Ramzy heuert in Saarbrücken an
FUSSBALL: Ehemaliger FCK -Profi unterschreibt Vertrag bis 2007
Von unserem Mitarbeiter
Markus Weis
Was lange währt, wird endlich gut - im Fall von Abwehrspieler Hany Ramzy trifft dieses Sprichwort zu: Gestern unterschrieb der 36-jährige Ägypter beim derzeitigen Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Saarbrücken einen Vertrag bis 2007.
Mehr als drei Wochen hatte der ehemalige Bundesliga-Profi von Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern zur Probe mittrainiert, bevor er verpflichtet wurde. Etwas zu lange für den Geschmack von Ramzy. „Ich habe vorher gedacht, dass ich eine Woche, vielleicht zehn Tage mittrainiere, bis es zu einer Entscheidung kommt", sagt der Ägypter.
„Insgesamt hat es mir ein bisschen zu lange gedauert. Vom Kopf her war es schon schwierig: Die Ungewissheit war unangenehm", gesteht Ramzy. Dennoch ist der 36-Jährige nun in erster Linie „froh, dass es geklappt hat".
Noch vor einer Woche schien Ramzy aus dem Rennen zu sein. Zu diesem Zeitpunkt habe es im Verein große Bedenken gegeben, war zu hören. Wegen Ramzys Alters und wegen seine vorgeschädigten Knies.
Doch dann ist wohl der neue FCS-Trainer Rudi Bommer eingeschritten. Denn der hatte sich bereits nach den ersten Trainingstagen für den Ägypter stark gemacht. Und anscheinend hat er sich gegen die Widerstände im Verein durchgesetzt.
Den letzten Ausschlag gab am Montag ein kompletter Check bei Professor Dr. Wilfried Kindermann am sportmedizinischen Institut der Uni Saarbrücken. Denn unmittelbar danach wurden die Chancen Ramzys von Vereinsseite auf 80:20 eingestuft, die vorher permanent mit 50:50 angegeben wurden.
Hany Ramzy kann der langen Entscheidungsfindung des FCS aber auch etwas Positives abgewinnen: „So hatte ich schon drei Wochen Zeit, die Mannschaft kennen zu lernen", sagt er. „Ich war in jedem Training dabei, kenne die Spieler und ihre Laufwege. Das macht es gleich viel leichter, wenn ich am Sonntag gegen Cottbus spielen sollte." Seine Hauptaufgabe sieht er darin, „meine Erfahrung einzubringen, Ruhe in die Abwehrreihe zu bringen und lautstark zu dirigieren".
Dabei soll ihm seine Rückennummer 44 Glück bringen. „Eigentlich ist die Vier meine Glückszahl", sagt er. „Aber die ist schon belegt. Deshalb nehme ich die doppelte Vier. Vielleicht bringt die ja auch doppelt Glück." Das wäre gut für den 1. FC Saarbrücken, denn der kann derzeit wirklich alles Glück der Welt brauchen. (Foto: Kunz)
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ