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Rheinpfalz-News

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schade, hier in Mainz gibts nur komische Zeitungen mit Berichten von irgendwelchen 05 ern die ich nicht kenne, deswegen frag ich immer obs was neues aus der RP über unsre Mannen gibt!
 
Ron: 12.10.05:

Henke weiterhin von seiner Mannschaft überzeugt



Trotz vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen ist Kaiserslauterns Trainer Michael Henke überzeugt, dass sein Team ohne Probleme durch die Bundesliga gehen wird. Hilfe von Ottmar Hitzfeld lehnte er ab.



Trainer Michael Henke vom Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern ist überzeugt, dass seine Mannschaft noch für Überraschungen sorgen wird und das sie ohne Probleme durch die Bundesliga gehen wird. Auch von den letzten vier Niederlagen in fünf Spielen und vom abrutschen auf Platz 13 lässt sich Henke nicht nervös machen. Nur weil die Ergebnisse jetzt schlechter wären, dürfe nicht gleich wieder alles in Frage gestellt werden, so Henke.



Hilfe von Ottmar Hitzfeld, seinem ehemaligen Chef bei Bayern München und Borussia Dortmund, wolle er nicht: "Die Probleme muss ich schon alleine lösen. Ich wusste, worauf ich mich einlasse, deshalb kann mich nichts schocken." Rückblickend würde Henke, bei gleicher Ausgangsposition, alle Entscheidungen wieder so treffen. "Es wäre für mich die größte Befriedigung, wenn es einmal hieße: Damals, mit Henke, ging es wieder nach oben. Auch wenn es anfangs sehr schwierig war."
 
Ach, für was denn Hilfe von Ottmar Hitzfeld. Seine Visionen setzt Henke auch alleine um. Bin sicher das ihm gelingt was er alles vor hat!
 
Hier der dazugehörige geklaute Bericht von Sport1.de





"Mich kann nichts schocken"





Kaiserslautern - Michael Henke bleibt noch gelassen. Auch von vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen und dem Abrutschen auf Platz 13, lässt sich der Trainer des 1. FC Kaiserlautern nicht nervös machen.



"Ich bin überzeugt, wir werden noch für einige Überraschungen sorgen und problemlos durch die Bundesliga gehen", sagte der 48-Jährige in der "Sport-Bild".



Nur weil die Ergebnisse jetzt schlechter wären, dürfe nicht gleich wieder alles in Frage gestellt werden, so Henke.



Keine Hilfe von Hitzfeld



Hilfe von Ottmar Hitzfeld, seinem ehemaligen Chef bei Bayern München und Borussia Dortmund, wolle er nicht: "Die Probleme muss ich schon alleine lösen. Ich wusste, worauf ich mich einlasse, deshalb kann mich nichts schocken."





Rückblickend würde Henke, bei gleicher Ausgangsposition, alle Entscheidungen wieder so treffen.



"Es wäre für mich die größte Befriedigung, wenn es einmal hieße: Damals, mit Henke, ging es wieder nach oben. Auch wenn es anfangs sehr schwierig war."



Gelungener Saisonstart



Noch zu Saisonbeginn glaubte man in der Pfalz an eine sorgenfreie Spielzeit.



Nach drei Partien stand das Henke-Team mit sechs Punkten auf Rang fünf der Tabelle und war nach den Bayern die treffsicherste Mannschaft der Liga.



Seit vier Spielen ohne Tor



Doch dann ging es steil bergab. In den folgenden fünf Begegnungen holten die Roten Teufel nur einen Punkt und erzielten dabei nur ein Tor.



Seit vier Ligaspielen wartet Lautern nun vergeblich auf einen Treffer, obwohl mit Halil Altintop (sieben Tore) noch immer der erfolgreichste Bundesliga-Torjäger in den Reihen des FCK steht.
 
wenn er sich jetzt von hitze helfen lassen würde (ist wieder so ne phantasie

der medien) würde er vor der mannschaft komplett verlieren!
 
er war eigentlich lang genug unter hitzfeld um zu wissen wie der reagieren würden. Ausserdem haben die garantiert noch immer Kontakt, nur Doc hat recht, öffentlich dürfte er das nicht sagen
 
Jo wir alle wissen, dass der Trainer gute Arbeit macht und dass nun halt die Spieler es einfach umsetzen müssen. Zudem haben wir ja in der Offensive wirklich kaum Alternativen...auch hier wird sich was ändern müssen!!!
 
nee hab grad nach geschaut. leider nix sonst hätt ich es reingestellt


Ich doch auch!
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Ich wollte einfach nicht "Nix" posten - am Schluß sagt noch einer Spammer zu mir!
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jetzt kündigt mal aber net gleich alle eure abos!
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bei uns steht zum fck nur alle 3 wochen mal was in der zeitung
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FCK-Fans boykottieren ihre Kurve

FUSSBALL: Zehn-Minuten-Protest im Spiel gegen BVB - Henkes Appell



KAISERSLAUTERN (zkk). Streik in der Westkurve: Fans des 1. FC Kaiserslautern wollen am Samstag (15.30 Uhr) in den ersten zehn Minuten der Partie gegen Borussia Dortmund ihrer Mannschaft aus Protest ob der letzten desolaten Heim-Auftritte die Rückenstärkung verweigern und erst dann Position beziehen.





„Die Fans haben aber auch angekündigt, dass sie die Mannschaft dann wieder voll unterstützen wollen. Darauf setze ich", sagt FCK-Trainer Michael Henke. „Die Fans sind ein ganz wesentlicher Bestandteil FCK, die Fans fiebern mit, die Fans leiden mit", betont der Trainer und erwartet, „dass wir als Mannschaft alles dafür tun, dass wir wieder gefeiert werden, was wir in dieser Saison ja auch schon erlebt haben".





„Klar, die Fans sind enttäuscht. Und das mit Recht, denn wir haben sehr schlecht gespielt. Aber dieser Boykott macht die Sache für uns nicht leichter. Ich kann nur hoffen, dass uns gleich ein Tor gelingt und sie nach zehn Minuten schon was verpasst haben", äußert Timo Wenzel, der für den gesperrten Stefan Blank als Linksverteidiger auflaufen dürfte.





„Borussia Dortmund ist Neunter und hat drei Punkte mehr als wir", verweist der Lauterer Trainer auf das schnell korrigierbare Tabellenbild. Er weiß aber auch, dass „wir anders auftreten müssen" als in den letzten drei verlorenen Heimspielen. Henke: „Wir haben die zwei Wochen sehr gut genutzt, an den Schwächen gearbeitet, um die Post auf dem Betzenberg abgehen zu lassen".





Dass er neun Jahre Co-Trainer bei Borussia Dortmund war - für Michael Henke kein Thema mehr, nur noch schöne Erinnerung. „Mich hat in den letzten zehn Tagen nur beschäftigt, wie wir an die drei Punkte kommen", betont der Coach. Seine Fehleranalyse bei der Negativserie mit drei Niederlagen in Folge: „Wir sind schlecht in die Zweikämpfe gekommen, die Mannschaft wirkte gehemmt. Wir müssen gegen Dortmund den Schalter umlegen, laufstark-aggressiv auftreten, mehr Initiative ergreifen, nicht nur reagieren."





Erstmals seit dem 3:2-Sieg in Köln steht Stürmerhoffnung Boubacar Sanogo wieder im FCK-Kader. Nach abgebrummter Zwei-Spiele-Sperre ist Ciriaco Sforza einsatzbereit. Fraglich ist das Mitwirken von Carsten Jancker (Sprunggelenk lädiert) und Jochen Seitz (verrenkt). Für die Nationalspieler Halil Altintop, Jürgen Macho und Ferydoon Zandi war gestern ein Regenerationstraining im Stadion angesagt. Erst gestern Abend wurde Ervin Skela vom WM-Qualifikationsspiel aus Albanien in die Pfalz zurückerwartet. Altintop, der die Vorarbeit zum Siegtreffer der Türken gegen die Albaner lieferte, steht mit seiner Mannschaft in der WM-Relegation. Skela ist am Samstag gegen den BVB wieder erste Wahl. „Ein zentraler, ein sehr wichtiger Spieler", attestiert Henke.





Die blamablen Heimspiele der Mannschaft gegen Werder Bremen, Mainz 05 und den Hamburger SV sind FCK-Boss René C. Jäggi unerklärlich. „Wir haben das beste Stadion, die besten Fans. Da frage ich mich schon: Wovon haben die Spieler Angst?" Allerdings mutmaßt der Vereinschef auch, dass der Vertragspoker Torjäger Halil Altintop verunsichere. „Er hat ein aus unserer Sicht sehr gutes Angebot bekommen und er weiß, dass wir auch bald ein Signal seinerseits erwarten", äußert Jäggi.







WEHNERO / WEHNERO

Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ
 
danke erstmal für den artikel!



was mich nur immer stört ist die pauschalisierung.

"die fans" steht da zu lesen. kein wort von denen, die nicht daran teilnehmen,

an dem streik.
 
Ja, der Timo hat schon recht, hoffentlich schießen wir schnell ein Tor, damit die schon mal was verpassen
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Wäre die richtige Antwort von der Mannschaft.
 
@ knocki.... sag mal....wenn wir jetzt in den ersten 10 min. das spielentscheidene Tor machen ....seht ihr die Aktion dann als Erfolg oder was meinst du?
 
wenn ich mich da mal einmischen darf:

ob die sperre was gebracht hat, kann man erst nach ein paar wochen sagen.

kann schon sein, dass die nächsten spiele besser laufen aber was nützt das, wenn wir dann in den alten trott zurückverfallen. und was dann?
 
Dann gehen wir zu anderen Massnahmen über
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- Gelangweiltes Kartenspielen der Fans während der FCK-Heimspiele



- Sackhüpfen auf der West - Platz ist dann ja genug vorhanden



- ....



Beliebig erweiterbar!
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Die blamablen Heimspiele der Mannschaft gegen Werder Bremen, Mainz 05 und den Hamburger SV sind FCK-Boss René C. Jäggi unerklärlich. „Wir haben das beste Stadion, die besten Fans. Da frage ich mich schon: Wovon haben die Spieler Angst?" Allerdings mutmaßt der Vereinschef auch, dass der Vertragspoker Torjäger Halil Altintop verunsichere. „Er hat ein aus unserer Sicht sehr gutes Angebot bekommen und er weiß, dass wir auch bald ein Signal seinerseits erwarten", äußert Jäggi




Der alte Schleimer ...
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@ AC-Devil

ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht genau, ich werte das ganze nur als Erfolg (wenn man überhaupt von Erfolg ausgehen kann, denn das ganze muss sich im Kopf der Spieler abspielen) wenn man eine Verhaltensänderung sieht! Wenn man jetzt nach 10 Min 1:0 durch nen 11-Meter ein Tor schießt und auch mit Dusel gewinnt, kann ich das trotzdem nicht als Erfolg werten, weil sie nicht so spielen (fighten) wie wir uns das vorstellen! Hätte allerdings auch nichts dagegen wenn wir so die 3 Punkte einfahren würden, denn die brauchen wir unbedingt!
 
Dann gehen wir zu anderen Massnahmen über
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- Gelangweiltes Kartenspielen der Fans während der FCK-Heimspiele



- Sackhüpfen auf der West - Platz ist dann ja genug vorhanden



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Stell mir das gerade mal vor, wie die auf der West die Fans Sackhüpfen....und vereinzelt Kartenspielen...naja und für verstecken die ist die West ja gänzlich ungeeignet.



Wobei die Blocksperre ja eigentlich auch nichts anderes ist als ein Versteckspiel, nur dass die Spieler sie net suchen können, weil sie ja um 15h30 in der Pflicht stehen.





@ Doc....Aber kann man denn sicher sein, dass eben diese Aktion der Grund für den Umschwung war? Kann doch auch sein, dass man in diesen 2 Wochen gut gearbeitet hat. Einiges verbessern konnte. Sanogo vielleicht seinen Teil dazu tat. So viele Möglichkeiten. Finde es wäre nicht richtig, die Sache als Erfolg anzusehen, egal was passiert. Man würde der Mannschaft indirekt unterstellen, dass sie erst nach so drastischen Aktionen wach werden würde.



@ Knocki Es ist schon richtig, wichtig sind die 3 Punkte....Blocksperre hin Blocksperre her...wenn ihr reinkommt muss die Bude brennen...
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Promi-Bonus



Das Urteil ist gesprochen. Die frühere FCK -Führung ist glimpflich davon gekommen - gemessen am Strafmaß, das die Anklage gefordert hat. Das Urteil ist milde. Sehr milde. Zu milde? Diese Frage muss man stellen. Die Wirtschaftsstrafkammer muss sich den Vorwurf gefallen lassen, einen Prominentenbonus gewährt zu haben.



Die Gründe, die das Gericht als strafmildernd aufgeführt hat, leuchten weitgehend ein. Aber dem Argument, in der anderen Waagschale liege nur die Höhe des Schadens, kann man nicht folgen. In die Waagschale gehört noch ein Gewicht: die Systematik, mit der die Verurteilten vorgegangen sind.



Sie haben in wechselseitiger Beteiligung über Jahre hinweg unversteuerte Gehaltszahlungen an Spieler getätigt und ihnen das Etikett „Persönlichkeitsrechte" aufgeklebt. Sie haben dabei vorsätzlich und mit krimineller Energie gehandelt. Sich einen Dreck darum scherend, dass dem Fiskus Steuern hinterzogen werden. Wo ist in dem Urteil diese Systematik berücksichtigt?



Die Machenschaften des Trios sind ein gutes Beispiel für Wirtschaftskriminalität. Jürgen Friedrich, Robert Wieschemann und Gerhard Herzog sind jetzt verurteilte Wirtschaftskriminelle. Zu Recht verurteilte Wirtschaftskriminelle. An ihrer Schuld hat die Kammer keinen Zweifel gelassen - so milde das Urteil auch ist.



Jürgen Friedrich, Robert Wieschemann und Gerhard Herzog sind verurteilte Wirtschaftskriminelle - zu Recht verurteilte Wirtschaftskriminelle.



Quelle:RON
 
Besäufnis beim Italiener



Urteil im FCK -Prozess: „Im Namen des Volkes und nicht im Namen der FCK -Fans"



Der Stein, der den drei Verurteilten vom Herzen fiel, war riesig. Am Montag nach dem Plädoyer der Anklage verließen sie noch mit schlotternden Knien und teilweise den Tränen nahe den Gerichtssaal, gestern hatten sie schon wieder Oberwasser. Ein „Besäufnis beim Italiener" kündigte ein strahlender Robert Wieschemann eine Stunde nach der Urteilsverkündung an.



Wieschemann hat gut lachen. Wie bei seinen beiden Spezies aus der früheren FCK -Führung blieb das Gericht weit unter den Forderungen von Oberstaatsanwalt Thomas Lißmann. Der kam mit der Anklage wegen Steuerhinterziehung bei Wieschemann nicht durch. Er wurde „nur" wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung verurteilt, kam mit einer Geldstrafe davon. Das kann Auswirkungen auf den Zivilprozess haben, wo der Lauterer Anwalt und Insolvenzverwalter nach den Worten des Vorsitzenden Richters möglicherweise nicht in die Verantwortung genommen werden kann. Denn die Wirtschaftsstrafkammer hat es verneint, dass Wieschemann faktisch in der Geschäftsführung des FCK tätig war. Da ist einer schön sanft auf die Pfoten gefallen. Und strahlte mit seinem Verteidiger um die Wette. Justizrat Günter Schmidt sprach von einem Sieg seines Mandanten. Für den ist das Kapitel FCK , bei dem er von Sommer 1996 bis September 2002, kurz nach seinem desaströsen Auftritt im Deutschen Sportfernsehen („Wir alle haben ein Defizit an Durchblick") im Aufsichtsrat saß, womöglich endgültig beendet.



Nicht weniger wird sich Gerhard Herzog über das Urteil freuen. Der Paragraf 48 des Bundesbeamtengesetzes wird ihn nicht mehr scheren. Dort heißt es: „Das Beamtenverhältnis eines Beamten, der im ordentlichen Strafverfahren durch das Urteil eines deutschen Gerichts wegen einer vorsätzlichen Tat zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, endet mit der Rechtskraft des Urteils." Dieser Kelch ist an Herzog vorüber gegangen. Die Geldstrafe von 39.000 Euro wird er verschmerzen. Hat er doch nach dem Auszug aus der Mainzer Staatskanzlei im Sommer 1997 auf den Betzenberg bis zu seiner Kündigung am 29. Oktober 2002 beim FCK gut verdient.



Im Ohr sollten dem Landesbeamten aber noch lange die Worte des Vorsitzenden Richters dröhnen. Der verwahrte sich - wohl an die Adresse von Verteidiger Klaus Malek gemünzt - dagegen, dass man Herzog „so hinstellt, als ob er ein dummer Junge wäre". „Wenn das so wäre, wäre er auch in seinem Beruf ein dummer Junge gewesen", sagte der Vorsitzende. Als Lehrer und nach A 16 bezahlter Beamter müsse Herzog mit Akten umgehen und Paragrafen lesen können. Er sei zudem bei einer Besprechung des FCK mit dem Finanzamt über Persönlichkeitsrechte dabei gewesen, hätte aufschreien müssen, als dem Aufsichtsrat erklärt wurde, Taribo West sei ein Schnäppchen gewesen, er hätte beim Vertrag mit West genau hinsehen und sagen können, da sei etwas nicht in Ordnung.



Malek trat seine Fahrt heim nach Freiburg gut gelaunt an. Er sprach von einem großen Erfolg der Verteidigung, stufte die Geldstrafe für seinen Mandanten nicht sonderlich hoch ein: „Aber selbst wenn man 10:1 gewonnen hat, ärgert man sich ein bisschen über den Gegentreffer."



Regungslos schaute Jürgen Friedrich drein, der ewige Gast auf dem Betzenberg. Er gab vier Vorstellungen beim FCK , war von 1968 bis 1973 Spieler, vom 7. März 1977 bis zum Saisonende 1981 sowie vom 23. April 1985 bis zum Saisonende 1988 ehrenamtlicher Präsident und zwischen Sommer 1996 und November 2002 zunächst Aufsichtsratsvorsitzender und dann Vorstandsvorsitzender.



Nach dem Schuldspruch der Kammer dürfte er wie zumindest Herzog dem FCK verbunden bleiben - in den Zivilverfahren mit Regressforderungen. Die Kammer habe zu Recht eine Steuerhinterziehung durch alle drei Angeklagten bejaht, es bleibe einmal mehr festzuhalten, dass sie dem FCK durch ihr Verhalten enormen Schaden zugefügt haben, verkündete der Verein nach dem Urteilsspruch.



Friedrich war gestern ganz Pokerface. Um 13.55 Uhr hatte er als erster der drei Verurteilten den Gerichtssaal betreten - durch ein Spalier von Mikrofonen und Kameras. Mit stoischer Ruhe und einem süffisanten Lächeln ließ er sich eine Viertelstunde von einem Dutzend Kameras filmen, warf kaum einen Blick in den Gerichtssaal, in dem sich rund 150 Zuschauer drängten. Eine lange Menschenschlange schob sich in den Saal, stürzte sich auf die Stühle, die bei weitem nicht ausreichten, und drängte sich bis in den hintersten Winkel des Raumes.



Als um 15.54 Uhr das Gericht seine Akten einpackte, waren die meisten Kiebitze schon gegangen. Die noch da waren, verließen meist kopfschüttelnd den Saal. Ein viel zu mildes Urteil, lautete größtenteils ihr Urteil. Reaktionen, die der Vorsitzende Richter vorausgesehen hatte. Die Entscheidung sei im Namen des Volkes, nicht im Namen der Lauterer Bevölkerung und nicht im Namen der FCK -Fans ergangen, verkündete er.



Quelle:RON
 
„Ein viel zu mildes Urteil"



Viele verlassen nach Urteilsverkündung im Prozess gegen das frühere FCK -Führungstrio kopfschüttelnd den Gerichtssaal



„Ich habe keine Worte." Gerda Linka schüttelt wie viele, die wenige Minuten nach der Urteilsverkündung enttäuscht den Gerichtssaal verlassen, den Kopf. Bewährungsstrafe für Friedrich, Geldstrafen für Herzog und Wieschemann, diese Entscheidung kann sie nicht nachvollziehen. „Ein viel zu mildes Urteil, das Trio hätte richtig bluten müssen."



Eine saftigere Strafe gewünscht hätte sich auch N.B. Zumindest Friedrich wollte er einrücken sehen. „Schließlich hat er den 1. FCK fast zugrunde gerichtet." Eine Stunde lang hat sich B. im Stehen die Urteilsbegründung angehört, doch dann will Töchterchen Nina (5) nicht mehr länger stillhalten. Und er auch nicht. „Mir reicht"s." Zumal er die Argumentation, den Angeklagten sei es bei ihren Machenschaften nur um die Verpflichtung guter Spieler gegangen, überhaupt nicht nachvollziehen kann.



Andere, die den Ausführungen des Vorsitzenden Richters Franz-Josef Feltes bis zum Schluss folgten, sind ebenfalls baff. „Den Richter sollte man ans Königlich Bayerische Amtsgericht versetzen, das hier ist ein Laiengericht", schimpft ein Mann vom Land. Das Urteil sei ein Witz, „ein Hohn gegenüber jedem", der brav seine Steuern zahle. Auch der Satz „Die Kleinen fasst man härter an" fällt. Klaus Krämer aus Geiselberg ist das einfach nicht genug, zumindest was die Bewährungsstrafe für Jürgen Friedrich angeht. Dass Gerhard Herzog mit einer Geldstrafe davonkommt, dafür hat er Verständnis. „Der war nur der Handlanger."



Da ist ganz viel Emotion im Spiel, aber selbst Insider sehen den Ausgang des Verfahrens kritisch, ziemlich kritisch. „Viel zu milde", urteilt ein Jurist gerade heraus. „Mindestens in einem Fall hätte man eine Haftstrafe verhängen müssen." Ein anderer aus der Branche meint, da sei ganz schön geschont worden. „Bei Herzog wollte man mit gutem Grund eine wirtschaftliche Situation regeln." Ihm sollte es nicht an die Beamtenbezüge gehen, obwohl einer, der früher bei Ministerpräsident Beck in der Staatskanzlei gearbeitet hat, wissen müsste, was er tut. Und 130.000 Euro Strafe für Robert Wieschemann seien für den ein Pappenstiel. „Ich könnte es nicht bezahlen, aber dem tut das nicht weh." Da wird auch spekuliert. „Eine Haftstrafe für Wieschemann hätte aber auch nichts gebracht. Der hätte ein Attest gebracht, dass er krank ist."



Ernst Lanzer aus Winnweiler hadert indes mit sich. Er saß bis auf eine Ausnahme an jedem der 22 Verhandlungstage als Zuhörer im Gerichtssaal, sagt, das habe er so kommen sehen. Mit allen Tricks sei daran geschafft worden, das Strafmaß niedrig zu halten. „Und wie sich der Richter gewunden hat, dem war selbst nicht wohl in seiner Haut, sonst hätte er nicht so eine ellenlange Begründung abgegeben." Doch was wäre gerecht gewesen?, fragt sich der Mann, der angibt, den Glauben in den Rechtsstaat schon lange verloren zu haben. „Im Gefängnis wollte ich die drei auch nicht sehen, nein, nein."



Der eine oder andere, der es begrüßt, dass das Gericht nicht den hohen Forderungen der Staatsanwaltschaft gefolgt ist, saß aber auch im Gerichtssaal. Etwa der frühere Forstamtsleiter Dieter Haun. „Ich finde es gut, dass das Gericht aufgearbeitet hat, dass die drei immer versucht haben, das Beste für den Verein rauszuschlagen." Sie hätten dem 1. FCK dienen und ganz sicher nicht in die eigene Tasche wirtschaften wollen, argumentiert er. Ein anderer: „Man muss sich das Urteil nur mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, stichhaltig war sie schon, die Argumentation des Gerichts." Ähnlich auch der Rentner Klaus Althof aus Enkenbach: „Das war schon schlüssig, Urteil angemessen."



Der souveräne Richter Franz-Josef Feltes hatte wohl kommen sehen, dass er nicht nur Zustimmung ernten würde. Sonst hätte er während der Urteilsverkündung nicht schon vorgebaut und extra darauf hingewiesen. „Mir ist bewusst, dass die Entscheidung kontrovers diskutiert wird. Aber sie erging im Namen des Volkes, nicht im Namen der Kaiserslauterer Bevölkerung oder der FCK -Fans", so seine Worte.



Quelle:RON
 
DAS PROZESS-TAGEBUCH

Giovanni wartet



Mit jeder Minute, die sich der Zeiger Richtung 14 Uhr bewegt, steigt die Spannung. Im Bistro Justitia sitzen Friedrich-Verteidiger Ernst Misamer, Wieschemann-Verteidiger Justizrat Günter Schmidt und der Angeklagte Gerhard Herzog beisammen; sie ziehen an Zigaretten. Sie sind sozusagen die Vorhut, die anderen kommen noch. Warten auf das Urteil.



Der Ansturm auf die Zuschauerplätze im großen Sitzungssaal ist enorm. Weit mehr Zuhörer wollen die Urteilsverkündung miterleben als den Prozessauftakt in den letzten Maitagen. Die Sitzplätze reichen nicht für alle, als sich die Tür zum Verhandlungsraum für die Schaulustigen öffnet. Etliche müssen stehen, darunter auch Friedrich-Ehefrau Brigitte. Staranwalt Professor Egon Müller, der Vertreter des FCK , kann gerade noch einen Platz in der letzten Reihe ergattern. Und der Wachtmeister verteidigt seinen Stuhl im Sitzungssaal wie ein Löwe: „Des is moiner."



„Es war so schön familiär die letzten Wochen", sehnt sich der Kollege des Sport-Informationsdienstes (sid), Alexander Sarter, zurück nach ruhigeren Prozesstagen. Als sich das öffentliche Interesse auf das Stammpublikum und die journalistische Stammbesetzung beschränkte. Überhaupt das Medieninteresse. Es eruptierte gestern. Warten auf das Urteil.



Es ist 13.55 Uhr, als der frühere FCK -Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich den Sitzungssaal betritt. Er begrüßt Franz Reichert, das Lauterer Stadtgesicht im Elektrorollstuhl, am Eingang. „Grüß Dich. Begleitest Du mich auf dem schweren Gang?", fragt er. Warten auf das Urteil.



Die Spannung steigt weiter, Kameras halten auf die Angeklagten und ihre Verteidiger. Immer wieder, mal aus der, mal aus jener Perspektive. Die Prominenz der Beschuldigten hat ihren Preis. Und das Fernsehen verlangt nach Bildern, Bildern, Bildern. Warten auf das Urteil.



14.10 Uhr. Es ist zehn Minuten über die Zeit. Die Tür, durch die das Gericht den Sitzungssaal betritt, geht einen Spalt auf - und wieder zu. Die Kammer auf Erkundung der Lage. Kann"s losgehen? 14.11 Uhr. Der Urkundsbeamte wechselt die Brille. Die dunkle ab, die helle auf. Er informiert das Gericht, es kann kommen. Warten auf das Urteil.



Sekunden später: das Urteil im Namen des Volkes. Zwei Jahre auf Bewährung für Jürgen Friedrich wegen Steuerhinterziehung in sechs Fällen, 39.000 Euro Strafe für das frühere Vorstandsmitglied Herzog wegen Steuerhinterziehung in einem Fall, 130.000 Euro Strafe für Robert Wieschemann, den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden, wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in zwei Fällen.



Die Urteilsbegründung durch den Vorsitzenden Richter beginnt. Die Journalisten auf der Pressebank lassen ihre Finger über die Tastaturen ihrer Laptops laufen, die Tasten klicken. Sender und Agenturen verbreiten die Meldung eines milden Urteils. Kaiserslautern deutschlandweit.



Herzog-Verteidiger Helge Pfeifer schält sich aus dem Sakko unter dem Talar. Wer will, kann darin ein Bild der Entspannung sehen. Friedrich, aufrecht-zurückgelehnt im Stuhl, unbeweglicher Gesichtsausdruck, Herzog, die Beine übereinander geschlagen, Zettel und Autoschlüssel vor sich, roter Kuli in der Hand, Wieschemann, aufgestützt, die Hände unterm Kinn gefaltet, mit den gewohnten kleinen Streicheleinheiten für den weißhaarigen Bart, lauschen den Worten des Vorsitzenden.



Der referiert über die „Beweggründe und Ziele der Angeklagten". Darüber, dass die Kammer es als erwiesen sieht, dass die früheren FCK -Verantwortlichen einen höheren Arbeitslohn vereinbarten, indem sie einem Teil des Lohns das Etikett Persönlichkeitsrechte gaben. Darüber, dass die Zahlungsflüsse an drei Spieler objektiv nachzuvollziehen sind. Und dass man auch im Fall Strasser davon ausgehen muss, dass es so war. Darüber, dass es den Angeklagten nicht darum ging, den Verein zu schädigen, sondern auf günstige Art und Weise gute Spieler zu verpflichten. Darüber, dass eine wohlwollende Prüfungspraxis der Finanzbehörden die früheren Bosse auf dem Betzenberg zu der Praxis verleitet haben könnte.



Detailliert geht der Vorsitzende Richter auf die Strafzumessung ein. Er ahnt wohl, dass das Urteil als glimpflich apostrophiert wird. Spricht darüber, dass sich die Angeklagten bisher nichts zu Schulden kommen ließen, zumindest dass kein Eintrag über Vorstrafen im Bundeszentralregister vorliegt (Gelächter!). Darüber, dass der Staat zwar geschädigt wurde, der FCK den Schaden aber wieder gutgemacht hat, dass die Angeklagten im Verfahren mitgewirkt haben, dass Jürgen Friedrich eine günstige Sozialprognose hat. Und Strafzumessung ein weites Feld ist. Wie wahr!



Um 15.54 Uhr ist alles gesagt, die Zuschauerreihen haben sich deutlich gelichtet, der Vorsitzende Richter schließt das Verfahren ab. Mit einem nüchternen Satz, mit vier Wörtern. „Die Sitzung ist geschlossen." Passend dazu: Das Wasserspiel im Innenhof des Justizzentrums, das plätschernd das Verfahren tagein, tagaus begleitete und von dem an dieser Stelle schon die Rede war, hat sich verabschiedet. Wahrscheinlich in die Winterpause.



Für Friedrich und Ehefrau Brigitte beginnt ein Spießrutenlauf zwischen Kameras und Journalisten. Vor lauter lauter vergisst er noch seinen Kurzmantel, der Wachtmeister trägt ihm diesen nach. „Alla, tschüss, wiedersehen", sagt er erleichtert, nimmt seine Frau am Arm und flüchtet in die Freiheit. Ins Bistro Justitia.



Das Warten auf das Urteil hat ein Ende. Giovanni, ein Italiener in der Pariser Straße, wartet nun auf die Angeklagten am Abend. Feierstimmung ist angesagt. Und Revision.



Quelle:RON
 
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