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Rotkäppchen...

Lena

Active Member
...mal anders erzählt. Kennen vielleicht einige von euch schon, hab hier auch mal gesucht, aber irgendwie nix gefunden. Deshalb hier mal die Version von



Rotkäppchen im Amtsdeutsch



Also in unserer Stadt wohnhaft ist eine Minderjährige aktenkundig, welche Infolge ihrer üblichen Kopfbedeckung gewohnheitsrechtlicht Rotkäppchen genannt zu werden pflegt.



Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Sie machte sich Infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift straffällig und begegnete beim Überschreiten des diesbezüglichen Blumenplückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz. Dieser verlangte in unberechtigter Amtsanmaßung Einsichtnahme in den zum Transport von Konsumgütern dienenden Korb und traf zwecks Tötungsabsicht die Feststellung, dass die R. zu ihrer verwandten und verschwägerten Großmutter eilend war. Da bei dem Wolf Verknappung auf dem Ernährungssektor vorherrschend war, beschloss er, bei der Großmutter der R. unter Vorlage falscher Papiere vorsprechig zu werden.



Da dieselbe wegen Augenleidens krankgeschrieben war, gelang dem Wolf die diesfällige Täuschungsabsicht, worauf er unter Verschlingung der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub ausführte. Bei der später eintreffenden R. täuschte er seine Identität mit der Großmutter vor, stellte der R. nach und durch Zweitverschlingung derselben seinen Tötungsvorsatz unter Beweis.



Der sich auf einem Dienstgang befindliche Förster B. vernahm verdächtige Schnarchgeräusche und stellte daran Urheberschaft seitens des Wolfsmauls fest. Er reichte bei seiner vorgesetzten Dienststelle ein Tötungsgesuch ein, welches zuschlägig beschieden wurden. Daraufhin gab er einen Schuss ab auf den Wolf. Dieser wurde nach Infangnahme der Kugel ablebig.



Die Beinhaltung des Getöteten weckte in dem Schussgeber die Vermutung, dass der Leichnam Personen beinhalte. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Einsichtnahme und stieß hierbei auf die noch lebende R. nebst Großmutter. Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigten sich die beiden Personen ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges, Lebensgefühl....



Der Vorfall wurde von den Gebrüdern Grimm zu Protokoll gegeben.



Also ich fands ganz lustig. Arbeite selbst bei ner Behörde und weiß, wie man einfache Dinge manchmal relativ komplex ausdrücken kann.
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Dann lernst du sicher in der Schule das Beamtendeutsch allmählich abzuschaffen und dich mal in die Lage der Bürger zu versetzen. Kann mir echt vorstellen dass manch einer mit den Texten überfordert ist, weil sehr oft einfach Gesetzespasagen 1 zu 1 kopiert werden. Ich kenn das auch
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Dann lernst du sicher in der Schule das Beamtendeutsch allmählich abzuschaffen und dich mal in die Lage der Bürger zu versetzen. Kann mir echt vorstellen dass manch einer mit den Texten überfordert ist, weil sehr oft einfach Gesetzespasagen 1 zu 1 kopiert werden. Ich kenn das auch
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Du, ich muss dir ehrlich sagen, dass ich selbst manchmal ein paar Bescheide drei Mal lesen muss, bevor ich selbst kapiere, um was es da geht. Und wie überfordert die Leute damit sind, seh ich jeden Tag zu genüge. Aber in der Schule kann ich nix mehr lernen, weil ich da seit letztem Jahr net mehr hin muss...
 
Du, ich muss dir ehrlich sagen, dass ich selbst manchmal ein paar Bescheide drei Mal lesen muss, bevor ich selbst kapiere, um was es da geht. Und wie überfordert die Leute damit sind, seh ich jeden Tag zu genüge. Aber in der Schule kann ich nix mehr lernen, weil ich da seit letztem Jahr net mehr hin muss...


Dann hast du das aber sicher gelernt
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Wir lernen das gerade im Organisationsmanagment und Service. Versuche mich bei Bescheiden und Verwaltungsakten auch immer verständlich auszudrücken, aber ohne ein bisschen "Beamtendeutsch" ist sowas einfach nicht möglich weil man sich eben auf Gesetze des Bundes bzw. des Landes bezieht. Eine "schöne" Formulierung muss deshalb einfach sein. Trotzdem sehr schöner Text, musste schmunzeln
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Mein persönliches Lieblingswort in dem Text ist Zweitverschlingung. Was haben wir bei dem Wort heute Morgen gelacht.

Aber ich weiß genau was du meinst. Wenn ich irgendjemand was zuschicken soll oder so, schreib ich den Brief dazu meistens selbst und nehm nicht das vorgefertigte aus der Brumm-Kiste.
 
Es gibt ein Schneewitchen im Werbefernsehen (alias Schneekoppewittchen):



Es war Piemontkirschenzeit und der Tag begann mit Krönung Light. Auch im Hause von Kaiser, wo sich die böse Stiefmutter mal wieder in ihrem Cholesterinspiegel überprüfte. Dieser sprach zu ihr: "Du besitzt zwar immer noch die Kraft der zwei Herzen, aber Schneekoppewittchen hat dafür das volle Verwöhnaroma!" Das ärgerte die Stiefmutter ganz gewaltig und sie beschloss, einen Jägermeister auszusenden, um Schneekoppewittchen zu beseitigen.



Dieser ging mit Schneekoppewittchen in den Wald, damit ihn die Kräuterpolizei nicht ertappen konnte. Dort richtete er seinen Danone auf Schneekoppewittchen, um ihr die Kugel zu geben. Allerdings erwies sich der Jägermeister als kleiner Feigling, denn er hatte nicht den nötigen Mumm, um sie zu erschießen. Das war ja schließlich auch nicht die feine englische Art.



Also sagte Schneekoppewittchen: "Merci!" und rannte zu den sieben Bergen in das Haus der sieben Fruchtzwerge. Die Fruchtzwerge waren aber gerade in ihrem Bergwerk in Villabajo, um Goldbären und Megaperls abzubauen.



Schneekoppewittchen dachte: "Die Freiheit nehm ich mir!" und machte sich sofort über den Müller-Milchreis und die Pepsi her. Danach fühlte sie sich so Bluna, dass sie sich erst einmal ins Bett legte. Es war After Eight, als die sieben Fruchtzwerge zurück in die Schwäbisch Hall traten. Sie schrien sofort tausend von Fragen, wie: "Wer hat von meinem Nutellachen gegessen?" und: "Wo ist der Deinhard?"



Dann entdeckten sie Schneekoppewittchen. Sie entschuldigte sich bei den sieben Fruchtzwergen und frage sie, ob sie bei ihnen wohnen dürfe. "Du darfst!", sagten die sieben Fruchtzwerge. Denn sie suchten schon seit langem eine Haushälterin und Schneekoppewittchen hatte ohne Zweifel die schlaue Art zu waschen.



So verging die Zeit, und als der Bergfrühling kam, schaute die Stiefmutter wieder in ihren Cholesterinspiegel. Der sagte wieder: "Du besitzt zwar immer noch die Kraft der zwei Herzen, aber aus Schneekoppewittchens Aromaporen dringt immer noch das volle Verwöhnaroma!" Also fasste sich die Stiefmutter ein Milkaherz und verübte drei Anschläge. Der dritte traf mitten in Schneekoppewittchens Karamelkern. Die Stiefmutter hatte ihr nämlich einen vergifteten Bratapfelkuchen von Koppenrath und Wiese gegeben und Schneekoppewittchen fiel sofort in einen Früchtetraum von Ehrmann.



Als die sieben Fruchtzwerge aus Villabajo zurück kamen, legten sie Schneekoppewittchen in eine Frischebox. Da kam plötzlich ein Schokoprinz, der goldene Erdnusslocken hatte und dem die Prinzenrolle wie auf den Leibnitz geschrieben war. Er beugte sich über Schneekoppewittchen und gab ihr mit Blistexlippen einen Negerkuss.



Schneekoppewittchen erwachte durch das Ferrero Küsschen sofort aus ihrem Früchtetraum von Ehrmann und dachte sich: "Keiner macht mich mehr an!"
 
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