G
Guest
Guest
Mir geht es eigentlich ähnlich wie den meisten anderen hier. Früher habe ich rheinland-pfälzische Solidarität für Meins empfunden, mich über ihren Aufstieg gefreut, etc. Dann kam nach und nach einiges zusammen, angefangen bei irgendeinem Anti-GL-Graffiti, das ich bei einem meiner seltenen Betzebesuche gesehen hatte, über den "Karnevals-Gute-Laune-Farbkleks-der Liga-Kultclub"-Hype und die schmerzhafte Tatsache, dass wir plötzlich zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte nicht mehr die Nummer 1 im Land waren, bis hin zu dem Moment, wo ich in der Lautrer Innenstadt jemanden mit Meins-Pulli gesehen habe. Bei nüchterner Betrachtung erscheint es mir völlig normal, dass zwischen zwei benachbarten Vereinen in der gleichen Liga Rivalität aufkommt, aber das ist eben nicht alles. Was mir besonders auffällt, so weit weg von der Heimat, ist, dass ich oft gefragt werde, was ich denn gegen die Meinser hätte. Für viele neutrale Beobachter ist Meins immer noch dieser nette, "etwas andere" Club mit dem sympathischen Trainer. Oder man denke an den Artikel von Bundesliga.de, den wir hier diskutiert haben. In Wahrheit wird Fußball in Lautern gelebt, während die Meinser eben nur ewig sich selbst feiernde Guutzjeschmeißer sind. Und so verstärkt sich der Hass immer mehr. Ja, ich würde von Hass sprechen, ohne sehr jung oder grenzdebil zu sein. Derbys gegen FFM oder Karlsruhe sind mir willkommen, gegen Meins oder LU-Ost nicht, das ist in der Tat ein Qualitätsunterschied hinsichtlich der Rivalität. Heißt aber nicht, dass ich jeden Fan dieser Vereine gleich anpöble oder schlimmeres, im Gegenteil, ich kenne z.B. gleich zwei W***hof-Fans, mit denen ich mich durchaus sehr gut verstehe. Ich kann nämlich zwischen Fußball und "normalem" Leben unterscheiden. Nur diesen Verein aus Wiesbaden, den braucht kein Mensch!