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Porsche-Boss kritisiert Managerkollegen

Benhancer

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23. September 2006



UNTERNEHMENSKULTUR



Porsche-Boss kritisiert Managerkollegen



Wendelin Wiedeking ist ein Mann deutlicher Worte. Jetzt übt der Porsche-Chef im SPIEGEL harte Kritik an seinen Managerkollegen, die trotz überragender Profite im große Stil Mitarbeiter entlassen.





Hamburg - "Es ist nicht nachzuvollziehen, wenn Konzerne Rekordgewinne melden und zugleich ankündigen, dass sie Tausende von Arbeitsplätzen streichen", sagt er im Gespräch mit dem SPIEGEL. "Ein möglichst hoher Gewinn kann doch nicht das einzige Ziel eines Unternehmens sein." Es müsse "uns doch zu denken gebe, wenn Menschen vielen Wirtschaftsführern und Politikern keinerlei Glaubwürdigkeit mehr zubilligen", so Wiedeking. Die Entwicklung könne dazu führen, dass "unsere ganze Gesellschaft instabil wird".



Der Porsche-Chef verweist auf die Wahlergebnisse von Mecklenburg-Vorpommern, wo Rechtsextreme erfolgreich waren, und Berlin, wo die beiden großen Volksparteien nur gut 50 Prozent der Stimmen erhalten hatten: "Ich sehe in dieser Entwicklung ein Warnzeichen für die Gesellschaft."

Der Vorstandsvorsitzende von Porsche fordert die Politik auf, den unfairen Standortwettbewerb innerhalb Europas zu unterbinden, der zur Verlagerung von Arbeitsplätzen führt. Manche Länder könnten sich Niedrigsteuern leisten, weil sie von der EU und damit vom Nettozahler Deutschland Geld überwiesen bekommen. "So finanzieren wir den Abbau unserer eigenen Arbeitsplätze mit", sagte Wiedeking. Da müsse man sich fragen: "Auf welchem Stern leben wir eigentlich?"



Der Porsche-Chef, der zugleich Mitglied im Aufsichtsrat des VW-Konzerns ist, nimmt erstmals auch zu den Sanierungsplänen des Autokonzerns Stellung. VW-Markenchef Wolfgang Bernhard hatte damit gedroht, dass der nächste Golf nicht mehr in Wolfsburg gebaut werden könnte, wenn die Arbeitskosten nicht sinken. Wiedeking: "Für mich steht fest, dass es eine Vollbeschäftigung in Wolfsburg geben muss. Das Stammwerk, mit dem das Unternehmen einmal gegründet wurde, muss ausgelastet sein."

Die Auto 5000 GmbH, die den Touran baut, zeige doch, dass man hierzulande profitabel produzieren könne. Der VW-Konzern solle sich künftig an Toyota messen. "Das ist der Maßstab", so Wiedeking, "wer sich nicht daran orientiert, hat schon verloren."
 
25. September 2006





SPIEGEL-GESPRÄCH



"Auf welchem Stern leben wir?"



Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, 54, über die mangelnde Glaubwürdigkeit von Managern, die Milliardengewinne erwirtschaften und dennoch Arbeitsplätze abbauen oder verlagern, sowie über seine Pläne für den angeschlagenen VW-Konzern.



SPIEGEL: Herr Wiedeking, als Vorstandschef von Porsche und Aufsichtsrat von VW sind Sie offenbar nicht ausgelastet. Oder warum haben Sie jetzt noch ein Buch geschrieben*, in dem Sie über Subventionen, das Streben vieler Manager nach kurzfristigen Gewinnen und das Treiben der Finanzinvestoren wettern?









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DPA

Porsche-Chef Wiedeking: "Ein möglichst hoher Gewinn kann doch nicht das einzige Ziel eines Unternehmens sein"







Wiedeking: Die Arbeit war überschaubar, zumal ich von einigen Mitstreitern unterstützt wurde. Aber es drängte mich schon, zu ein paar Themen Position zu beziehen.



SPIEGEL: Sie wollten Ihren Managerkollegen noch einmal die Leviten lesen. Vorständen bei der Allianz und der Deutschen Bank beispielsweise, die Milliardengewinne erwirtschaften und zugleich Tausende Arbeitsplätze streichen. Oder?



Wiedeking: Ich will niemandem die Leviten lesen, das steht mir auch nicht zu, sondern lediglich Anstöße geben. Es muss uns doch zu denken geben, wenn die Menschen vielen Wirtschaftsführern und Politikern keinerlei Glaubwürdigkeit mehr zubilligen. Es ist nicht nachzuvollziehen, wenn Konzerne Rekordgewinne melden und zugleich ankündigen, dass sie Tausende von Arbeitsplätzen streichen. Ohne Gewinn geht es natürlich nicht, wer weiß das besser als ich. Aber ein möglichst hoher Gewinn kann doch nicht das einzige Ziel eines Unternehmens sein.



SPIEGEL: Die Chefs von Allianz und Deutscher Bank sagen, sie müssten trotz der hohen Profite Arbeitsplätze streichen, um künftig erfolgreich zu sein. Ist das falsch?



Wiedeking: Seien wir ehrlich: Viele Konzerne haben in den letzten Jahren große Strategien entworfen und dann wieder verworfen. Erst wurde beispielsweise das Privatkundengeschäft heruntergefahren, weil es angeblich zu wenig Gewinn bringt, nun wird es wieder ausgebaut. Dabei wurde viel Geld vernichtet. Wenn das gleiche Management den Arbeitnehmern jetzt erklärt, wir müssen eure Arbeitsplätze streichen, ist das für die Betroffenen und die Öffentlichkeit schwer verständlich.









SPIEGEL: Bei Continental verzichtete die Belegschaft des Werks Hannover auf Teile des Einkommens. Ein halbes Jahr später entschied der Vorstand, dass die Produktion dennoch ins Ausland verlagert wird. Wer soll das noch verstehen?



Wiedeking: Niemand. Einige glauben, sie können Wertvorstellungen einfach über Bord werfen. Aber das läuft nicht so einfach. Wir reden hier über Menschen, die nicht wie die Manager morgen in einem anderen Konzern, notfalls auch in einem anderen Land anheuern können. Man muss dem Arbeitnehmer eine Chance geben in diesen Veränderungsprozessen. Ansonsten bleiben zu viele Menschen auf der Strecke. Das könnte dazu führen, dass unsere ganze Gesellschaft instabil wird. Bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern waren extremistische Parteien erfolgreich. Und in Berlin brachten die beiden großen Volksparteien gerade mal gut 50 Prozent auf die Waage. Das muss man sich einmal vorstellen, 50 Prozent! Ich sehe in dieser Entwicklung ein Warnzeichen für die Gesellschaft.



SPIEGEL: Aber gibt es eine Alternative zur Verlagerung von Arbeitsplätzen in Länder, in denen die Löhne nur einen Bruchteil so hoch sind wie in Deutschland?



Wiedeking: Wir haben uns wahrscheinlich zu wenig Gedanken darüber gemacht, was wir tun können, um auch hier wettbewerbsfähig sein zu können. Da wurden beispielsweise Motorenwerke nach Osteuropa verlagert, obwohl die Löhne dabei lediglich sechs Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Aber der neue Standort lockte mit einem hohen Maß an Steuerfreiheit. Ich erwarte von der Politik, dass sie einen solch unfairen Standortwettbewerb innerhalb Europas unterbindet. Manche Länder können sich Niedrigsteuern leisten, weil sie von der EU und damit vom Nettozahler Deutschland Geld überwiesen bekommen. So finanzieren wir den Abbau unserer eigenen Arbeitsplätze mit. Da muss man sich fragen: Auf welchem Stern leben wir denn?











DER SPIEGEL







SPIEGEL: Unternehmen verlagern auch deshalb Arbeitsplätze ins Ausland, weil sie unter dem Druck von Finanzinvestoren stehen. Diese fordern höhere Renditen. Wie sollen Manager dem widerstehen?



Wiedeking: Es ist nachweislich zu viel Geld auf der Welt unterwegs. Große Fonds sammeln es ein, viele von ihnen wollen auf relativ radikale Weise eine hohe Verzinsung sicherstellen. Sie beteiligen sich an Unternehmen und holen sich den Kaufpreis ganz schnell wieder rein. Die Firmen müssen sich verschulden und das Geld an die neuen Eigentümer auszahlen. Dann wird das Unternehmen noch zerlegt, und die Einzelteile werden verkauft. Es interessiert diese Fonds nicht, ob es da Menschen gibt, die betroffen sind. Es interessiert sie auch nicht, ob die Firmen anschließend wegen der hohen Schulden pleitegehen. Sie haben ihr Geschäft gemacht.



SPIEGEL: Sie reden schon wie Franz Müntefering, der Finanzinvestoren mit Heuschrecken verglich.



Wiedeking: Natürlich gibt es Hedgefonds, die soziale Belange nicht völlig ignorieren. Aber es gibt auch die anderen. Deshalb fand ich den Vergleich schön. Ich habe bei mir zu Hause auf dem Schreibtisch zwei Heuschrecken hingestellt, schöne grüne, die kommen gut. Die Hedgefonds müssen sich doch selbstkritisch die Frage stellen, warum die Müntefering-Etikettierung so einen starken Widerhall findet.
 
SPIEGEL: Gibt es ein Mittel gegen solche Heuschrecken?



Wiedeking: Wir müssen zumindest versuchen, einen Teil des Gewinns abzuschöpfen, der durch solche Geschäfte erzielt wird. Bislang bleibt davon nichts in Deutschland. Der Profit wird in dem Land versteuert, in dem der Fonds sitzt, oft auf den Cayman Islands oder den Bahamas. Außerdem müsste in Deutschland die Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen abgeschafft werden. Damit werden alle belohnt, die Unternehmen zerschlagen. Als das Gesetz erlassen wurde, habe ich dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder geschrieben, dass dies Unsinn sei.



SPIEGEL: Und was hat er geantwortet?







DPA

Golf-Produktion in Wolfsburg: "Das Stammwerk, mit dem das Unternehmen einmal gegründet wurde, muss ausgelastet sein"







Wiedeking: Wir haben darüber gesprochen. Aber wenn ein Gesetz einmal durch die Gremien ist, können Sie es nicht so leicht wieder umschmeißen.



SPIEGEL: Die Steuerfreiheit sollte dafür sorgen, dass Banken ihre Industriebeteiligungen verkaufen und die Deutschland AG mit ihren Verflechtungen und Verfilzungen aufgelöst wird. Was ist schlecht daran?



Wiedeking: Das Problem der sogenannten Deutschland AG war die gegenseitige Verflechtung über die Aufsichtsräte. Das war ein Problem, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Viele Banken und Versicherungen haben ihre Industriebeteiligungen inzwischen verkauft. Aber das hätten sie auch getan, wenn sie Steuern auf den anfallenden Gewinn hätten zahlen müssen.



SPIEGEL: Plädieren Sie dafür, dass das alte deutsche Wirtschaftssystem mit seiner sozialen Marktwirtschaft, das immer mehr dem angloamerikanischen weicht, erhalten bleibt?



Wiedeking: Wir müssen nicht alles, was im angloamerikanischen Bereich funktioniert, eins zu eins kopieren, zumal wir ja den Beweis seit Jahrhunderten liefern, dass unsere Vorstellung von Wirtschaften auch funktioniert. Wir haben eine Tradition. Die Kultur in Europa ist deutlich älter als die in den USA. Die Fugger haben schon Handel betrieben, als in Amerika noch Jagen angesagt war. Jetzt leben in den USA 37 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze. Die Schere zwischen Arm und Reich ist brutal auseinandergegangen. Wollen wir solche Verhältnisse auch in Europa und speziell in Deutschland haben?



SPIEGEL: Haben einzelne Länder, haben Unternehmen in Zeiten der Globalisierung überhaupt die Wahl, wie sie sich verhalten wollen?



Wiedeking: Der Druck ist groß. Aber man kann die Prämissen schon anders setzen. Bei Porsche lautet unsere Philosophie immer: Erst kommt der Kunde, dann kommen die Mitarbeiter, dann die Lieferanten und dann der Shareholder. Wenn die drei Ersten zufrieden sind, dann hat der Aktionär auch eine Menge Spaß. Als ich hier anfing, lag der Kurs der Porsche-Aktie bei 19 Euro, jetzt liegt er bei über 800 Euro. Und die Mitarbeiter freuen sich über ihre Gewinnbeteiligung. Denn wenn es dem Unternehmen gutgeht, dann sollen die Beschäftigten davon auch profitieren.



SPIEGEL: Sie haben es vergleichweise einfach, weil alle Stammaktien von den Familien Porsche und Piëch gehalten werden. Die sind an der langfristigen Entwicklung interessiert. Ein anderer Investor hätte beispielsweise gefordert, Porsche solle drei Milliarden Euro Barreserven ausschütten und sie nicht in eine Beteiligung am Sanierungsfall VW investieren.



Wiedeking: Ich bin auch dankbar dafür, dass wir solche Aktionäre haben. Die Ausschüttung wäre ein einmaliger Effekt. Sie wäre zugleich ein Misstrauensvotum gegen das Management: Die Aktionäre würden ihm nicht zutrauen, das Geld sinnvoll zu investieren.



SPIEGEL: Aber ist das Geld bei VW gut investiert? Der Betriebsratsvorsitzende und der Markenchef von VW sagen beide: "Es geht ums Überleben."



Wiedeking: Ich bin überzeugt, dass VW eine Menge Chancen hat, zukunftsfähig zu werden. Über Details kann ich als VW-Aufsichtsrat natürlich nicht öffentlich diskutieren. Aber die Belegschaft und das Management haben erkannt, dass sich vieles ändern muss. Und ich bin sicher, dass es beiden gelingt, Volkswagen im internationalen Wettbewerb wieder nach vorn zu bringen.



SPIEGEL: Glauben Sie, dass der Massenhersteller VW auf Dauer am Standort Deutschland produzieren kann?



Wiedeking: Es gibt derzeit Probleme, aber die kann man lösen. Die Auto 5000 GmbH, die den Touran baut, zeigt doch, dass man hierzulande profitabel produzieren kann. Für mich steht auch fest, dass es eine Vollbeschäftigung in Wolfsburg geben muss. Das Stammwerk, mit dem das Unternehmen einmal gegründet wurde, muss ausgelastet sein. Ich könnte gar nicht auf die Idee kommen, bei Porsche den Standort Zuffenhausen in Frage zu stellen. Das Gleiche gilt für Wolfsburg.



SPIEGEL: Soll das Werk in Pamplona oder das in Brüssel geschlossen werden, um Produktionsvolumen von dort nach Wolfsburg zu verlagern?



Wiedeking: Das Thema steht heute nicht an. Alle Entscheidungen, die der VW-Konzern zu treffen hat, muss das VW-Management treffen und, wenn sie zustimmungspflichtig sind, dem Aufsichtsrat mit Begründungen vorlegen.



SPIEGEL: Das VW-Gesetz beschränkt den Stimmenanteil jedes Aktionärs auf maximal 20 Prozent. Hindert es Sie daran, noch mehr Einfluss zu nehmen?



Wiedeking: Natürlich behindert uns das VW-Gesetz. Wir wollen unseren Aktienanteil auf 25,1 Prozent aufstocken. Auf der Hauptversammlung sollte dann auch jede Aktie mit einer Stimme gezählt werden. Wir gehen davon aus, dass der Europäische Gerichtshof das Gesetz in seinen wesentlichen Teilen kippen wird, was dann keinesfalls zum Nachteil der Belegschaft wäre. Wir haben bei Porsche jedenfalls bewiesen, dass wir die soziale Verantwortung des Unternehmers sehr ernst nehmen.



SPIEGEL: Nach dem Einstieg bei VW gab es Streit zwischen VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Ihnen. Sie wollten den Vertrag des VW-Chefs Bernd Pischetsrieder verlängern. Piëch wollte Audi-Chef Martin Winterkorn an die Spitze setzen. Macht Piëch, der zugleich Aufsichtsrat bei Porsche ist, Ihnen das Leben bei Porsche jetzt schwer?



Wiedeking: Warum sollte er? Ich habe mit Herrn Dr. Piëch immer ein sehr geordnetes und vertrauensvolles Verhältnis gehabt. Wir sind nicht immer einer Meinung. Aber wir haben die Dinge stets miteinander ausdiskutiert. So geht es auch bei Porsche zu. Der Vorstand sucht den Dialog mit dem Aufsichtsrat, der letztlich dazu führt, dass die Entscheidungen besser werden.



SPIEGEL: Und wie füllen Sie Ihre Rolle bei VW aus, wo Sie selbst Aufsichtsrat sind?



Wiedeking: Auf jeden Fall setze ich mich nicht in die Sitzung und lese erst mal, was das VW-Management uns vorgelegt hat. Unser Finanzvorstand Holger Härter, der dem VW-Aufsichtsrat ebenfalls angehört, und ich machen vorher detaillierte Analysen. Wir bohren richtig tief.



SPIEGEL: Sie lassen sogar eigene Charts mit einem Projektor an die Wand werfen.



Wiedeking: Warum nicht? Wir gehen vorbereitet in die Sitzungen und diskutieren dort offen und konstruktiv. Ich bin überzeugt, dass ein Unternehmen davon nur profitieren kann.



SPIEGEL: Wie viel Prozent Ihrer Arbeitszeit investieren Sie für Volkswagen?



Wiedeking: Das habe ich nicht berechnet. Aber nachdem wir über drei Milliarden Euro investiert haben, ist man als Vorstandsvorsitzender gut beraten, sich intensiv um dieses Investment zu kümmern.



SPIEGEL: Vielleicht war Porsche bislang auch deshalb so erfolgreich, weil sich das Management auf eine Firma konzentrieren konnte. Besteht jetzt die Gefahr, dass Sie die Dinge bei Porsche schleifen lassen?



Wiedeking: Nein. Mein Kollege Härter und ich sind lange genug im Unternehmen. Ich bin mittlerweile der dienstälteste Vorstandsvorsitzende in der Autoindustrie. Von diesem Geschäft verstehen wir also durchaus etwas. Außerdem haben wir andere Mandate und Aufsichtsratsposten niedergelegt.



SPIEGEL: Die meisten Übernahmen sind bislang gescheitert. Mit Porsche hat erstmals in der Autoindustrie ein kleiner Hersteller einen großen Konzern geschluckt. Warum sollte dies erfolgreich sein?



Wiedeking: Ihre Diktion ist falsch: Wir haben VW nicht geschluckt, sondern uns am VW-Konzern beteiligt. Und wir werden mit unserer Erfahrung und unserem Knowhow hoffentlich dazu beitragen, dass der VW-Konzern wirtschaftlich aufholen kann. Die Mitarbeiter sollen wieder eine Zukunft für ihr Unternehmen sehen, und das Management soll sich darum kümmern, die wettbewerbsfähigsten Produkte herzustellen. Im Klartext: VW soll auch gegen Toyota erfolgreich agieren können.



SPIEGEL: Das Ziel lautet: Toyota angreifen?



Wiedeking: Nicht angreifen. Aber an Toyota muss man sich messen. Das ist der Maßstab. Wer sich nicht daran orientiert, hat schon verloren.



SPIEGEL: Herr Wiedeking, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.



[size=-2]Das SPIEGEL-Gespräch führten die Redakteure Dietmar Hawranek und Armin Mahler.[/size]

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,438927,00.htmlhttp://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,438927,00.html
 
Absolut genialer Artikel. Wollte ihn auch schon posten.



Man kann jetzt drüber streiten, ob er ein besseres Moralempfinden hat, als seine Heuschreckenkollegen, oder ob er glaubt, so erfolgreicher zu sein.



Solche Manager bräuchten wir mehr - Billanzen sind nicht alles!
 
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