leicht positiv.



Beim Rewe gibt es inzwischen faires Obst, den fairen O-Saft von Pfanner und faire Schokolade.



Es liegt an beiden Seiten, die Geschäfte müssen faire Produkte anbieten (am besten in einem ähnlichen Maß wie inzwischen Bio-Produkte ) und die Verbraucher müssen diese dann kaufen und die entsprechenden Siegel kennen, weil die Aufschrift "fair" (analog zu "Bio") einen feuchten Furz bedeutet.

Leider muss man sich auch häufig zwischen Bio und Fair entscheiden.



Krass wird's halt bei fairer Kleidung, weil hier die Preisunterschiede deutlicher sind - allerdings sollte man sich auch fragen, ob man wirklich 30 Shirts, 20 Pullis, etc. benötigt.

Ansonsten gibts auch hier gerade im Internet eine breite Palette von Designerklamotten wie Armed Angels (trägt unser Flo Dick) oder Greenality, über aktivistische und vegane Klamotten bei roots of compassion bis "günstigere" bei 3Freunde.
 
Ich finde die Entwicklung in letzter Zeit aber leicht positiv.


Beim Rewe gibt es inzwischen faires Obst, den fairen O-Saft von Pfanner und faire Schokolade.



Es liegt an beiden Seiten, die Geschäfte müssen faire Produkte anbieten (am besten in einem ähnlichen Maß wie inzwischen Bio-Produkte ) und die Verbraucher müssen diese dann kaufen und die entsprechenden Siegel kennen, weil die Aufschrift "fair" (analog zu "Bio") einen feuchten Furz bedeutet.

Leider muss man sich auch häufig zwischen Bio und Fair entscheiden.


Stimmt auf der einen Seite schon.



Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Hartz4-Empfänger, Leiharbeiter und Billiglohnempfänger, die 1.) gar nicht das Geld für fair trade haben und die 2.) oftmals gar nicht das Wissen um die Mechanismen hinter billigen Preisen haben (was nicht ausschließlich auf diese Gesellschaftsschicht zutrifft. Das wissen fehlt sicher 70% der Deutschen).



Ich glaub nicht, dass das neue "Bio / Fair-Trade"-Milieu eine Größe erreichen wird, die ausreicht, um die Nachfrage bedeutend hin zu fairen Produkten zu ändern.



Zumal fair trade ja auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Die Bauern verlieren beispielsweise das Siegel, wenn sie zu viel Fläche anbauen oder vom Personal her wachsen. Damit hälst du die Kleinbauern auch in einer gefährlichen Situation gefangen.



Natürlich ist es dennoch besser als Plantagen etc.
 
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