Betze" soll Ende Januar WM-Reife haben
FUSSBALL: WM-Stadt rollt den roten Teppich aus - Jäggi kündigt Verstärkungen für den FCK an
KAISERSLAUTERN (zkk). Das Fritz-Walter-Stadion werde schon Ende Januar Bundesliga-Reife besitzen. Der Ausbau liege noch gut im Zeitplan. „Der WM-Standort war nie gefährdet", versicherte gestern Abend Oberbürgermeister Bernhard J. Deubig im „Twentyone" im 21. Stock des Kaiserslauterer Rathauses.
Stadt, Land und das örtliche WM-Organisationskomitee (OK), das der Vorsitzende Hans-Peter Schössler und Geschäftsführer René C. Jäggi repräsentierten, bewerteten die Ergebnisse der Gruppenauslosung vom Freitag - auch im zeitlichen Abstand - mit großer Euphorie.
„Sportlich großartig", nennt Ministerpräsident Kurt Beck die vier Spiele, Australien gegen Japan (am 12. Juni, 15 Uhr), Italien gegen USA (am 17. Juni, 18 Uhr), Paraguay - Trinidad & Tobago (am 20. Juni, 21 Uhr) sowie Saudi-Arabien - Spanien (am 23. Juni, 21 Uhr), die der Betzenberg in der Vorrunde sehen wird. Am 26. Juni folgt noch ein Achtelfinale im 48.000 Zuschauer fassenden Fritz-Walter-Stadion.
„Das sind Länder, zu denen wir zum Großteil schon sehr gute Beziehungen haben. Das sind wichtige Wirtschaftspartner, da gibt es viele Kontakte. Touristisch ist es sehr positiv, dass die Amerikaner hier daheim sind", analysierte Kurt Beck die Gästeliste.
„Die Auslosung hätte kaum besser laufen können", schwelgte OB Deubig. Das Duell Italien gegen USA bringe die Länder zusammen, die mit die stärksten ausländischen Bevölkerungsanteile in der Barbarossastadt stellen.
„Das Team, das Kaiserslauern in Leipzig repräsentiert hat, das war Spitze", zollte das Stadtoberhaupt den WM-Machern um Erwin Saile ein Sonderlob. Wie berichtet, fand der Informationsstand Kaiserslauterns in Leipzig ein sehr gutes Echo, der WM-Info-Ordner machte Eindruck in aller Welt.
Der Slogan kommt an: „Wer uns findet, findet uns gut." „Über allem steht: Die Welt zu Gast bei Freunden. Dafür werden wir sorgen", versprach Deubig. Es gebe schon eine „vorsorgliche Anfrage" der japanischen Prinzessin. Heute wird der Präsident des Fußballverbandes von Trinidad & und Tobago in Kaiserslautern erwartet. Für den 5. März kündigte Deubig eine Riesenfete „100 Tage vor dem WM-Start" an.
Sehr viel Lob erfuhren Kaiserslautern, das OK und der 1. FC Kaiserslautern von den Delegationen, die am Samstag und Sonntag den Spielort Kaiserslautern besuchten und inspizierten, erzählte René C. Jäggi.
„Saudis und Italiener wollen erst kommen, wenn"s wärmer ist. Die Amerikaner haben nur einen Mann geschickt, der wollte das Stadion sehen und dann ganz schnell seine Freunde in Ramstein. Die Japaner kamen mit sechs Kamerateams und wollten genau wissen, ob das Gras für sie geschnitten werden kann, wo die Sonne um halb vier steht und wie weit der Weg von der Kabine bis zum Spielfeld ist. Als sie hörten, 300 Meter, kam die Antwort: Oh, dann muss man sich ja lange konzentrieren", berichtete Jäggi.
„Ich war emotionalisiert! Kaiserslautern hatte mit die beste Präsentation", schwärmte OK-Chef Hans-Peter Schössler. Er ist überzeugt, „die kleinste WM-Stadt wird von sich reden machen. Und wenn alle heim fahren, sagen sie, es war grandios, aber schade, dass wir nicht alle in Kaiserslautern spielen konnten ..."
Über aller Euphorie schwebt ein Damoklesschwert: der drohende Abstieg des FCK. „Das wäre ein emotionaler Tiefschlag", weiß Beck und will das Thema erst gar nicht thematisieren. „Förderlich wäre das der Stimmung nicht. Aber wir wollen auf das Lebenszeichen vom Sonntag aufbauen", orakelte FCK-Chef René C. Jäggi. Der Verein will mit Macht um den Klassenerhalt kämpfen: „Wir werden die Mannschaft auf alle Fälle verstärken!"
KONZOKH / KONZOKH
Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ