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ORION-NEBEL: Die Glut im Schwert des Jägers

Klingenstädter

Well-Known Member
ORION-NEBEL



<span>Die Glut im Schwert des Jägers</span>



Es ist eines der spektakulärsten Weltraum-Fotos der vergangenen Jahre: Die Teleskope "Spitzer" und "Hubble" haben gemeinsam den Orion-Nebel abgelichtet - mit beeindruckendem Ergebnis.




Wenn ihre Instrumente derartige Ergebnisse liefern, entdecken zuweilen selbst Astrophysiker ihre poetische Ader: Das Bild des Orion-Nebels, das aus Aufnahmen der Weltraumteleskope "Spitzer" und "Hubble" entstand, ähnele eher einem abstrakten Gemälde als einer realen Fotografie aus dem Kosmos, schwärmt die Nasa.





Orion-Nebel: Das neue Bild

ähnelt eher einem abstrakten

Gemälde als einem Foto



Das Bild, das die US-Raumfahrtbehörde jetzt veröffentlicht hat, dürfte tatsächlich zu einem der spektakulärsten Weltraum-Bilder der vergangenen Jahre gehören. Es besteht aus mehreren Aufnahmen: Das "Hubble"-Teleskop hat den Nebel in den Bereichen des ultravioletten und sichtbaren Lichts fotografiert, das "Spitzer"-Observatorium lieferte Infrarot-Aufnahmen. Für die Farbe haben Hunderte junge Sterne gesorgt, die das Gas und den Staub in ihrer Umgebung mit intensiver Strahlung und heftigen Teilchenwinden anheizen und durcheinanderwirbeln.



Im hellen Zentrum des Bilds befinden sich vier Sterne von ungeheurer Masse. Jeder der vier Giganten, die gemeinsam eine als Trapez bekannte Formation bilden, leuchtet rund 100.000 Mal heller als unsere Sonne.



Die grünen Wirbel wurden vom "Hubble"-Teleskop im infraroten und sichtbaren Licht aufgenommen. Bei ihnen handelt es sich um Wasserstoff- und Schwefelgase, die von der starken UV-Strahlung der Trapez-Sterne erhitzt werden. Die rot und orange gefärbten Nebelfetzen stammen vom "Spitzer"-Foto: Sie zeigen Wolken mit sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese kohlenstoffreichen Moleküle sind nicht nur in den Tiefen des Alls zu finden, sondern auch in Kohle und Erdöl.



Zahlreiche Sterne leuchten auf dem Foto in Regenbogenfarben. Viele der jüngeren Exemplare stecken noch in dichten Staub- und Gaswolken und sind als orangefarbene Flecken zu erkennen. Weniger verhüllte Sterne leuchten grün, Vordergrundsterne blau.



Der Orion-Nebel ist etwa 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt. Im gleichnamigen Sternbild ist er der hellste Punkt im Schwert des Orion, dem Jäger aus der griechischen Mythologie. Der Nebel ist zugleich die der Erde nächstgelegene größere Sternfabrik im All. Astronomen vermuten, dass der Nebel rund 1000 junge Sterne enthält.



mbe/dpa





Quelle: spiegel.de
 
das sieht endlos geil aus.

unglaublich was es alles gibt. und ich hab keine ahnung davon
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AKTIVER ERDTRABANT



<span>Gas-Blähungen auf dem Mond</span>



Von Markus Becker




Der Mond ist noch für Überraschungen gut. Eigentlich dachten die Wissenschaftler, dass er seit einer Milliarde Jahren geologisch tot ist - jetzt haben sie Zeichen von ganz besonderer Aktivität auf dem Erdtrabanten entdeckt.



Der Mond ist geologisch gesehen ein recht langweiliger Ort. Während es mancherorts im Sonnensystem - etwa auf den Saturnmonden Enceladus und Titan und nicht zuletzt auf der Erde - hoch hergeht, hat es auf dem Mond seit rund 3,2 Milliarden Jahren keine vulkanische Aktivität mehr gegeben. Das zumindest haben Analysen der zahlreichen Gesteinsproben von der Oberfläche des Erdtrabanten ergeben. Kraterstatistiken und andere Modelle besagen, dass die letzten geologischen Zuckungen in Form spärlicher Basaltflüsse vor einer Milliarde Jahren zum Erliegen kamen. Heute rumpeln nur noch schwache, von den Gezeiten verursachte Beben durch den Mond.





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Jetzt aber haben Wissenschaftler Anzeichen dafür gefunden, dass die Mondoberfläche doch noch durch etwas anderes verändert wird als durch Meteoritentreffer: Ein Team um Peter Schultz von der Brown University in Providence (US-Bundesstaat Rhode Island) hat Spuren von Gaseruptionen entdeckt.



Spuren vergleichsweise frischer Veränderungen



In der sogenannten Ina-Struktur, die Anfang der siebziger Jahre während der Apollo-Mondmissionen der Nasa dokumentiert wurde, sind Anzeichen äußerst junger Veränderungen zu sehen, schreiben die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature". Die Oberfläche des Mondes ist - abgesehen von sehr jungen Kratern - von einer meterdicken Dreckschicht bedeckt, die von vielen tausend Meteoriten-Einschlägen stammt. In der Ina-Struktur aber sind größere Flecken dieses sogenannten Regoliths verschwunden, schreiben Schultz und seine Kollegen.



Der gute Zustand der Oberfläche und Spektralanalysen des Gesteins weisen demnach auf ein geringes Alter der Flecken hin. Die Strukturen seien höchstens zehn Millionen Jahre alt, wahrscheinlich aber noch viel jünger. Denn in der Gegend befänden sich auch nur wenige Einschlagskrater.



Forscher bestimmen das Alter der Oberfläche eines Himmelskörpers unter anderem anhand der Dichte von Meteoritenkratern. In dieser Hinsicht sei die Ina-Struktur mit einem anderen Gebiet auf dem Mond vergleichbar, das zuvor auf ein Alter von zwei Millionen Jahren datiert wurde, schreiben Schultz und seine Kollegen. Möglicherweise verändere sich die Ina-Struktur sogar noch heute.



Pups im All



Die Wissenschaftler liefern auch eine mögliche Erklärung: Immer wieder auftretende Ausbrüche von Gas tief aus dem Inneren des Mondes könnten den Regolith weggeblasen haben. "Solche Ausgasungen haben wahrscheinlich zu den Messungen radiogener Gase bei früheren Mondmissionen beigetragen."



Die Forscher schlagen vor, die Ina-Struktur künftig von der Erde aus im Auge zu behalten, um die genaue Zusammensetzung der Gase zu bestimmen. Das könne wichtige Hinweise auf die Vorgänge im Innern des Mondes und die dort womöglich schlummernden Gasvorräte liefern.



Diedrich Möhlmann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hält die Studie von Schultz und seinen Kollegen für schlüssig. Sie passe zu den immer wieder auftauchenden Berichten über Gas-Ausbrüche auf dem Mond, die allerdings bisher schwierig zu überprüfen waren, sagt Möhlmann zu SPIEGEL ONLINE. Es sei durchaus logisch, dass es auf dem Mond, der durch die Gezeitenkraft der Erde permanent strapaziert werde, zu solchen Ausbrüchen komme. "Aber leider wissen wir noch viel zu wenig über den inneren Aufbau des Mondes."





Quelle: spiegel.de
 
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