FCK-Profi Ferydoon Zandi ist für die WM qualifiziert - In der Heimat des Vaters ein Star - Sprache sehr gut gelernt
KAISERSLAUTERN (zkk). Sein WM-Ticket ist schon gelöst: Der Ostfriese Ferydoon Zandi ist mit dem Iran für 2006 schon qualifiziert.
Sechs Länderspiele für den Iran hat der Profi des 1. FC Kaiserslautern bestritten, entscheidende Tore vorbereitet und großen Anteil an der Qualifikation. „Als wir durch waren, da brachen in Teheran alle Dämme. Ein Wahnsinnserlebnis", schwelgt Zandi mit Blick zurück auf die Freudenfeste.
Der Sohn eines Iraners und einer Deutschen ist in Emden geboren. Das Land seines Vaters hatte er nur als Baby besucht, lange überlegt, ob er das Angebot annehmen sollte, das Nationaltrikot des Iran überzustreifen.
„Es war die richtige Entscheidung", sagt „Fery" Zandi heute, gesteht aber, dass er sich immer mal wieder die Frage nach der Identifikation stellt: Ist er nur Gastarbeiter - ein Fremder, der zu Hause ist? „Ich habe mich anfangs schon als Ausländer gefühlt", bekennt der 26-Jährige. Das hat sich geändert - gewiss auch durch den Erfolg, durch die Akzeptanz in der Mannschaft und den Empfang in der Heimat des (stolzen) Vaters. Zandi hat in Teheran viele Verwandte, die dort leben, kennengelernt, er beherrscht die Sprache immer besser. Als er zuletzt 16 Tage hintereinander mit dem Nationalteam zusammen war, hat er sprachlich große Fortschritte erarbeitet. „Ich gehe auch ins Fernsehstudio zu Interviews, kein Problem", erzählt der Nationalspieler: „Inzwischen vermisse ich es regelrecht, wenn ich lange Zeit nicht in den Iran reisen kann." Sein Einsatz am 17. August im Länderspiel in Japan ist nach einer bösen Sprunggelenkverletzung fraglich. „Ich habe beim Test in Koblenz gesehen, dass die Beine noch nicht immer machen, was der Kopf will", weiß Zandi um den Nachholbedarf. „Die WM ist eine tolle Motivation, erstmal aber will ich Erfolg mit dem FCK", betont Zandi. Trainer Michael Henke hält sehr viel von seinen fußballerischen Qualitäten, sah ihn im Dress des Iran über die linke Seite neben Neu-Bayer Karimi überzeugen. So dass aus der Frage Skela oder Zandi auch die Antwort Zandi und Skela werden könnte. (Foto: Kunz)
Quelle: Die Rheinpfalz
SPERKO / SPERKO
KAISERSLAUTERN (zkk). Sein WM-Ticket ist schon gelöst: Der Ostfriese Ferydoon Zandi ist mit dem Iran für 2006 schon qualifiziert.
Sechs Länderspiele für den Iran hat der Profi des 1. FC Kaiserslautern bestritten, entscheidende Tore vorbereitet und großen Anteil an der Qualifikation. „Als wir durch waren, da brachen in Teheran alle Dämme. Ein Wahnsinnserlebnis", schwelgt Zandi mit Blick zurück auf die Freudenfeste.
Der Sohn eines Iraners und einer Deutschen ist in Emden geboren. Das Land seines Vaters hatte er nur als Baby besucht, lange überlegt, ob er das Angebot annehmen sollte, das Nationaltrikot des Iran überzustreifen.
„Es war die richtige Entscheidung", sagt „Fery" Zandi heute, gesteht aber, dass er sich immer mal wieder die Frage nach der Identifikation stellt: Ist er nur Gastarbeiter - ein Fremder, der zu Hause ist? „Ich habe mich anfangs schon als Ausländer gefühlt", bekennt der 26-Jährige. Das hat sich geändert - gewiss auch durch den Erfolg, durch die Akzeptanz in der Mannschaft und den Empfang in der Heimat des (stolzen) Vaters. Zandi hat in Teheran viele Verwandte, die dort leben, kennengelernt, er beherrscht die Sprache immer besser. Als er zuletzt 16 Tage hintereinander mit dem Nationalteam zusammen war, hat er sprachlich große Fortschritte erarbeitet. „Ich gehe auch ins Fernsehstudio zu Interviews, kein Problem", erzählt der Nationalspieler: „Inzwischen vermisse ich es regelrecht, wenn ich lange Zeit nicht in den Iran reisen kann." Sein Einsatz am 17. August im Länderspiel in Japan ist nach einer bösen Sprunggelenkverletzung fraglich. „Ich habe beim Test in Koblenz gesehen, dass die Beine noch nicht immer machen, was der Kopf will", weiß Zandi um den Nachholbedarf. „Die WM ist eine tolle Motivation, erstmal aber will ich Erfolg mit dem FCK", betont Zandi. Trainer Michael Henke hält sehr viel von seinen fußballerischen Qualitäten, sah ihn im Dress des Iran über die linke Seite neben Neu-Bayer Karimi überzeugen. So dass aus der Frage Skela oder Zandi auch die Antwort Zandi und Skela werden könnte. (Foto: Kunz)
Quelle: Die Rheinpfalz
SPERKO / SPERKO