Teufelsanbeterin
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Die Nummer 1 im Tor und in der Gunst der Fans
FUSSBALL: Vorbild Thomas Ernst FCK-Spieler der Saison - Grandioser Wahlsieger vor Halil Altintop und Marco Engelhardt
KAISERSLAUTERN (zkk). Der FCK-Spieler der Saison 2004/2005 heißt Thomas Ernst.
Bei der zum sechsten Mal von SWR und RHEINPFALZ veranstalteten Wahl gewann der Torwart des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern mit riesigem Vorsprung vor Halil Altintop und Marco Engelhardt. Die Ehrung von Ernst, der heute (18.45 Uhr) SWR-Studiogast bei „Treffpunkt Betze" sein wird, findet am Samstag kurz vor dem Anpfiff des Saisonfinales gegen Werder Bremen statt. Die Auszeichnung überreichen RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe und die Torwart-Ikone Ronnie Hellström. Das krönt den großen Tag!
Youri Djorkaeff, dann dreimal Miroslav Klose und im letzten Jahr Tim Wiese waren Ernsts Vorgänger. „Natürlich freue ich mich riesig über diese Wahl. Sie ist sicher Anerkennung meiner guten Leistungen. Ich denke aber auch, dass viele Leute erkannt und honoriert haben, wie ich mich in den eineinhalb Jahren verhalten habe, als ich nicht oder kaum gespielt habe", kommentiert der 37-Jährige den grandiosen Wahlsieg. Er war (fast immer und fast überall) die Nummer 2, er kam als Nummer 2 vor zwei Jahren vom VfB Stuttgart nach Kaiserslautern. Im Abstiegskampf 2003/2004 aber avancierte Ernst auf der Zielgeraden als Ersatz des verletzten Wiese zum wahren Helden. Und das ohne Spielpraxis!
Das Pech von Tim Wiese, der im Vorrundenspiel am 27. November 2004 gegen den SC Freiburg einen Kreuzbandriss erlitt, war das große Glück des Thomas Ernst: Er hielt konstant gut, manchmal fantastisch, er war ein Garant des frühzeitig gesicherten Klassenerhalts. „Thomas hält sensationell", schwärmte Trainer Kurt Jara und erklärte Ernst trotz der Verpflichtung Jürgen Machos zur Nummer 1. Diesen Ritterschlag hatte sich der Oldtimer verdient; denn er spielte im Ernstfall fast fehlerfrei. „Das erste Tor in Wolfsburg geht auf meine Kappe, das erste Tor in Leverkusen, auch sehr ärgerlich. Es ist meine Art, mich sehr selbstkritisch mit meiner Leistung auseinanderzusetzen, Fehler zuzugeben. Das ist aber auch ein Fehler. Wenn man das tut, stürzt sich die Presse erst so richtig auf einen", sagte der Keeper. 82 Spiele hatte er zu Saisonbeginn, morgen wird der Dauerbrenner sein 103. Bundesligaspiel bestreiten. „Ein Traum, dass ich die 100 vollmachen konnte", bekennt der Mann mit der Rückennummer 21. Das Gros seiner 18 Profijahre erlebte er als Bank auf der Bank: „Ich hatte aber auch fast immer sehr gute Leute vor mir. Bei der Eintracht sechs Jahre Uli Stein."
„Thomas ist ein starker Typ, ich will ihn auch nach seiner Karriere an den FCK binden", schwärmt FCK-Vorstandsvorsitzender René C. Jäggi von der Integrations- und Führungsfigur. Selten besaß eine Nummer 2 einen so großen Stellenwert im Kader wie Ernst beim FCK. „Thomas sagt immer offen seine Meinung - und er hat was zu sagen", rühmt Marco Engelhardt die Qualitäten des „langen Alten", der längst eine feste Größe darstellt.
„Ich werde alles dafür tun, auch als Nummer 1 in die neue Saison zu gehen. Ich genieße jedes Spiel", verrät der Lauterer Schlussmann ungebremsten Ehrgeiz. Seine Hoffnungen nährte der künftige Cheftrainer Michael Henke mit einem Satz: „Der 1. FC Kaiserslautern hat kein Torhüterproblem."
„Dass ich so fit bin, habe ich den zweieinhalb Jahren unter Felix Magath beim VfB zu verdanken", weiß Ernst die harte Arbeit längst zu schätzen. Und räumt ein, mit 37 einfach mehr tun zu müssen, um fit zu sein.
„In jungen Jahren hätte mir der Torwart-Trainer ,Gerry" Ehrmann gut getan. Er hätte mich weiter gebracht. Er beschränkt sich in der der Arbeit auf das Wesentliche. Und er hat einen unheimlich harten Schuss", schätzt der Keeper die Wertarbeit.
Thomas Ernst, den viele „Gustel" nennen, ist 37. Doch das letzte Hurra möchte er noch nicht so bald anstimmen: „Ich will, so lange es geht, meinen Platz verteidigen!" Der gebürtige Wiesbadener lebt die Identifikation mit dem Verein vor, er ist ein glänzender FCK-Repräsentant in der Öffentlichkeit. Er ist da, wenn die Medien ihn wünschen, er hat ein offenes Ohr für die Fans. Seine fußballbegeisterte Frau, die selbst kickte, hat ihrem Thomas eins voraus: Sie war schon deutsche Meisterin.
„Natürlich hatten unsere Fans wiederholt Grund, unzufrieden zu sein. Es kommt jetzt aber auch darauf an, dass unser Umfeld die Erwartungshaltung der Realität anpasst. Aber wir haben Potenzial", mahnt Ernst mit Blick auf den weiter reduzierten Etat.
„Für mich gibt es nur einen: Thomas Ernst! Er ist ein Super-Torwart und ein menschliches Vorbild", beantwortete der junge Torwart Florian Fromlowitz in „Treffpunkt Betze" die Frage nach seinem Wahl-Tipp. Das Plädoyer des Wahlhelfers fand ein tolles Echo: Thomas Ernst - eine gute Wahl!
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
FUSSBALL: Vorbild Thomas Ernst FCK-Spieler der Saison - Grandioser Wahlsieger vor Halil Altintop und Marco Engelhardt
KAISERSLAUTERN (zkk). Der FCK-Spieler der Saison 2004/2005 heißt Thomas Ernst.
Bei der zum sechsten Mal von SWR und RHEINPFALZ veranstalteten Wahl gewann der Torwart des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern mit riesigem Vorsprung vor Halil Altintop und Marco Engelhardt. Die Ehrung von Ernst, der heute (18.45 Uhr) SWR-Studiogast bei „Treffpunkt Betze" sein wird, findet am Samstag kurz vor dem Anpfiff des Saisonfinales gegen Werder Bremen statt. Die Auszeichnung überreichen RHEINPFALZ-Chefredakteur Michael Garthe und die Torwart-Ikone Ronnie Hellström. Das krönt den großen Tag!
Youri Djorkaeff, dann dreimal Miroslav Klose und im letzten Jahr Tim Wiese waren Ernsts Vorgänger. „Natürlich freue ich mich riesig über diese Wahl. Sie ist sicher Anerkennung meiner guten Leistungen. Ich denke aber auch, dass viele Leute erkannt und honoriert haben, wie ich mich in den eineinhalb Jahren verhalten habe, als ich nicht oder kaum gespielt habe", kommentiert der 37-Jährige den grandiosen Wahlsieg. Er war (fast immer und fast überall) die Nummer 2, er kam als Nummer 2 vor zwei Jahren vom VfB Stuttgart nach Kaiserslautern. Im Abstiegskampf 2003/2004 aber avancierte Ernst auf der Zielgeraden als Ersatz des verletzten Wiese zum wahren Helden. Und das ohne Spielpraxis!
Das Pech von Tim Wiese, der im Vorrundenspiel am 27. November 2004 gegen den SC Freiburg einen Kreuzbandriss erlitt, war das große Glück des Thomas Ernst: Er hielt konstant gut, manchmal fantastisch, er war ein Garant des frühzeitig gesicherten Klassenerhalts. „Thomas hält sensationell", schwärmte Trainer Kurt Jara und erklärte Ernst trotz der Verpflichtung Jürgen Machos zur Nummer 1. Diesen Ritterschlag hatte sich der Oldtimer verdient; denn er spielte im Ernstfall fast fehlerfrei. „Das erste Tor in Wolfsburg geht auf meine Kappe, das erste Tor in Leverkusen, auch sehr ärgerlich. Es ist meine Art, mich sehr selbstkritisch mit meiner Leistung auseinanderzusetzen, Fehler zuzugeben. Das ist aber auch ein Fehler. Wenn man das tut, stürzt sich die Presse erst so richtig auf einen", sagte der Keeper. 82 Spiele hatte er zu Saisonbeginn, morgen wird der Dauerbrenner sein 103. Bundesligaspiel bestreiten. „Ein Traum, dass ich die 100 vollmachen konnte", bekennt der Mann mit der Rückennummer 21. Das Gros seiner 18 Profijahre erlebte er als Bank auf der Bank: „Ich hatte aber auch fast immer sehr gute Leute vor mir. Bei der Eintracht sechs Jahre Uli Stein."
„Thomas ist ein starker Typ, ich will ihn auch nach seiner Karriere an den FCK binden", schwärmt FCK-Vorstandsvorsitzender René C. Jäggi von der Integrations- und Führungsfigur. Selten besaß eine Nummer 2 einen so großen Stellenwert im Kader wie Ernst beim FCK. „Thomas sagt immer offen seine Meinung - und er hat was zu sagen", rühmt Marco Engelhardt die Qualitäten des „langen Alten", der längst eine feste Größe darstellt.
„Ich werde alles dafür tun, auch als Nummer 1 in die neue Saison zu gehen. Ich genieße jedes Spiel", verrät der Lauterer Schlussmann ungebremsten Ehrgeiz. Seine Hoffnungen nährte der künftige Cheftrainer Michael Henke mit einem Satz: „Der 1. FC Kaiserslautern hat kein Torhüterproblem."
„Dass ich so fit bin, habe ich den zweieinhalb Jahren unter Felix Magath beim VfB zu verdanken", weiß Ernst die harte Arbeit längst zu schätzen. Und räumt ein, mit 37 einfach mehr tun zu müssen, um fit zu sein.
„In jungen Jahren hätte mir der Torwart-Trainer ,Gerry" Ehrmann gut getan. Er hätte mich weiter gebracht. Er beschränkt sich in der der Arbeit auf das Wesentliche. Und er hat einen unheimlich harten Schuss", schätzt der Keeper die Wertarbeit.
Thomas Ernst, den viele „Gustel" nennen, ist 37. Doch das letzte Hurra möchte er noch nicht so bald anstimmen: „Ich will, so lange es geht, meinen Platz verteidigen!" Der gebürtige Wiesbadener lebt die Identifikation mit dem Verein vor, er ist ein glänzender FCK-Repräsentant in der Öffentlichkeit. Er ist da, wenn die Medien ihn wünschen, er hat ein offenes Ohr für die Fans. Seine fußballbegeisterte Frau, die selbst kickte, hat ihrem Thomas eins voraus: Sie war schon deutsche Meisterin.
„Natürlich hatten unsere Fans wiederholt Grund, unzufrieden zu sein. Es kommt jetzt aber auch darauf an, dass unser Umfeld die Erwartungshaltung der Realität anpasst. Aber wir haben Potenzial", mahnt Ernst mit Blick auf den weiter reduzierten Etat.
„Für mich gibt es nur einen: Thomas Ernst! Er ist ein Super-Torwart und ein menschliches Vorbild", beantwortete der junge Torwart Florian Fromlowitz in „Treffpunkt Betze" die Frage nach seinem Wahl-Tipp. Das Plädoyer des Wahlhelfers fand ein tolles Echo: Thomas Ernst - eine gute Wahl!
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ