aus der Rheinpfalz:
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Filme der Woche
Ratatouille
**** Das Leben kann so hart sein, so ungerecht. Da wird ein begnadeter Feinschmecker im Fell einer Ratte geboren und muss hineinstopfen, was immer es zu raffen gibt. Doch Ratte Remy verzichtet lieber auf den Art-üblichen Fraß und widmet sich stattdessen Kochsendungen, die im Haus einer Älteren stets im Fernsehen laufen. Sein absoluter Favorit ist Auguste Gusteau, der den Wahlspruch „Jeder kann kochen" kreiert hat, ehe er das zeitliche segnete. Remy beginnt eines Tages selbst damit, seine Speisen fein abgeschmeckt zuzubereiten - und schon geht alles schief. Er wird von der alten Dame entdeckt und gejagt und so kommt es, dass Remy samt seiner Sippe nur noch die Flucht bleibt. Über unergründliche Abwasserleitungen landet er in Paris und wie der Zufall es will, auch noch genau gegenüber von Gusteaus Kochtempel. Schnell ist er in der Küche und bewahrt einen armen Tellerwäscher vor unendlicher Schmach, indem er eine Suppe rettet, die dieser zuvor verschüttet und notdürftig wieder angerührt hatte. Bis die beiden ungleichen Partner sich schließlich zusammentun, vergeht zwar noch geraume Zeit, doch danach ist Remys Aufstieg in der Küche kaum noch zu bremsen. Wäre da nicht dieser widerliche Küchenchef, der nach Gusteaus Tod das Regiment übernommen hatte, und dem der Sinn nur nach schnell verdientem Geld steht ...
Der neue Maßstab in Sachen Trickfilm ist gesetzt. Fast schon fotorealistisch werden Speisen abgebildet, am liebsten würde man selbst gerne zur Gabel greifen. Doch es sind, wie bei Pixar üblich, nicht nur die technischen Feinheiten, es wird auch eine wunderbare Geschichte mit einer ungeheuren Detailfülle erzählt, ein fast schon altmodischer Lobgesang auf die gute Küche, gefertigt ausgerechnet im Land der Schnellrestaurants. Einziger Kritikpunkt (wenn überhaupt): Der Film macht Erwachsenen sicherlich mehr Freude als Kindern, die den ganzen Aufstand um die gute Küche, Gourmettester und Sterne kaum begreifen werden. Aber auch für die gibt es genügend zu sehen und lachen.
USA 2007. Regie: Brad Bird - 110 Minuten. (In fast allen Kinos der Region)