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Stiftung Warentest zur Sicherheit der WM-Stadien

French-FCK-Fan

Moderator
Teammitglied
Um 10 Uhr überträgt n-tv live die Pressekonferenz der Stiftung Warentest zur Sicherheit der WM Stadien. Um 13 Uhr gibt es die Pressekonferenz des WM-OK.
 
Im Radio habe ich eben gehört, dass das FWS zu den 4 Stadien gehören soll, die im Vorfeld schon erwähnt wurden.



Insbesondere im FWS soll es "erhebliche Mängel" in Bezug auf Brandschutz und Vermeidung von Bewaffnung geben!!



Die drei anderen Stadien sind übrigens Berlin, Schalke und Leipzig!



"Deutliche Mängel" soll es darüberhinaus auch noch in Hamburg, Dortmund, Stuttgart und Frankfurt geben!
 
Fehlende Fluchttore zum Spielfeld hin: Schalke, Berlin, Leipzig

Gute Fluchtmöglichkeiten zum Spielfeld: Nürnberg, Hannover



Abfluss/Flucht aus dem Stadion heraus: gut: Dortmund, Nürnberg, Hannover

schlecht: Berlin



Frankfurt sehr kurze Stufen (4 cm unter Vorschrift)

Kaiserslautern tlw. sehr hohe Stufen



Besonders schlechter Brandschutz: Kaiserslautern.



Kaiserslautern hat keinerlei Reaktion auf den Bericht der Stiftung Warentest gezeigt. Der Bericht liegt dem örtlichen OK (namentlich Jäggi) bereits seit Wochen vor.
 
Beckenbauer beschimpft Stiftung Warentest



Beckenbauer: "Mir reicht s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser"



Frankfurt - Die Stiftung Warentest steht wegen ihrer angekündigten Studie zum Thema Sicherheit in den WM-Stadien am Pranger.



Das deutsche Organisationskomitee erneuerte am Montag seine harsche Kritik, und die Stadionbetreiber äußerten Skepsis an den Untersuchungsmethoden.



Dass die in Berlin ansässige Stiftung auf öffentlichen Druck hin die Vorstellung der Ergebnisse um neun Tage auf Dienstag vorverlegte, konnte die Wogen nicht mehr glätten.



Franz Beckenbauer platzte der Kragen. "Mir reicht s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen. Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollten sie bleiben", sagte der Präsident des WM-Organisationskomitees in einem Interview der "Bild"-Zeitung.



Vorwürfe "ohne Fakten"



Beckenbauer möchte von angeblichen Mängeln in den Stadien für die WM (9. Juni bis 9. Juli) nichts wissen.



"Hier wird groß angekündigt, dass in unseren Stadien Panik ausbrechen könne mit verheerenden Folgen, ohne konkrete Fakten zu nennen. Dabei laufen die Baumaßnahmen - ich weiß es aus München - mit strengsten Kontrollen der Behörden ab. Solche Einrichtungen wie die Stiftung Warentest wollen doch nur Werbung für sich machen und zeigen: Schaut her, wir sind wichtig. Sind sie aber nicht!", so Beckenbauer.



Der "Kaiser" glaubt an einen Imageschaden: "Dieses Gerede entspricht dem Zustand unseres Landes. Wenn wir bei der Bewerbung vor sechs Jahren gewusst hätten, was da jetzt hochkommt, dann hätten wir die Probleme heute nicht - weil wir mit solchen Nörgeleien nie die WM bekommen hätten. Manchmal fragt man sich: Wozu machen wir das eigentlich? Aber die WM wird trotzdem ein Riesenfest werden."



"Wir können uns nur wundern"



"Wir können uns nur wundern, dass aus einer reißerisch formulierten Einladung zu einer Pressekonferenz der Stiftung Warentest der Eindruck entstanden ist, unsere WM-Stadien seien nicht sicher. Wir kennen kein einziges Untersuchungsergebnis und sind auch vom Gegenteil überzeugt, weil alle Bauten strengsten behördlichen Genehmigungsprozessen unterliegen", sagte WM-OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach.



"Wenn also in der Einladung zur Pressekonferwenz von - so wörtlich - verheerenden Folgen im Falle einer Panik gesprochen wird, dann wäre hier ja wohl der Gesetzgeber gefragt. Aber dann gewiss nicht nur im Hinblick auf die WM-Stadien, sondern zumindest für alle Stadien der ersten und zweiten Bundesliga, wo ja Woche für Woche gespielt wird. Und zwar seit vielen Jahren ohne schlimme Unfälle", so Niersbach weiter.



Die Stiftung Warentest, die am vergangenen Freitag die Vorstellung ihrer Studie für den 19. Januar angekündigt hatte, präsentiert nun schon am Dienstag die angekündigten "teilweise beträchtlichen Mängel".



Das gewaltige Interesse unterschätzt



"Wir haben das gewaltige Interesse unterschätzt. Eigentlich laden wir immer zwei Wochen vorher zu einer Pressekonferenz ein. Das funktioniert bei Olivenöl wunderbar, beim Thema WM-Sicherheit offensichtlich nicht", erklärte Pressesprecherin Heike van Laak.



Nun stellt die Stiftung ihre Studie bereits vor dem Druck des Heftes vor und riskiert im Falle einer einstweiligen Verfügung sogar ein Vertriebsverbot.



Trotz der Vorverlegung der Präsentation kommt immer mehr Kritik an den Untersuchungsmethoden der Stiftung auf. Beklagt wurden vor allem die kurzen Kontrollgänge.



Zu kurze Kontrollgänge



"Die haben sich angemeldet, waren dann einen Nachmittag hier und haben sich gewisse neuraligische Stellen angeschaut. Es ist aber sehr schwierig, sich an einem Nachmittag ein genaues Bild zu machen und Einblick in die Unterlagen zu nehmen. Das geht normalerweise nicht in ein paar Stunden. Ich bin deshalb wie alle meine Kollegen der anderen Stadien äußerst skeptisch, was diese Geschichte angeht", äußerte Jürgen Muth, Betriebsleiter der Münchner WM-Arena.



Geschäftsführer Patrik Meyer vom Stadion Frankfurt Management (SFM) berichtete, dass bei der Stadionbegehung mit der Stiftung im Oktober ein Panikforscher beteiligt gewesen wäre.



"Dem haben wir gesagt, dass das Stadion nach den Bauschriften gebaut wurde. Er meinte aber, dass ihn die Bauvorschriften nicht interessierten", sagte Meyer.







"Dubiose" Methoden der Stadion-Tester



Winfried Lonzen, Geschäftsführer der Zentralstadion Leipzig Betreibergesellschaft mbH, zeigte sich ebenfalls "überrascht" von der Vorgehensweise der Tester.



Hubert Röser von der Kölner Sportstätten GmbH bezeichnete die etwa dreistündige Untersuchung im RheinEnergie-Stadion und den nachfolgenden spärlichen Informationsfluss mit der Stiftung als "dubios".



Fifa-Tests waren positiv



Die Betreiber vertrauen auf die behördlichen Sicherheitsabnahmen und die Kontrollen des Weltverbandes FIFA, die allesamt grundsätzlich positiv verlaufen seien.



Beim OK ist nun die Verwunderung groß, dass ausgerechnet nach den viele Millionen Euro teuren Baumaßnahmen jetzt Probleme auftreten sollen.





In Dortmund hatten nach den jüngsten Ausbauarbeiten allein drei Gremien ihr Okay gegeben: Die zuständige Bau-Behörde, ein Prüfgutachter und ein unabhängiger Sachverständiger.



Äußerst sensibel reagiert



Das WM-OK reagiert nach den jüngsten Pannen in den Stadien auf das Thema Sicherheit äußerst sensibel.



Anfang Dezember war in Kaiserslautern das Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt wegen Rissen im Beton abgesagt worden.



Zuvor hatten bereits zweimal die defekte Dachkonstruktion in der WM-Arena in Frankfurt sowie die Statikprobleme des Frankenstadions in Nürnberg für Negativschlagzeilen gesorgt.



www.sport1.de



da geb ich dem Franz recht, ich glaub, die versuchen sich wirklich zu profilieren, da sie ja jetzt mal die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich haben....
 
Genau Billy Hoyle!

Stiftung Warentest ist wieder in den Schlagzeilen und können sich schön in der Öffentlichkeit präsentieren. Das ist der absolute Witz! Ich hab es auch gerade gesehen und so wie sich das anhört begeben wir uns überall in Deutschland Woche für Woche in Lebensgefahr! Das wird alles schon und wenn die FIFA zufrieden ist reicht das definitiv!
 
Test: Rote Karte für vier WM-Stadien



Fünf Monate vor Beginn der Fußball-WM

hat die Stiftung Warentest Sicherheits-

mängel in allen zwölf Stadien angepran-

gert. Vier WM-Arenen weisen laut einer

Studie sogar "erhebliche Sicherheits-

mängel" auf.



Die Stadien in Berlin, Gelsenkirchen

und Leipzig haben nach der in Berlin

vorgestellten Untersuchung erhebliche

Bau-Mängel, die bei einer Massenpanik

zur tödlichen Falle werden könnten.

In den Arenen sei die Fluchtmöglichkeit

in Richtung Spielfeld versperrt. Das

Stadion in Kaiserslautern habe "erheb-

liche Mängel" beim Brandschutz.



Quelle: ARD-Text
 
Schlechte Noten für WM-Stadien



Studie der Stiftung Warentest - Organisationskomitee zeigt sich überrascht





BERLIN (sid/ap). Die Sicherheit ist in Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland ist nach Angaben der Stiftung Warentest nicht gewährleistet.







Eine Studie im Auftrag des Instituts in den zwölf Arenen ergab „teilweise beträchtliche Mängel, die im Falle einer Panik verheerende Folgen haben können". Auch beim Brandschutz sei „längst nicht alles so, wie es sein sollte", schrieb die Stiftung gestern in ihrer Einladung zu einer Pressekonferenz am 19. Januar, auf der die Untersuchungsergebnisse detailliert vorgestellt werden sollen.







Das WM-Organisationskomitee (OK) reagierte überrascht auf die Warentest -Angaben. „Wir wundern uns, und es enttäuscht uns einmal mehr, dass hier wieder eine Institution die Plattform WM 2006 möglicherweise missbraucht", sagte OK-Pressesprecher Jens Grittner. Der letzte Bericht, der dem OK über die Sicherheit in deutschen Stadien von der Stiftung Warentest vorliege, datiere aus dem Jahr 1989. Damals seien die Arenen als „top" eingestuft worden. „Es ist verwunderlich, dass die Ergebnisse nach den Umbauten nun wesentlich schlechter sein sollen." Das OK sei zudem nur Mieter der Stadien und müsse darauf vertrauen, was von behördlicher Seite genehmigt ist, meinte Grittner weiter.







Der Sprecher des WM-Organisationskomitees, Gerd Graus, erklärte gestern, man wisse zwar, dass die Verbraucherschützer eine derartige Untersuchung durchgeführt hätten. Die Ergebnisse lägen dem Komitee aber nicht vor. Man werde sich aber „sicher mit der Stiftung Warentest in Verbindung setzen", um Einblick in die Untersuchung zu bekommen.







Die WM-Stadien wurden in den vergangenen Jahren für insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro entweder aus- und umgebaut oder gar neu errichtet. Dennoch traten in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Mängel auf. In Kaiserslautern musste vor wenigen Wochen die Bundesliga-Partie des 1. FC Kaiserslautern gegen Eintracht Frankfurt wegen „baulicher Sicherheitsbedenken" im Bereich der Osttribüne abgesagt werden, nachdem Rissbildungen an der Konstruktion entdeckt worden waren. Zuvor hatten bereits zweimal die defekte Dachkonstruktion in der WM-Arena in Frankfurt sowie die Statikprobleme des Frankenstadions in Nürnberg für Negativschlagzeilen gesorgt.







MUELLEM / MUELLEM



Quelle:

Publikation: DIE RHEINPFALZ

Regionalausgabe: Ludwigshafener Rundschau

Datum: Nr.6

Datum: Samstag, den 07. Januar 2006

Seite: Nr.28
 
ihr braucht jetzt nicht jede einzelne pressemeldung reinposten. ich denke wir wissen alle um was es geht.



es scheint mir so, als ging es bei dem ganzen testgerede nicht wirklich um sicherheit sondern um einen kompetenzenkampf.

warum hat man diese tests nicht schon früher gemacht und warum gerade in diesen stadien?

die kapazität der wm-stadien wird während der länderspiele WEIT UNTER BUNDESLIGANIVEAU liegen. warum macht man sich nicht über die übrigen stadien in deutschland gedanken. da würden mir spontan einige einfallen, bei denen man wirklich von sicherheitsmängeln reden kann.
 
So, Jäggi wusste sein Wochen von dem Bericht und den Mängeln und hat nichts unternommen ? Das kommt mir irgendwie bekannt vor.....wenn er doch nur ab und zu auch seinen Gehaltschekc vergessen würde, dann könnten wir uns sicher noch drei Stürmer in der Winterpause erlauben.....!



Zum Thema:

1. Der fehlende Rundweg ums Stadion ist klar ein Nachteil gegenüber Stadien wie Köln, Frankfurt usw. die mitten auf der grünen Wiese liegen und von allen Richtungen gut erreichbar sind.

Dass es keine Brandmelder gibt ist unverzeihlich, aber auch noch locker nachzurüsten.

Fehlende Steigleitungen für die Feuerwehr ebenso.

Mich wundert, warum die Staudrucksache bei uns nicht mit super getestet wurde, denn über den Pobelzaun vor der Süd Ost West springen 1000 Mann pro Sekunde locker drüber.

Wahrscheinlich ist es der Treppengraben vor der Nord, der uns das ERgebnis beschert und das ist schon richtig, denn da kommt man nicht so leicht raus, sollte es in der Nord brennen und eine Flucht dahin nicht möglich sein.



Es wäre schön, wenn das OK und die Stadt Kaiserslautern entsprechende Stellungnahmen abgeben könnten.

Vieleicht arbeitet Jäggi ja mal wenigstens was für sein OK Geld ?
 
Bei uns wurden doch Mängel im Falle eines Brandes festgestellt oder??

Ich glaube,dass wird jetzt wieder durch die Medien nur Hochgeschaukelt......alles halb so wild denk ich !!
 
Fünf Monate vor Beginn der Fußball-WM hat die Stiftung Warentest Sicherheitsmängel in allen zwölf Stadien angeprangert.


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Vier WM-Arenen weisen laut einer Studie sogar „erhebliche Sicherheitsmängel“ auf. Das Olympiastadion in Berlin, die Veltins-Arena in Gelsenkirchen und das Zentralstadion in Leipzig haben nach der am Dienstag in Berlin vorgestellten Untersuchung erhebliche Bau-Mängel, die bei einer Massenpanik zur tödlichen Falle werden könnten. Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern habe „erhebliche Mängel“ beim Brandschutz.



Zwei Drittel nicht Fifa-tauglich



Vier weitere Stadien haben laut Stiftung Warentest „deutliche“ Sicherheitsmängel. Dabei handelt es sich um die AOL-Arena in Hamburg, die Commerzbank-Arena in Frankfurt, das Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart und den Dortmunder Signal-Iduna-Park. Nach der Studie, die im Februar-Heft erscheint, entsprechen somit nach Auffassung der Stiftung Warentest zwei Drittel der WM-Stadien nicht den Sicherheits- Richtlinien des Fußballweltverbandes Fifa.



„Sollen bei Gesichtscreme bleiben“



Der Chef des WM-Organisationskomitees Franz Beckenbauer wies die Vorwürfe schon vor der Veröffentlichung mit scharfen Worten zurück. „Also ganz ehrlich, mir reicht´s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen. Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollten sie bleiben", zürnte er in der „Bild“-Zeitung.



Keine Fluchtwege, Stolpergefahr



Bei den Stadien in Hamburg, Frankfurt/Main, Dortmund und Stuttgart stellten die Tester „deutliche Mängel“ fest. Hier wurden fehlende Fluchtwege, Stolpergefahren, und unzureichender Brandschutz kritisiert. Die Stadien in Hannover, Nürnberg und Köln bieten laut Studie ausreichende Fluchtmöglichkeiten. Diese Arenen sowie auch die Allianz-Arena in München hätten nur „geringe Mängel“.



www.nachrichten.de
 
Also ganz ehrlich, mir reicht's jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen», sagte der Präsident des deutschen Organisationskomitees in einem Interview mit der «Bild»-Zeitung, noch bevor die Stiftung ihre Untersuchung veröffentlicht hatte.



«Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollen sie bleiben», sagte Beckenbauer, der sich gegenwärtig im Rahmen seiner Besuche der WM-Teilnehmerländer in Südafrika aufhält. Die Stiftung wolle doch nur Werbung für sich machen und zeigen: «Schaut her, wir sind wichtig. Sind sie aber nicht!»



Die Stiftung habe angekündigt, «dass in unseren Stadien Panik ausbrechen könne mit verheerenden Folgen, ohne konkrete Fakten zu nennen. Dabei laufen die Baumaßnahmen - ich weiß es auch München - mit strengsten Kontrollen der Behörden ab», sagte der OK-Chef.



Beckenbauer sieht in dem Vorgehen der Stiftung eine weitere, unangebrachte Attacke auf die Fußball-WM, nachdem zuvor die Verbraucherschützer die Vergabepraxis von Eintrittskarten attackiert und dabei eine Verbesserung erreicht hatten. Beckenbauer verteidigte seine Bezeichnung «Tagediebe» für die Verbraucherschützer mit den Worten: «Diese Verbraucherschützer stehlen uns nur die Zeit. Wer schützt uns eigentlich vor denen? Sie maßen sich an, im Namen der Fans zu reden. Was ist passiert? Gerade mal ein paar Leute haben ihre Bestellung für die Optionstickets zurückgezogen.»



Mit «solchen Nörgeleien» hätte Deutschland vor sechs Jahren die WM nie bekommen. «Manchmal fragt man sich: Wozu machen wir das eigentlich? Aber die WM wird trotzdem ein Riesenfest werden», sagte Beckenbauer. «Natürlich» registriere die FIFA die Diskussionen in Deutschland. «Vielleicht sind dort einige sogar etwas schadenfroh. Dieses Gerede entspricht dem Zustand dieses Landes.»



www.yahoo.de
 
So, Jäggi wusste sein Wochen von dem Bericht und den Mängeln und hat nichts unternommen ? Das kommt mir irgendwie bekannt vor.....wenn er doch nur ab und zu auch seinen Gehaltschekc vergessen würde, dann könnten wir uns sicher noch drei Stürmer in der Winterpause erlauben.....!




Gelle es ist schon schlimm das Jäggi nicht sofort bei dir angerufen hat um mitzuteilen wie er gedenkt die Probleme vom Tisch zu bekommen.
 
jetzt geht das dumme rumkopiere von pressemeldungen ja immernoch weiter!



es reicht mal langsam. der erste post zu diesem thema reicht voll und ganz aus. da muss nicht jeder nochmal googl beglücken um auch ja ein par zeilen posten zu dürfen und sich wichtig zu fühlen.



aber der ständige wettkampf um die sinnentleertesten beiträge in diesem forum nimmt anscheinend kein ende.
 
es gibt jetzt auch einen artikel bei www.stadionwelt.de den können wir auch noch hier reinkopiern
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@ktown

Stimmt, hätte er doch nur überhaupt irgendwo angerufen....aber nichts, wie bei den Themen angeblicher Steuerrückzahlungen der rausgeworfenen 7.2 Mio und Großsponsoren auch.



Zum Topic:

Wir haben Brandmängel, sind aber auch beim Thema "Staudruck" und "Vermeidung von Bewaffnung" nicht gut.

Zitat Stiftung Warentest:



"Brandgefährlich wird ein Feuer dagegen in Kaiserslautern: Hier fehlen Brandmelder und Steigleitungen für die Feuerwehr. Die kommt überdies nicht schnell genug im Stadion herum. Eine durchgängige Feuerwehrumfahrt gibt es im Fritz-Walter-Stadion nicht."



http://www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/test/1335490/1335490/1336832.htmlhttp://www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/test/1335490/1335490/1336832.html



http://www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/test/1335490/1335490/1336832/1336850.htmlhttp://www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/test/1335490/1335490/1336832/1336850.html
 
Also in der Nord weiß ich es nicht 100%, aber in allen anderen Bereichen sind die vorgeschriebenen Brandmelder vorhanden.



Wenn ich schon so einen Quatsch lese, vonwegen das die Pressetribüne aus Holz wäre. Selten solch einen Unsinn gehört....kopfschüttel



Die örtlichen Gegebenheiten sind ja jedem bekannt. Es ist schlichtweg unmöglich eine komplette Feuerwehrumfahrt zu verwirklichen. Der Witz ist, dass solch einen Unfug in den Brandschutzverordnungen garnicht verlangt wird. Aber es macht reißerisch was her sowas als Mangel anzuprangern.
 
das mit der durchgehenden feuerwerzufahrt geht allein wegen der lage des stadions nicht. west - süd- und osttribüne sind gut erreichbar und die nord kann man über den spielereingang mit schweren fahrzeugen erreichen.

wie schon erwähnt wurde kann man feuermelder in wenigen tagen nachrüsten.



aber was ist mit diesen steigleitungen und dem staudruck gemeint?
 
ich verstehe das ganze nicht so ganz...was mischen die sich denn da ein...wir sind noch im Umbau...es kann doch gut möglich sein, dass das ein oder andere noch eingerichtet wird...so kann man uns auch die WM versauen...
 
Also in der Nord weiß ich es nicht 100%, aber in allen anderen Bereichen sind die vorgeschriebenen Brandmelder vorhanden.


"Auch das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern gehört zu den vier Stadien, die die Rote Karte gezeigt bekamen.



Hier ist laut Verbraucherschützern der Brandschutz lausig: Die Nordtribüne hat einen rauchgefährdeten oberen Umgang, Brandmelder fehlen, es gibt keinen speziellen Aufzug für die Feuerwehr. "



Mit dem rauchgefährdeten Umgang dürfte das neue Restaurant gemeint sein, oder ? Das war vorher ohne Verglasung natürlich in der Hinsicht besser, weil nicht vorhanden.



Ein Spezieller Aufzug für Feuerwehrleute ist ja auch witzig, jeder will seinen eigenen Aufzug, aber was soll das eigentlich, denn wenn es brennt, dann benutzt man doch sowieso keinen, oder ?
 
Es ist eine typisch deutsche Reaktion. Es muß in den Krümmeln gesucht werden. Es geht einem Deutschen absolut gegen den Strich, dass man sich nach Außen positiv darstellt.
 
ich kann mir nicht vorstellen, dass unsre fluchtwege nicht ausreichend sind. immerhin haben alle ränge einen direkten zugang zum spielfeld durch tore, die ferngesteuert geöfnet werden könne. die normalen einlässe in den neueren tribünenteilen sollten voll und ganz ausreichen um die zuschauer schnell zu evakuieren. bei den alten tribünenteilen von west und ost wird es zwar vielleicht eng, aber die tore unten sollten für einen geregelten ablauf sorgen. zudem sind die eingänge in diesen bereichen wesentlich breiter als im rest des stadions. kleinere staugefahren sehe ich höchstens in den hallen unter den tribünen, aber solange sich die polizei in ihren bemühungen das ganze zu "regeln" im ernstfall zurückhält wird es auch dort keine großen zwischenfälle geben.

zu beachten ist auf jeden fall, dass während der wm lange nicht so viele zuschauer im stadion sein werden, wie im bundesligabetrieb.
 
@ktown
Hätte er doch nur irgendwo angerufen....das Problem Jäggi hat er doch durch seinen Rücktritt in den Griff bekommen, oder doch nicht ? Was ist aber dann mit dem Rücktritt vom Rücktritt und vor allem wer bezahlt ihn nach seinem Rücktritt und erst nach dem Rücktritt vom Rücktritt ?



Wir haben Brandmängel, sind aber auch beim Thema "Staudruck" und "Vermeidung von Bewaffnung" nicht gut.

Zitat Stiftung Warentest:



"Brandgefährlich wird ein Feuer dagegen in Kaiserslautern: Hier fehlen Brandmelder und Steigleitungen für die Feuerwehr. Die kommt überdies nicht schnell genug im Stadion herum. Eine durchgängige Feuerwehrumfahrt gibt es im Fritz-Walter-Stadion nicht."



http://www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/test/1335490/1335490/1336832.html



http://www.stiftung-warentest.de/online/freizeit_reise/test/1335490/1335490/1336832/1336850.html


bevor hier alle möglichen beschuldigungen herausgekramt werden, bitte ich euch mal zu überlegen was wir bis jetzt wissen:



1. Stiftung Warentest hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Sicherheit in den WM-Stadien überprüfen soll. Dies kam zum Schluss, dass die Sicherheit in einigen (vielen) Stadien nicht unbedingt gewährleistet ist.



Was wir nicht wissen ist folgendes:



- Was sind die Grundlagen der Untersuchung? Auf welche Normen, Gesetze und Verordnungen stützt sich die Studie? Für alle angegebenen Mängel existieren ganz klare Richtlinien, die jeder Architekt/Ingenieur verinnerlicht haben muss. Genau auf solche Sachen wird nämlich bei der Baugenehmigung grösster Wert gelegt. Ohne Mitsprache der Brandschutz-Sachverständigen und der Feuerwehr wird ein solches Projekt niemals in die Wege geleitet. Deshalb kann ich nur warnen, jetzt voreilig auf den Zug aufzuspringen und alles zu verteufeln. Zunächst muss die Stiftung Warentest mal Farbe bekennen und Ihre Grundlagen preisgeben.



Was sagen denn die Projektbeteiligten dazu (Architekt / planende Ingenieure / Bauverwaltung / Feuerwehr etc. pp.).



Um nur ein kleines Beispiel zu geben: Die von der SW geforderten Steigleitungen für die Feuerwehr müssen nicht zwangsläufig vorhanden sein. Es ist unter umständen ausreichend, wenn andere Vorrichtungen zum Bereitstellen von Löschwasser vorhanden sind. Das ist aber mit der Feuerwehr abzuklären. Hat dies stattgefunden ist alles ok, das gleiche gilt für die Feuerwehrumfahrt, die in KL nicht zu realisieren ist.



Deshalb erst mal ruhig Blut und abwarten, was die Verantwortlichen (damit ist nicht nur Herr Jäggi gemeint) dazu sagen.
 
Es ist eine typisch deutsche Reaktion. Es muß in den Krümmeln gesucht werden. Es geht einem Deutschen absolut gegen den Strich, dass man sich nach Außen positiv darstellt.


Generell gebe ich Dir ja Recht, aber in unserem Falle ist das Fehlen solch simpler, billiger Dinge wie Brandmelder absolut unverzeihlich und einfach nur doof und das hat mit grundlosem Meckern nicht viel zu tun.



Mich wundert das aber auch, denn das Stadion wurde ja so für den Spielbetrieb freigegeben, da war ja auch die Feuerwehr mit im Boot, die müssen ja gemerkt haben, dass es keine Brandmelder gegeben hat bzw. der Rundweg ums Stadion und der Extra Fahrstuhl fehlt ?!
 
Die Erreichbarkeit des FWS iss ja wohl ziemlich gut. Wir haben drei Zufahrtswege zum Stadion. Die KL-Feuerwehr weiß ja wohl bestens bescheid, wie man ans Stadion ran kommt. Was fehlende Brandmelder angeht, kann ich mir gut vorstellen, dass die nach Fertigstellung des Innenausbau noch dran kommen. Sollte ja wohl auch kein Problem sein, diese nächträglich zu installieren.



Zum Thema Steigleitungen:

Eine Steigleitung ist eine Wasserleitung, die im Brandfall für den Transport des Löschwassers von der Feuerwehr eingesetzt wird
 
vielleicht hat man auf die brandmelder in der west vorläufig verzichten können, da das katering bislnag noch außerhalb der tribüne beheimatet ist und somit keine akute brandgefahr in der tribüne vorhanden ist.

ich kan mir nicht vorstellen, dass in anderen bereichen des stadions brandmelder fehlen.

die auflagen der fifa die stadien betreffend waren ja schon hoch und wurden von den verantwortlixchen aus kl ohne murren erfüllt. (wenn diese auch in vielen fällen nicht unbedingt sinn ergaben)

ich denke die stiftung warentest hat sich mit dieser studie selbst keinen gefallen getan.

es war ein riesen fehler sich zu diesem zeitpunkt mit so mächtigen persönlichkeiten anzulegen. selbst wenn die kritik in manchen fällen begründet sein sollte, werden die herren vom dfb und die stadionbetreiber diese kritik nicht auf sich sitzen lassen. in münchen hat man ja schon zum gegenschlag ausgeholt.




Zum Thema Steigleitungen:

Eine Steigleitung ist eine Wasserleitung, die im Brandfall für den Transport des Löschwassers von der Feuerwehr eingesetzt wird
danke!
 
Sicherheit in Stadien

Viermal die rote Karte

Im Juni ist Deutschland Gastgeber des größten Fußballfestes der Welt. Obwohl immense Summen investiert wurden, haben vier WM-Stadien erhebliche Sicherheitsmängel.

Die Vorbereitungen laufen mit deutscher Gründlichkeit. Seit der Weltfußballverband Fifa im Juni 2000 die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland vergeben hat, befindet sich das Organisationskomitee in der Daueroffensive. Für fast 1,4 Milliarden Euro wurden zwölf schicke Stadien, in denen Ronaldinho, Beckham, Ballack und Co. im Juni ihre Ball*künste vorführen sollen, neu oder um*gebaut. Die Betreiber sprechen von den modernsten Arenen der Welt. Erstmals bei einer Fußball-Weltmeister*schaft kann jeder Besucher im Trockenen Platz nehmen; alle Stadiontribünen sind komplett überdacht. Sogar ein Rasenkompetenzteam wurde berufen, um die Spielflächen auf Weltniveau zu bringen.

Nur bei der Sicherheit strebt das Or*ganisationskomitee offenbar nicht nach dem Bestmöglichen. Unser Test der baulichen Sicherheit der WM-Stadien deckt jedenfalls teilweise beträchtliche Mängel auf, die im Falle einer Panik verheerende Folgen haben können.

Dabei wird das Thema Sicherheit, zumindest offiziell, durchaus groß geschrieben. Das Bundesinnenministerium arbeitete zwei Jahre an einem nationalen Sicherheitskonzept, das im Früh*jahr 2005 verabschiedet worden ist. Organisatorisch zeichnen sich auch Verbesserungen ab. So gibt es während der Weltmeisterschaft in den Stadien ausschließlich Sitzplätze und der großräumige Einsatz von Überwachungskameras kann im Zusammenspiel mit den Ordnerdiensten Straftaten schon im Ansatz verhindern.

Schmuckbild Test Sicherheit in Stadien

Trotz schneller Reaktion der Ordnungskräfte ist nicht völlig aus***zu*schließen, dass gewaltbereite Hooligans eine Massenpanik im Stadion auslösen.



Panik nicht auszuschließen

Umstritten ist allerdings, ob der Einsatz moderner Technologien beim Ticketverkauf Missbrauch und Betrügereien verhindern kann. In jede der insgesamt rund drei Millionen Eintrittskarten ist ein Chip integriert, auf dem persönliche Daten des Zuschauers gespeichert sind. Kritiker bezweifeln, dass sich damit der Zugang gewaltbereiter Hooligans in die Stadien verhindern lässt.

Und selbst wenn es gelingt, gefährli**che Personen und Gegenstände von den Spielstätten fern zu halten, kann der Ausbruch einer Panik niemals ausgeschlossen werden. Dass allein ein Gerücht ausreicht, um eine Massenpanik auszulösen, ist im vergangenen Jahr in der irakischen Hauptstadt Bagdad schreckliche Realität geworden. Fast 1 000 schiitische Pilger kamen auf einer Brücke ums Leben, nachdem sich das Gerücht, ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengstoffgürtel habe sich unter die Gläubigen gemischt, für ein beispielloses Chaos gesorgt hatte.

Hochgehende Emotionen haben auch und vor allem in Stadien schon oft zu dramatischen Situationen geführt, wie die Ereignisse im Brüsseler Heysel-Stadion 1985 (39 Tote) und vier Jahre später im englischen Sheffield (96 Tote) zeigen.

Bei Bränden und Explosionen in Kaufhäusern, Diskotheken oder Veranstaltungshallen gibt es meist viel mehr Todesfälle aufgrund der ausgelösten Panik als durch das Ereignis selbst. Wie im Cowboyfilm, wo aus einer friedlich grasenden Büffelherde urplötzlich eine ziellos flüchtende, alles niedertrampelnde Masse wird, so verhalten sich auch in Panik geratene Menschen. Sie stürmen in der Regel kopflos nach vorn. Wer sich der Bewegungsrichtung zu widersetzen versucht, läuft Gefahr, überrannt und niederge*trampelt zu werden.

Auf den Tribünen der Stadien ist die Bewegungsrichtung während einer Panik klar vorgegeben: immer nach unten in Richtung Spielfeld. Hindernisse und Sackgassen können so zur tödlichen Falle werden. Denn durch die drängende Menge kann innerhalb kürzester Zeit ein so hoher Staudruck entstehen, dass sogar eisenarmierte Betonmauern nachgeben, wie 1985 im Heysel-Stadion geschehen.

Um das Staudruckrisiko zu minimieren, muss man Entlastungszonen und Fluchtmöglichkeiten auf das Spielfeld schaffen. Doch die fehlen in einigen WM-Stadien. Nach den Katastrophen von Brüs*sel und Sheffield wurden Sicherheitskonzepte erarbeitet, hinter die man heute, zumindest was die baulichen Gegebenheiten betrifft, wieder zurück*fällt.

Schmuckbild Test Sicherheit in Stadien

Damit die WM ein sicheres Fußballfest wird, müssen viele Stadien dringend nachbessern.



Rettungstore, keine Gräben

So forderte zum Beispiel das Nationale Konzept Sport und Sicherheit schon 1992, dass in die Spielfeldumfriedung „ausreichend Rettungstore einzubauen“ sind und der Zugang zum Spielfeld „nicht durch Werbebanden oder andere Einrichtungen versperrt“ werden darf. Weitere Forderung: Beim Neubau von Stadien „sind Gräben nicht mehr vorzusehen“.

Das scheint man vergessen zu haben, als der Umbau des Olympiastadions in Berlin geplant wurde, dessen Innenraum praktisch ein Neubau ist. Um Spielfläche und Tartanbahn klafft ein fast drei Meter tiefer unüberwindbarer Graben.

Auch in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen gibt es eine Lücke zwischen der her*ausfahrbaren Rasenschublade und der unteren Rangabgrenzung. Obwohl sie überbrückt werden kann, sollen die Öffnungen in der Brüstung während der Weltmeisterschaft verschlossen werden.

Im neuen Leipziger Zentralstadion können sich die Zuschauer im Notfall ebenfalls kaum auf das Spielfeld retten. Sie müssten dafür eine 90 Zentimeter hohe Betonmauer überklettern und dann 3,40 Meter tief springen. Zwar fordern sowohl die Bauvorschriften als auch die Fifa-Sicherheitsrichtlinien Rettungstore zum Spielfeld, räumen aber Ausnahmen ein, wenn ausreichend andere Fluchtmöglichkeiten beziehungsweise ein or*ganisatorisches Sicherheitskonzept nachgewiesen werden. Da beide Maßnahmen nicht dazu geeignet sind, Staudruckfallen bei einer Panik zu entschärfen, halten wir diese Vorschriften für verfehlt.

Dass es baulich möglich ist, Staudruckrisiken stark zu reduzieren, zeigen die Stadien in Hannover, Nürnberg und Köln, die ausreichende Fluchtmöglichkeiten bieten. Andere Stadien operieren in diesem Punkt leider nur halbherzig. So gibt es in Hamburg nur in Teilbereichen Rettungstore, die während der Inspektion zudem nicht zu öffnen waren.

Rettungstore für doppelte Sicherheit

Rettungstore bieten doppelte Sicherheit. Denn sie können nur vom Innenraum aus geöffnet werden. In Verbindung mit einem Zaun eröffnen sie im Notfall nicht nur eine Rettungsmöglichkeit bei Panik, sie verhindern auch, dass so genannte Flitzer oder übermütige Fans auf das Spielfeld stürmen. Gräben sind also keineswegs notwendig. Und wenn sie schon vorhanden sind, müssen sie unbedingt überbrückt werden.

In Krisensituationen, etwa einer Bombendrohung, muss ein Stadion in kürzester Zeit geräumt werden können. Damit die Evakuierung reibungslos vonstatten gehen kann, sollten die Fluchtwege möglichst kurz sein und keine größeren Richtungswechsel aufweisen. Potenzielle Engstellen, also Ausgänge, „Mundlöcher“ in den oberen Rängen sowie alle Treppe*n***auf- und -abgänge, müssen so gestaltet sein, dass sie keine Staufallen bilden.

Dass es selbst bei einer normalen Stadionleerung zu einem katastrophalen Strömungsstau kommen kann, hat das Unglück im Innsbrucker Bergisel-Stadion im Dezember 1999 gezeigt. Nach einer Snowboard-Veranstaltung drängten Hunderte Jugendliche zum Ausgang, um schnell in die Innenstadt zu kommen. Ohne besonderen Grund kam es zur Panik, einige Jugendliche stürzten und wurden überrannt. Fünf Mädchen starben, Hunderte Besucher wurden verletzt.

Problematische VIP-Bereiche

Die Bauvorschriften geben für die Größe der Ausgänge das Verhältnis von Rangkapazität zu Ausgangsbreite an, also maximale Personenzahl pro Ausgangsmeter. Mit höchstens 600 Personen pro 1,2 Ausgangsmeter ist die Verordnung unserer Meinung nach für offene Stadien sehr großzügig. Für eine schnelle Evakuierung wären deutlich weniger Personen pro Ausgangsmeter, wie sie etwa für geschlossene Hallen gelten, wesentlich besser.

In den VIP-Bereichen ist die Situation teilweise noch schwieriger. Wie in Flugzeugen, wo man für einen satten Aufpreis in der ersten und in der Business-Klasse bequemer sitzt und besser bewirtet wird, gibt es in den Stadien größere Bereiche für finanzkräftige Besucher. Das sind entweder abgeschlossene Logen oder bequeme Business-Sitze auf der Tribüne, an die sich meist große Gastronomiebe*reiche anschließen.
 
Die Fluchtsituation ist hier häufig problematisch. Denn die Gäste müssen von der Tribüne zurück in die Loge beziehungsweise in die Gastronomiebereiche und von dort durch das Gebäude zu den Treppenräumen fliehen. Zahlreiche Wegsperren wie Tische und Barhocker sowie Stolperfallen können hier zur Gefahr werden. Außerdem müssen viele Türen passiert werden, die in der Regel nicht paniksicher gestaltet sind und im schlimmsten Fall sogar verschlossen sein können.

Die Ränge der neuen Stadien werden immer steiler, was allein schon die Evakuierung behindert. Unregelmäßige Treppenstufen mit zu kleinen Schritttiefen, die meist nicht, wie gefordert, durch Signalfarben markiert sind, in die Gänge ragende Sitzschalen und offen endende Handläufe, an denen man leicht hängen bleibt, bilden außerdem zahllose Stol*perge*fahren, die gefährliche Stürze geradezu herausfordern.

Auch beim Brandschutz ist längst nicht alles so, wie es sein sollte. Nachbesserungsbedarf gibt es hier in Berlin, Dortmund, Gelsenkirchen und vor allem in Kaiserslautern. Besonders im Bereich der Nordtribüne des noch im Bau befindlichen Fritz-Walter-Stadions fanden wir erhebliche Mängel.

Der Grundsatz der Fifa-Sicherheitsrichtlinien, wonach die Stadien „in baulicher und technischer Hinsicht dem neusten Stand der Sicherheitserfordernisse“ entsprechen müssen, wird derzeit in einigen Stadien also längst nicht erfüllt.

Im Dezember verwarnte Fifa-Chef Joseph Blatter das Organisationskomitee angesichts von Baumängeln an den Stadien in Kaiserslautern, Frankfurt/Main und Nürnberg sowie gewalttätiger Ausschreitungen von Fans während der Bundesligaspiele. „Die rote Lampe brennt“, drohte er und kündigte an, dass noch einmal alle Stadien kontrolliert werden sollen. Wir fordern die Fifa auf, bei dieser Kontrolle auch auf die von uns aufgedeckten Sicherheitsmängel zu achten und auf deren Beseitigung zu drängen.



Sicherheit in Stadien

Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern

Erhebliche Mängel

Staudruck: Rettungstore abschließbar.

Evakuierung: Teils lange und komplexe Fluchtwegführung vom oberen Rang Nordtribüne. Steiler oberer Rang mit zu geringer Stufentiefe.

Brandschutz: Nordtribüne mit rauchgefährdetem oberem Umgang, viele vermeidbare Brandlasten, keine Brandmelder, ungünstiger Rauchabzug, keine Steigleitung. Kein Feuerwehraufzug und keine durchgängige Feuerwehrumfahrt.
 
Professor Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen hat Computersimulationen entwickelt, die unter anderem Schwachstellen bei der Evakuierung von Stadien aufzeigen.



Sicherheit in Stadien: Interview



„Große Chancen wurden vertan“

Deutschland hätte internationale Sicherheitsstandards setzen können.

Sind die Bauvorschriften für die Sicherheit in Stadien im Hinblick auf Paniksituationen ausreichend?



Die baurechtlichen Regelungen sind in meinen Augen auf keinen Fall ausreichend, da dort lediglich statische Vorgaben gemacht werden, die weder die Dynamik noch die Psychologie von Menschenmassen wirklich einbeziehen.



Wie wichtig ist im Panikfall die Fluchtmöglichkeit auf das Spielfeld?

Es ist unbedingt zu vermeiden, dass hohe Dichten (drei Menschen und mehr pro Quadratmeter) über einen längeren Zeitraum (mehr als 15 Sekunden) auftreten. Um dies zu verhindern, ist natürlich jedes Ventil von Nutzen und das Spielfeld bietet sich dafür (kurzfristig) an. Es muss aber schnell und sicher erreichbar sein und auch der Abfluss muss gewährleistet sein.



Welche Ergebnisse zeigen Ihre Computersimulationen in Stadien?

Computersimulationen sind heute in der Lage, Evakuierungen von vielen Tausend Menschen realistisch darzustellen. Dies ist mit Evakuierungsübungen von zirka 1 000 Menschen aus einem Tribünenbe*reich nicht zu schaffen, da einerseits die Emotionalisierung der Menschen fehlt und andererseits gerade die Wechselwirkung größerer Menschenströme aus verschiedenen Richtungen problematisch wird.



Haben DFB, Fifa und Stadionbetreiber Ihre Erkenntnisse genutzt?

Im Auftrag des DFB haben wir uns das Dortmunder Stadion rund um das EM-Qualifikationsspiel Deutschland – Schottland angesehen und auf einige Probleme hingewiesen. Aber weder für Dortmund noch für ein anderes WM-Stadion ist eine Gesamtbetrachtung durchgeführt worden. Insoweit hat man eine große Chance vertan, hier international Standards zu setzen. Das wird für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz sowie für die WM 2010 in Südafrika anders sein.



Moderne Stadien werden mit immer steileren Tribünen gebaut. Hat das negative Folgen für die Evakuierung?

Steilere Tribünen haben auch steilere Treppenabgänge, und das über erhebliche Höhendifferenzen. Damit steigt der Druck von oben. Außerdem sind die Abgänge oft viel zu schmal, sodass nur eine Person auf eine Stufe passt. Hier sollte man ernsthaft über eine Verbreiterung nachdenken, auch wenn das auf Kosten der Sitzplatzkapazität geht. Aufgrund der Höhe und der Größe der Tribünen brauchen die Menschen mehr als eine Viertelstunde zur Evakuierung und nicht acht Minuten, wie von einer Europanorm gefordert.
 
Mich wundert das aber auch, denn das Stadion wurde ja so für den Spielbetrieb freigegeben, da war ja auch die Feuerwehr mit im Boot, die müssen ja gemerkt haben, dass es keine Brandmelder gegeben hat bzw. der Rundweg ums Stadion und der Extra Fahrstuhl fehlt ?!


warst du überhaupt schonmal auf dem Betze?

Das Stadion steht auf einem Fels, hinter der Nord geht es steil bergab, da ist es unmöglich einen Rundweg um das ganze Stadion anzulegen.
 
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